Platten vor Gericht

Neue Platten bewerten

Platten vor Gericht

dient uns als Plattform, um uns über neue Alben auszutauschen, sie vorzustellen und teilweise heftig zu diskutieren. Seit 2002 bewerten wir alle Alben, die uns zu Ohren kommen, mit Noten von 1 bis 10, so dass am Ende eines Jahres das "Album des Jahres" gekürt werden kann. Auch Gäste unseres Blogs sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinung zu äußern und Bewertungen abzugeben.

  • 1. Vorstellen
  • Nahezu täglich öffnen sich die Pforten des Gerichts, um die Fakten eines neuen Falles darzulegen.

  • 2. Diskutieren
  • Gibt es mildernde Umstände zu beachten? Welche Platten gehören noch vor Gericht gestellt?

  • 3. Bewerten
  • Nicht immer kommen die Richter zum gleichen Urteil und benötigen daher den Beistand der Gastrichter.

  • 4. Auswerten
  • Ein faires Urteil wird mit Hilfe der Durchschnittsnote gefunden und am Jahresende verkündet.

Me

Fachgebiete

Dies sind unsere bevorzugten Betätigungsfelder:

Britpop 80%
Dreampop 50%
Folk 70%
Indiepop 75%
Indierock 90%
Pop 85%
Post-Rock 40%
Shoegaze 60%
Singer/Songwriter 80%

Mixtape

Monatlich stellt Oliver ein Mixtape zum Nachhören der Plattenvorstellungen zusammen.

Revision

Zu besonderen Anlässen werfen wir auch einen Blick auf das Gesamtwerk eines geschätzten Künstlers.

Listening Sessions

Gelegentlich treffen wir uns auf Volkers Sofa zu gemeinsamen Listening Sessions.

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  • The Ting Tings - We Started Nothing

    The Ting Tings - We Started Nothing

    cover

    Eine neue Kategorie zur freien Verfügung: Leichtverdauliche Hypes (I)

    2006 gegründet veröffentlichen The Ting Tings nach einigen reichlich beachteten Singles ihr erstes Album. "That's not my name" war eine Nummer 1-Single im UK und das Album nahm dort die gleiche Position ein. Jules De Martino und Katie White blicken jeweils aus eine Vergangenheit in Teenie Bands zurück, den Pop-Appeal haben sie nicht hinter sich gelassen. Zusätzliche Indie-Elemente und knackige Rhythmen halfen bei der Erschaffung eines kurzweiligen Werks.

    Als Einflüsse nennen sie Bands wie Gorillaz, Talking heads, Blondie, Dresden Dolls, Tom Tom club, The Police, Cabaret, Bjork, singing in the rain, Joni Mitchell, Kate Bush, the Velvet underground-Nico, the Beatles, Beck, The Eels.

    Gerade weil ich u. a. The Kills als Referenz zufügen möchte, muss ich dem Albumtitel absolut zustimmen. Aufmerksamkeit von der schreibenden Zunft gibt es trotzdem:

    Mit minimalem Aufwand fabrizieren Sängerin Katie White und Drummer Jules de Martino maximalen Groove, packen Elektrominimalismen, Punk und Disco zusammen und kommen so innovativem Indiefunk wie "That's not my Name". Das schroffe Alternativegirl Katie White, deren Gesang mal an Debbie Harry, mal an M.I.A. und immer wieder an Le-Tigre-Sängerin Kathleen Henna erinnert, hat zudem das Zeug zur Traumfrau aller Chucksträger. kulturnews.de

    Das Debüt der Ting Tings ist ein aufregendes Tête-à-tête in bester Boy-/Girl-Tradition: zwischen ›Charts‹ und ›Arts‹, zwischen Pop-Zuckerguss und Schrammel-Indie, Timbaland’schen Hiphop-Beats und dem trockenen Drumschlag des New Wave. spex.de

    Das Album-Debüt "We Started Nothing" beleuchtet einerseits beschädigtes Aufwachsen im Randgebiet und den zwanghaften Beziehungswahn dieses Jahrtausends, mäht andererseits aber auch schlicht und einfach den Rasen platt: "Fruit Machine" und "Shut Up And Let Me Go" haben mehr Funk als man aus Salford erwartet hätte, "Be The One" klaut bei Blondies "Union City Blue", und das schleichende "Traffic Light" weist schon den Weg in die Zukunft, wenn die Wut einmal verraucht sein wird. spiegel.de

    Wie immer bietet Myspace einige Songs als Stream. "Great DJ" gibt es als Download und wie "That's not my name" als Video.

  • The Dresden Dolls - No, Virginia...

    The Dresden Dolls - No, Virginia...




    „Immer weiter, immer weiter machen,“ wird Oliver Kahn gerne zitiert. Das scheint auch das Motto der Plattenindustrie zu sein, die uns derzeit mit guten (oder vermeidlich guten) Alben bekannter und unbekannter Bands geradezu überschwemmt. Oder auch mein eigenes, wenn ich in Ermangelung eines guten Plattenladens online bestelle. So waren letzte Woche drei Alben im Briefkasten, die ich kurz vorstellen möchte:

    No, Virginia...“ leitet eine eigene kleinere Schwemme an Veröffentlichungen aus dem Hause der Dresden Dolls ein. Denn dieses Jahr steht noch ein Soloalbum von Amanda Palmer an und eine neue Zusammenarbeit mit ihrem Partner Brian Viglione ist wohl auch schon im Kasten.
    Der Titel des Albums macht, wenn man an den Vorgänger „Yes, Virginia...“ denkt, bereits deutlich, dass es sich nur bedingt um ein lupenreines neues Album handelt. Denn es beinhaltet Songs, die schon auf B-Seiten zu finden oder als Demo-Versionen bekannt waren, eine Coverversion („Pretty In Pink“ von The Psychedelic Furs), Aufnahmen aus der „Yes, Virginia...“-Zeit, die bisher nicht veröffentlicht wurden und Songs aus aktuellen Sessions.

    Mit dieser Zusammenstellung scheint Spex nicht recht zufrieden zu sein:

    Die makaberen Geschichten des Andersartigen schwirren zusammen mit der bekannten musikalischen Vorgehensweise verloren durch den Raum. Alles wirkt statisch. Es fehlt das Besondere. Daran konnte auch das altbewährte Stammproduzententeam Sean Slade (Radiohead, Hole, The Go-Go’s) und Paul Q. Kolderie (Pixies, Throwing Muses) nichts ändern. Bleibt man doch urplötzlich an einem Stück hängen, muss man fast schon erschrocken fest stellen, dass dies die Cover-Version ist. Kein gutes, ein äußerst schlechtes Zeichen. Laut eigenen Angaben bilden alle Stücke die gesamte Bandgeschichte ab. Dort, in der Vergangenheit strahlen die beiden grandiosen Vorgänger weiterhin. »No, Virginia« wird wohl immer im Schatten stehen.


    Kulturnews sieht es ein wenig anders:

    Bereits mit "Yes, Virginia" haben sie sich stärker an herkömmlicher Rocksdramaturgie orientiert, statt sich auf die ungewöhnliche Kombi von Klavier und Schlagzeug zu verlassen. Mit Songs wie "Ultima Esperanza" und "The Kill" sind sie jetzt poppig wie nie zuvor. Und den Mut zur Eingängigkeit sollten sie fürs nächste reguläre Studioalbum unbedingt beibehalten. Wer zu "Yes, Virgina" ja gesagt hat, der wird das bei "No, Virginia" nämlich erst recht tun.


    Wie urteilt ihr über das ehemalige „Brechtian Punk Cabaret“?




    „Night Reconnaissance“ Video
  • The Accidental - There Were Wolves

    The Accidental - There Were Wolves




    Ein Tipp von Oliver, den ich nur weitergeben kann: The Accidental.
    Stephen Cracknell (The Memory Band) lud einige Freunde und Bekannte zu sich nach Hause ein, und „Knock Knock“, so der Titel des Openers, klopfte es an der Tür und Sam Genders (Tunng), Hannah Caughlin (Fence Collective, The Bicycle Thieves), Liam Bailey und andere traten ein, brachten noch gleich akustische Gitarren, zahlreiche Streichinstrumente, Klapprechner und diverse weitere Untensilien mit. Schnell wurden ein paar Mikrofone und Aufnahmegeräte in Sam’s guter Stube aufgestellt, musiziert, gesungen, in die Hände geklatscht und wie nebenbei mit "There Were Wolves" ein herrliches Folktronic Album aufgenommen.

    Frisches, überraschendes Songwriter-Album! Kein Wunder allerdings, wenn man sich die Mitspieler anschaut. Memory Band, Tunng, Fence Collective haben alle jeweils ein Mitglied als Abgesandte geschickt, sich ins Wohnzimmer gesetzt und dieses wundervolle Album aufgenommen ... einfach so. Tolle, ruhige Songs ohne jeglichen Schnickschnack, von den stetig wechselnden Panorama-Tapeten-Motiven, die den Ton der Tracks angeben, vielleicht mal abgesehen. Warm, freundlich und immer präsent, mal folkig, mal leicht country. Ich habe lange kein Album mehr gehört, dass mir so viel Spaß gemacht hat.
    (de:bug)


    Das Debut von The Accidental hat eigentlich nur einen Haken. “There Were Wolves” (Full Time Hobby / Musikvertrieb) ist nur 35 Minuten lang. Doch da die Zeit hier wie bei aller guten Musik stehen bleibt, ist das nicht weiter schlimm. Sattgehört hat man sich an diesen 11 Songminiaturen so schnell nicht.
    “There Were Wolves” klingt wie Tunng, wenn man sich deren ominöse Geräuschlein und Samplefetzen wegdenkt. Auch The Accidental umschliessen ihre Hörer mit einer Blase aus sanften Stimmen, sachte fliessender Instrumentierung und bergbachklaren Harmonien. Die vier Engländer machen deutlich, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Sie reduzieren ihren subtil elektronisch bearbeiteten Folk auf das Wesentliche und so ist bei The Accidental weniger einmal mehr mehr. “There Were Wolves” ist ein stiller Geheimtipp, den man nicht überhören sollte.
    (78s.ch)

    „Illuminated Red“ MP3

    „Dream For Me“ MP3
  • Friska Viljor - Tour De Hearts

    Friska Viljor - Tour De Hearts




    Es ist mir eine Herzensangelegenheit nach dem Debütalbum von Friska Viljor auch „Tour De Hearts“ vorzustellen.
    Spätestens durch ihren tollen (wenn auch viel zu frühen) Auftritt beim Haldern Festival konnten sie im letzten Jahr die angereisten Platten vor Gericht Kritiker überzeugen und so gab es von Axel, Sabrin und Christoph im Nachhinein durchweg gute Noten. So erzielte „Bravo!“ in der Endabrechnung 2007 einen respektablen 17. Platz.

