Platten vor Gericht

Neue Platten bewerten

Platten vor Gericht

dient uns als Plattform, um uns über neue Alben auszutauschen, sie vorzustellen und teilweise heftig zu diskutieren. Seit 2002 bewerten wir alle Alben, die uns zu Ohren kommen, mit Noten von 1 bis 10, so dass am Ende eines Jahres das "Album des Jahres" gekürt werden kann. Auch Gäste unseres Blogs sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinung zu äußern und Bewertungen abzugeben.

  • 1. Vorstellen
  • Nahezu täglich öffnen sich die Pforten des Gerichts, um die Fakten eines neuen Falles darzulegen.

  • 2. Diskutieren
  • Gibt es mildernde Umstände zu beachten? Welche Platten gehören noch vor Gericht gestellt?

  • 3. Bewerten
  • Nicht immer kommen die Richter zum gleichen Urteil und benötigen daher den Beistand der Gastrichter.

  • 4. Auswerten
  • Ein faires Urteil wird mit Hilfe der Durchschnittsnote gefunden und am Jahresende verkündet.

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Fachgebiete

Dies sind unsere bevorzugten Betätigungsfelder:

Britpop 80%
Dreampop 50%
Folk 70%
Indiepop 75%
Indierock 90%
Pop 85%
Post-Rock 40%
Shoegaze 60%
Singer/Songwriter 80%

Mixtape

Monatlich stellt Oliver ein Mixtape zum Nachhören der Plattenvorstellungen zusammen.

Revision

Zu besonderen Anlässen werfen wir auch einen Blick auf das Gesamtwerk eines geschätzten Künstlers.

Listening Sessions

Gelegentlich treffen wir uns auf Volkers Sofa zu gemeinsamen Listening Sessions.

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  • Westkust - Last Forever

    Westkust - Last Forever
























    Shoegaze trifft Noise-Pop, ganz so, wie wir es lieben. Dazu Boy/Girl-Gesang, lärmende, schrammelige Gitarren, unbeschwerter Lofi-Charakter und Melodien für die Ewigkeit/Indiedisco/Jahres-Best-of-CD. Ganz egal, ob Ride dieses Jahr ein neues Album heraus bringen oder nicht, vollkommen gleichgültig, dass The Pains Of Being Pure At Heart nicht mehr die charmante Qualität ihres Debütalbums heraufbeschwören können, denn wir haben ja jetzt "Last Forever" von Westkust.

    Westkust sind Philip Söderlind (Schlagzeug), Rikard Hjort (Gitarre), Gustav Andersson (Gesang, Gitarre), Julia Bjernelind (Gesang) und Hugo Randulv (Bass). Das Quintett aus Göteborg musiziert seit 2010 gemeinsam und hat bisher eine Single ("Summer 3D/Weekends", 2012) und eine EP ("Junk", 2012) veröffentlicht. "Last Forever" ist ihr Debütalbum, das mit 33 Minuten Laufzeit eindeutig zu kurz ausgefallen ist. Die erste Auflage der LP (300 Stück) ist bereits ausverkauft, es folgt aber eine zweite (schwarz-weiß marmoriert, ebenfalls 300 Stück, für 30 € inkl. Versand nach Deutschland). Einige Mitglieder von Westkust betreiben nebenher (oder eigentlich hauptsächlich) noch die Postpunk-Band Makthaverskan - man fragt sich bloß warum.



  • Groenland - The Chase

    Groenland - The Chase























    O Canada! Our home and native land! Die kanadische Nationalhymne kann auf Englisch, Französisch und Inuktitut (die Sprache der Inuit) angestimmt werden. Deutschstämmige Einwanderer pflegten die Hymne auch auf Deutsch zu singen. 
    Ganz so weit wollen wir nun nicht gehen, aber da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, folgt nach den Neuvorstellungen von Great Lake Swimmers und Peter Katz noch eine weitere aus Kanada, obwohl der Bandnamen zunächst eine andere Herkunft vermuten lässt.

