Platten vor Gericht

Neue Platten bewerten

Platten vor Gericht

dient uns als Plattform, um uns über neue Alben auszutauschen, sie vorzustellen und teilweise heftig zu diskutieren. Seit 2002 bewerten wir alle Alben, die uns zu Ohren kommen, mit Noten von 1 bis 10, so dass am Ende eines Jahres das "Album des Jahres" gekürt werden kann. Auch Gäste unseres Blogs sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinung zu äußern und Bewertungen abzugeben.

  • 1. Vorstellen
  • Nahezu täglich öffnen sich die Pforten des Gerichts, um die Fakten eines neuen Falles darzulegen.

  • 2. Diskutieren
  • Gibt es mildernde Umstände zu beachten? Welche Platten gehören noch vor Gericht gestellt?

  • 3. Bewerten
  • Nicht immer kommen die Richter zum gleichen Urteil und benötigen daher den Beistand der Gastrichter.

  • 4. Auswerten
  • Ein faires Urteil wird mit Hilfe der Durchschnittsnote gefunden und am Jahresende verkündet.

Me

Fachgebiete

Dies sind unsere bevorzugten Betätigungsfelder:

Britpop 80%
Dreampop 50%
Folk 70%
Indiepop 75%
Indierock 90%
Pop 85%
Post-Rock 40%
Shoegaze 60%
Singer/Songwriter 80%

Mixtape

Monatlich stellt Oliver ein Mixtape zum Nachhören der Plattenvorstellungen zusammen.

Revision

Zu besonderen Anlässen werfen wir auch einen Blick auf das Gesamtwerk eines geschätzten Künstlers.

Listening Sessions

Gelegentlich treffen wir uns auf Volkers Sofa zu gemeinsamen Listening Sessions.

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Plattenvorstellungen
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  • Platten vor Gericht - Das Sammelalbum

    Platten vor Gericht - Das Sammelalbum



    Zum Blog-Geburtstag beschenken wir uns dieses Jahr einfach selbst und ziehen in Form eines Sammelalbums ein Fazit. Denn wer gerne Schallplatten sammelt, freut sich auch über Klebebildchen mit diesen.





    Seit 2002 tauschen wir uns privat über Alben aus und versuchen eine gemeinsame Platte des Jahres zu finden. Im Jahr 2006 startete Platten vor Gericht dann in Form dieses Blogs und mittlerweile haben wir online mehr als 3300 Platten vorgestellt und zahlreiche Sieger gekürt.  





    Nun fassen wir die alljährlichen Siegerplatten, ausgewählte Tipps, persönliche Lieblingsalben der Plattenrichter und vieles mehr zusammen. Außerdem streifen wir, nach langwierigen Beratungen und Abstimmungen durch die Jahrzehnte (60er bis 2000er) und diverse Stilrichtungen (von Shoegaze / Dreampop und Indiepop über Alternative Rock und Singer/Songwriter bis hin zu Elektro / Synthpop), um die für uns wichtigsten Platten zu würdigen und den Sammelspaß zu erhöhen.





    Obwohl unser Sammelalbum auf stolze 28 Seiten mit 336 Bildern angewachsen ist, musste das ein oder andere tolle Album leider außen vor bleiben. Die Produktion der Hefte ging in professionelle Hände, die Bilder entstanden in Heimarbeit und so wurden insgesamt mehr als 7000 Bilder gedruckt, geschnitten, sortiert und in zuvor gestempelte Tütchen verpackt. Die fertigen Sammelalben gingen mit ersten verpackten Bildern an Plattenrichter und Freunde, die sich in den nächsten Wochen über die Zusendung weiterer Tütchen mit jeweils 8 Bildern und das große Tauschen der Doppelten freuen dürfen.

    Aber vielleicht möchte sich auch der ein oder andere Leser am Sammelspaß beteiligen und daher verlosen wir drei Exemplare von "Platten vor Gericht - Das Sammelalbum" sowie dazugehöriger, nach und nach eintreffender Bilder. 
    Schreibt einfach eine kurze Email an plattenvorgericht@googlemail.com!