    Friska Viljor haben ihrer naiven Popmusik charmante Ernsthaftigkeit eingehaucht, ohne dabei selber den Spaß am Musizieren zu verlieren. Was nach dem Hören von »Tour de Hearts« bleibt ist eine äußerst gelöste Stimmung. Das Herz rast.
    (spex.de)


    Auch auf ihrem zweiten Album greifen Daniel Johansson und Joakim Svenigsson wieder zu Mandoline, Ukulele und Harmonika und flechten dadurch dezente Folk-Elemente in ihre Rocksongs ein. Aber es darf auch einmal ein Walzer erklingen, Elektro-Anleihen zu Gehör gebracht oder Bläser zur Verstärkung mit auf Tour genommen werden.

    Als Friska Viljor ihr Debüt "Bravo!" veröffentlichten, traf es die Indiepopfreunde ganz unvorbereitet. Plötzlich waren da diese bärtigen Waldschrate aus Göteborg, die trotz tieftrauriger Texte eine Party feierten. Mit viel Alkohol im Blut verwandelten die Anführer Daniel Johansson und Joakim Svenigsson ihren Liebeskummer in himmelstürmenden Indiefolk. Der Nachfolger macht mit Bläsern, Falsettchören und Glockenspiel genau da weiter, doch vielleicht liegt es am Erwartungsdruck oder an den inzwischen verheilten Liebeswunden, dass "Tour de Hearts" im Vergleich zum Debüt ein wenig abfällt und manchmal etwas angestrengt klingt. Auch wenn sie mit der Ballade "Dear old Dad" Neuland betreten, kann man höchstens den Willen zur Veränderung loben. Trotz dieser Enttäuschungen ist "Tour de Hearts" immer noch eine sehr gute Indiepopplatte, und ohne "Old man" oder "Taste of her Lips" wäre der Soundtrack dieses Sommers trister.
    (kulturnews.de)


    „Old Man“ MP3
  • Tindersticks - The Hungry Saw

    Tindersticks - The Hungry Saw




    Kurz und bündig (7)

    Band: Tindersticks

    Land: England

    Gründung: 1992

    Mitglieder: derzeit nur noch Stuart Staples (Gesang, Gitarre, Percussions), David Boulter (Gitarre, Klavier, Orgel, Percussions), Neil Fraser (Gitarre)

    Genre: Alternative Rock, Kammerpop

    Musikalische Einflüsse: Scott Walker, Lee Hazelwood, Nick Cave, Nick Drake

    Referenzbands: Stuart A. Staples, Lambchop, Nick Cave and The Bad Seeds, American Music Club (nach last.fm)

    Besonderes: Neben den regulären Alben gibt es noch 7 unterschiedliche Zusammenstellungen, 2 Soundtracks und 8 Soloalben.

    Größter Single-Hit: Fehlanzeige

    Aktuelle Single: Fehlanzeige

    Bisherige Alben: Tindersticks (I, 1993), Tindersticks (II, 1995), Curtains (1997), Simple Pleasure (1999), Can Our Love... (2001), Waiting For The Moon (2003)

    Aktuelles Album: The Hungry Saw

    VÖ: 25. April 2008

    Label: Beggars Banquet (Indigo)

    Produzent: Stuart A. Staples

    Presse: 7,33 von 10 Punkten (bei 6 Bewertungen)

    Schüchtern tasten sich Klaviertöne ins Album; als versuchte ein Schüler seine Beklommenheit wegzuklimpern, ehe der Lehrer kommt. Die später peu a peu hervorgestoßenen Einzeltöne der E-Gitarre in "Mother dear" wirken ähnlich unfertig und vereinsamt. Die Tindersticks waren halt noch nie eine Band, die perfekt sein wollte. Das Schwelgen in Emotionen war sets ihr Metier - auch auf dem neuen, siebten Album. Zum Glück ist es überhaupt da; immerhin war Sänger Stuart Staples zuletzt zweimal solo fremdgegangen. Doch umso formstärker kehren Staples, David Boulter (keyb) und Neil Fraser (g) zurück. Die reduzierten, oft von Akustikgitarre und Orgel, seltener von Streichern geprägten Songs atmen ländliche Gelassenheit, Abendmelancholie. Es ist die Stimmung der französischen Provinz, wo Staples wohnt und schreibt. Dort ist das Leben höchstens mittelschnell, und so geriet "The hungry Saw" erneut zu einem großen Balladenalbum mit dem epischen Schluss- und Höhepunkt "The Turns we took". Es kommt ohne jene relativierenden Schieflagen aus, die frühere Werke der Briten prägten. Vom Kitsch sind sie dennoch weit weg. Wer sehnsuchtsvolle Einsamkeit als kreatives Zentrum seines Schaffens akzeptiert hat, ist davor gut gefeit. Für immer und ewig.
    (kulturnews.de)

    Video:



    „The Hungry Saw (Acoustic)“
  • The Occasional Keepers - True North

    The Occasional Keepers - True North




    Bei The Occasional Keepers handelt es sich um so etwas wie eine „Sarah Records Supergruppe“, denn in ihr spielen Bobby Wratten (The Field Mice, Northern Picture Library, Trembling Blue Stars), Gerard „Caesar“ McInulty und Carolyn Allen (beide The Wake) zusammen. Als zusätzlicher Gast durfte noch Beth Arzy (Aberdeen, Trembling Blue Stars) im Studio begrüßt werden.
    Nach „The Beauty Of The Empty Vessel“ (2005) ist mit „True North“ nun das zweite Album der Occasional Keepers erschienen, das sie erneut zusammen mit Ian Catt (Saint Etienne, Heavenly) produziert haben. Freunden aller oben genannten Bands zu empfehlen.

    (...) the trio's ten songs on True North follow pretty directly in the vein of the debut. It's a bit simplistic to say that any indie-pop/Sarah Records freak will automatically love this album, perhaps, but it's a bit hard to hear how they couldn't; if all participants involved aren't going to produce anything surprising at this stage of the game, there's an elegant, perfect detail to the whole album that makes it a straightforward continuation of where they've been.
    (Ned Raggett, All Music Guide)

    Unsurprisingly it's luxurious pop all the way, varying in tempo from ambient to the gently giddy. Classier than any twee meeting of minds. If they get too earnest at points the sharp heart that lurks in their poignant acoustics makes them one to keep.
    (John Earls, Planet Sound)


    „If The Ravens Leave“ (MP3)
  • I Am Kloot - Play Moolah Rouge

    I Am Kloot - Play Moolah Rouge



    Kurz und bündig (6)

    Band: I Am Kloot

    Land: England

    Gründung: 1999

    Mitglieder: John Bramwell (Gesang, Gitarre), Andy Hargreaves (Schlagzeug), Pete Jobson (Bass)

    Genre: Indierock, New Acoustic Movement

    Musikalische Einflüsse: Elliott Smith, Elvis Costello, Love, Simon & Garfunkel

    Referenzbands: Elbow, Turin Brakes, The Coral, The Cooper Temple Clause, Doves, Starsailor (nach last.fm)

    Größter Single-Hit: „Over My Shoulder“ (UK #38)

    Bisherige Alben: Natural History (2001), I Am Kloot (2003), Gods And Monsters (2005)

    Aktuelles Album: Play Moolah Rouge

    VÖ: 20. Juni 2008

    Label: PIAS (Rough Trade)

    Besonderes: Das neue Album gab es bereits im November 2007 in einer limitierten Auflage von 2000 Stück bei Konzerten der Band käuflich zu erwerben.
    Play Moolah Rouge“ gibt es in England jetzt auch in einer limitierten Digi-Pack-Version, zuzüglich einer DVD und persönlich nummeriert von der Band.

    Presse: 6,5 von 10 Punkten (bei 2 Bewertungen)

    Diese feine nasale zerbrechliche Stimme empfängt den Hörer auch auf dem neuesten Album und das gleich jeglichen Popvorwürfen trotzend mit dem etwas verstörenden 3/4tel-Takter “One Man Brawl”. Erinnerungen werden wach an die bislang beste Platte aus dem Jahr 2002, dem selbst betitelten zweiten Longplayer der Band aus Manchester: “Cuckoo” nahm einen damals auch mit auf eine ungewisse Reise durch Verzweifelung und Zerissenheit (”Miles and Miles of Empty Space”). Nach diesem leicht verstörenden Opener begegnet einem zunächst die Leichtfüßigkeit in Person, “Chapernoned” tänzelt akustisch vor sich hin, bevor es sich langsam immer pompöser vergrößert und bei Minute 5 schließlich aus voller epischer Breite immer wieder in sich zusammenfällt. Ein fulminanter bzw. interessanter Start. Aber wo bleibt das 2008er “Over My Shoulder”? Können wir ein bißchen Pop bitte haben?
    Wir können. Es dauert nicht lange. Bereits “Ferris Wheels” bietet Straightness, ein gedankenverlorener Jogger, der nicht so genau weiß wo er hinläuft, aber dabei trotzdem die Seele streichelt. Die schönsten Momente hat Moolah Rouge dann in der Mitte des Albums. Die kleine Nachtmusik “Hey Little Bird” bietet die perfekte Bühne für Bramwells einzigartige Stimme. Die dezente Instrumentation und die herzige Traurigkeit von “Down At The Front” unterstreichen die echte Stärke von I Am Kloot. Es ist weniger ein Song, sondern viel mehr ein Statement, ein Gefühl, das I Am Kloot vermitteln. Auch wenn das neue Album nicht die großen Hits bereithält: In jedem Ton klingt das Material authentisch. Und das macht es so liebenswert.
    (spreewelle.de)


    Konzertbericht von Oliver R.