    Aber Groenland sind ein Sextett aus Montreal, das aus Sabrina Halde (Gesang, Ukulele, Keyboards, Percussion), Jean-Vivier Lévesque (Keyboards, Percussion), Jonathan Charette (Schlagzeug), Simon Gosselin (Bass), Gabrielle Girard-Charest (Cello) und Ariane Gruet-Pelchat (Geige) besteht. Ihrem Debütalbum gaben sie den Titel "The Chase" und veröffentlichten es in ihrer Heimat bereits vor ziemlich genau 2 Jahren. Passend zur aktuellen Europatournee von Groenland wird es nun auch in etwas erweitertem Umfang auch in Deutschland erscheinen.

    Groenland spielen melodischen, durch Streicher aufgehübschten Indiepop ("Immune", "Criminals"), in dessen Mittelpunkt die leicht soulige Stimme von Sabrina Halde steht. Gelegentlich entführen sie den Hörer in Theater- und Cabaret-Welten ("La Pieuvre", "The Things I've Done"), setzen ihn vor eine munter vor sich hin pluckernde Spielkonsole ("The Chase") oder überraschen mit Ukulele-Klängen ("Daydreaming").
    Die ursprünglichen 12 Titel (darunter zwei Miniaturen) wurden nun um "Don't Fix Me Yet" (überflüssig), "Some Of Us" (CocoRosie-hafte Schrägheit) und einen Remix von "Immune" (betont Bässe und Beats, experimentiert mit den Gesangsspuren, ist nicht so toll wie das Original und am Ende dieses Albums eigentlich deplatziert) erweitert. 




    Combining light electronic music with cellos, violins, ukuleles and sweet, sultry vocals provided by Halde, Groenland constructs their own sound. The result is a genuinely original album. The band members are incredibly talented musicians, which, in my opinion, is rare to find in the world of indie music. A great number of indie bands make it big not because they’re anymore musically talented than your average Joe, but because they can pull off the indie persona necessary for making it in the industry. Groenland does both. Their musical expertise allows them to use their instruments in non-traditional ways (for example, their brilliant fifty-second track ‘Detour’).  The créme de la créme of it all is that The Chase was recorded and mixed by Sébastien Blais-Montpetit, who worked with Patrick Watson and Radio Radio.
    The Chase, in the words of Halde, is “the pursuit of an ideal, the desire to be in constant evolution, our tendency to put ourselves in danger to understand what we’re made of. It’s also about taking risks, for our own self, alone or with someone.” These words come alive in the music of the album. The risks the band takes orchestrating many instruments in a very non-traditional way pays off. They placed themselves in a certain amount of danger and took a shot for an ideal, hoping that ideal became a reality. The good news for the band is that the ideal they had did become a reality, and a wonderful one at that. This album is the porcelain doll of new albums: a delicate, intricate classic.
    (RazMatazMagazine)




    Groenland auf Tour:
    29. April 2015 Volt, Hamburg
    02. Mai 2015 Schnabulenz, Münster
    04. Mai 2015 Kuckucksheim, Adelsdorf
    06. Mai 2015 Objekt 5, Halle
    08. Mai 2015 Franz Melhose, Erfurt
    09. Mai 2015 Wohngemeinschaft, Köln
    10. Mai 2015 Pop Bar, Haldern


  • Peter Katz - We Are The Reckoning

    Peter Katz - We Are The Reckoning
























    Verweilen wir noch einen Tag in Kanada und entfernen uns musikalisch gar nicht so weit von den Great Lake Swimmers. Peter Katz kann zwar nur auf halb so viele Veröffentlichungen zurück blicken wie die Band von Tony Dekker ("First Of The Last To Know", 2010, "Still Mind Still", 2012), wurde jedoch schon für den Juno Award nominiert (2012) und kann bereits auf bescheidene Charterfolge zurückblicken:  "First Of The Last To Know" erreichte Platz 1 der iTunes-Charts und das aktuelle Album "We Are The Reckoning" erreichte Platz 15 der kanadischen Charts.

