Platten vor Gericht

Neue Platten bewerten

Platten vor Gericht

dient uns als Plattform, um uns über neue Alben auszutauschen, sie vorzustellen und teilweise heftig zu diskutieren. Seit 2002 bewerten wir alle Alben, die uns zu Ohren kommen, mit Noten von 1 bis 10, so dass am Ende eines Jahres das "Album des Jahres" gekürt werden kann. Auch Gäste unseres Blogs sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinung zu äußern und Bewertungen abzugeben.

  • 1. Vorstellen
  • Nahezu täglich öffnen sich die Pforten des Gerichts, um die Fakten eines neuen Falles darzulegen.

  • 2. Diskutieren
  • Gibt es mildernde Umstände zu beachten? Welche Platten gehören noch vor Gericht gestellt?

  • 3. Bewerten
  • Nicht immer kommen die Richter zum gleichen Urteil und benötigen daher den Beistand der Gastrichter.

  • 4. Auswerten
  • Ein faires Urteil wird mit Hilfe der Durchschnittsnote gefunden und am Jahresende verkündet.

Me

Fachgebiete

Dies sind unsere bevorzugten Betätigungsfelder:

Britpop 80%
Dreampop 50%
Folk 70%
Indiepop 75%
Indierock 90%
Pop 85%
Post-Rock 40%
Shoegaze 60%
Singer/Songwriter 80%

Mixtape

Monatlich stellt Oliver ein Mixtape zum Nachhören der Plattenvorstellungen zusammen.

Revision

Zu besonderen Anlässen werfen wir auch einen Blick auf das Gesamtwerk eines geschätzten Künstlers.

Listening Sessions

Gelegentlich treffen wir uns auf Volkers Sofa zu gemeinsamen Listening Sessions.

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Plattenvorstellungen
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  • Marit Bergman - I Think It's A Rainbow

    Marit Bergman - I Think It's A Rainbow









    Liv-Marit Bergman hat in ihrem Heimatland Schweden bisher zwei Alben veröffentlicht: "3.00 A.M. Serenades" wurde zunächst auf ihrem eigenen Plattenlabel veröffentlich (2002), erhielt dann gute Kritiken und erzielte entsprechende Verkaufszahlen, so dass es 2003 von einem Major wiederveröffentlicht wurde. Im März 2004 folgte dann "Baby Dry Your Eyes", das ihr fünf Nominierungen für den schwedischen Grammy und zwei Awards (Composer of the Year und Female Artist of the Year) einbrachte.
    Am 06. September erschien nun "I Think It's A Rainbow" und ging in den schwedischen Charts von Null auf Eins. Die 29jährige bietet eingängigen Pop, wie man ihn aus diesem Land gewohnt ist und wartet noch auf Plattenverträge außerhalb Skandinaviens.

    My new album is called ”I think it´s a rainbow” (because I think it´s a rainbow) (...) and of COURSE its my best one so far. I´ve quit writing the bad songs, now I just finish the ones I am head over heels in love with. Marit Bermann


    "No Party" (Video, Live-Video)
  • Bonnie 'Prince' Billy - The Letting Go

    Bonnie 'Prince' Billy - The Letting Go












    seit einiger zeit liegt das teil bei mir daheim. nachdem ich aber jüngst besitzer der "superwolf"- scheibe wurde, war die motivation mich dem neuling zu widmen keine große. deshalb gibt es nun eine fremdrezension, nämlich nachzulesen auf roughtrade.de:
    "Es gibt hier Gitarren, es gibt hier Streicher. Inmitten der ersten Akkorde wächst die Spannung, die Erwartung und die Vorfreude, und plötzlich ist sie da, die unverkennbare Stimme von WILL ODHAM aka BONNIE PRINCE BILLY. Und der Hörer weißt sofort, dass er sie, dass er BONNIE PRINCE schon arg vermisst hat. Und BONNIE PRINCE enttäuscht niemanden - THE LETTING GO ist eine überwältigende Unternehmung, 12 Songs von kaum zu beschreibender Schönheit, voluminös und zugänglich. Und Bonnie läßt seine Zuschauer gerne daran teilhaben. Und einige hervorragende Musiker auch: Die Streicher-Arrangements wurden von Ryder McNair und Nico Muhly eingesteuert, ein Quintett gibt der Musik einen sechsten Sinn. Jim White, der Schlagzeuger, verfügt über ein unfehlbares Gespür für rauhe und sensible Rhythmen. Paul Oldham, Wills Bruder, spielt traumwandlerisch und konstant sicher den Bass-Part. Emmett Kelly liefert überraschend-unspektakulär klare Electro-Gitarre-Texturen, die voll von R'n'Blues, Folk und Soul sind. Und ganz vorne ist auch die bezaubernde Stimme von Dawn McCarthy (von Faun Fables), die mit einer unglaublichen Empathie intensive-intime Duette mit Bonnie singt.
    Aufgenommen wurde THE LETTING GO mit VALGIER SIGURDSSON in Greenhouse Studios in Reykjavik. BONNIE PRINCE möchte durch seine Songs und Geschichten seine ehrliche Bemühung zum Ausdruck bringen, mit seinen zahlreichen Fans Musik als Erfahrungfeld zu teilen. Seine Musik sollte als unmittelbares Gegengift und Inspiration fürs Leben wirken, gegen die Einsamkeit und für die Liebe. Und Lachen ist auch erwünscht! Nun, was will man eigentlich mehr?"

    http://www.bonnieprincebilly.com/

    http://www.dragcity.com/bands/bonnie.html

  • You Say Party! We Say Die! - Hit The Floor!

    You Say Party! We Say Die! - Hit The Floor!



    Wenn der ME in seiner aktuellen Ausgabe behauptet:

    Zusammengefasst eine Platte, von der jeder einzelne Song und vor allem die Single "The Gap", eingebettet in ein abwechslungsreiches Clubset, durchaus funktioniert und das Publikum zu 100 Prozent auf die Tanzfläche treibt, aber am Stück ist dieses Album leider nicht durchzuhalten.

    fürchte ich fast, er hat Recht. Im Moment ist es aber so, daß ich mir dieses Album gerne auch zu Hause anhöre (am Stück!) und an längst vergangene bis-Konzerte erinnert werde. You Say bis war'n auch scheiße! I Say Die! Mal schaun, was ich in ein paar Wochen dazu sage...

    MySpace mit drei Songs des Albums (außer What's The Holdup...)
    Homepage
  • Milburn - Well Well Well

    Milburn - Well Well Well



    Hört man sie schon? Die Rufe? "Wir brauchen keine zweiten Arctic Monkeys!" Blöd gelaufen für Milburn, die schon zwei Jahre länger existieren, aber das Internet, speziell MySpace nicht so nutzen konnten wie ihre Kollegen aus Sheffield. Nach ein, zwei Durchläufen finde ich Well Well Well etwas eingängiger als Whatever People Say... und daher vielleicht auch einen Tick besser. Abwarten.

    This isn't a Northern Uproar/Oasis mismatch, though naturally they're missing the extent of their recent forefathers' edge, especially where the Monkeys' bungled eloquence is concerned. But by also ratcheting up the discipline of the Ordinary Boys and the added tunefulness of Maximo Park, especially on "Cheshire Cat Smile" and "Storm In A Teacup", they prove their worth.


    Homepage mit 3 Songs vom Album
    MySpace mit 1 Song vom Album (What You Could've Won)
  • Fionn Regan - The End Of History

    Fionn Regan - The End Of History














    Singer/Songwriter I

    Fionn Regan, der Name lässt es schon vermuten, stammt aus Dublin, Irland. Nach zwei limitierten EPs steht nun mit „The End Of History“ sein Debutalbum in den Läden, dass bestimmt nicht das Ende, sondern erst den Anfang der/seiner Geschichte darstellen wird. Gute Kritiken und hohe Bewertungen in der britischen Presse belegen diese Vermutung.

    Gitarre, Stimme, und fertig. Das wäre natürlich noch nicht sonderlich aufregend, wenn Regan nicht auch Stücke schriebe, welche die stets nach Genretrüffeln suchenden Songwriterfans zum Seufzen brächten vor Begeisterung. Der Ire findet im Kargen das Ästhetische, im Einfachen die Schönheit. Ein großes Debüt - und eine große Bereichung fürs Folkgenre. kulturnews.de

    „We've toured with Fionn and fallen deeply in love with his luminous songs of memory, loss and hope. His ability to paint weighty and sublime imagery with words is untouchable and very rare, yet it's combined with a sweet charm that renders all cynicism impotent. All I can do when he sings is to shut up and keep breathing.“ Olly Knights (Turin Brakes)

    Zugreifen sollte hier jeder, der Gefallen an Alben von Tom McRae, Turin Brakes oder Damien Rice findet.