    Video:



    „One Man Brawl“ Session-Video




    „Hey Little Bird“ Session-Video




    Live in Amsterdam Video
  • Blood Red Shoes - Box Of Secrets

    Blood Red Shoes - Box Of Secrets





    Den Vergleich mit The White Stripes mögen die Blood Red Shoes überhaupt nicht. Dabei bietet er sich für das Duo aus Brighton doch so an: Steven Ansell singt und spielt Schlagzeug, Laura-Mary Carter greift zur Gitarre und unterstützt ihren Partner stimmlich. Musikalisch orientieren sie die beiden an Alternative Rock, Punk und Grunge, nennen jenseits des Atlantiks Babes in Toyland, Nirvana, Pixies, Fugazi und Sonic Youth und diesseits Blur und PJ Harvey als Einflüsse. Der Bandname ist einem Ginger Rogers & Fred Astaire Musical entliehen, in dem Rogers ihre weißen Tanzschuhe aufgrund des vielen Übens blutrot einfärbt.
    Am 14. April erschien ihr Debütalbum „Box Of Secrets“ auch in Deutschland.

    Fragt man Styler nach Trendprognosen für 2008, ist oft von Neogrunge die Rede. Und mit den Blood Red Shoes stehen auch schon die Protagonisten für den Retrotrend fest. Durch mehrere eigene Deutschlandtouren, Shows im Vorpramm von Maximo Park und die EP "I'll be your Eyes" sind Steven Ansell und Laura-Mary Carter in Szenekreisen längst etabliert. Indieclubs feiern bereits seit Monaten Singlehits wie "It's getting boring by the Sea" und "I wish I was someone better". Jetzt kommt endlich das Debütalbum der britischen White-Stripes-Variante. Mit "Doesn't matter much" und "This is not for you" gibt es Hymnennachschub. Leider hat das Album auch einige Hänger, die Möglichkeiten des Duos sind eben eingeschränkt. Die Blood Red Shoes versuchen das mit Energie und Wut auszubügeln, und ein Debüt mit so vielen Hits muss man ihnen erst mal nachmachen.
    (kulturnews.de)




    „It’s Getting Boring By The Sea“ Video




    „I Wish Someone Better I Wish“ Video




    „ADHD“
  • The Wedding Present - El Rey

    The Wedding Present - El Rey




    Kurz und bündig (5)

    Band: The Wedding Present

    Land: England

    Gründung: 1984

    Mitglieder: David Gedge (Gesang, Gitarre), Terry de Castro (Bass, Gesang), Graeme Ramsay (Schlagzeug), Christopher McConville (Gitarre)

    Genre: Indierock, Indiepop

    Musikalische Einflüsse: The Smiths, The Vaselines

    Referenzbands: The Field Mice, Shop Assistants, Half Man Half Biscuit, Television Personalities, Teenage Fanclub (nach last.fm)

    Besonderes: The Wedding Present finden sich im Guiness Buch der Rekorde wieder: 1992 veröffentlichten sie jeden Monat eine Single, die sich auch jeweils in den Top 30 der UK Charts platzieren konnte (zu finden auf der „Hit Parade“-Zusammenstellung).

    Größter Single-Hit: „Come Play With Me“ (UK #10)

    Aktuelle Single: „The Thing I Like Best About Him Is His Girlfriend“

    Bisherige Alben: George Best (1987), Bizarro (1989), Seamonsters (1991), Watusi (1994), Mini (1995), Saturnalia (1996), Take Fountain (2005)

    Aktuelles Album: El Rey

    VÖ: 26. Mai 2008

    Label: Vibrant (Import)

    Produzent: Steve Albini (Pixies, Nirvana, PJ Harvey)

    Presse: 7,167 von 10 Punkten (bei 3 Bewertungen)

    This second album since the resurrection of the Wedding Present name doesn't break new ground - Gedge is still hung up on girlfriend troubles - but you wouldn't guess from its vigour that he is pushing 50. One for the fans, but it would be churlish to deny that the Wedding Present still have plenty to offer.
    (guardian.co.uk)


    MP3:
    „The Thing I Like Best About Him Is His Girlfriend“ MP3
    „I Lost The Monkey“ MP3
    „The Trouble With Man“ MP3
  • Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!

    Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!




    Innerhalb eines halben Jahres traten die langjährigen Weggefährten Nick Cave und Blixa Bargeld getrennt voneinander in den Ring und veröffentlichten mit ihren Bands jeweils ein neues Album. Grund genug bei diesem Duell einmal genauer hinzusehen/zuhören und letztendlich die Wertungen der Richter über den Ausgang dieses Wettstreits entscheiden zu lassen:

    Nick vs. Blixa

    2007 unternahmen Nick Cave und einige Bad Seeds als Grinderman einen Ausflug in den Blues-Rock. Im März 2008 waren der Australier und seine Mannen mit ihrem 14. regulären Studioalbum als Nick Cave & The Bad Seeds zurück. Derzeit setzen sich die Bad Seeds aus folgenden Mitgliedern und Nationalitäten zusammen: Mick Harvey, Conway Savage, Warren Ellis (alle Australien), Thomas Wydler (Schweiz), Jim Sclavunos (USA), Martin P. Casey und James Johnston (beide England).
    Nach dem Ausstieg von Blixa Bargeld (2003) ist Mick Harvey die einzige Konstante neben Nick Cave in der 24jährigen Bandgeschichte.
    Bereits die Anleihe im Albumtitel „Dig, Lazarus, Dig!!!“ an die biblische Figur des auferweckten Lazarus von Bethanien verdeutlicht: Erneut rücken die Themen Glaube und Religiosität in den Mittelpunkt der Songtexte. Musikalisch erinnert so einiges an den Rock des „Grinderman“ Albums und so nimmt Warren Ellis zumeist die Gitarre zur Hand und lässt die Violine im Schrank.

    Das 14. Album; Routine sollte sich breitmachen. Doch der Weltbürger Nick Cave sucht weiter ruhelos nach dem kongenialen Outfit für seine Gefühlswallungen und seine gleichsam bildungsbürgerliche Poesie, die sich aus der Bibel ebenso speist wie aus den Mythen der Popkultur. Caves manisches Ziel, das perfekte Liebeslied zu komponieren und es mit Pianohilfe in eine ewige Form zu gießen, hat er mit dieser Platte aber erst einmal aus den Augen verloren. Sie überschwemmt uns mit düsterem Pop noir von nur sporadischer Härte. Er ist geprägt von Caves Soundtrackarbeiten der letzten Jahre - Musik aus Schummerlicht und Schatten, mit geloopten Gitarrenriffs und ahnungsvollen Löchern zwischen Bass und Drums. Ein nur von Orgeldissonanzen gestörter Indierocker wie "Today's Lesson" wirkt im Kanon filmaffiner Klangstudien wie "Moonland" oder dem von Akustik- und Twanggitarre unter Hochspannung gesetzten "Hold on to yourself" geradezu konventionell. Irgendwann kann Cave aber nicht mehr anders und sucht doch wieder nach dem perfekten Lovesong. Im streicher- und flötenunterfütterten "Jesus of the Moon" verschmelzen zwei seiner großen Lebensthemen - Sex und Religion - zur hinreißenden Ballade. Das 14. Album; doch von Routine keine Spur, nirgends.
    (kulturnews.de)


    Hier lästert Oliver R. über Bärte und Bluesrock. Blixa Bargeld wird nicht erwähnt.




    „Dig, Lazarus, Dig“ Video




    „Night Of The Lotus Eaters“ Video




    „More News From Nowhere“ Video
  • Einstürzende Neubauten - Alles wieder offen

    Einstürzende Neubauten - Alles wieder offen




    Blixa vs. Nick

    2003 verließ Blixa Bargeld die Bad Seeds, um sich intensiver um seine Hauptband zu kümmern, die plötzlich ohne Plattenvertrag da stand. Weltweit schlug die Download-Aktion von Radiohead im letzten Jahr riesige Wellen und fand zahlreiche Nachahmer, dabei gehen die Einstürzenden Neubauten bereits seit 2002 noch einen Schritt weiter: Über 2000 Fans, auch Supporter genannt, unterstützen die Band finanziell und erhalten dafür Zugriff auf unveröffentlichte Songs und exklusive Albenversionen und haben die Möglichkeit der Band beim Proben per Internet zuzusehen und mit ihnen zu kommunizieren. Im so genannten Musterhaus-Projekt werden den Fans gegen eine Bezahlung von 100 Euro vier CDs pro Jahr mit experimentelleren Stücken angeboten.

    Alles wieder offen“ erschien somit ohne Mitwirkung eines Labels zunächst nur übers Internet, mitfinanziert von den Supportern. „Alles wieder offen“ wird geprägt von Blixas poetischen Texten und seiner hypnotischen Stimme und liefert von balladesken Kunstliedern bis zu rhythmusorientierten Experimenten so einiges.

