• Brand New - The Devil And God Are Raging Inside Me

    Devil and God Are Raging Inside Me [UK-Import]

    Auch diese CD hier noch vom letzten Jahr (zumindest US-Veröffentlichung), aus irgendeinem Grund an mir vorübergegangen.
    Brand New! Eine meiner Top-Favoriten mit "Deja Entendu" 2004 (auch in unserer PvG Top Twenty verzeichnet, was erstaunlich genug ist), die mich damals mit ellenlangen Titeln, Wucht und Melancholie, von den Beinen riss. Die Zeit: Etwa so zur Hochphase von Dashboard Confessional, als man EMO noch in etwa mit "Quiet / Loud is the New Quiet is the New Loud" proklamieren konnte.
    Und wie es immer so ist, große Erwartungen bergen große Gefahren in sich. Die Liedtitel sind schon mal refuziert, kurz und knackig, das Booklet naja keine Texte - schlimme Befürchtungen kommen auf. Hineien in den Player 60 Minuten Konzentration und im Anschluß erstmal schnell das Vorgängeralbum einlegen, a) um gegenzuhören, ob das wirklich die gleiche Band ist, und b) um nicht ungerechtzu sein und evtl einer persönlichen stimmungsabhängigen Fehleinschätzung aufzusitzen, die einfach diese Art der Musik in der momentanen Gefühlslage nicht präferiert.
    Aber Nein "Deja Entendu" ist auch weiterhin der strahlende Diamant, voll großer Melodien und Texte, der er auch bei seiner Entdeckung schon war. Also: Es ist die gleiche Band und es liegt NICHT an der Stimmung. Was ist es dann? Es sieht aus , als hätte die Band einen Schritt zurück gemacht, dort wo sie sich vorher positiv von den andren Bands dieses Genres abgesetzt hat, herrscht jetzt tristes Einerlei, so schon tausendfach gehört. Keine memorablen Textstellen, keine memorablen Melodien. Ab und An blitzt mal ein Gimmick wie der Chor in "Degausser" auf und ja am Ende kommt mit "Archers Bows Have Broken" tatsächlich noch so eine kleine Pophymne, aber solche gab es auf dem Jack's Mannequin Album am Fließband.
    So bleibt leider zum Abschluß nur eine einzige Feststellung: Banal.
    Auf gegenteilige Meinungen bin ich natürlich dennoch gespannt.
    5 Punkte

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  • 5 Kommentare:

    Marcell hat gesagt…

    8 Punkte

    ... für ein sehr gutes Album. Songs wie Sowing Season, Degausser, Limousine (MS Rebridge), Not The Sun, Luca, The Archers Bows Have Broken stehen für großes Kino. Besser als vieles, was ich zuletzt aus ähnlichen Schubladen zu hören bekommen habe.

    Im Gegensatz zum Vorgänger ist "The Devil And God Are Raging Inside Me" eine ganze Ecke roher, ruppiger und nicht so einfach zu packen. Was ich im übrigen wesentlich spannender finde, als auf Nummer sicher zu gehen. Tristes Einerlei konnte ich bisher nicht ausmachen - vielmehr steckt hier der Teufel im Detail. Nach und nach entdeckt man überall die Melodien, die auf dem Vorgänger noch auch dem Silbertablett serviert wurden. Für mich habe Brand New keinen Schritt zurück gemacht, sondern Mut bewiesen, indem sie ein Album aufgenommen haben, welches eben nicht sofort hängen bleibt. "Abgedroschen" ist was anderes....

    ;)

    Ingo hat gesagt…

    Fluch oder Segen – ich kenne die Vorgängeralben nicht. Also gehe ich mal unbelastet an das Album heran.
    Ich finde es gibt seit dem unrühmlichen (vorläufigen?) Abgang der Smashing Pumpkins zu wenige Bands, die gut „leise“ und „laut“ können. Daher sind mir Brand New schon einmal grundsätzlich sympathisch.
    Die Tatsache, dass die Vocals selbst in den „lauten“ Teilen mit etwas gutem Willem noch als „Gesang“ bezeichnet werden können erscheint zusätzlich auf der Haben-Seite.
    Irgendwie kommt mir bei "Sowing season" ein Vergleich mit „Okkervil River“ in den Sinn: Mehr Pop/Rock statt Country, Brand New kommen eben nicht aus Texas. Auch das kann man den Männern von der langen Insel im Staat New York nicht ankreiden.
    Brand New beweisen eine gewisse Vielfalt, welche sie von vielen anderen Bands im Dunstkreis des „Emo-Screamo“ Sumpfs abhebt, leider trägt die „laut/leise“ Dynamik in der Form nicht über die gesamte Platte. So sind die Songs selten wirklich überraschend.

    So komme ich auf
    7 Punkte
    … ich muss ja noch wenig Puffer nach oben haben für die Vorgängeralben, die ich mir bestimmt bald anhören werde. ;-)

    Eike hat gesagt…

    unseliges dramatisieren. hier passiert alles offensichtlich um des effektes willen. scheußlich! ich höre mir keine scheibe an, um darauf zu warten, dass etwas außerordentliches geschieht. wenn ich nicht so laut gehört hätte, würde ich fad urteilen. so blieb mir wenigstens gewalt. ist wohl teil des prinzips dieser musike, aber nicht mein wetter. sorry. 5 punkte & ungewöhnliche einigkeit mit dem wilden mann (sachen erzählt man sich aus münster und umland...)!

    Volker hat gesagt…

    ich möchte nach dem NAchlassen der ersten Enttäuschung auf 6 Punkte aufstocken, was natürlich immer noch meilenweit entfernt ist vom 9,5er Vorgänger

    oliver r. hat gesagt…

    Ich schließe mich hinsichtlich Ausführungen und Punktevergabe Marcell an:

    -8- Punkte


    Und live sind die eine Wucht, haben mich beim Highfield Festival umgehauen!

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