    Der 33-jährige Peter Katz präsentiert auf seinem dritten Album 11 wohlig-warme Folkpop-Songs, die von der akustischen Gitarre ("Story You Forgot") bzw. dem Piano ("Beacon") und seiner samtweichen Stimme geprägt sind und sich im Balladen-Terrain bewegen. Gelegentlich zieht er das Tempo ein wenig an ("We Won't Mind", "When The Day Is Done") oder wagt sich sogar an dezente elektronische Einsprengsel, wie etwa im Titelsong, jedoch bleibt dies zu rar. Zu große Experimentierfreude oder zu scharfe Ecken und spitze Kanten kann man Peter Katz hier wahrlich nicht vorwerfen. Dass der Videoclip zur Single "Brother" bereits über 100.000 Aufrufe hat, spricht Bände und qualifiziert Katz fast schon fürs gefühlvolle MOR-Radioprogramm zwischen James Blunt und The Swell Season. 
    Gesanglich wird er auf der Single von Royal Blood, der neben Bill Lefler (Ingrid Michaelsen) auch als Produzent fungierte, unterstützt, auf "Dark" hören wir zudem die schottische Sängerin Rachel Sermanni. 




    His latest release, We Are the Reckoning, envelopes his stylings as a modern age jongleur, with simplistic, gentle chord structures overlaid unto the equally as soothing vocal that fans have come to know quite well since 2010’s First of the Last to Know.
    Still, Katz manages to maintain his role as an innovator of his craft, introducing instrumentation that, as still and calculated as it may be, also comes across as heartfelt and organic. This comes to ahead in “Brother”, featuring Royal Wood, which might just be Katz’s most sincere and emotive single release yet. He reaches newer, soaring heights on “When the Day is Done” and wears his heart readily on his sleeve in the beautiful “Dark” and “Story You Forgot”.
    (Pop Matters)




    The album follows Katz's 2012 offering Still Mind Still and marks a sonic transition for the musician. Making a conscious effort to push himself past his usual boundaries, Katz wrote over 50 new songs during the record's sessions. The typically solitary songwriter even welcomed the idea of collaboration on the new tracks — as we've already heard on the previously released duet "Brother" featuring Royal Wood.   
    Rachel Sermanni also gets a featured spot on the album for her appearance on the sombre, piano-driven "Dark." Lighter fare does appear elsewhere on the album, with the opening title track buoyed by synthetic drum beats and airy vocals, while the upbeat pop of "We Won't Mind" delivers an anthemic, clap-along chorus.   
    Penultimate tune "Beacon" is the only cut that Katz doesn't dole out any co-writing credits on, hearing Katz return to his one-man musical roots. It's a soft, drum and piano-driven ballad, bolstered by angelic female vocal harmonies that leads into folky, acoustic closer "Story You Forgot."   
    "If you want to make something that's like nothing you've made before, then you have to shake yourself up, go beyond what's comfortable and known and let yourself feel disoriented, overwhelmed, even intimidated," said Katz in a press release about the new material. "Those moments, where you lose your bearings, where you're forced to sink or swim, are the moments where you have an opportunity to rise to the occasion, to surprise yourself, to do the things you didn't know you could do. That's what making this album was for me, I'm so proud of the process, and I'm so proud of the result."
    (Exclaim)


    Auch wenn wir mit den Terminen für die Deutschland-Tournee leider zu spät sind, muss ich unbedingt diese auf deutsch gesungene, überaus charmante Tourankündigung anfügen:





  • Great Lake Swimmers - A Forest Of Arms

    Great Lake Swimmers - A Forest Of Arms
























    Stalaktiten und Stalagmiten, ich verwechsele sie immer. Stalagnaten, was war denn das? Eigentlich ganz einfach: Stalaktiten sind Tropfsteine, die von der Höhlendecke in Richtung Boden wachsen, die umgekehrte Form nennt man Stalagmiten und verbinden sie sich, so spricht man von Stalagnaten. 