    Es beginnt mit einem stoisch rauschenden Bass; ein noch zaghaftes, aber dringliches Klavier setzt ein. Blixa besingt die Unbeständigkeit der Wellen, und doch ist der Opener so vorhersehbar wie schön zugleich: Langsam steigern sich Schlagzeug, Klavier und Bass; Bratsche und Cello setzen ein, werden lauter und lauter und dringlicher und noch dringlicher, bis der Opener schließlich auf seinem Höhepunkt bricht und tosend in der Brandung zerschellt. Es folgt das wunderbar zerbrechliche "Nagorny Karabach", und ich frage mich: Wie kann es sein, dass die Neubauten solche Pop-Perlen einst verschmähten? Gut, es gibt auch schwache Songs wie das zu liedermacherhafte "Ich hatte ein Wort". Es dominieren aber die großen Momente. Und in Songs wie "Let's Do It Dada" hört man die erfrischende Spielfreude der Neubauten. Ansonsten gibt es herrliche Basslinien (auch in "Nagorny Karabach"), hypnotische Beats mit insistierenden Wortwiederholungen ("Weil weil weil"), Neubauten-typische Ausuferungen mit viel Metall ("Unvollständigkeit") und Dialoge mit der Vergangenheit (für "Susej" wurde eine alte Gitarrenspur von 1982 verwendet). Also, ein weiteres Album bitte noch. Das wäre super. Ich habe euch doch gerade erst gefunden.
    (intro.de)



    „Nagorny Karabach“ Video
  • Tokyo Police Club - Elephant Shell

    Tokyo Police Club - Elephant Shell




    Kurz und bündig (4)

    Band: Tokyo Police Club

    Land: Kanada

    Gründung: 2005

    Mitglieder: Dave Monks (Gesang, Bass), Josh Hook (Gitarre), Graham Wright (Keyboards, Gesang), Greg Alsop (Schlagzeug)

    Genre: Indierock

    Musikalische Einflüsse: The Strokes, New Order, The Cure, Placebo, The Weakerthans

    Referenzbands: Los Campesinos!, Vampire Weekend, Good Shoes, The Maccabees (nach last.fm)

    Besonderes: Einen Tokio Police Club gibt es nicht.

    Größter Single-Hit: „Cheer It On“ (in der Indiedisko eures Vertrauens)

    Aktuelle Single: „Tessellate“

    Bisherige Alben: A Lesson In Crime (Mini-CD, 2007)

    Aktuelles Album: Elephant Shell

    VÖ: 16. Mai 2008

    Label: Saddle Creek; V2 + Coop (Universal)

    Produzent: John Dew und Peter Katis (Interpol, The National)

    Presse: 6,9 von 10 Punkten (bei 19 Bewertungen)

    Je nachdem, wo man hinhört, vernimmt man mal ein bisschen Nada Surf, mal ein wenig Les Savy Fav und vor allem eine unterschwellige Verbundenheit mit der Band Elefant. Doch das Quartett ist nicht wie all die genannten Bands in New York zuhause, sondern schippert vom kanadischen Toronto hinaus in die Welt. Ab jetzt mit elf weiteren Hits, die wie beim Tontaubenschießen am Firmament vorbeirauschen. Luftig, clever, melancholisch, knackig, spritzig und kurz. Ein Gewinn für alle Jahreszeiten. Ein Album für mehr als eine Saison.
    (plattentests.de)


    Video:



    „Tessellate“




    „Your English Is Good“
  • Supergrass - Diamond Hoo Ha

    Supergrass - Diamond Hoo Ha




    Kurz und bündig (3)

    Band: Supergrass

    Land: England

    Gründung: 1993

    Mitglieder: Gaz Coombes (Gesang, Gitarre), Danny Goffey (Schlagzeug, Gesang), Mick Quinn (Bass, Gesang), Rob Coombes (Keyboards)

    Genre: Alternative Rock, Britpop

    Musikalische Einflüsse: David Bowie, The Kinks, Jimi Hendrix, Sex Pistols, The Smiths, T.Rex, The Jam, Buzzcocks, Bob Dylan

    Referenzbands: Super Furry Animals, The Charlatans, Blur, The Zutons (nach last.fm)

    Besonderes: Eigentlich sollten sie ursprünglich den Name eines Comiccharakters tragen, der die band auch anführen sollte: Theodore Supergrass. Das Konzept wurde jedoch wegen des Aufwands und der Kosten verworfen.

    Größter Single-Hit: „Alright“ und „Richard III“ (UK #2)

    Aktuelle Single: „Bad Blood“ (UK #73)

    Bisherige Alben: I Should Coco (1995), In It For The Money (1997), Supergrass (1999), Life On Other Planets (2002), Road To Rouen (2005)

    Aktuelles Album: Diamond Hoo Ha (UK #19)

    VÖ: 28.03.2008

    Label: Parlophone / EMI

    Produzent: Nick Launay (Nick Cave, Grinderman, Yeah Yeah Yeahs)

    Presse: 6,7 von 10 Punkten (bei 12 Bewertungen)

    Was für ein Comeback! Noch vor drei Jahren musste man sich große Sorgen machen. Supergrass hatten ein introvertiertes Album veröffentlicht, auf dem sie persönliche Krisen und die Bandprobleme thematisierten. Psychedelische Folkepen, keine Hitsingles: Nach der Selbstzerfleischung von "Road to Rouen" hätten sowohl Katharsis als auch das Bandende folgen können. Album Nr. 6 räumt aber alle Zweifel aus, und nicht zufällig trägt ein Song den Titel "The Return of Inspiration". In den legendären Hansastudios eroberten die Oxforder mit Hilfe von Produzent Nick Launay die eigene Beatpopvergangenheit zurück und motzten die neuen Songs mit Glamrock auf. "Diamond Hoo Ha" strotzt vor Energie, Witz und Ohrwürmern wie allenfalls ihr legendäres Debüt "I should Coco". Das sollen ihnen die jungen Britbandstyler erst mal nachmachen.
    (kulturnews.de)


    Video:



    „Bad Blood“
  • The Magnetic Fields - Distortion

    The Magnetic Fields - Distortion




    Natürlich haben The Magnetic Fields längst jeden Song geschrieben, der jemals jemandem einfallen könnte. Deshalb die einzige Sache, die sie nie gemacht haben: falsche Versprechen. Das in nahezu jeder Hinsicht unbesiegbare Dreifach-Album "69 love songs" enthielt 1999 genau, was sein Titel versprach: 69 Lovesongs, selbstverständlich fast ohne überflüssige Lieder. Auf dem Nachfolger von 2004 war dann alles wieder zwei Nummern kleiner; "i" spielte sich als quer gedachte Ego-Platte des Stephin Merritt auf, brachte aber zum Glück auch kaum einen Song ohne ironische Brüche zu Ende. "Distortion" nun nimmt erneut die ganze Geschichte im Albumtitel vorweg - es ist die Magnetic-Fields-Platte, die klingt wie "Jesus & Mary Chain in Zuckerwatte gewickelt."

    "This is my most commercial record in a way. Some audience members may be completely and immediately turned off but, I figure, if you find it too loud, just turn it down and it will sound quite pretty."
    (Stephin Merritt)





    "California Girls (Live)" Video
  • Nils Petter Molvaer - Re-vision

    Nils Petter Molvaer - Re-vision

    cover

    Ich höre so gut wie nie Radio. Eines Tages begab es sich, dass ich mit einem Mietwagen ohne CD-Player gestraft wurde und daher eben in den sauren Apfel beißen musste. In meiner Verzweiflung landete ich bei einem Live-Mitschnitt des Musikers Nils Petter Molvaer. Ich war so begeistert, dass ich mir sofort seine Alben kaufte.

    Sein Debüt "Khmer" erschien bereits 1997. Die Kombination seiner Improvisationen an der Trompete mit treibenden Beats verschaffte ihm die verdiente Aufmerksamkeit. Seitdem beglückte er uns mit den Studioalben "Solid ether" (2000), "NP3" (2002) und "ER" (2005), den Remix-Alben "Recoloured" (2001) und "Remakes" (2005) und dem Live-Album "Streamer" (2004). Die Qualität des Debüts blieb aber bislang unerreicht.

    Laut Laut.de gelingt NPM auch diesmal nicht der große Wurf:

    Denjenigen, die die Karriere des norwegischen Trompeters halbwegs verfolgen, bietet "Re-Vision" nichts Neues. Natürlich sind es hochwertige Soundscapes für Klangfetischisten. Und natürlich sind sein klanggestalterisches Können, sein Stil, seine Detailverliebtheit und seine Soundarchitektur nach wie vor einzigartig. Das vermag jedoch über mangelnden Entwicklungswillen und festgezurrte Innovationsresistenz nicht hinweg zu täuschen.

    Das Album vereint Songs dreier Soundtracks. Dass diese bereits in anderer Form veröffentlicht wurden stört nicht, da weder die Filme noch deren Soundtracks von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Oftmals erreichen Soundtrack-Beiträge höchstens die Qualität von B-Seiten. Leider trifft das auch auf den Großteil der Songs auf "Re-vision" zu. "Arctic dub" und "Leaps and bounds" erinnern an NPMs bessere Zeiten. So erklären sich auch begeisterte Beschreibungen, z. B. bei c0t0d0s0.org:

    Wie soll man die Musik beschreiben ... hmmm ... vielleicht nach der Art norwegischer Trent Reznor, der Trompete spielt und Jazz statt Industrial macht. Denn die Pfade sind ähnlich wenig ausgetreten, die Herr Molvaer beschreitet. Stellt euch Jazz vor, den man auch im Club spielen kann und zu dem man vernuenftig tanzen kann.