    Einsendeschluss für die Verlosung ist der 13. Januar 2017.





  • Urteilsverkündung durch Volker (2016)

    Urteilsverkündung durch Volker (2016)




















    The Same Procedure as every year? The Same Procedure as every year!
    Von meinen Top 30 haben, wenn ich mich nicht verzählt habe, überhaupt nur 9 bei "Platten vor Gericht" stattgefunden (und drei davon nur, weil Dirk so nett war, mir Fragen dazu zu stellen ;-) ).
    Das zeigt zum Einen, wie wenig (bis nichts) ich hier mittlerweile vorstelle, zum Anderen aber auch, dass wir musikalisch doch deutlich unterschiedliche Wege einschlagen, aber wie gesagt, irgendwer muss hier ja die Pop-Fahne hochhalten.
    Und Eike darf sich wieder fürchten, ob der 30 Platten, die jetzt kommen.



    1. Courtney Marie Andrews – Honest Life
    2. Isolation Berlin – Und aus den Wolken Tropft die Zeit
    3. T.O.L.D. - It's Not About The Witches
    4. Von Wegen Lisbeth – Grande
    5. Avenged Sevenfold – The Stage
    6. Nicolas Sturm – Angst Angst Overkill
    7. Robbie Williams – Heavy Entertainment Show
    8. The Comet Is Coming – Channel The Spirit
    9. Lady Gaga – Joanne
    10. Brian Fallon – Painkiller


    11. Daniel Romano – Mosey
    12. Beyond The Wizards Sleeve – The Soft Bounce
    13. Jason Collett – Song And Dance Man
    14. Augustines – This Is Your Life
    15. Michael Kiwanuka – Love And Hate
    16. Brandy Clark – Big Day In A Small Town
    17. Biffy Clyro - Ellipsis
    18. Mikroboy – Leicht
    19. ABC – The Lexicon Of Love II
    20. Die Höchste Eisenbahn – Wer Bringt mich Jetzt Zu Den Anderen

    21. Imany – The Wrong Kind Of War
    22. Pete Astor – Spilt Milk
    23. Dexys – Let The Record Show: Dexys Do Irish And Country Soul
    24. Childish Gambino – Awaken, My Love
    25. Little Children – f.f
    26. Mass Gothic – Mass Gothic
    27. Niedeckens BAP – Lebenslänglich
    28. The 1975 – I Like It When You Sleep, For You Are So Beautiful Yet So Unaware Of It
    29. Avec – What If We Never Forget
    30. Latin Quarter – The Imagination Of Thieves



    P.S. Mein eigentliches Album des Jahres

    Blaue Blume – Syzygy

    habe ich auf Grund der ursprünglichen Veröffentlichung 2015 mal außen vor gelassen.
  • Urteilsverkündung durch Oliver (2016)

    Urteilsverkündung durch Oliver (2016)



    Letztes Jahr präsentierte ich an dieser Stelle meine Top 30 unter der Voraussetzung, dass nicht in letzter Sekunde noch das lang ersehnte neue Album der Chromatics erscheint. Dies wiederhole ich hiermit, denn auch in diesem Jahr ist uns das Projekt um Johnny Jewel eine LP schuldig geblieben. Bisher zumindest… Knapp vier Tage hat er ja noch Zeit. Wobei ich allerdings kaum glaube, dass meine Nummer 1 des Jahres groß gefährdet wäre: Holy Esque sind am Ende knapp vor Radiohead gelandet. Es folgen Oscar, Drangsal und Box And The Twins. Also Schottland vor zweimal England vor zweimal Deutschland.