    „Abacus“ (MP3)
    „Be Good Or Be Gone“ (MP3)
    „Put A Penny In The Slot“ (Video)
  • Damien Rice - 9

    Damien Rice - 9


    Singer/Songwriter II

    Apropos Damien Rice. Nachdem mich der Nachfolger zu meinem Album des Jahres 2004 (The Album Leaf) doch ein wenig enttäuschte, ruhen meine Hoffnungen nun auf dem Sieger des Jahres 2003: Der ebenfalls aus Irland stammende Singer/Songwriter veröffentlicht nach drei Jahren endlich den Nachfolger zu „O“, das ebenso minimal betitelte „9“.
    Nachdem das Debut erst mit reichlich Verzögerung in die deutschen Plattenläden kam, ist Dank des Wechsels zu Warner das Album auch hier pünktlich erhältlich. Ein höheren Bekanntheitsgrad erreichte Damien Rice vor allem durch den Einsatz seiner Songs in Filmen (Hautnah) oder TV-Serien (Emergency Room, Dawson’s Creek, Lost). So ist „Delicate“ einer der meistverwendeten Songs in Fernsehserien und teilt sich diese Auszeichnung interessanterweise mit Jeff Buckleys „Hallelujah“. Der Refrain von „Delicate“ lautet: "Why'd you sing 'Hallelujah' / If it means nothing to ya?"

    And so it is. A second Damien Rice album. (...) “9” is an amazing album that surpasses expectations and reminds us of why “O” became such a worldwide success. Damien performs with all the intensity and honesty that we have come to expect, but he paints his songs with more colours than on “O”, and smudges them just a little bit with tears. “9” has even more potential than “O” for commercial success, if it’s so desired, but it is a very personal album that will touch the heart of every listener. www.eskimofriends.com

    „9 Crimes“ (MP3)

    Auch Damiens Coverversionen sind immer hörenswert:
    „Creep“ (MP3)
    „Revolution“ (MP3)
  • Badly Drawn Boy - Born In The UK

    Badly Drawn Boy - Born In The UK









    Singer/Songwriter III

    Alles muss man hier selbst machen: Nach Damien kommt Damon. Mr. Gough hadert ein wenig mit seinem Künstlernamen Badly Drawn Boy, der von einer Figur aus der Zeichentrickserie „Jamie and his Magic Torch“ entliehen ist. Zählt man den Soundtrack zu „About A Boy“ hinzu, so ist „Born In The UK“ bereits das fünfte Album des bekennenden Bruce Springsteen Fans. Jedoch gab es bei der Niederkunft einige Komplikationen:

    Für den Mann mit der Mütze war „Born in the UK" die bisher schwerste Geburt. Eine fertige Version ließ er fast komplett einstampfen, nur zwei Songs überlebten. Möglicherweise war es der Wechsel zum Major, der den so umtriebigen Singer/Songwriter aus Manchester in Selbstzweifel stürzte. Am Ende ist es dann aber doch seine leichtfüßigste Platte geworden. Gough schafft die Wende zu kommerzielleren Songs, ohne die Ecken und Kanten ganz aufzugeben. Neben Pianoballaden und jubilierenden Folkpop gelingt ihm zudem mit „Welcome to the Overground" ein potenzieller Musicalsong jenseits der Peinlichkeit. kulturnews.de

    „Nothing’s Gonna Change Your Mind“ (Video, MP3 Download)
    „Born In The UK“ (Video, MP3 Download)
  • Loney, Dear - Sologne

    Loney, Dear - Sologne













    Singer/Songwriter IV

    Loney, Dear ist eine einköpfige Neun-Mann-Band. Loney, Dear ist Nils-Emil Svanängen. Loney, Dear hat/haben bereits haufenweise CD-Rs aufgenommen und verkauft. „Sologne“ ist nun das erste reguläre Album, das zunächst nur in deren Heimatland veröffentlicht wurde. Dann fanden sich für den britischen Markt mit Rough Trade und für den amerikanischen mit Sub Pop schnell zwei respektable Plattenfirmen.
    Die Pop-Songs wurden von Nils-Emil Svanängen nahezu im Alleingang Ende 2004 in Stockholm aufgenommen. Bei Konzerten wird er von bis zu acht Bandmitgliedern unterstützt. Das ist eine einköpfige Neun-Mann-Band.

    Den guten Bewertungen in Skandinavien werden sicherlich weitere folgen:

    "Efter att ha haft Jönköpingssonen Emil Svanängens debutskiva snurrande i stereon i en dryg månad nu så återstår, för undertecknad, endast total kapitulation. Kapitulation och glädje över att årets bästa svenska skiva redan är här" ***** Rated 5/5, JÖNKÖPINGS-POSTEN (SE)

    "Brillefin og tilgjengelig plate som inneholder så mange fine øyeblikk, at den nærmest anbefaler seg selv. Tørster du etter god og positiv popmusikk, er Sologne en velegnet lekekamerat for våren 2006." ***** Rated 5/6 PANORAMA (NO)

    "Finest pop music I have heard for a long time!" ***** Rated 5/5, HELSINGIN SANOMAT (FI)

    ”Fyldt til randen med smukke og dragende sange. Spækket med finurlige detaljer" ***** Rated 5/6, SOUNDVENUE (DK)


    „I Fought The Battle Of Trinidad & Tobego“ (MP3)
    „The City, The Airport“ (MP3)

    Weitere 17 (!) Songs gibt es als legale (!!) Downloads hier.
  • Joanna Newsom - Ys

    Joanna Newsom - Ys






    Singer/Songwriter V

    Wikipedia sagt, dass Joanna Newsom eine US-amerikanische Sängerin, Harfenspielerin und Liederautorin ist. Also kann sie hier, nicht nur um das Feld der Singer/Songwriter nicht allein den männlichen Vertretern dieser Gattung zu überlassen, durchaus als Nummer 5 vorgestellt werden. Nach dem hochgelobten Debut „The Milk-Eyed Mender“ (2004) erscheint nun in Zusammenarbeit mit Van Dyke Parks (Arrangements), Steve Albini (Produktion) und Jim O’Rourke (Mix) das zweite Album der Dreiundzwanzigjährigen. „Ys“ besteht bei einer Spielzeit von fast einer Stunde nur aus 5 Liedern, deren Länge zwischen 7 und 17 Minuten pendelt, so dass die Suche nach Refrains vergebens und ein mehrmaliges Anhören empfehlenswert ist.
    Zusammen mit Devendra Banhart, CocoRosie, Jana Hunter, Antony & The Jonsons u.a. wird sie der neuen, modernen Folk-Bewegung (New Weird Americana, New Folk, Freak Folk) zugeschrieben.
    Wikipedia schreibt weiter: "Neben ihrem gefühlvollen Harfenspiel und ihren lyrisch gehaltvollen, avantgardistischen Texten ist die besonders sensible Interpretation ihrer Lieder auffällig. In ihrer hohen Stimmlage, kindesgleich, ist Newsom bestrebt, jedem einzelnen Ton, ausdrucksstark und intensiv, eine ganz individuelle Note zu verleihen."

    „Ys“ is an exceptional piece of art in the broadest sense - give it the chance to grow on you. The Observer

    „Emily“ (MP3)
    „Cosmia“ (MP3)
  • Boo Hewerdine - Harmonograph

    Boo Hewerdine - Harmonograph













    ein harmonograph ist vermutlich ein gerät, das ich ab und an ganz gern hätte.
    boo hewerdine nennt so sein mittlerweile sechstes soloalbum. er hat dafür aus 400 songs auswählen können, müssen. zwölf landeten am ende auf "harmonograph", einem stillen, wehmütigen ding. gitarre, stimme, etwas begleitinstrumentarium. stieg bei mir nach dem ersten hören hoch ein. und hat sich dort gehalten. provokation gefällig? etwas für schöngeister. anekdote obendrauf? hewerdines karriere begann bei der band the bible. einer ihrer songs "glorybound”, is one of the recordings about which Nick Hornby rhapsodises in his book 31 Songs.".
    webseite
    jede menge mp3's
    myspace
  • Bernard Fanning - Tea & Sympathy