    Ein kurzer Überblick über Molvaers Werke findet sich hier. Auf seiner Homepage werden einige Songs und Videos als Stream angeboten. Myspace kann mit dem Song "Leaps and bounds" als Download und weiteren Streams dienen. "Einsteigern" sei eher das Album "Khmer" ans Herz gelegt. Auf diesem findet sich auch der Song "Song of sand":

  • The Teenagers - Reality Check

    The Teenagers - Reality Check




    Bei dieser Welle an französischen Neuvorstellungen sollte man Michael Szpiner (Bass), Dorian Dumont (Gitarre) und Quentin Delafon (Gesang), besser bekannt als The Teenagers, nicht vergessen. Ihr Debütalbum „Reality Check“ liefert uns Synthiepop mit ungehörigen Texten und catchy Melodien für einen Sommer.

    ›Schrumm schrumm schrumm‹ dudelt die Gitarre von Pulp, ›Huhüüü‹ hauchen Air einen Chor hinterher, der nächste Jarvis französischer Färbung hebt seinen Sprechgesang an. Als jetzt auch noch der Synthie-Sound glauben lässt, man befände sich in einer Achtziger-Bubblegum-Popblase fällt der Blick auf den Waschzettel. Auf ihm hat die Plattenfirma charmanterweise keine Bands als wichtigste Einflüsse versammelt, sondern Party und Pubertät, Wodka und Speckröllchen als Referenzrahmen genannt. Realitätscheck also nicht als soziologische Studie, sondern als Triebbeschreibung der eigenen Adoleszenz. (...)
    Schrummschrumm-Gitarre, Chor, Sprechgesang, immer wieder, wie ein Teenager, der seinen ersten erfolgreichen Anmachspruch unendlich wiederholt, ohne sich zu fragen, warum der Erfolg immer weniger wird. The Teenagers bräuchten noch ein, zwei Alben Erfahrung, oder auch nur einen Komponisten, dem mehr einfällt als potentielle große Popmomente ständig trotzig wegzugrummeln. Ihr Händchen für Formulierungen und atmosphärische Snapshots wäre es wert.
    (spex.de)




    „Homecoming“ Video



    „Starlett Johansson“ Video



    „Love No“ Video
  • The Notwist - The Devil, You + Me

    The Notwist - The Devil, You + Me




    Kurz und bündig (2)

    Band: The Notwist

    Land: Deutschland

    Gründung: 1989

    Mitglieder: Markus Acher (Gitarre, Gesang), Micha Acher (Bass, Gesang), Martin Gretschmann (Tasten, Programmierung)

    Genre: Electronic, Indietronic, Indierock, Indiepop

    Musikalische Einflüsse: Radiohead, Neil Young, Nick Drake, Tortoise

    Referenzbands: 13 & God, Lali Puna, Ms. John Soda, Console, Styrofoam, The Go Find (nach last.fm)

    Besonderes: Eine Firma für Telekommunikation soll der Band für die Verwendung ihres Songs „Pick Up The Phone“ in einem Werbespots einen Betrag geboten haben, der - je nach Quelle - zwischen 250.000 und 1 Million Euro gelegen haben soll.

    Größter Single-Hit: „Pick Up The Phone“

    Aktuelle Single: „Where In This World“

    Bisherige Alben: Notwist (1990), Nook (1992), 12 (1995), Shrink (1998), Neon Golden (2002)

    Aktuelles Album: The Devil, You + Me

    VÖ: 02. Mai 2008

    Label: City Slang (Universal)

    Produzent: Olaf Opal und The Notwist

    Presse: 8,125 von 10 Punkten (bei 4 Bewertungen)

    The Devil, You + Me erobert einen langsam, doch dann zwingen einen die elf detailgenauen, vielschichtigen, voller Überraschungen steckenden Stücke mit einem unwiderstehlichen Gefühl für Pop-Melodien, Rhythmen und melancholische Gefühle jenseits Gefühlsduselei in die Knie. Auffällig sind die Verschiebungen in den Arrangements, Console verzichtet wie nie auf seine kleinen Störgeräusche, das Pluckern, Kratzen, Schaben und legt warme, ambientische Teppiche. Auch der Jazz ist weitgehend verschunden und die Rock-Eruptionen fehlen. Dafür basieren die Songs auf akustischen Gitarren, dem unaufdringlichen aber unüberhörbaren Mitwirken des in Berlin gegründeten Andromeda Mega Express Orchestra und dem immer präsenten Gesang von Markus Acher. The Devil, You + Me ist ein Album, wie es nur Notwist schaffen konnten, auch weil die Projekte Ms. John Soda, Tied & Tickled Trio, Lali Puna, 13 & God oder ihnen Ideen zuarbeiten wie Satelliten ihrem Hauptstern. Der heißt The Notwist, und nie leuchtete er schöner und heller!
    (amazon.de)


    Video/MP3:



    „Where In This World“ Video

    „Good Lies“ MP3
  • The Lodger - Life Is Sweet

    The Lodger - Life Is Sweet




    Nachdem The Lodger aus Leeds es letztes Jahr schon mit ihrem Album Grown-Ups schafften, bis auf Platz 2 meiner Jahrescharts zu klettern, schicken sie sich jetzt an, dies zu übertreffen.

    …it's rare for bands to make a second LP that is stronger or better than their first. The Lodger seem to have managed this trick with ease. […] The LP kicks of with 'The Finest Hour' and it's hard to argue with the title. This is great pop music. Singer and (songwriter) Ben Siddall is fast becoming something of a songsmith. The songs on 'Life Is Sweet' are a cut above what he has written before. The strength and depth of this record is evident throughout. Each song is instantly hummable and just as memorable. […] The Lodger are to be applauded for following their heart and not some trend towards jangly guitars for their own sake. The production on the record allows the songs to fill their own space. Their is nothing over complicated. My favourite on the LP is probably 'An Unwelcome Guest' which is just a lovely song. 'Life Is Sweet' is a record that flows effortlessly and as it comes to an end - you just wanna press the repeat button. (indie-mp3.co.uk)


    In den PvG-Jahrescharts 2007 landeten sie immerhin auf einem beachtlichen 16. Platz, obwohl dies nicht jeder verstand.

    Deine Begeisterung für The Lodger könnte ich nur nachvollziehen, wenn es deine eigene Band wäre. (Dirk)



    Einen hervorragenden Live-Bericht gibt es hier zu lesen.

    MySpace

    The Good Old Days
  • Poney Express - Daisy Street

    Poney Express - Daisy Street




    Ich mische mich mal schnell in die Frankreich-Serie ein, um das wunderbare Album Daisy Street von Poney Express vorzustellen.

    cdstarts.de schreibt:


    Die beiden Pariser werden auf Ihrem Album von den beiden „High Llamas“ Sean O’Hagan und Rob Allum unterstützt und präsentieren ein äußerst gelungenes Ergebnis, das einzig und alleine aufgrund der französischen Sprache an einen so genannten Franco-Pop erinnern könnte. Zwischen ABBA, R.E.M und Au Revoir Simone haben sie sich es in ihrer eigenen poppigen Nische sehr gemütlich eingerichtet. Bereits „Paris De Loin“ schmiegt sich zu Beginn eingängig ins Ohr und lässt wie auch auf dem ebenfalls poppigen „Le Bruit Du Dehors“ oder dem etwas rasanter anrollenden „Les Nervs À Vif“ den Füssen keine andere Wahl, als beschwingt im Takt mitzuwippen. Dazu O’Hagans Zuckerwatteartig weichen Streichereinlagen, wie beim zügigen und auch vielseitig instrumentierten „Poupée“ oder dem von Mundharmonika dominierten und ausgezeichneten „Les Avalanches“.

    Ich ergänze das Namedropping noch um Belle & Sebastian und Lee Hazlewood.


    Paris De Loin


    Les Pourquoi
  • Cocoon - My Friends All Died In A Plane Crash

    Cocoon - My Friends All Died In A Plane Crash




    Traumhafter Folk - Pop aus Frankreich # 2

    Was sagen Ästheten eigentlich zu diesem Cover? Niedlich, oder? Eine süsse Katze und eine hübsche junge Frau, wer kann da schon widerstehen?

    Nun, eigentlich geht es bei dem gemischten französischen Duo Cocoon, bestehend aus dem Gitarristen Mark Dumail und der Keyboarderin Morgane Imbeaud, fast immer um ein anderes, selteneres Tier. Den Panda - Bären nämlich. Egal wo die beiden auftreten, immer wimmelt es nur so vor Stoff - Pandas. Einen regelrechten Plüschtierzoo haben die jungen Franzosen da auf der Bühne.

    Aber es gibt nicht nur viele Kuschelviecher, sondern auch Instrumente en masse. Mark spielt neben der Gitarre auch noch Banjo, Ukulele, Glockenspiel und Tambourin und Morgane bedient neben klassischen Tasteninstrumenten wie dem Keyboard und dem Piano ein Spielzeugklavier und einen "Egg Shaker". Mit all diesen Hilfsmitteln kreieren sie einen originellen und leicht infantilen Folk-Pop, der gewisse Anleihen an ihr Idol Sufjan Stevens aufweist, aber immer typisch Coccon bleibt. Freak- Folk à la française sozusagen. Mit diesem Stil haben sie sogar - genau wie Syd Matters ein paar Jahre zuvor - den renommierten Nachwuchswettbewerb CQFD gewonnen und seitdem steigt ihr Stern stetig, zumindest in Frankreich. Spielten sie zunächst noch in winzigen Räumen wie der Pariser Boule Noire, ging es schnell in die grössere Maroquinerie, aber selbst die ist inzwischen viel zu klein, so dass demnächst die Cigale (in der etablierte Künstler wie Devandra Banhart oder Eels auftreten) herhalten muss.