    1. Holy Esque – At Hope’s Ravine
    2. Radiohead – A Moon Shaped Pool
    3. Oscar – Cut And Paste
    4. Drangsal – Harieschaim
    5. Box And The Twins – Everywhere I Go Is Silence
    6. Daughter – Not To Disappear
    7. Yndi Halda – Under Summer
    8. David Bowie – ★
    9. Andrea Schroeder – Void
    10. Nick Cave & The Bad Seeds – Skeleton Tree

    11. Sivert Høyem – Lioness
    12. The Slow Show – Dream Darling
    13. The Divine Comedy – Foreverland
    14. Meilyr Jones – 2013
    15. The Avalanches – Wildflower
    16. Michael Kiwanuka – Love & Hate
    17. A Tribe Called Quest – We Got It From Here… Thank You 4 Your Service
    18. Sophia – As We Make Our Way (Unknown Harbours)
    19. Ólafur Arnalds – Island Songs
    20. Soviet Soviet – Endless

    21. Savages – Adore Life
    22. Abay – Everything's Amazing And Nobody Is Happy
    23. Moby And The Void Pacific Choir – These Systems Are Failing
    24. Cat’s Eyes – Treasure House
    25. The Yearning – Evening Souvenirs
    26. My Jerusalem – A Little Death
    27. Suede – Night Thoughts
    28. The Frank And Walters – Songs For The Walking Wounded
    29. Pixies – Head Carrier
    30. Flyying Colours – Mindfullness


    Und wer sich darüber hinaus noch für meine Lieblingssongs des Jahres interessiert - voilà:

  • Urteilsverkündung durch Dirk (2016)

    Urteilsverkündung durch Dirk (2016)






















    Ein Wiederholungstäter auf der 1, sehr viele alte Bekannte, einige positive Überraschungen (Kid Canaveral, Andrea Schroeder, The Yearning, Cat's Eyes, Basia Bulat) und das ein oder andere neue Gesicht (Minor Victories, Oscar, Abay, Meilyr Jones, Dead Horse One) in den Top 30 meiner persönlichen Lieblingsalben 2016:















    01. King Creosote - Astronaut Meets Appleman
    02. Daughter - Not To Disappear
    03. Get Well Soon - Love
    04. The Slow Show - Dream Darling
    05. Minor Victories - Minor Victories
    06. PJ Harvey - The Hope Six Demolition Project
    07. Hundreds - Wilderness
    08. Radiohead - A Moon Shaped Pool
    09. Kid Canaveral - Faulty Inner Doialogue
    10. James - Girl At The End Of The World

    11. Moderat - III
    12. The Frank And Walters - Songs For The Walking Wounded
    13. The Magnetic North - Prospect Of Skelmersdale
    14. The Divine Comedy - Foreverland
    15. Nick Cave And The Bad Seeds - Skeleton Tree
    16. Sophia - As We Make Our Way (Unknown Harbours)
    17. Oscar - Cut And Paste
    18. Dirk Darmstaedter - Beautiful Criminals
    19. Loch Lomond - Pens From Spain
    20. Abay - Everybody's Amazing And Nobody Is Happy

    21. Math And Physics Club - In This Together
    22. Teenage Fanclub - Here
    23. Andrea Schroeder - Void
    24. Suede - Night Thoughts
    25. The Yearning - Evening Souvenirs
    26. Meilyr Jones - 2013
    27. Dead Horse One - Season Of Mist
    28. Cat's Eyes - Treasure House
    29. The Veils - Total Depravity
    30. Basia Bulat - Good Advice


  • Urteilsverkündung durch Ingo (2016)

    Urteilsverkündung durch Ingo (2016)


    Eine Überraschung vor zwei erwartbaren Meisterwerken.