    Bernard Fanning - Tea & Sympathy













    so ganz frisch ist der neueste output des bernard fanning nicht mehr, da "tea & symphathy" in australien bereits 2005 das licht der welt erblickte. europa erreichte es erst heuer. somit läßt es sich leicht unter aktuelle platten subsumieren.dem ersten umlauf schulde ich eine begeisterung, der ich nunmehr etwas hinterherhaste, die mich aber wiederum dazu bringt, dieses werk vorzustellen.bernard fanning wurde bekannt als der frontmann von powderfinger, einer band, die in australien kultstatus hat, der kritiker aber vorwerfen, dass sie mit ihrer dem breiten geschmack angepassten musik bands wie den go-betweens unverdient den rang ablaufen würde. was vermutlich nicht so weit hergeholt sein mag. bernard fannings erstling erlangte aber sicher nicht nur aufgrund dieses bonus platinstatus in australien. es ist ein groovendes, lebendiges etwas, ein unbescheiden rockendes, ungefaltetes blatt papier, auf dem sich ein bierglas abstellen läßt.fanning hat eine stimme, die in ihren besseren momenten (sie überwiegen hier glücklicherweise) an keith caputo gemahnt, die facettenreich ist, den balladen schmelz zu verpassen weiß, den strafferen songs die zügel halten und dennoch forsch galoppieren kann.fanning ist ein formidabler songwriter, der sich bei aller finesse der wirkung seiner lieder durchaus bewußt ist. ich denke auch, dass die songreihenfolge ausgebuffter natur ist. ein ständiges auf und ab macht dieses album lebendig.der sound ist dicht und warm, gitarrenlastig, aber nicht breitbeinig, verwoben mit allerlei geschmackvollem instrumentarium: hier das banjo, dort die mundharmonika. nicht singer/songwriter, nicht americana, nicht rock, immer wieder neu ein substrat aus allem.

    produziert wurde das album übrigens von bernard und tchad blake, die bereits mit gomez, pearl jam oder auch tom waits arbeiteten.

    homepage: http://www.bernardfanning.com/

    myspace: http://www.myspace.com/bernardfanning

    powderfingerhomepage: http://www.powderfinger.com/vs/flash/intro.asp

  • Junior Boys - So This Is Goodbye

    Junior Boys - So This Is Goodbye














    Die Vorstellung des Albums von Hot Chip voe ein paar Monaten stand unter dem Motto: mehr Eelektro-Pop auf diesem Blog. Seitdem ist es aber etwas still um die künstlich erzeugten Klänge geworden. Mit der Vorstellung des zweiten Albums der Junior Boys möchte ich ein wenig Abhilfe schaffen. Hinter den Junior Boys verbergen sich die beiden Kanadier Jeremy Greenspan und Matthew Didemus. Zwei echte Nerds und Soundtüftler, die ebenso wie Hot Chip zuweilen dezent Gitarrenklänge einfließen lassen und einen verträumten, nicht allzu harten Pop in der Tradition von New Order produzieren. Jeremy Greenspan, der bärtige Holzfällertyp hat auch ein nettes Stimmchen, so daß hier auch echte Lieder und nicht nur sphärische Klänge und Samples zu hören sind. In England haben sie bereits für Hot Chip eröffnet und die Fachpresse geizt auch nicht mit Lob für " So this is goodbye". Dem französischen Magazin "Versus" war das Album gar 11/ 10 Punkte wert. Spielen die Junior Boys etwa schon in der Champions-League des Elektro-Pop? Die Jungs sind übrigens Labelkollegen von den Arctic Monkeys und Franz Ferdinand bei Domino. Wer wissen möchte, wie die Band live ist, sollte unbedingt mal bei meinzuhausemeinblog.blogspot vorbeischauen.
    Dort findet man Konzertberichte auf höchstem Niveau und überdies sehr unterhaltsam geschildert ;-)

    Homepage

    Labelseite

    MySpace
  • Emilie Simon - Vegetal

    Emilie Simon - Vegetal



    Einem breiten Publikum scheint Emilie Simon durch die Filmmusik zu 'Die Reise der Pinguine' bekannt geworden zu sein. Ich kannte sie bisher gar nicht und bin nur wegen des Covers auf sie aufmerksam geworden, bei dem man ja viel erwartet - allerdings nicht zwingend düsteren Elektro-Chanson. Stimmlich liegt die Französin mal in der Nähe von Björk, manchmal geht es dann eher in Richtung Kate Bush. Le-Tour.net schreibt:

    Eine Art Konzeptalbum hat sie nun
    erschaffen, um den Charakter Alicia, halb Blume, halb Mädchen.
    Anspruchsvoller Pop zwischen elektronischen Sounds und Klängen von Flöte,
    Cello oder Percussion. Atmosphärischen Tracks wie "Le vieil amant" stehen
    flottere Stücke wie "Dame de Lotus" oder das hitverdächtige "Fleur de
    saison" zur Seite. Gesungen wird in englisch und französisch. Charmante
    Platte.

    Finde ich auch.

    MySpace
    und noch eine andere MySpace-Seite
  • Vinny Peculiar - The Fall And Rise Of Vinny Peculiar

    Vinny Peculiar - The Fall And Rise Of Vinny Peculiar



    Vinny Peculiar, ein Künstlername und Bandprojekt eines nicht mehr ganz so jungen Mannes, der auf Fotos und gesanglich gerne mal Jarvis Cocker-mäßig rüberkommt, überraschte mich letztens mit diesem wunderbaren Album, das sehr an die Musik des Postcard-Labels und The Smiths erinnert. Und wen wunderts? Ist Mike Joyce doch aktuelles Mitglied der Band und Andy Rourke immerhin am Entstehen der Platte beteiligt gewesen. Andere Bandmitglieder können immerhin behaupten, schon mal bei Aztec Camera oder den Mighty Lemon Drops dabei gewesen zu sein. Kann da überhaupt was schief gehen? Nicht viel, aber wenn Plattentests.de behauptet,
    daß trotz inflationären Gebrauchs allerortens auch ein Saxophon einem tatsächlich noch eine ungeheure Gänsehaut verpassen kann
    muß ich da wohl widersprechen. Mir läuft vielmehr ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich dieses Saxophon am Ende von 'Revolt Into Style' höre. Aber das ist mE der einzige kleine Schwachpunkt einer feinen Britpop-Platte.

    MySpace (mit 'Living In The Past' und 'Man About The House' vom aktuellen Album)
    Homepage
  • Tunng - Comments Of The Inner Chorus

    Tunng - Comments Of The Inner Chorus









    Schlagen wir hier doch einmal eine Brücke zwischen den beiden wichtigsten Nebensachen des Welt: Fußball und Popmusik. Was haben also Achim Stocker, Präsident des SC Freiburg, und Sam Genders, einer der beiden musikalischen Köpfe von Tunng, gemeinsam? Der Eine besucht vor lauter Aufregung kein Spiel seiner Mannschaft, der Andere tritt bei Konzerten seiner Band nicht auf, da er sich in der Anonymität wohler fühlt. Oder ist es doch die Aufregung, Herr Genders?
    Mike Lindsay ist der zweite Gründer von Tunng, die sich mittlerweile zu einem siebenköpfigen Kollektiv erweitert haben und gemeinsam wundervolle Folktronica spielen. Akustische Instrumente (Gitarren, Harfen, Banjo, Klarinette, Cello) treffen auf mehrstimme Harmonie-Gesänge (in bester Simon and Garfunkel oder Kings of Convenience - Manier) treffen auf elektronisches Gefrickel.

    Woodcat (MP3, Video)
    Jenny Again (MP3, Video)
    It's Because... We've Got Hair (Video)

    Und die wunderbare Bloc Party - Coverversion, über die ich auf die Band gestoßen bin:
    Pioneers (MP3)
  • Duke Special - Songs From The Deep Forest

    Duke Special - Songs From The Deep Forest

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    Vorgruppen interessieren mich in der Regel nicht die Bohne, vor allem, wenn ich die Band vor dem Konzert nicht kenne. Mein guter Freund Christoph läßt hingegen nie die Vorgruppe ausfallen. Lieber verzichtet er auf die Zugaben der Hauptgruppe, um vor dem großen Pulk zum Auto zu kommen und das Gelände zügig zu verlassen. 2005 beim Eins-live Königstreffen in Herzogenrath hat er mich damit auf die Palme gebracht, als wir pünktlich zu Sons & Daughters da waren, aber die letzten zwei Zugaben von Franz Ferdinand verpassen mußten. ( Christoph: wenn Du das hier liest, nicht übel nehmen, ist 'ne olle Kamelle!). Christoph kann man also getrost als Vorgruppenliebhaber bezeichnen. Nachdem er Divine Comedy in Köln im Gloria gesehen hat, berichtete er auch euphorisch von der Vorgruppe namens Duke Special. Ich blieb skeptisch, nahm mir aber vor, zum Konzert von Neil Hannon und Band im Pariser Olympia am 18.10.2006 rechtzeitig zu erscheinen. "Hi my name is Duke Special and i am very pleased to play in Paris". Duke Special heißt im richtigen Leben (komischer Ausdruck eigentlich, ist denn das Künstlerleben kein richtiges Leben?) Peter Wilson und stammt aus Belfast, Nordirland.
    Meine ursprüngliche Skepsis sollte sich übrigens vorerst bestätigen, denn wie er da so hinter dem Piano saß, kam mir sofort eine gräßliche Assoziation: klingt nach Elton John! Sogleich verließ ich den Saal, um mich im Foyer an der Bar geistig auf Divine Comedy vorzubereiten.
    Ich wollte Herrn Wilson, einem rothaarigen Typ mit Rastazöpfen aber noch eine Chance geben. Originell war es ja, wie er da mit seiner taillierten blauen Militärweste ( Jacket full of danger?) rumklimperte, übrigens begeleitet von Klarinetten, Saxophon und Trompeten. Ich besorgte mir das Album. Äußerst barock geht es hier zu, der Focus spricht von Folk-Glam, oder nennt Herrn Wilson, den Gramophonliebhaber, Pop-Gaukler. Elton John wurde schon als üble Referenz genannt, wenn man böse ist, nimmt man noch Billy Joel dazu. Aber stopp, das reicht jetzt. Solche Vergleiche können hoffnungsvolle Karrieren im Keime ersticken. Man nenne lieber mal Rufus Wainwrght (hmm), Badly Drawn Boy (aha), die Beatles (hört, hört), oder gar Divine Comedy selbst( wow!). Ich habe mich übrigens noch nicht entschieden, ob ich das mag, aber wer von Neil Hannon persönlich eingeladen wird, kann doch eigentlich weder ein schlechter Mensch, noch ein schlechter Musiker sein, oder?