    Dabei hat das Duo eigentlich noch nicht so viel Material, was gespielt werden kann. Bisher gibt es nämlich lediglich eine EP, "From Panda Montains" (da isser wieder der Panda!), wo auch der Hit "Tell Me" drauf war. Ein unglaublich trauriger und melancholischer Song, der die Depressivität auf die Spitze treibt, wenn die Textzeile "I hate Birds" gesungen wird. Aber der Albumtitel "All My Friends Died In A Car Crash" ist ja auch schon alles andere als "happy". Wollten sie gegen Modest Mouse ("We Were Dead Before the Ship Even Sank") in der Kategorie düstester Albumtitel des Jahres gewinnen?

    Wie auch immer, auf dem ersten Longplayer sind jede Menge wundervoller Lieder versteckt, wie z.B. das herrliche "Cliffhanger", bei dem Streicher wundervoll die dramatische Atmosphäre des Liedes (es geht um einen Bergsteiger, dem die Zehen beim Aufstieg abgefroren sind") unterstreichen. Und sogar an Klassiker von anderen Bands haben sie sich schon rangetraut, es gibt z.B. Coverversionen von "Hey Ya" (Outkast), oder "Rehab" ( Amy).

    Spätestens 2009 sind Cocoon auch in Deutschland bekannt. Dann spielen sie in Haldern und ihr könnt sagen: "Das ist doch die Gruppe von der Oliver schon 2008 (auf unserem Blog sogar schon 2007) berichtet hat"...

    Link:

    - Original Video Clip zu "On My Way"
    - Fotos von Cocoon von dem begnadeten Nachwuchsfotografen Oliver Peel
  • Syd Matters - Ghost Days

    Syd Matters - Ghost Days




    So. Wenn hier sogar von Dirk schon französische Künstler vorgestellt werden, muss ich auch einmal wieder tätig werden, um zu beweisen, dass meine Adoptivland weit mehr als die schönsten Frauen und den besten Käse zu bieten hat. Und damit meine ich jetzt nicht die edelsten Weine der Welt und auch nicht die ganzen anderen kulinarischen Köstlichkeiten. Auch von Mode spreche ich nicht, sondern von der vorzüglichen Musik, die Frankreich herausbringt. Der Spruch von John Lennon "französische Popmusik ist wie englischer Wein - scheusslich!", gilt jedenfalls schon lange nicht mehr. Für seine Techno-und Elektronikkünstler ist das Land schon seit geraumer Zeit international ein Begriff, aber Bands wie Daft Punk und Justice, die letztes Jahr gross abräumten, interessieren mich nicht die Bohne. Auch nicht das tierisch angesagte Label Ed Banger mit Szenestars wie Uffie, Sebastian und DJ Medi (und eben Justice).
    Mein Fokus richtet sich vielmehr auf Künstler aus dem Bereich Indie-Rock und Pop (letztes Jahr hatte ich ja Acts wie z. B. Nelson, Cyann & Ben und Kim Novak vorgestellt) und vor allem Folk. Und gerade in letztgenannter Kategorie sind die Froschfresser mindestens so gut wie die Schweden, wetten? Ihr wollt Beweise?

    Traumhafter Folk-Pop aus Frankreich # 1:

    Syd Matters bildet also den Anfang meiner Reihe. Zunächst einmal muss man wissen, dass sich hinter dem Namen eine vierköpfige Band verbirgt. Gründer und Synonym dieses Gebildes ist aber Jonathan Morali. Viele meinen den bärtigen Mann mit der wundervollen Stimme, wenn sie von Syd Matters reden. Er hat aber auch wirklich ein ganz aussergewöhnlich schönes Kehlchen. Oft wird er mit Thom "Radiohead" Yorke verglichen, aber ich glaube damit überschätzt man den mediengeilen Engländer. An die Wärme, Tiefe und Sensibilität der Stimme von Jonathan kommt Thom definitiv nicht heran. Und "In Rainbows" ist im Vergleich zu "Ghost Days" auch nur ein laues Lüftchen, das auf Grund der schlitzohrigen Medienkampagne zu einem Meisterwerk aufgeblasen wurde. "Ghost Days", das dritte Werk der Franzosen (nach "A Whisper And A Sigh" von 2003 und "Someday We Will Foresee Obstacles" von 2005), ist hingegen in der Tat eine Glanzleistung und zwar ganz ohne pseudorevolutionäre Verkaufsstrategien. Schon der Opener "Everything Else" ist das wahrscheinlich schönste Lied 2008 und der nächsten Jahre. Sobald Jonathan seine pastorale Stimme erklingen lässt und die Gitarren auf sanfte und melancholische Weise diesen Schmachtfetzen begleiten, bin ich hin und weg und gebe mich ganz den leicht psychedelischen Klängen (das Syd im Namen kommt übrigens von Syd "ex-Pink Floyd" Barrett, dem Oberpsychedeliker) hin. Musik, die einen auf Flügeln trägt und träumen lässt. So wundervoll, dass man sich in sie wie in eine weisse Wolke fallen lassen kann. "Ghost Days" ist eine Reise in eine bessere, schönere Welt, eine Reise ins Paradies. Ein tolles Gefühl, schwerelos zu sein!

    " One thing I recall is my birth, does this sound so silly?, fragt Jonathan auf "Ill Jackson" und das ist nur ein Fetzen seiner unzähligen textlichen Glanzlichter, die er setzt. Selten haben mich auf einer Platte auch so die Lyrics berührt wie auf "Ghost Days". Bei "Cloudflakes" gibt es ein ganzes Feuerwerk famoser Sätze: "I'm standing in the schoolyard, waiting for my teacher to come"; I'm making mistakes when i'm counting stars"; "the clock goes to seven, I dance and I don't know why?", das klingt banal, wenn man es so liest, aber in Verbindung mit dem melancholischen Gesang und den esoterischen Keyboardtönen wird daraus ein wahnsinnig schöner Psychococktail. Selten fügen sich Texte und Stimme so perfekt in die Musik ein, wie auf diesem Album. Als wäre jede Textzeile genau für den entsprechenden Gitariffenriff geschrieben. Monsieur Morali singt und jede Stimmungslage wird musikalisch genauestens erfasst. Ein wahres Wunder schaffen die Franzosen mit "Louise", "Louise went swimming in the river" heisst es da am Anfang und hierzu gibt es zunächst es nur zarte Gitarrenklänge, später dann Piano und Streicher. Und dann diese Chöre, zum Niderknien! Nach genau 3 Minuten und 39 Sekunden setzt die atemberaubendste Stelle ein, die es je in der Musikgeschichte gab: "There are flowers in bloom around the appletree, that I love the most", haucht Jonathan zu reduzierten Pianoklägen in sein Mikro und immer wenn er diese Stelle "that I love the most" intoniert, steigen mir die Tränen in die Augen. Hach...

    Was soll ich noch sagen? Dieses Album wird mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit in meinen Jahrescharts auf Platz eins landen. Auch das Konzert im Pariser Café de la Danse ist heisser Anwärter auf die Krone, schon im Februar liess ich mich hinterher zu folgenden Sätzen hinreissen: "Schönstes Konzert des Jahres! Atemberaubend intim! Was soll jetzt noch kommen???"

    Links:

    - der Hit vom Vorgängeralbum "To All Of You" hat es sogar zur Hintergundmusik von OC California gebracht!
    - "To All Of You" im Originalvideo

    Ausgewählte Konzerttermine von Syd Matters:

    16 + 17. Mai: Great Escape Festival, Brighton
    3. Juni: Nachtleben, Frankfurt!!
    4. Juni: Studio 672, Köln!!
    5. Juni Wuk, Wien
  • M83 - Saturdays = Youth

    M83 - Saturdays = Youth




    Kurz und bündig (1)


    Band: M83

    Land: Frankreich

    Gründung: 2001

    Mitglieder: nur noch Anthony Gonzalez

    Genre: Electronic, Ambient, Shoegaze, Indie

    Musikalische Einflüsse: Brian Eno, My Bloody Valentine

    Referenzbands: Eluvium, Slowdive, Múm, Dntel, The Album Leaf, The Radio Dept. (nach last.fm)

    Besonderes: Die Spiralgalaxie Messier 83 (M83) ist 14 Millionen Lichtjahre entfernt, befindet sich im Sternbild Wasserschlange und ist von südlichen Breiten aus betrachtet eine der schönsten Galaxien am Nachthimmel.

    Bisherige Alben: M83 (2001), Dead Cities, Red Seats & Lost Ghosts (2003), Before The Dawn Heals Us (2005), Digital Shades Volume 1 (2007)

    Aktuelles Album: Saturdays = Youth

    VÖ: 09. Mai 2008

    Label: Virgin / EMI

    Produzent: Ken Thomas Ewan Pearson

    Presse: 7,1 von 10 Punkten (bei 24 Bewertungen)

    Demografisch kühn klingt heute die Behauptung, dass die Samstage der Jugend vorbehalten blieben. Aber Anthony Gonzalez musiziert auch nicht im Hier und Jetzt. Unter dem Pseudonym M83, einer fernen Galaxie, hält er die Popgeschichte seit den Achtzigerjahren für beendet. Damals kam Gonzalez in Südfrankreich auf die Welt. Mit 24 tröstet er die immer älter werdende Jugend: „I will fight the time and bring you back.“ Auch auf dem fünften Album will M83 ernst genommen werden. Hymnen wie „We Own The Sky“ und „Graveyard Girl“ sind keine luftige Gebrauchsmusik für Retrospießer. Sondern elektronisch generierte Melodramen, die daran erinnern, dass es einmal gute Gründe gab, die Jugend spätestens am 21. Geburtstag zu beenden.
    (welt.de)


    Video:



    „Graveyard Girl“
  • Scott Matthew – Scott Matthew

    Scott Matthew – Scott Matthew




    Haldern-Pop VI

    Ebenfalls ein seltsamer Vogel ist Scott Matthew. Geboren in Queensland, Australia, spielte er in mehreren kurzlebigen Rockbands, schmiss sein Studium, zog dann nach Sydney, arbeitete im Kostümfundus der Australian Opera Company und folgte schließlich einem Freund nach New York. Erste Bekanntheit erlangte er dadurch, dass einige seiner Songs auf Soundtracks wie „Ghost in the Shell“ und „Shortbus“ zu finden waren.
    Das selbstbetitelte Debütalbum besticht durch Scott Matthews ungewöhnliche, tiefe Stimme zu meist langsamen und traurigen Singer/Songwriter-Nummern, die durch Klavier, klassische Streicherarrangements und Ukulele-Einlagen ergänzt werden. Freunden von Antony and The Johnsons, Devandra Banhardt, Rufus Wainwright und David Bowie zu empfehlen.