    1.   Kate Tempest - Let them eat chaos
    2.   Wild Beasts - Boy king
    3.   Radiohead - A moon shaped pool


    4.   Deftones - Gore
    5.   Kid Canaveral - Faulty inner dialogue
    6.   Car Seat Headrest - Teens of denial
    7.   David Bowie - Black star
    8.   Gabriel Bruce -  Come all sufferers
    9.   Beyond The Wizards Sleeve - The soft bounce
    10. Shearwater - Jet plane and oxbow

    11. Nick Cave & The Bad Seeds - Skeleton tree
    12. Sivert Høyem - Lioness
    13. Drangsal - Harieschaim
    14. Ed Harcourt - Furnaces
    15. Savages - Adore life
    16. Abay - Everything is amazing ad nobody is happy
    17. Let's Eat Grandma - I, gemini
    18. Nils Petter Molvaer - Buoyancy
    19. Holy Esque - At hope's ravine
    20. The Veils - Total depravity

    21. Me And My Drummer - Love is a fridge
    22. Teleman - Brilliant sanity
    23. William Fitzsimmons - The Pittsburgh collection
    24. Moddi - Unsongs
    25. Alcest - Kodama
    26. Sophia - As we make our way
    27. PJ Harvey - The hope six demolition project
    28. Ólafur Arnalds - Island songs
    29. Daughter - Not to disappear
    30. Leonard  Cohen - Youn want it darker
  • LP - Lost On You

    LP - Lost On You






















    Wir haben dieses Jahr mit Rachel Platten begonnen und schließen mit LP den Reigen der Plattenvorstellungen. Besser kann ein Jahrgang bei Platten vor Gericht wohl nicht begrenzt werden, oder? 

    Hinter dem schwer zu googelnden Künstlernamen steckt Laura Pergollizzi, eine US-amerikanische Sängerin mit italienischen Wurzeln. Obwohl LP bereits seit 2001 Alben veröffentlicht und Songs für Künstler wie Rihanna, Christina Aguilera, Backstreet Boys oder Rita Ora komponierte, gelang ihr erst dieses Jahr mit der Single "Lost On You" der Durchbruch: Platz 1 in Frankreich und Griechenland, Top 5 in Österreich, Italien und der Schweiz. 




    Mit ihrem Co-Autor Nate Campany komponierte sie zehn zwischen bittersüßem Rock und hymnischem Pop anzusiedelnde Songs, die man aufgrund der wuchtigen Beats eindeutig im Hier und Jetzt verorten muss und die häufig nicht ohne Pathos und Dramatik auskommen. In den besonders gut gelungenen Momenten lassen die Einflüsse von Blues und Gospel Lieder wie "Muddy Waters" zeitlos erscheinen, die schwächsten Augenblicke hat "Lost On You", wenn LP, deren Stimme in nahezu jedem Bericht besonders gewürdigt wird, der Fiktion erliegt, Pfeifen wäre eine gute Idee ("Other People", "Into The Wild"). 


    Als Sängerin zeigt LP eine persönlichere und intimere Seite von sich. Die Texte strömten aus ihr heraus, noch bevor sie selbst wusste, was mit ihr geschah. Noch bevor ihr das Herz gebrochen wurde und sie die Befreiung durchlebte, die sie zu neuen Songs inspirierte.
    Nur LP selbst kann diese Songs mit ihrer aussergewöhnlichen Stimme so kraftvoll performen. Das ansteckende und stimmungsvolle „Lost On You“ wechselt zwischen subtilen Versen und einem sprunghaft ansteigenden Refrain. In einem rührenden Moment der Selbstreflexion singt sie laut “Let's raise a glass or two / To all the things I've lost on you".
    Genau so stimmungsvoll ist auch ihr gleichnamiges Album.
    (Radio Bern)