    myspace

    Homepage der Rastalocke

    Focus
  • Isobel Campbell - Milkwhite Sheets

    Isobel Campbell - Milkwhite Sheets














    "The guy who mastered my album usually works on death metal records. He said it sounds 'satanic'! I was quite flattered..." Isobel Campbell

    Dass unsere Ex-Belle & Sebastian Chanteuse satanisch oder böse werden oder klingen könnte, ist so warscheinlich wie ein bescheidener Noel Gallagher. "Milkwhite Sheets" wurde kurz nach dem Duettalbum "Ballad Of The Broken Seas" aufgenommen und sehr durch Folk Musik inspiriert, so dass sich auch einige Traditionals auf dem Album wiederfinden. Ansonsten haucht Frau Campbell wie gewohnt (auf "Loving Hannah" sogar ohne unterstützende Instrumente) und es ertönen dazu akustische Gitarren, Pianos und Streicher. Im Vergleich zum Mercury Music Prize nominierten Vorgänger fehlen mir persönlich hier die Kontrapunkte, die durch Mark Lanegans tiefe Stimme gesetzt wurden.

    "It's an album of half traditional, and half new songs that I've written. I suppose I'd describe it as dark psychedelic folk." Isobel Campbell

    Leider finden sich bisher weder auf der Homepage, noch auf der MySpace-Seite Informationen zu dem demnächst erscheinenden Album, aber ich hoffe, dass ich euch mit diesen Links einen ersten Eindruck vermitteln kann (Links gelöscht):
    "O Love Is Teasin"
    "Cachel Wood"
  • The Bluetones - The Bluetones

    The Bluetones - The Bluetones














    Mit The Bluetones melden sich alte Bekannte wieder, deren erfolgreichstes Jahr nun auch schon eine Dekade zurück liegt: 1996 erreichte die Single "Slight Return" Platz 2 im Vereinigten Königreich und das dazugehörige Album "Expecting To Fly" sogar die Spitzenposition. Weitere drei Singles fanden den Weg in die Top Ten und auch die beiden nachfolgenden Longplayer verkauften sich ordentlich, konnten an die ganz großen Erfolge aber nicht anknüpfen. Das rauhe und rockige "Luxembourg" (2003) fand dann nur noch wenige Freunde und Käufer und in Deutschland keinen Vertrieb, so dass man es selbst bestellen/ importieren musste.
    Nun will es die Band aus Hounslow noch einmal wissen und veröffentlicht das einfach "The Bluetones" betitelte fünfte Album. Man griff mit Hugh Jones auch auf den Produzenten der ersten beiden Alben zurück, jedoch gelang in der ersten Woche noch nicht einmal der Einstieg in die britischen Charts. Zu Recht?

    "My Neighbours House" (Video)
    "Surrendered" (MP3)
    "Fade In/Fade Out" (Mp3)
  • Tapes 'n Tapes - The Loon

    Tapes 'n Tapes - The Loon













    Ich hatte mir vorgenommen, mal ein Album vorzustellen, ohne irgendwelche Quellen aus Musikzeitschriften, oder Myspace zu benutzen. Artikel, die zum Beispiel im NME erschienen, habe ich nicht gelesen ( allerdings sah ich natürlich die Note: 8/10 ), Recherchen habe ich keine betrieben. Ohne aber mich vertieft mit Tapes 'n Tapes zu beschäftigen, habe ich quasi fast alles am Rande mitbekommen. So zum Beispiel, daß die Band aus Minneapolis stammt, daß sie neben The Organ der große Abräumer beim renommierten Festival South by Southwest in Texas waren und bei der Bildersuche für das Albumcover ist es mir auch nicht entgangen, daß es sich bei der Gruppe um vier junge Männer handelt. So ist, außer den Namen der Bandmitglieder schon einiges an Fakten auf dem Tisch. Bei den Referenzen zitiere ich aber nun ausschließlich eigene Höreindrücke. Daß es sich bei dem beschwingten Song "Insistor" um das beste Lied auf dem Album handelt (zumindest das eingängigste ), sticht sofort ins Auge, auch "Cowbell" fällt schon beim ersten Hördurchgang auf. Bei den übrigen Titeln dauert es manchmal bis sie zünden. Kein Wunder allerdings, wir reden ja hier von US-Indierock. Nach welchen Gruppen klingt das musikalisch? Nun, als erstes denke ich an die Pixies und zwar als sie noch gut waren und Biss hatten. Franck Black hätte bestimmt gerne einen Knüller wie "Insistor" auf dem angekündigten (angedrohten ) neuen Pixies Album. Bei "Crazy Eights" wird gleich mehrfach das Bassintro von "Personal Jesus" von Depeche Mode verwurstet, ohne daß die Amerikaner sonst was mit Dave Gahan und Konsorten gemein hätten. Die Stimme des Sängers kann auch manchmal Vergleiche mit Conor Oberst hervorrufen, so weinerlich, so brüchig, z.B. auf "Manitoba". Bei "Cowbell" gucken die B 52s um die Ecke, irgendwo schwirrt hier der "Rock Lobster" herum, vor allem wenn nach gut 1 Minute Spielzeit die messerscharfen Gitarren einsetzten. Auch Built to Spill kann man erkennen, am Besten auf Jakov's Suite. Ansonsten halten sich Tapes 'n Tapes aber mit ausufernden Gitarrensoli zurück. Das ist eben das Schöne an diesem Album. Es wird halt nicht der etwas in die Jahre gekommene Us-Indierock der Neunziger einfach aufgewärmt. Stattdessen wird dieses Genre modern zackig und mit viel Schmiss präsentiert. Eine echte Entdeckung!

    myspace

    homepage
  • Teitur - Stay Under The Stars

    Teitur - Stay Under The Stars



    Und noch mal auf die Schnelle
    Die neue von Teitur. "Poetry And Aeroplanes" war bei mir Platte des Jahres (zuDirks Unverständnis). Diese hier ist reduzierter etwas weniger ins Ohr gehend und wird ihrem Vorgänger somit nicht folgen.
    Das dennoch wunderschöne "Louis Louis" auf seine MySpace-Seite

    so wie Teitur hab auch ich meine ausufernden Vorstellungen reduziert und nun dürfen alle Gastkritiker, die sich bisher nicht getraut und zurückgehalten haben, ihre Bewertungen abgeben. Es reichen auch die Noten, man muß nicht mal was dazu schreiben ;-)
  • ClickClickDecker - Nichts für ungut

    ClickClickDecker - Nichts für ungut






    So und nun für alle, die sich immer noch nicht trauen hier zu bewerten, weil immer so viel geschrieben wird, kurz und bündig.
    Neues Album von ClickClickDecker, der mich mit deinem Debut schon überzeugen konnte. 12 Songs zwischen Liedermacher und Kettcar und einem Bonustrack, der Herzen schmelzen lässt.

    die Single

    Für Vinylliebhaber gibts das ganze übrigens limitiert in weißem Vinyl mit Bonus CD
  • The Black Keys - Magic Potion