    Und was hat das nun mit "A Forest Of Arms" zu tun? Auch ganz einfach: Teile des Albums nahmen die  Great Lake Swimmers wegen der ungewöhnlichen Akustik in den Tropfsteinhöhlen und Kavernen von Tyendinaga in Ontario, Kanada, auf, was folgendes Video zeigt:




    Die aus Ontario stammenden und nun in Toronto residierenden Great Lake Swimmers wurden vom Singer/Songwriter Tony Dekker gegründet und haben seit 2003 sechs Alben veröffentlicht, die dem Genre Folkrock zugeordnet werden dürfen. Fans von Iron & Wine, R.E.M., Will Oldham, Sufjan Stevens oder der Red House Painters sollten sich also den Bandnamen notieren, falls dies noch nicht längst geschehen ist. Neben Dekker (Gesang, Gitarre) vervollständigen derzeit Erik Arnesen (Gitarre, Banjo), Miranda Mulholland (Geige, Gesang), Bret Higgins (Bass) und Neuzugang Joshua van Tassel (Schlagzeug) das Lineup.

    Dass uns nun Country Music News erklären, wie "A Forest Of Arms" geworden ist, soll aber nicht abschrecken: 

    Mit dem Opener "Something Like A Storm" gelingt den aus Ontario stammenden Musikern gleich mal ein echtes Aha-Erlebnis. Basierend auf einem synkopierten Tom-Tom-Rhythmus entfacht die Band einen pulsierenden Drive, den es mit World-Music- und schmissigen Tex-Mex-Melodien anreichert. Ein prächtiger, neugierig machender Auftakt. Aber auch ein energiegeladener, fast schon lärmender Start, zumindest für Great Lake Swimmers-Verhältnisse. Das anschließende "Zero In The City" ist schon weitaus eher die Songkost, die man sich von der Formation erwarten darf: ein verträumter, subtiler Folksong, mit Cello und Geigen ausgestattet und von jener Kobold- und Feen-Atmosphäre, die einst Kate Bush zur Pop-Ikone gemacht hat.
    Zur Ikone haben es die kanadischen Schwimmer noch nicht gebracht. Bislang haben sie sich noch nicht einmal vom Geheimtipp-Status freischwimmen können. Doch das kann ja alles noch werden. Vielleicht nicht mit Song-Leisetretern wie "Shaking All Over" und noch weniger mit der im extrem langsamen Walzertakt angesiedelten Düster-Ballade "Don’t Leave Me Hanging". Mehrheitsfähiger fallen da schon Tracks wie das sphärische, herrlich im Retro-Rock verankerte "One More Charge At The Red Cape" und die esoterische Klavier-Schönheit "I Was A Wayward Pastel Bay" (was für ein Songtitel!) aus. Natürlich werden wohl auch diese beiden Tracks auf keiner Playlist einer Country-Radiostation landen. Dafür sind sie viel zu filligran und versponnen.
    Eine Chance sollte die Band aber bei allen R.E.M.-Fans haben. Denn Tony Dekker klingt heute fast mehr als Michael Stipe – der Frontman der einstigen Supergroup – heute selbst. Man nehme nur das versponnene, lyrische, mit hymnischem Refrain veredelte "A Bird Flew Inside The House". Würde man im Arrangement zu Gunsten von mehr Rock auf etwas märchenhaften Folk verzichten – der Track ginge als klassischer R.E.M.-Song durch. Das gilt auch für "I Must Have Some Else’s Blue" und vielleicht sogar auch für das finale "Expecting You". (...)
    Fazit: Folk mit Hirn, Phantasie und Message. Manchmal sehr feenhaft, dabei hätte Sänger Tony Dekker das Zeug zum Popstar.