    Scott bezeichnet sich selbst als “quiet noise maker“. Wer ihn live erlebt, ist seltsam ergriffen. Das Publikum fühlt unmittelbar den Schmerz und das Leid in manchen Songs. Doch mit zwei, drei Worten zwischendurch, ist er in der Lage, dem Abend eine Leichtigkeit zurückzugeben.
    (arte)


    Live:
    11. Mai: Köln - Gloria
    13. Mai: Frankfurt – Mousonturm
    14. Mai: Schorndorf - Manufaktur
    19. Mai: München – Freiheizhalle




    “Market Me To Children” Video
  • The Dodos – Visitor

    The Dodos – Visitor




    Haldern-Pop V

    Vor einigen Jahren erhielt ich im Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt den Dodo in Bronze für meinen 50. Besuch.
    Beim Dodo handelt es sich um einen etwa metergroßen, über 20 Kilogramm schweren Vogel, der ein blaugraues Gefieder und einen circa 23 cm langen Schnabel hatte und nur auf den Inseln Mauritius und Réunion beheimatet war. Die Historie besagt, dass der plumpe, unbeholfene und flugunfähige Vogel, der keine natürlichen Freßfeinde hatte, rund ums Jahr 1690 ausstarb. Angeblich wurde der letzte Dodo von einem spanischen Seefahrer erschlagen.
    Nun aber scheinen Beweise ans Licht der Öffentlichkeit gekommen zu sein, dass die Dodos im kalifornischen San Francisco eine ökologische Nische gefunden und sich dort eingerichtet hatten. Denn einige dieser seltenen Vögel musizieren gemeinsam und veröffentlichten dieser Tage mit „Visitor“ ein erstes Album, das sich beim Folk, Blues und Psychedelic-Pop bedient und Freunden von Animal Collective, White Rabbits und The Beta Band empfohlen werden darf.

    A lyrical and musical knockout, spearheaded by the miraculous 'Fools,' Visiter could be one of the best albums of the year.
    (Under The Radar)

    Magnetic Fields-like numbers 'Winter' and 'Undeclared' seem vanilla by comparison to some, but by making room for both, Visiter ends up being one of the most welcoming (and welcome) records of 2008 so far.
    (Pitchfork Media)

    Visiter's experimental pop is so joyous and liberated-sounding that it's difficult not to get swept along in its wake.
    (All Music Guide)


    Über das tatsächliche Aussehen der Dodos kann man sich beim diesjährigen Haldern-Festival überzeugen.
    Außerdem noch hier:
    08. Juni 2008 Magnet, Berlin
    09. Juni 2008 Luxor, Köln




    “Fools” Video und MP3
  • James - Hey Ma

    James - Hey Ma




    Das PVG-Team hört: JamesHey Ma
    Ort: Nassau, Neuwied, Bonn
    Zeit: 07. Mai 2008


    Volker sagt:
    also als erstes Mal ist es schön, dass die sich überhaupt wieder zusammen gefunden haben

    Olly Golightly sagt:
    findet christoph auch, der hat glaub ich schon wieder tickets für die konzerte in uk

    Dirk sagt:
    Ich wollte erst am Ende vorschlagen, dass wir im Dezember gemeinsam zu James/Athlete nach London fahren...

    Olly Golightly sagt:
    ja, mach das mal

    Volker sagt:
    oh Mann da hätt ich Lust drauf, zwischenzeitlich hieß es ja, die kämen nach Haldern

    Olly Golightly sagt:
    im dezember hab ich übrigens urlaubssperre

    Volker sagt:
    aber bitte nicht fliegen

    Olly Golightly sagt:
    ah, der erste song wird was flotter

    Volker sagt:
    oh schön es wird schneller, dachte schon - völlig ohne negative Wertung- sehr bedächtiger Anfang

    Dirk sagt:
    Also, was haltet ihr davon, wenn wir im Dezember nach London fliegen... Ach hat sich schon erledigt.

    Volker sagt:
    fast hymnisch, hab überlegt, ob die Einstiege in die anderen Alben auch soo getragen waren

    Volker sagt:
    aber schön, auch mit den Bläsern jetzt

    Dirk sagt:
    Nicht nur schön, dass sich James wieder zusammengefunden haben, es ist auch die beste Besetzung, nämlich die zu "Laid" Zeiten.

    Olly Golightly sagt:
    und die "Laid" war getragen...

    Dirk sagt:
    "Bubbles" klingt ein wenig wie "Where the streets have no name" (U2) trifft "Seven (James).

    Volker sagt:
    ich liebe ja prägnante Stimmen, völlig abseits von der Frage gute Stimme / schlechte Stimme. Der Wiedererkennungswert muß stimmen - Scheiß Wortspiel

    Dirk sagt:
    "Alive, I'm alive..." - sehr passend für den Opener.

    Volker sagt:
    also von mir aus mit dem Zug nach London? (vielleicht überwinde ich mich ja auch zum Fliegen -. genaues Datum?)

    Volker sagt:
    schöner erster song

    Olly Golightly sagt:
    auch schön, die stimme nach all der zeit mit was neuem wieder zu hören... hach, schwelg...

    Volker sagt:
    James treffen Extreme?

    Volker sagt:
    oh schon vorbei, Gott sei Dank

    Dirk sagt:
    Jetzt macht Tim Booth auch textlich auf Bono. "Hey Ma" ist der Anti-Kriegs-Song: "Hey Ma the boys in body bags coming home in pieces"

    Volker sagt:
    ach vergesst die Feindbilder - ist doch auch schon wieder sehr catchy

    Olly Golightly sagt:
    der refrain zumindest

    Dirk sagt:
    Ich träume schon von James auf dem Haldern Festival. War das schön vor ein paar Jahren! Wir waren ja alle dabei...

    Olly Golightly sagt:
    ja, das war toll

    Volker sagt:
    ich kann mich nicht erinnern James schon mal so akkustisch gehört zu haben wie in den Strophen, schöner Kontrast zum - schon wieder - sehr hymnischen Refrain

    Volker sagt:
    Heul

    Olly Golightly sagt:
    und wieder coole bläser zu beginn von waterfall

    Dirk sagt:
    Und wieder Bläser, im Moment erinnert es mich eher an "Seven" als an "Laid" oder gar die neueren Alben.

    Volker sagt:
    "Waterfall" klingt schon mal nicht nach Wendy & Lisa

    Volker sagt:
    hier klingt er von der Stimme aber mal ganz anders

    Olly Golightly sagt:
    absolut anders, ja

    Volker sagt:
    ja absolut - und glücklicherweise - bisher eher Anfang der 90er verortet, wobei ich Pleased to meet you ja noch mochte , aber sowas wie "Whiplash" als Comeback hätte mir die ganze Freude genommen

    Volker sagt:
    jetzt nicht mehr anders - irgenwannd kommt dieser James-Effekt dann ja doch

    Dirk sagt:
    Mir hätte nur "Wah Wah" die Freude genommen.

    Olly Golightly sagt:
    die bläser sind toll

    Dirk sagt:
    Auch "Waterfall" ist sehr eingängig, bisher ist alles besser als die beiden ersten neuen Songs "Who are you" und "Chameleon" auf der Best of "Fresh As A Daisy" letztes Jahr.

    Volker sagt:
    Wah Wah zählt nicht

    Volker sagt:
    "Whiplash" war ganz schwach

    Olly Golightly sagt:
    ja, bis jetzt sehr "catchy", volker - hatte ja eher was ruhiges erwartet

    Olly Golightly sagt:
    und wieder was flottes

    Volker sagt:
    3 Songs rum - kein Ausfall alles wunderschön

    Dirk sagt:
    In den Interviews wurden die Aufnahmen in einem französischen Schloss immer mit denen zu "Laid" und dem anschließenden Session-Album "Wah Wah" verglichen. Jetzt aber ohne Eno.

    Volker sagt:
    "Oh My Heart" wieder etwas getragener mit aber aufs erste Hören eher schwachem Refrain

    Volker sagt:
    da nervt mich diese Gitarre im Refrain ein wenig. Woran erinnert die mich ? Wieder U2?

    Olly Golightly sagt:
    dann würde sie ja nicht nerven...

    Dirk sagt:
    Ja, quengelige The Edge-Gitarre und etwas mauer und simpler Refrain.

    Volker sagt:
    nicht wegen U2 sondern weil sie so penetrant draufgeklatscht wirkt

    Dirk sagt:
    Sehe/höre ich auch so.

    Dirk sagt:
    "Boom Boom" - vom Titel her erwarte ich aber jetzt den Ausfall...

    Olly Golightly sagt:
    vierter song also eher durchschnitt. jetzt "boom boom"... schlimmer titel schon mal

    Volker sagt:
    ich hab keine Ahnung warum ich muß schon zum zweiten Mal an The Frank and Walters denken

    Volker sagt:
    jetzt singt aber der Gitarrist oder ;o)?

    Olly Golightly sagt:
    also hier nerven mich die keyboard-einlagen im refrain

    Volker sagt:
    mich hat eben dieser Stimmdopplungseffekt etwas gestört

    Olly Golightly sagt:
    ja, passen tut der auch nicht

    Dirk sagt:
    Keyboards die Streicher sein sollen, bitte nicht!