    The Black Keys - Magic Potion














    Dank Oliver R. gab es ordentlich was auf die Ohren:
    Nicht immer muss es Marmelade sein, was ich mir aufs Frühstücksbrot schmiere (oder unters Müsli mix), nee, manchmal kommt deftiger Schinken zu Käse und anderem... Habe ich mir in der letzten Zeit lauter mißmutig klingende, elektronisch gefärbte, verklausulierte oder gar verbrämte Musik zugemutet, so finde ich in den Black Keys zu den Tagen meiner Frühstücksmeisterschaft zurück. Tage, an denen alles gelingen will, das Lustvolle im Gefühl sich nicht verdrängen lässt, eine gewisse Erhabenheit meinen Kopf befreit und locker auf den Schultern baumeln lässt. Dank eines gescheiten Mahls. Diese Black Keys Mannen haben nichts Weltbewegendes zu bieten. Sie rocken rotzfrech, manchmal verdammt teufelswild, immer ohne Schnörkel, geradeaus. Ich will auch nicht schwer schlucken müssen, wenn ich ins Brot beiße. Aspiration ist was für alte Säcke. Die werden zwar auf Magic Potion in gängiger Manier zitiert, aber recht bald auch auf offener Chaussee "entsorgt". Das Tempo ist gleichbleibend hoch, aber nicht manisch. Die Soli sind breit, aber nicht anstrengend. Das Schlagzeug arbeitet auf Hochtouren, überdreht aber nicht. Das ist gewiß kein Zaubertrank, von dem verspreche ich mir irritierende Veränderung, aber es gelingt ein Aufwecken und Besinnen auch auf meine musikalischen Wurzeln. Auf der Negativseite verbuche ich bei diesem Album einen Mangel an Melodien, die mehr Fluß gegeben hätten, außerdem einen Stolz, der zu sicher macht, Reflexion entbehrlich erscheinen läßt. Led Zeppelin, Edgar Broughton, Blue Cheer, Cactus sind die Namen, die mir sofort zur Hand sind.
    1. Just Got To Be ***1/2 (satter Beginn)
    2. Your Touch ***
    3. You're The One **1/2 (schwacher Balladenversuch, ein Thema wird beritten)
    4. Just A Little Heat ***1/2
    5. Give Your Heart Away ***1/2 (deftig groovend)
    6. Strange Desire **** (fast verschluckt!)
    7. Modern Times **** (rockt wie Hölle!)
    8. The Flame ***1/2 (erinnert mich etwas an Youngs Gitarre aus "Dead Man")
    9. Goodbye Babylon ***1/2
    10. Black Door ***
    11. Elevator ***
    Letztlich verdammt simpel, aber einnehmend.
    Drei, vier Titel weniger und es wäre etwas runder.
    Ich muss nun noch mal den Grundkurs in Luftgitarre belegen und werde wohl zukünftig häufiger Salami auf die Bemme packen.
    6,5 punkte
  • Robbie Williams - Rudebox

    Robbie Williams - Rudebox










    Man fragte sich ein wenig ängstlich, wie Robbie Williams nach den Aufnahmen zum mediokren "Intensive Care" und der noch laufenden Welttournee Zeit für ein weiteres neues Album finden konnte. Dann wurde "Rudebox" in der britischen Presse auch noch als "schlechteste Single aller Zeiten" bezeichnet und man bekam es regelrecht mit der Angst zu tun.
    Unbegründet. Nach zwei Hördurchläufen kann ich sagen, dass "Rudebox" anders, aber deutlich besser als Robbies letzte beiden Platten und sein (nur Frauen wirklich gefallender) Swing-Ausflug ist.
    Das Album läuft bei 17 Titeln rund 80 Minuten, hat fünf Coverversionen mehr oder minder bekannter Songs zu bieten, über die sich sicherlich herrlich streiten lässt, so zum Beispiel über Manu Chaos "Bongo Bong/Je ne t'aime plus". Außerdem versucht Robbie weiterhin, Stephen Duffy den ihm gebührenden Platz in der Pophistorie zu sichern: Diesmal durch eine Interpretation dessen ersten Hits "Kiss Me". Von den diversen prominenten Mitstreitern auf "Rudebox" (u.a. William Orbit und Lily Allen) möchte ich nur auf die gelungene Zusammenarbeit mit Neil Tennant und Chris Lowe verweisen, denn "She's Madonna" und "We're The Pet Shop Boys" (My Robot Friend Cover) stellen zwei Highligts des Albums dar. Auch "The Actor" mit einer witzigen "Paninero"-Einlage erinnert an die Jungs aus der Tierhandlung. Sehr schön sind auch die Aufarbeitung der letzten 15 Jahre mit zahlreichen musikalischen und textlichen Referrenzen in "The 80's" und "The 90's". Ansonsten gibt es weniger Kitsch als sonst (nur "Summertime"), dafür mehr Dance, Electro, Rap, Funk, Soul, HipHop und noch mehr Dance. Ein gewagter, aber letztendlich richtiger Schritt für Robbie.

    „Ich habe die richtige Richtung eingeschlagen, so ist das. Der Weg, den ich bisher gegangen war, kam zu einem Ende, ich konnte einfach nicht so weitermachen wie bisher. Doch dieses Album hat für mich Tausend neue Türen geöffnet. Ich freue mich jetzt richtig darauf, neue Songs zu schreiben, weiter Musik zu machen. Ich finde die neuen Songs großartig. ‚Rudebox’ ist eines meiner Lieblingsstücke. Ich weiß nicht, wie es nun weitergehen wird. Ich freue mich, die Songs live zu spielen, und ich freue mich darauf, wieder neue Songs zu schreiben.“ RW

    "Rudebox" (Video; Riton Mix MP3)
  • Wovenhand - Mosaic

    Wovenhand - Mosaic









    Schwarz, mysteriös, depressiv, dramatisch, gespenstisch, geheimnisvoll, gothisch, klaustrophob, gruselig, manisch, sentimental, betörend, verstörend, wabernd, wunderschön, kurzum: Ein bizarres Meisterwerk.
    Das fünfte Album des ehemaligen Sixteen Horsepower Frontmannes David Eugene Edwards ist meiner Meinung auch das bisher gelungenste. Wer an " The spell" von The Black Heart Procession schon seine schaurig-schöne Freude hatte, dürfte auch dieses Werk zu schätzen wissen.

    Reinhören in Mosaic
  • Scissor Sisters - Ta-Dah

    Scissor Sisters - Ta-Dah














    Treffen sich Elton John, Abba und die Bee Gees in einer Disco. Sagt Elton John zu den Anderen: "Ta-Dah, ich habe noch ein paar schreckliche 80er Jahre Sounds übrig." Sagen Abba: "Ta-Dah, wir haben noch ein paar schlechte Texte und mittelmäßige Melodien in der Schublade." Da ergänzen die Bee Gees: "Dann könnten wir jetzt prima ein Album aufnehmen, es "Ta-Dah" nennen, gute Kritiken kassieren und uns eine goldene Nase verdienen, aber leider ist uns jemand zuvor gekommen."
    Was wie ein schlechter Witz beginnt, ist leider Wirklichkeit geworden. Die Scissor Sisters legen ihr zweites Album vor, das nicht nur schlechter als "Wadde Hadde Dude Da" von Stefan Raab ist, sondern auch noch zwölfmal so lange dauert. Eine Verschwendung von Rohstoffen und Zeit.

    "I Don't Feel Like Dancing" (Video)
    "Wadde Hadde Dudde Da" (Video)

  • Jon Auer - Songs From The Years Of Our Demise

    Jon Auer - Songs From The Years Of Our Demise













    "Der Partner Ken Stringfellow legte vor, aber jetzt hat auch Jon Auer sein erstes Soloalbum veröffentlicht. Fünf Jahre hat der Gitarrist der Posies gebraucht, doch das Warten hat sich gelohnt. „Songs From The Year Of Our Demise“ ist mutiger und frischer, atmosphärischer, direkter und persönlicher als alles, was Jon Auer bisher gemacht hat. Es reflektiert die Höhen und Tiefen seines Lebens: Scheidung, Heirat einer alten Liebe, Vater werden, Alkoholismus … Das Album ist Auers Tagebuch in einer Phase schwerwiegender Veränderungen und besticht durch außergewöhnliches Songwriting und wunderschöne Melodien. Jon Auers musikalische Reise startete in den späten 80ern mit der Gründung der Band The Posies, die seitdem mehrere Alben, u. a. für das Label Geffen veröffentlichte. Des Weiteren ist er zusammen mit Stringfellow und den Original-Mitgliedern Alex Chilton und Jody Stephens Teil der reformierten Band Big Star. „This is Jon Auer at his best“, meinte das Magazin Under The Radar.", schreibt indigo.de
    ergänzungen folgen, wenn ausreichend beschäftigung mit dem teil möglich war.
    Four Letter Word - (MP3)
  • Emily Haines & The Soft Skeleton - Knives Don't Have Your Back

    Emily Haines & The Soft Skeleton - Knives Don't Have Your Back












    Zwei Alben einer Band innerhalb von zwölf Monaten sind ja nun gar nicht mehr so selten (siehe The Legends oder Tilly And The Wall). Dass aber nun die Veröffentlichungen der beiden Metric-Alben "Live It Out" und "Old World Underground, Where Are You Now?" innerhalb eines Jahres durch das Soloalbum der Sängerin ergänzt werden, dürfte die Sache relativ einmalig machen.
    Emily Haines schrieb und nahm "Knives Don't Have Your Back" im Verlauf der letzten vier Jahre in Los Angeles, Montreal, Toronto und New York auf. Prominente Mitglieder von Sparklehorse, Broken Social Scene, Stars und Metric waren ihr dabei behilflich. Dabei schlägt sie einen anderen Weg ein als mit Metric: Nicht nur die Musik ist ruhiger und intimer, sondern auch die Instrumentierung weicht vom Band-Konzept ab, denn hier dominiert - neben dem wunderschönen Gesang - das Piano, unterstützt von Streichern und Bläsern.