    So kathartisch der Schreibprozess für LP war, so düster sind die Songs, die dabei entstanden. „Muddy Waters“, das von Blues und Gospel inspirierte Eröffnungsstück des Albums, handelt von der lähmenden Angst und Unsicherheit, die man vor dem Ende einer Beziehung spürt, während „Other People“ eine wütende Abrechnung mit der Ex ist. Mit „Strange“ gelingt LP der Schritt zurück ins Licht: Der Song handelt davon, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist.
    Musikalisch ist „Lost On You“ alles andere als ein Trauerspiel. LPs Songs sind eingängig und trotzdem eigen. Aus ihrer Vorliebe fürs Pfeifen und für die Ukulele macht sie keinen Hehl - die Krönung ist und bleibt jedoch ihre ausdrucksstarke Stimme, irgendwo zwischen PJ Harvey, Feist und Joni Mitchell.
    (nordbuzz)


  • Crocodiles - Dreamless

    Crocodiles - Dreamless






















    "Irgendwann, da bin ich sicher, gelingt ihnen ein großer Wurf," schrieb ich in meiner 6,5-Punkte-Bewertung für "Boys", dem fünften Album der Crocodiles, und ergänzte noch ein "hier noch nicht".

    Legt man nun "Dreamless", benannt nach Brandon Welchez' Schlaflosigkeit, unter der er im Vorfeld der Aufnahmen aufgrund von persönlichen, finanziellen und gesundheitlichen Probleme litt, auf, so ist der Opener "Telepathic Lover" der eingängige Hit, den man auf früheren Veröffentlichungen der Band oft vergeblich suchte. Aber bereits dieser von Synthies geprägte Song zeigt, dass die Zeiten von Noisepop, Shoegaze und Garage Rock erst einmal vorbei sind. Brandon Welchez und Charles Rowell verkleiden sich auf den 10 neuen Songs als Primal Scream und schlafwandeln, wie diese, zwischen Electronica, Sixties Pop, Psychedelica und Madchester Rave umher. 

    Immer noch nicht der ganz große Wurf, aber eine spannende Neuerfindung.




    On ‘Dreamless’, Crocodiles have put the focus squarely on the psychedelic soundscapes they’ve constructed. There’s a sense that the lyrics are scaffolding, a framework to hang clockwork synths and piano riffs around. The technique works best on the hazy ‘Go Now’, with its pounding bass line and the steady pulse of drums, but at other times the spaces between notes expand too far. In these moments there is little to focus on with such sparse lyrics.
    Although the band have tried to challenge their aesthetic on ‘Dreamless’, it’s the moments they return to form that work best. Branching out musically is a bold step that pays off in flashes, but the riff work in ‘Welcome to Hell’ and ‘Jailbird’’s brief guitar solo confirm that, at heart, Crocodiles are strongest with guitars in hand.
    (DIY)


    But while these 10 tracks might sound crisper and cleaner than before – there are even some tropical, funky vibes to be found in both Maximum Penetration and Welcome To Hell – Crocodiles remain as gloweringly gloomy as ever. I’m Sick is a vicious, snarling song full of longing and regret, Jumping On Angels – despite the upbeat piano leitmotif it’s built upon – is dark, ominous and sinister, and Jailbird descends into a moody swirl of psychedelic, creepy sound. While this doesn’t mark a new beginning for the band, it nevertheless represents a step down a different path that they’ll hopefully continue to follow.
    (Record Collector)




  • Eros And The Eschaton - Weight Of Matter

    Eros And The Eschaton - Weight Of Matter






















    Auf der Suche nach den besten Shoegaze-Alben 2016 (IV)

    Minor Victories, Linda Guilala, Box And The Twins, Flyying Colours - wer kann sich noch in die Riege der besten Shoegaze-Veröffentlichungen 2016 einreihen, vielleicht...

    ... Eros And The Eschaton.

    Das Ehepaar Kate Perdoni und Adam Hawkins startete als musikalisches Duo und veröffentlichten 2013 mit "Home Address For Civil War" sein Debütalbum, das es in meine persönlichen Top 25 schaffte. Mittlerweile sind Eros And The Eschaton Dank Alex Koshak (Schlagzeug), Ryan Spradlin (Bass) und Mitch Macura (Keyboards) zu einem Quintett angewachsen und haben ein zweites Album aufgenommen und über Bar/None veröffentlicht. Das musikalische Epizentrum von "Weight Of Matter" hat sich etwas von Shoegaze und My Bloody Valentine-Einflüssen (sind natürlich noch vorhanden) hin zum Alternative Rock der späten 80er / frühen 90er verschoben. Die Referenzen heißen nun auch: Sonic Youth, Galaxie 500 (einmal auch beide innerhalb eines Songs), Dinosaur Jr. und Mercury Rev.