    Volker sagt:
    aber definitiv besser als das vorherige

    Volker sagt:
    was ihr alles hört

    Volker sagt:
    das ist doch arrangiert von Owen Pallet

    Olly Golightly sagt:
    für dich noch mal solo

    Dirk sagt:
    Jetzt sind doch nur noch die Streicher zu hören!

    Dirk sagt:
    An dieser Stelle werde ich immer an dich denken, Volker!

    Volker sagt:
    die Streicher hör ich schon, was ihr das alles unterscheiden könnt wäre die bessere Wortwahl gewesen

    Volker sagt:
    aber schöner Übergang zu "Semaphore"

    Volker sagt:
    Dirk? Wieso?

    Volker sagt:
    darum geht's doch Erinnerungen zu Songs aufzubauen

    Volker sagt:
    so ihr Spezialisten: was war das jetzt gerade auf dem rechten Kanal?

    Dirk sagt:
    Weil du die Streicher nicht gehört hast und sie extra für dich noch einmal groß aufgespielt haben.

    Dirk sagt:
    Der kleine Noah hat wohl bei dir geschrien!

    Olly Golightly sagt:
    Hehe

    Volker sagt:
    ich hab die gehört nur nicht einem Keyboard zugeordnet gg

    Volker sagt:
    Pah

    Volker sagt:
    an der Stelle muß ich mal erwähnen, dass die Produktion irgendwie "fett" klingt, fast einen Touch zu viel.

    Olly Golightly sagt:
    schöner song für haldern, wenn die sonne gerade untergegangen ist und ein laues sommerlüftchen weht...

    Dirk sagt:
    Zurück zum Song: Schön, knüpft an den guten Anfang an, getragen, Akustikgitarre, so etwas hören wir doch gerne.

    Volker sagt:
    ja schon mir sind da allerdings ein zwei Effekte zu viel drin, die für das Lied bedeutungslos sind

    Olly Golightly sagt:
    was du alles hörst

    Volker sagt:
    Mensch über die Hälfte schon rum

    Olly Golightly sagt:
    upside down klingt schon mal nicht nach den supremes

    Volker sagt:
    Nein und gefällt mir auch wieder besser, ich mag halt diese Stimme in den höheren Lagen und die Bläser

    Dirk sagt:
    "Upside" - endlich kann ich mir ein wenig Geld verdienen! Ein Song, den James schon seit dem letzten Jahr im Live-Programm haben und der zu den Lieblingen der Fans zählt. Christophs Bericht (Dublin, 17.04.07) ist hier nachzulesen.

    Volker sagt:
    Pfui Spam

    Olly Golightly sagt:
    heisst der nur "upside"?

    Volker sagt:
    Leute ich mag die auch sehen, ich muß ja eher langfristig planen, lasst uns das nicht aus dem Auge verlieren

    Volker sagt:
    "Upside Down"

    Dirk sagt:
    "Upside Down" behauptet iTunes, das Cover sagt nur "Upside". Ich korrigiere es...

    Dirk sagt:
    Der beste Song bisher?

    Olly Golightly sagt:
    was sagt christoph denn?

    Olly Golightly sagt:
    also, dazu, wie der song heisst

    Volker sagt:
    stimmt seh ich jetzt erst auf dem Cover steht "Upside"

    Dirk sagt:
    "Upside". Aber gehe bitte über den Link auf die Seite, dann bekomme ich von Christoph und Oliver R noch mehr Geld.

    Olly Golightly sagt:
    du verdienst doch genug ;o)

    Dirk sagt:
    Ich verdiene viel mehr, als ich bekomme!

    Volker sagt:
    ok das Tempo wird angezogen

    Olly Golightly sagt:
    wie wir alle

    Dirk sagt:
    "Whiteboy" - die Single ohne Video. Also kann ich es nicht in die Vorstellung einfügen...

    Volker sagt:
    schön ÜBERDREHTE Bläser dieses Mal

    Olly Golightly sagt:
    oh ja

    Volker sagt:
    also das man die Bläser so oft in den Sound integriert hat gefällt mir schon mal gut

    Volker sagt:
    dieses ahahahahah hätten sie sich allerdings sparen können

    Volker sagt:
    und die Stelle jetzt haben sie aber von sich selbst geklaut

    Olly Golightly sagt:
    toller song, gefällt mir

    Olly Golightly sagt:
    mag glaub ich bis jetzt eher die flotteren

    Volker sagt:
    ja weil er so nen schrägen Charakter hat

    Volker sagt:
    fand ich auch gut

    Volker sagt:
    uh schlimmer Anfang

    Volker sagt:
    "72"

    Dirk sagt:
    Typisch James, das Tempo nach dem Refrain in einer Bridge zu drosseln, um dann noch einmal groß aufzuspielen, man höre nur "Sit down".

    Volker sagt:
    schwächter Song bisher

    Dirk sagt:
    Definitiv der Experimente-Song auf "Hey Ma" - hätte nicht sein müssen.

    Volker sagt:
    mit Abstand

    Volker sagt:
    "Whiplash" Niveau

    Dirk sagt:
    Wusste ich's doch!

    Volker sagt:
    Pah da nutzen euch jetzt auch die schrägen Bläser nix, einen für die Tonne

    Dirk sagt:
    Weder dem "Ooooooh" noch den schrägen Bläsern kann ich etwas abgewinnen. Refrain? Fehlanzeige.

    Dirk sagt:
    "Of Monsters & Heroes & Men" klingt auf jeden Fall wieder deutlich besser. "Laid" lässt grüßen.

    Volker sagt:
    das klingt danach wie Urlaub

    Volker sagt:
    "Of Monsters, Heroes and Men"

    Dirk sagt:
    Ist Olk noch dabei?

    Volker sagt:
    oh Streicher

    Volker sagt:
    ein Cello was?

    Volker sagt:
    Gg

    Olly Golightly sagt:
    schöne streicher

    Olly Golightly sagt:
    ich schmelze gerade dahin

    Olly Golightly sagt:
    ohne "and" zwischen monster + heroes?

    Volker sagt:
    ich trau mich kaum aber hört ihr diese konstante Schwingung im Hintergrund?

    Volker sagt:
    wieder unnötig

    Volker sagt:
    aber auf jeden Fall die große Ballade des albums

    Dirk sagt:
    Laut Albumcover mit zwei "&" im Titel.

    Olly Golightly sagt:
    toll!

    Volker sagt:
    kann immer nur sagen was die iTunes Datenbank ausgespuckt hat

    Volker sagt:
    aber geschickt diesen Rohrkrepierer vorneweg zu schicken

    Dirk sagt:
    Piano, Bläser und Streicher auf einer James-Ballade - Herz was willst du mehr!

    Volker sagt:
    und wieder mit megatiefer Stimme, Tim Booth Frustsaufen während der James-Pause?

    Volker sagt:
    schon das letzte Stück, wieder ein toller Übergang

    Olly Golightly sagt:
    wo ist die megatiefe stimme hin?

    Volker sagt:
    die Stimmung wird beibehalten, das ?Cello? auch

    Dirk sagt:
    Violin - sagt das Booklet.

    Volker sagt:
    dafür ist das doch viel zu tief oder - also rechter Kanal Violine klar aber anfangs auf dem linken?

    Dirk sagt:
    Geschickt: Klingt wie "Out To Get You", der Opener von "Laid", und man möchte sofort weiterhören.

    Dirk sagt:
    Wir nähern uns schon langsam dem Fazit...

    Volker sagt:
    Grandioser Anfang, grandioses Ende, dazwischen ok, bis auf einen Totalausfall

    Olly Golightly sagt:
    ja, über den totalausfall sind wir uns ja einig

    Dirk sagt:
    Das kann ich so unterschreiben. Schön, dass James wieder da sind!

    Volker sagt:
    und für meinem Geschmack hätte man sich in der Produktion noch einen Hauch zurücknehmen können, nicht so viel "rumspielen"

    Olly Golightly sagt:
    nee, das fand ich alles ok

    Volker sagt:
    Und schön das sie eher im Soundgewand ihrer Hoch-Zeit wieder da sind

    Olly Golightly sagt:
    ich habs aber auch nicht über kopfhörer gehört

    Dirk sagt:
    Wie schnell die Zeit verflogen ist! Ich freue mich schon auf die nächste Konferenzschaltung!!

    Volker sagt:
    hat mir schon jemand was zu London gesagt?

    Olly Golightly sagt:
    Urlaubssperre

    Dirk sagt:
    London ist eine Stadt in England.

    Volker sagt:
    ach so, müsste ich jetzt schon bepunkten: 8 Punkte

    Volker sagt:
    Mensch, was hättest du auch anders werden können als Pädagoge

    Dirk sagt:
    Hier wird keine Chance auf einen Scherz ausgelassen, sei er auch noch so billig.

    Dirk sagt:
    Das sind die Termine:

    15.Dez.2008 20:00
    Brixton Academy London
    16.Dez.2008 20:00
    Brixton Academy London
    19.Dez.2008 20:00
    G-Mex/Manchester Central Manchester
    20.Dez.2008 20:00
    G-Mex/Manchester Central Manchester
  • Die 10 besten Platten von Creation Records

    10. Teenage Fanclub "Thirteen"
    9. Primal Scream "Screamadelica"
    8. Slowdive "Souvlaki"
    7. The Boo Radleys "Giant Steps"
    6. Adorable "Against Perfection"
    5. Ride "Going Blank Again"
    4. My Bloody Valentine "Loveless"
    3. The House Of Love "The House Of Love"
    2. Oasis "Definitely Maybe"
    1. Oasis "(What's The Story) Morning Glory"

    (ausgewählt von Dirk)