    "This is a lovely record." - Under The Radar

    "Haines isn’t afraid to let you feel her pain." - Spin

    "Emily Haines' vocals...are an enchanting mix of melancholia and spunk." - Billboard

    "Doctor Blind" (Video, MP3)
    "Our Hell" (MP3)
    "Detective Daughter" (MP3)
  • Tilly And The Wall - Bottoms Of Barrels

    Tilly And The Wall - Bottoms Of Barrels














    Zwei Alben einer Band innerhalb von zwölf Monaten hat man ja auch selten. Weniger als ein Jahr nach dem grandiosen "Wild Like Children" erschien Ende September die neue CD von Tilly And The Wall. Der Grund ist nicht die unglaubliche Kreatrivität der Band, sondern die recht eigenwillige Veröffentlichungstaktik der Plattenfirma. Bedeutet: Der Release von "Wild Like Children" wurde hier um 2 Jahre verschlafen. "Bottoms Of Barrels" erscheint nun pünktlich.

    "Tilly And The Wall haben Exotenstatus: Von den drei Frauen und zwei Typen kann niemand Schlagzeug spielen. Statt dessen steppt Percussionistin Jamie auf einer Soundbox. Und Tilly And The Wall haben einen Promibonus, denn Bright-Eyes-Sänger Conor Oberst veröffentlicht ihre Platten auf seinem eigenen Label Team Love und produzierte vor zwei Jahren das Debüt "Wild like Children". Doch eigentlich hat das Quintett aus Omaha das alles gar nicht nötig. Schließlich veröffentlichen sie mit "Bottoms of Barrels" das vielleicht beste Wohlfühlalbum des Jahres. Egal, wie sie mit mehrstimmigem Gesang ihre Songs zwischen Pop, Folk und Indie auspendeln, egal, ob sie die Songs mit Trompete, Akkordeon oder Cello üppiger ausstaffieren - die Ohrwummelodie steht." kulturnews.de

    Damit ist auch alles gesagt und ich möchte hier nur noch auf die April-Vorstellung von Buzz, die Homepage, MySpace- und Plattenfirma-Seite verweisen und ein paar visuelle und akustische Einblicke gewähren:

    "Rainbows In The Dark" (Video, MP3)
    "Bad Education" (Video, MP3)
  • Tap Tap - Lanzafame

    Tap Tap - Lanzafame












    surfpop, schrammelpop, elegischer pop, gitarrenpop, verwegener pop, beach boys, 60´s pop, jinglejangle. keiner hilft. erhebt mal einer die stimme? stopp. new wave.
    hüstel, sprotz.
    catbird records sind mir ans herz gewachsen, weil sie immer wieder für eine überraschende veröffentlichung gut sind. außerdem sind sie eines jener labels, die mit liebe an ihren releases feilen. da gibts dann eine limitierte sonderedition und auch der normale output ist arg begrenzt, so dass man sich als besitzer immer etwas stolz fühlen darf. mittlerweile ist die sonderausgabe natürlich schon weg.
    tap tap sind kaum zu bändigen, zumindest was das verorten betrifft. gern höre ich auch mal punk, hillbilly, folk oder so.
    der sound ist gemäßigt, scheinbar unterdrückt, manchmal düster, verhangen. schafft in jedem fall atmosphäre.
    ein paar der schönsten titel gibts zum reinhören:

    100,000 Thoughts
    Way To Go, Boy
  • The Lil´ Hospital – Heavy Metal

    The Lil´ Hospital – Heavy Metal












    nicht mehr ganz taufrisch, aber auch nicht zu alt, um nicht als aktuell zu gelten. erschienen ist "heavy metal" anfang 2006.title und bandname bieten eingangs genügend raum für assoziationen. wäre doch schon mal ein anfang. zumindest steht einem gepflegten brainstorming nichts entgegen. sammeln wir mal: krank, weißkittel, durchfall, hardrock, raucherecken, magenspiegelung, lederkutten, motorräder, schnelle medizinische hilfe… geht doch. bitte um ergänzungen. und nun könnte man fäden spinnen. krank: die stimme des sängers lässt auf laryngitis schließen, immer wieder bricht sie gefährlich in der höhe ein, überschlägt sich, lässt sich dennoch nicht beirren. eine gescheite antibiose empfehle ich für den anfang. ursachenforschung wäre darüber hinaus konsequent. weißkittel: wie häufig fühlt sich diese berufsgruppe eigentlich aufgerufen, „irgendetwas“ in künstlerischer richtung zu bewerkstelligen? hier frönt der intellekt allzugern dem unterhalt des geringfügig geförderten emotionalen parts (bitte um empirische studien). neulich sah ich einem chirurgen zu, wie er spritzbilder produzierte. sie hängen nun zahlreich im gesamten krankenhauskomplex. omnipräsenz auf das feinste. selbst auf dem klo darf man sich nun der koryphäe erinnern. was hat das mit dem vorliegenden album zu tun? auf den ersten blick klingt es nach einer gruppe urologen, die am feierabend zusammenkommt und sich den namen „die dilettantische rektale palpation“ gegeben hat. mensch ist das ungerecht. denn auf den zweiten hingucker muss man feststellen, dass sich das unbeholfene als lässig entlarven lässt, das kindhafte umschlägt in ernsthaftigkeit, die ihr heil in unbedarftheit, ungezwungenheit, heiterkeit sucht. schwelgerische melodien, garniert mit geigen, handclaps, süffigem chor und akustischen gitarren. unter twee pop, dream pop, indiepop ließe sich das beispielsweise verorten. wogegen lediglich diese zur diarrhö neigende stimme spräche. so schräg und doch gleichzeitig anziehend hörte ich selten jemanden singen. ein gesang, der sich auf halber strecke quasi immer wieder…, nun ja, verdünnisiert. macht die übergänge zumindest flotter… sollten hier noch ein paar namen notwendig sein, um klarheiten zu schaffen, wählte ich tullycraft oder pants yell!. auch habe ich gelesen, dass es der schweden andeutungen genügend gäbe (ähnlichkeiten also mit der popinvasion aus dem hohen norden etc.). auf dem silberling befinden sich elf titel, davon lediglich einer, der sich über die drei minuten marke bemüht, und sie beweisen, dass hardrock nicht heiser klingen muss. musik, die nicht nur für die randgruppen in den raucherecken bestimmt ist, musik, die hinausgeschleudert gehörte als massenware.die verweise richtung „heavy metal“ sind arg bemüht, ich geb es zu. letztlich bleibt unklar, warum das album so heißen muss, und von hardrock kann nun wirklich nicht die rede sein. ich nehme an, dass die menschen von li´ hospital einfach nur billig anecken wollten. die heimat brooklyn fördert raue sitten.

    Fast learners mp3 Heavy Metal mp3 Big sister in Hollywood mp3

    labelheimat

    homepage

    myspace

  • iLiKETRAiNES - Progress Reform

    iLiKETRAiNES - Progress Reform














    Und nun zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit nach Leeds (die Duels haben sich ja schon ordentlich geschlagen bisher!). Mit den Kaiser Chiefs haben die Zugliebhaber allerdings noch weniger gemein als die Duellanten. Wir haben es hier eher mit einem düster-melancholischen, mystischen und leicht gruseligen Werk zu tun. Der Spruch von dem "Cinematic Pop" würde hier auch passen. Das Quintett um Sänger Dave Martin konstruiert dramatisch aufgebaute Pop-Epen, die auch gerne mit den Laut-Leise,oder Schnell-Langsam-Effekten von Bands wie z.B. Mogwai operiert. Die Band nennt als Einflüsse (Dirk aufgepasst!): in musikalischer Hinsicht: Sigur Ros, Mum und Radiohead, in textlicher Hinsicht: Nick Cave, Morrissey, Pulp.
    So, und nun solltet ihr Euch selbst ein Bild machen, von diesen gotischen Klangwänden.