    Opener “OMG I AM” hearkens back to the first record, hinting at more dreamy layers. The rest of the record breaks from that, filling up these charged tunes with crashing drums and blown-out guitars. Songs like “The Way I Feel Tonight” or the epic “Center of the World” take the established hazy sensibility and slice it up with buzzsaw guitars, pitting the sweet against the downright frenzied. Weight of Matter is at its best when the band finds a tense balance between these two extremes, like on “Rxx” when the keys soften the intense warble of the vocals and the thick bed of distorted guitars. There are moments where the balance tips, where “Long Shot” threatens to get lost in its own fog, or where “Bop Shoo Bop” thins out the crunch of guitars a bit. Overall, though, Weight of Matter is a solid rock record, one that marks a confident new turn for Eros and the Eschaton and suggests that, as a five-piece, they’re just getting started.
    (PopMatters)




    Having relocated and been joined by three new members, founding couple Kate Perdoni and Adam Hawkins sound imaginative and free-spirited on Weight of Matter, especially on bubbly opener "OMG I AM," a topsy-turvy psychedelic declaration of the wonder of wild, weird existence.

    Combined, they're a fitting introduction to the album's mish-mash melange that puts spins from various decades and folk/rock genres — from the soulful '60s and '70s, futuristic '80s and fuzzed-out indie and alt-rock of the '90s — on modern compositions, where unique synth lines are key. It's quite the juggling act, but for the most part, they pull it off. "Bop Shoo Bop" falters a bit, though it's still a standout, the ominous galactic groove bumping up against an erratic solo before being juxtaposed with a playfully quirky chorus.

    The mystic hippy vocals on the verses don't quite belong on the futuristic song, though, and the understated "Helicopter" proves the band are slightly better when they stick to more straightforward songs. Highlight "RXX" has an optimistic, bold through-line that brings the Rentals, Bloc Party and the Yeah Yeah Yeahs to mind. It and the shoegazing "The Way I Feel" strike a deft balance between electronic sentimentality and a rocking, full-band sound.

    Overall, Eros and the Eschaton should be commended for their bold steps forward on Weight of Matter, even if they still hit hardest with their synth-studded rock spectacles.
    (exclaim)





  • Glass Animals - How to be a human being

    Glass Animals - How to be a human being






















    Mal so gar kein Shoegaze

    Ich finde es müßig, mir über ein vermeintlich "schlechtes" Jahr oder die Schlechtheit der Menschen Gedanken zu machen. Fest steht aber: Würden sich Menschen mit wirren Gedanken ein Album wie "How to be a human being" intensiv anhören... würden sie in der Zeit zumindest keinen anderen Unsinn machen oder planen und statt dessen von einem psychedelischen Indietronica-Album mit Trip Hop, Indierock, etwas R 'n' B und Art-Pop berieselt.  

    Erschaffen wurde das Werk von der Oxforder Band Glass Animals. 2012 gegründet, nahm Paul Epworth die Band unter Vertrag. Er produzierte sowohl deren Debüt "Zaba" als auch das aktuelle Album. Damit reihen sich diese Werke in eine Liste ein mit u. a. Bloc Partys "Silent alarm", Maxïmo Parks "A certain trigger" sowie Adeles "21" und "25". 