    Seite der Band

    MySpace
  • Albert Hammond Jr. - Yours To Keep

    Albert Hammond Jr. - Yours To Keep














    Und weil es schön war und gerade so gut passt, noch einen Alleingang direkt hinterher: Der Mann heißt Albert Hammond Jr., sein eigentliches Instrument ist die Gitarre und die bedient er in der nicht gerade unbekannten Gruppe The Strokes.
    Aufgenommen wurde das Album, das - so muss ich zugeben - vollkommen unerwartet für mich auftauchte, in den New Yorker Electric Ladyland Studios unter Mithilfe von Josh Lattanzi (Bass) und Matt Romano (Drums). Das heißt, Mr. Hammond spielt nicht nur wie gewohnt die Gitarre, sondern begibt sich auch an den Gesang. Und eines kann schon einmal direkt klar gestellt werden: Er macht seine Sache besser als Mr. Wire!
    "Yours To Keep" unterhielt aber noch zusätzliche prominente Unterstützung: Julian Casablancas (Strokes), Jody Porter (Fountains of Wayne), Sean Lennon (Sohn), Ben Kweller und viele andere. Freunde und Fans der Strokes können dieses Album aufgrund der musikalischen Nähe ohne Zögern kaufen.

    "Back To The 101" (Video)
    "Hard To Live (In The City)" (MP3)
    "Everyone Get's A Star" (MP3 Download)
    "Call An Ambulance" (MP3 Download)

  • Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist

    Nicky Wire - I Killed The Zeitgeist














    Wie bereits angekündigt erfolgt nun der zweite Alleingang eines Manic Street Preachers: Deren Bassist und Texter Nicky Wire verbindet auf "I Killed The Zeitgeist" Punk und Poesie und erntete dafür durchwachsene Kritiken.

    "A punk pop bulletin full of more ideas than most manage in a lifetime." Paul Moody, NME

    Die negativeren Bewertungen spare ich mir, aber einstimmiger Tenor war: Der Mann kann nicht singen. Immer schlecht, wenn man nicht gerade ein Instrumentalalbum veröffentlicht. Sehr schön wurde dies von Torsten Groß (motor.de) ausgedrückt:

    Nicky Wire kann nicht singen. Auch das hat man sich schon immer gedacht, jetzt ist es amtlich. Und dabei meine ich nicht, wie Nico oder Bob Dylan nicht singen können, sondern schlicht gar nicht. Wires Gesang ist eigentlich ein Sprechgesang ohne Timbre, Timing, Dynamik, Soul.

    Vielleicht wäre die Kombination aus den sehr glatten und poppigen Stücken seines Kollegen James Dean Bradfield und den rauheren und rockigeren Liedern des Nicky Wire als Veröffentlichung unter dem Namen der manischen Straßenprediger doch der bessere Weg gewesen?!

    "Break My Heart Slowly" (Video)
    "Dying Breeds" (Video, ein von Nicky Wire gesungener Song der Manics)

  • David Kitt - Not Fade Away

    David Kitt - Not Fade Away













    Ich habe ja schon einmal von meinem neuen besten Freund erzählt, der mir regelmäßig tolle CDs vorbeibringt. Selbst wenn ich nicht zu Hause bin - was diese Woche leider sehr oft der Fall war (neues Auto suchen & finden, Elternsprechtag, Gesamtkonferenz usw.) - hinterlässt er einen netten Gruß im Briefkasten. Manchmal bringt er die Alben schon, bevor sie überhaupt in Deutschland veröffentlicht sind. So geschehen beim neuen Album von David Kitt, denn "Not Fade Away" ist bisher nur in Irland erschienen. In England und Deutschland steht es ab dem 30. Oktober dank Rough Trade in den Läden. Das Album erscheint nicht nur auf Kittsers eigenem Label, sondern wurde auch im eigen Studio zusammen mit Tore Johansson (Cardigans, Franz Ferdinand) aufgenommen.
    An zwei Songs waren Michelle und Romeo Stoddart von den Magic Numbers beteiligt, mit denen er auch zusammen auf UK-Tour gehen wird (Volker und ich haben ihn 2001 im Vorprogramm der Tindersticks im Kölner Gürzenich für uns entdeckt).

    Auf der Homepage gibt es einen Player zum neuen, fünften, weniger elektronisch geratenen Album des Singer/Songwriters.

    "Don't Fuck With Me" (MP3)

    Um noch einmal auf meinen neuen Freund zu sprechen zu kommen: Nur von seiner absoluten Lieblingsgruppe - er trägt nur deren Bandshirts (auch wenn ich persönlich diese gelb-rot Kombination nicht besonders glücklich finde) - hat er mir noch nie etwas vorbeigebracht: DHL. Kennt die irgendwer? Wenn nicht, es ist ja bald Weihnachten...
  • The Lemonheads - The Lemonheads

    The Lemonheads - The Lemonheads














    Spex spricht vom Comeback des Jahres und reserviert für Evan Dando das Cover der aktuellen Ausgabe. Vor 10 Jahre löste er nach dem recht erfolglosen "Car Button Clothes" seine Band auf, brachte in der folgenden Dekade gerade mal ein (wenn auch sehr gutes) Soloalbum zustande und ist nun mit neuer Besetzung und altem Namen wieder da. Karl Alvarez (Descendents, All) und Bill Stevenson (All, Black Flag, Descendents) gehören nun zum Lineup, unterstützt werden sie von J Mascis (Dinosaur Jr) und man kann an den genannten Namen schon erkennen, dass sich "The Lemonheads" eher an dem dynamisch-krachigen Frühwerk, als an der erfolgreichen, pop- und folkorientierten Hochphase der Band ausrichtet.

    "It really sounds like THE LEMONHEADS. Maybe a little better." Evan Dando

    "Become The Enemy" (MP3)
    "No Backbone" (MP3)
  • The Dears - Gang Of Losers

    The Dears - Gang Of Losers














    Und nun zum zweiten Teil der Morrissey-Klone. Nachdem ich die Isles aus NYC vorgestellt habe, nun eine Band aus Montreal,Kanada, die sich am Meister versucht. Gegründet bereits 1995, nach vielen durchzechten Nächte, in denen geraucht, getrunken, und alte The Smith Platten seziert wurden, bestand die Originalband ursprünglich aus Murray Lightburn (Gesang), Natalia Yauchak (Keyboard), Martin Pelland (Bass) und Geoege Donoso III (Drums).
    Inzwischen ist aus dem Quartett ein Sextett geworden und es ist eine weitere Frau dazugestoßen. Das Debütalbum erschien im Jahre 2000 und hieß "End of a Hollywood Bedtime Story", fand aber in Europa keine Beachtung. 2004 erschien auch bei uns "No cities left" und ließ erstmals aufhorchen. Journalisten sprachen von "cinematic pop symphonettes",zu deutsch wohl vom Kino inspirierte Pop Symphonien.
    Sänger Murray Lightburn wird ob seiner dunklen Hautfarbe gerne als "The black Morrissey" bezeichent, aber das hört er wohl nicht so gerne, deshalb wohl seine Antwort darauf mit dem Song "Whites only party". Morrissey selbst mag die Band scheinbar ziemlich gerne, denn sie durften in Nordamerika schon für ihn eröffnen, was wohl einem Ritterschlag gleichkommt. Die Kanadier selbst möchten natürlich gerne ein eigenständiges Profil entwickeln und so hören Krtiker als weitere Einflüsse Snow Patrol, Suede, Of Montreal, The Czars und die Decemberists heraus. Unter Vertrag stehen sie übrigens bei dem fabelhaften Label Bella Union (Midlake, Howling Bells, My Latest Novel)

    Homepage the dears

    MySpace
  • The Isles - Perfumed Lands

    The Isles - Perfumed Lands

    Perfumed lands

    Jetzt mal zu einer Band,die das Herz von Morrissey-Fans höher schlagen lassen könnte,denn wenn das nicht nach dem Meister klingt,dann weiß ich es wirklich nicht...
    The Isles kommen aus New Jork, wären aber wohl lieber 20-25 Jahre vorher in der Blüte ihrer Jugend in Manchester gewesen. Das Quartett besteht aus Benjamin Haberland, Chris Bordeaux, Andrew Geller und Tim McCoy. Der NME hat sie schon kürzlich gefeiert und das Album mit 8/10 Punkten bewertet. Man sprach von einem slowburner, sprich einem Werk, welches sich erst nach einigen Hördurchläufen voll entfaltet. Erwartet aber bloß kein sperriges Album, denn der luftige, raffiniert gestrickte Pop ist schon auf Anhieb ziemlich charmant. Nur die Hits entwickeln sich etwas langsamer. Als Einflüsse geben die jungen Männer neben The Smith auch The Police, The Beatles und die Pixies an. Unter Vertrag steht die Gruppe bei Melodic. So und nun müsste es eigentlich mit dem Teufel zugehen, wenn das hier niemandem gefällt...

    myspace/theisles
  • TV On The Radio - Return To Cookie Mountain

    TV On The Radio - Return To Cookie Mountain



    Bevor die zweite Platte der Band aus Brooklyn hier übersehen wird, schicke ich mich schnell an "Return to Cookie Mountain" vorzustellen.
    TV on the Radio sind Kritikerlieblinge und schon aus diesem Grunde mit etwas Vorsicht zu genießen, da man weiß, daß professionelle Musikbewerter dazu neigen, besonders schwere, teilweise ungenießbare Kost zu bevorzugen. Schon das erste Album "Desperate Youth, Blood thirsty babes" erhielt Höchstnoten, konnte mich aber lange Zeit trotz wiederholter Beschallung nicht für sich einnehmen. Nach einigen Hördurchläufen des Zweitlings schaffen es aber die Männer um Sänger Tunde Adebimpe und Kyp Malone mich um den Finger zu wickeln. Zugegeben, auch hier wird es manchmal anstrengend und recht zäh (manchmal glaubt man Wölfe jaulen zu hören!), aber je öfter man es hört, um so vertrauter wird es einem und man kann sämtliche Facetten erfassen. Besonders gelungen sind die schnelleren Titel und hier vor allem "Wolf like me",aber auch das irgendwann sehr einprägsame "Dirty whirl" mag zu begeistern. Ein Werk, was zu gespaltenen Meinungen führen kann, aber keinen wirklich kalt lassen dürfte.