    Die Musik an sich auf "How to be a human being" ist vielseitig aber trotzdem etwas unspektakulär geraten. Laut Website der Band steht jeder Song für die Geschichte jeweils einer Person. Jeder davon soll eine Webseite eingerichtet werden. Bislang gibt es die aber nur für die Titel "Life itself", "Youth" und "Season 2 Episode 3". Letzter steht offensichtlich für ein jump and run-Spiel mit Retro-Feeling. Als Hintergrundmusik für solche Spiele eignen sich die Songs auf "How to be a human being" zweifellos. Insgesamt ist es mir etwas zu verspielt geraten. Songs wie "Life itself", "Pork soda", "The other side of paradise" und "Take a slice" sind aber trotzdem hörenswert. 

    Das Video zu "Life itself":

    "Youth":

    Im April wird die Band Deutschland besuchen:
    • 27.04. Berlin
    • 28.04. München
    • 29.04. Köln
  • Dead Horse One - Season Of Mist

    Dead Horse One - Season Of Mist






















    Auf der Suche nach den besten Shoegaze-Alben 2016 (III)

    Minor Victories, Linda Guilala, Box And The Twins, Flyying Colours - wer kann sich noch in die Riege der besten Shoegaze-Veröffentlichungen 2016 einreihen, vielleicht...


    Das Debütalbum ("With Love We Perish", 2014) der 2011 gegründeten französischen Band wurde von Mark Gardener produziert, bei Album Nummer zwei, "Season Of Mist", saß John Loring von Fleeting Joys hinter den Reglern. Die großen Vorbilder dürften - zum Erkenntnisgewinn reichen wenige Songs von Dead Horse One aus - Swervedriver und Ride sein. Und glaubt man dem Blog Shoegazer  Alive, so ist "Season Of Mist " einerseits das beste Album des Genres und müsste diese Reihe andererseits noch deutlich länger werden als geplant.

    Auf der Bandcamp-Seite des Labels Requiem Pour Un Twister kann die LP kostengünstig (ca. 20€ inkl. Versand) vorbestellt werden. Aufgrund von Verzögerungen beim Pressen der Schallplatten erscheinen diese nämlich erst im Frühjahr 2017.




  • Immanu El - Hibernation

    Immanu El - Hibernation






















    Auf der Suche nach den besten Shoegaze-Alben 2016 (II)

    Minor Victories, Linda Guilala, Box And The Twins, Flyying Colours - wer kann sich noch in die Riege der besten Shoegaze-Veröffentlichungen 2016 einreihen, vielleicht...

    ... Immanu El.

    Das schwedische Quintett stand früher dem Post-Rock mit seinen klassischen Laut-Leise-Wechseln deutlich näher als aktuell auf "Hibernation". So modern, eingängig und elektronisch waren Immanu El zuvor noch nie, was vielleicht auch am Produzenten Johan Eckeborn liegt. Hier darf man nun auch die Schubladen Shoegaze oder Indiepop öffnen und das Album Freunden von Jenniferever, Tiger Lou und Gregor Samsa empfehlen. Betrachtet man das Plattencover, so überrollt einen die Musik wie eine Lawine, in Superzeitlupe, sanft und aus Pulverschnee. 




    "Voices" zu Beginn könnte dies kaum besser verdeutlichen: Ein vertonter Sonnenaufgang trifft auf eine Kopfstimme, die trotz der Zerbrechlichkeit so dermaßen viel Strahlkraft besitzt, um jeden auch nur erdenklichen eingängigen Song vertonen zu können. Nach Punkt fünf Minuten mündet das in einem absoluten Gefühlschaos, das ohne Aderlass zu feuchten Augen führt. Auch "Mt" und gerade "Hours" erschaffen mit ähnlichen Mitteln einen derartigen Sog, der gleichzeitig aufwühlt und selbst die dunkelsten Gedanken in Euphorie verwandelt. "Dvala" und "Completorium" bilden dabei die entgegengesetzten Punkte, die mit minimalen Mitteln danach den Rausch wieder stoppen.
    (Plattentests