    Homepage
    MySpace

  • The Killers - Sam's Town

    The Killers - Sam's Town



    Owei... Ich weiß überhaupt nicht, ob ich schon eine positive Stimme über das neue Killers-Album gehört hab. Und ich muss zugeben, daß ich mir die erste Single When You Were Young sogar lieber im 80er Jahre-nahen Jacques Lu Cont-Remix angehört habe. Aber mich haben The Killers trotzdem nicht enttäuscht. Das Album ist gut! In echt!

    When You Were Young (Jacques Lu Cont's Thin White Duke Radio Edit)

    Mr. Brightside (Jacques Lu Cont's Thin White Duke Mix)

    MySpace (inklusive When You Were Young in der Original-Version)

    Homepage
  • Maximilian Hecker - I'll Be A Virgin, I'll Be A Mountain

    Maximilian Hecker - I'll Be A Virgin, I'll Be A Mountain














    Ich zitiere mal Plattentests.de:

    Gemeinsam mit Haus- und Hofproduzent Guy Sternberg sät Maximilian Hecker auf seinem vierten Werk Pophymnen aus, die diese Bezeichnung verdient haben, die nach himmlischen Farbkombinationen schmecken und sogar tagsüber gehört werden können. Die swingende Single "Silly Lily, funny bunny" hüpft sich direkt in die Arme des orchestralen "Wilted flower", welches im wunderschönen "The saviour" seine Fortsetzung findet. Wir verstehen uns also wieder. Sind allesamt positiv überrascht und haben wieder Argumente auf der hohen Kante, die überzeugend darlegen, wofür man Maximilian Hecker schätzt. Und diesmal können das sogar die Jungs zugeben.

    Hää? Das mit den Jungs versteh ich nicht. Egal. Zu erwähnen sei noch, daß das Album in einer limitierten Edition erschienen ist, deren 2. CD sechs zusätzliche Stücke beinhaltet.

    MySpace mit Silly Lily, Funny Bunny
    Homepage mit Video zu Silly Lily, Funny Bunny
  • The Legends - Facts And Figures

    The Legends - Facts And Figures



    Zwei Alben einer Band innerhalb von zwölf Monaten hat man ja auch selten. Fast genau ein Jahr nach Public Radio erschien Anfang September die neue CD von The Legends. Der von Buzz erwartete Stilwechsel hin zu Swing oder Eurodance blieb aus - vielmehr machen sie es sich weiterhin in den 80ern bequem.

    »Facts and figures« is the sound of complete opposites coming together
    perfectly. The Legends combine their love for heartfelt indie pop and soft 60's
    style melodies with the German precision of Kraftwerk and DAF. Perfectionism is
    mixed with the naive curiosity and experimental lust of a beginner. A hate of
    dance floors combined with dance music...


    Play It For Today
    Lucky Star

    MySpace
  • Lambchop - Damaged

    Lambchop - Damaged













    würde sich jeder so freizügig über seine mitmenschen ergießen, wie es kurt wagner zu tun pflegt, würde manch hellem das sonnige ausgetrieben. dass sich dennoch seine platten großer beliebtheit erfreuen, hat wohl vornehmlich damit zu tun, dass sie, wie aus einem guß geschaffen, atmosphäre, wärme und weichheit erzeugen, die erst bei näherer betrachtung an den inhalten jämmerlich zerschellen. das jäh folgende gefrieren ist ein unvergleichlicher zustand von katatonie als eine mischung aus stupor und innerer erregung.
    mit ihrem sechsten album "is a woman" hatte es lambchop bis in lichte höhen geschafft. einen ort gefunden, von dem sie sich nur selbst vertreiben können. mit "damaged" besteht diese gefahr zunächst nicht. es ist wieder in ruhigen, sehr ruhigen fahrwassern unterwegs, ohne langeweile zu verbreiten, aber auch ohne sofort mitzureissen. wer hätte das auch erwartet. atemberaubend intim.
  • Destroyer - Destroyer's Rubies

    Destroyer - Destroyer's Rubies













    nachdem ich "your blues" aus 2005 genießen durfte und dem stream zum neuen album erlag, weiß ich, destroyer wurden auch ganz speziell für mich erfunden. wer dies ebenfalls von sich behaupten mag, sollte vielleicht den kommentarsektor betreten und sich outen. "destroyer´s rubies" hat schon ein paar tage auf dem buckel, ich erbarme mich mit dieser vorstellung lediglich, um die wenigen unwissenden mit in den kreis der beseelten aufzunehmen.
    "Destroyer’s Rubies is a collection of shrewd pop music that takes no prisoners and asks no pardons. Equal parts cynicism, disdain, hope and humor; self-referential, self-mocking, sagacious and coy. There is mythology here, there is history, there is heartbreak and there is triumph. Follow along as Bejar leaves his breadcrumb trail twisting through the crumbling forests and bleak landscapes of modern popular music. It’s all heady and ecstatic. Trust him, he has his reasons.Bejar’s Dylanesque flare for biting and sardonic wit and his nods to the glam and bombastic folk approaches of early Tyrannosaurus Rex and Bowie recordings have clearly distanced Destroyer from the more straightforward pop of his “other” band, The New Pornographers. But you can hear a few more colloquial pop hooks seeping into the formula here, just to sweeten the pot. Bejar himself claims that influences on Destroyer’s Rubies come from the works of Kevin Coyne, Kevin Åyers, Kevin Rowlands, Kevin Junior…pretty much anyone named Kevin.",
    so heißt es auf merge records.

    painter in your pocket
    european oils

    und was älteres: very modern dance (von der "streethawk: a seduction)
  • Frank Black - Fast Man, Raider Man

    Frank Black - Fast Man, Raider Man













    der pixies- vorstand bleibt weiterhin feste aktiv. und das ist gut so. nachdem die pixiesbande ihre reunion ordentlich in den sand setzte (davon gibts im übrigen eine nette dvd), kann sich black nun vernünftiger weise auf seine solokarriere konzentrieren, seine private bundesliga sozusagen. in der ist er klassenprimus, da komme wer und spreche an dagegen. ich gebs ihm mit tollen alben, die im regelmäßigen rhythmus erscheinen, retour.
    auf "fast man, raider man" dürfen wir country hören, und dass ich mich diesem werk hier widme, verdankt bitte dem einwurf eines mitstreiters, der nach eben jenem country rief, aber country so leicht und unbefangen, so reizend und liebevoll, so umhegt und genießerisch, dass dem puristen die krone aus der zacke fällt, dem unbedarften das grinsen stockt und dem anspruchsvollen die gesäßbacken aufgeblasen werden.
    ob mit oder ohne die pixies, ob mit oder ohne - wie im vorliegenden fall - die catholics, frank black bleibt hüter seiner wahrheit, die er liebevoll in reizarme, aber anschauliche texte verpackt. (ich erinnere mich mit freude an ein konzert von ihm im alten backstage, da die kapelle derart laut rumpelte, dass diese olle wellblechhütte abzuheben drohte.)

    reinhören: hier.
    was uraltes mit dem teenage fanclub:
    the jacques tati
    nettes viedo:
    cold heart of stone
  • Die 10 besten Platten von Creation Records

    10. Teenage Fanclub "Thirteen"
    9. Primal Scream "Screamadelica"
    8. Slowdive "Souvlaki"
    7. The Boo Radleys "Giant Steps"
    6. Adorable "Against Perfection"
    5. Ride "Going Blank Again"
    4. My Bloody Valentine "Loveless"
    3. The House Of Love "The House Of Love"
    2. Oasis "Definitely Maybe"
    1. Oasis "(What's The Story) Morning Glory"

    (ausgewählt von Dirk)