    Jedoch pendeln sich Immanu El bei jedem Song von „Hibernation“ auf einem angenehmen Level ein. Der Melancholie von in die Ferne hallenden Gitarren wird der Minimalismus von lang gezogenen Synthie-Tönen entgegengesetzt. Im Song „Omega“ schaukelt sich beides gegenseitig ganz leicht und übermütig auf. Die Pianoballade „Completorium“ wird mit Ambient-Sprenkeln und einem sich im Entstehen auflösenden Pfeifen aufgelockert. Und das Beinah-Instrumental „Dvala“ bricht die eingängige und rührende Gesamtstimmung von in der Mitte des Albums auf.
    Den Schritt in Richtung Pop-Song meistern Immanu El mit „Hibernation“, ohne von ihren Wurzeln ganz abzulassen.
    (Byte.fm)




    Immanu El in Deutschland:

    19.02.17 Dresden
    20.02.17 Berlin
    21.02.17 Hamburg
    22.02.12 Köln
    23.02.17 München


  • Japanese Breakfast - Psychopomp

    Japanese Breakfast - Psychopomp























    Auf der Suche nach den besten Shoegaze-Alben 2016 (I)

    Minor Victories, Linda Guilala, Box And The Twins, Flyying Colours - wer kann sich noch in die Riege der besten Shoegaze-Veröffentlichungen 2016 einreihen, vielleicht...

    ... Japanese Breakfast.

    "Psychopomp" heiß das Debutalbum von Michelle Zauners Soloprojekt Japanese Breakfast, das in ihrer US-amerikanischen Heimat bereits im Frühjahr und im Oktober in Europa über Dead Oceans veröffentlicht wurde. Über die Bandcamp-Seite wird aktuell die dritte Auflage der LP angeboten (Hazy Clear Pink bzw. Light Blue Marble), nachdem bereits weit über 1000 Exemplare in unterschiedlichen Färbungen verkauft werden konnten. Auch Cassetten-Freunde kommen nicht zu kurz!

    Vom Musikexpress wurde Michelle Zauners sehr persönliches Album, das den Tod ihrer Mutter thematisiert, jüngst auf Platz 29 der besten Alben des Jahres gewählt - die übrigen oben genannten Alben sind nicht unter den Top 50 vertreten.

    Wollen Sie am Rand dieses kleinen Popspektakels stehen bleiben und ernst bemient Assoziationen runterrattern? Wie Michelle Zauner aus My-Bloody-Valentine-Schauer, The-Sundays-Gesangsmelodie und Schrammelfein ein Stück wie „In Heaven“ zusammenbaut: Ja, da könnte man mit dem Finger draufzeigen. Aber warum analysieren, wie raffiniert hier die Klangwelten von Dreampop, Shoegaze und 80s-Anspruchspop zusammengeführt werden? Man muss sich hineinwerfen in diese beherzten Songs, so wie Michelle es mit ihrer Stimmte macht!  
    (Musikexpress)




    Doch was ist schon ein günstiger Moment? Wenn sich Zauner durch die Hinterlassenschaft ihrer Mutter wühlt und den Spagat zwischen posthumer Zärtlichkeit und ihrer atheistischen Rationalität bewältigen muss ("In Heaven")? Oder wenn sie in "Rugged country" ihrer Jugend entrissen wird, als ihre Freundin von einem gemeinsamen Freund verprügelt wird? Wenn nach der Tante die Mutter am Krebs verenden muss ("Heft")? Warum stellt sich Liebe dann ein, wenn man eigentlich nur mal verdammt horny ist ("Everybody wants to love you"), und der schnöde Fick, wenn man eigentlich "nur" geliebt werden will ("Triple 7")? Hat man sich das alles nicht irgendwie anders vorgestellt, unschuldiger, klarer? Dass sich solche Fragen unbeantwortet durch die meisten Songs ziehen, obwohl sie in einem Zeitraum von sechs Jahren entstanden sind, spricht für sich.
    (plattentests)




  • Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)