  • Hail The Ghost - Forsaken

    Hail The Ghost - Forsaken
























    Eine meiner bisherigen Lieblingsplatten des Jahres kommt aus Irland: Sie trägt den Titel "Forsaken" und ist das Debütalbum eines Trios namens Hail The Ghost. Der Begriff "Platte" trifft aber leider hier nur bedingt zu, da es "Forsaken" bisher nur digital zu beziehen gibt.  

    Hail The Ghost sind der Schauspieler Kieran O'Reilly (Gesang, Schlagzeug), Ian Corr (Piano, Keyboards) und Eamon Young (Gitarre), die zuvor bereits gemeinsam in der Band White McKenzie aktiv waren. Weder diese Band noch "Love/Hate", eine irische Krimi-Serie, in der O'Reilly mitspielt, waren mir zuvor ein Begriff.

    Der erste Einsatz von Kieran O'Reillys Bariton im langsam anschwellenden Opener "Nostalgia" sorgt sofort für den Vergleich mit Matt Berninger und wäre "Forsaken" das neue Album von The National - ich wäre hoch zufrieden. Nicht nur die Singles "Headstoned" und "Colony Of Ants" würden sich gut in deren Oeuvre einfügen. Aber eigentlich darf man keinen der 10 Songs besonders hervorheben oder gegenüber den anderen bevorzugen, "Ink & Blood", "Evan Judas" oder "Lazise" hätten genau so gut als Single ausgewählt werden können.
    Der melancholische Alternative Rock des Trios dürfte auch Fans von Interpol und Editors ans Herz gelegt werden. Und vielleicht erinnert sich ja noch jemand da draußen an Whipping Boy...


    Opener Nostalgia contains all the slow-burning elements which should bring this band to a much wider audience. O’Reilly’s vocals are delivered in a smooth, half-awake baritone, again not a million miles away from National singer Matt Berninger. Recent single Colony of Ants is in a similar vein, with percussion ebbing and flowing, driving the intensity back and forth.
    Ian Corr’s keyboards are prominent throughout, especially on anthemic tracks like Gabriel, reminiscent of Dakota Suite at their most upbeat, and last year’s Headstoned, which combined with Eamonn Young’s faint growls of electric guitar would have fit in well on High Violet. Lazise takes its cue from the ticking of a clock, adding instruments gradually, and the sparser White Heart and stripped-down acoustic strum Drift are all very tasteful. Low Lying Fog is the most naggingly urgent song here, O’Reilly sounding almost damaged as he croons “I’m crawling beneath my low lying fog to breathe” evoking early Cure.
    It does get a bit same-y after a while, all ten tracks conjure up a similar mood without much variety. All of them are of a pretty high quality, ten tracks with ten strong melodies and proper choruses.
    (No More Workhorse)




    Forsaken is beautifully bleak. Evocative arrangements, lush melodies and soothing lullabies envelop serious lyrics on dark subjects. Written by Kieran O’Reilly, all kinds of intense issues are alluded to within this ten song offering.
    ‘Headstoned’, which was released last December, outlines a cynical judgement of someone who’s been found guilty, a callous, self-groomed charlatan, inflicting hurt and pain. Enough pain to create a “whole field of headstones”. Broody and melancholic, with ominous vocals following a minimalist piano lead. Picture this opening scene: “Man sits, tight arms, rope wrapped around his fist. Two girls run in to the sound of the cracking whip. This is all engineered by him. Cold beads of sweat are alien to him. He sits across as if he’s holding court”. Sounds like the start of a crime thriller script. It’s actually the first verse of ‘Even Judas’. Compelling words from Kieran, before the gently tempered, well-timed melody reinforces the tension.
    Almost a love song is ‘Lazise’. Lyrically referring to the town in Northern Italy, I can only guess that it holds a place in Kieran’s heart. The song morphs into a love song of promise, “Everyday can be our Lazise”. The pretty percussion starts with a ticking clock, enduring piano gathering momentum until hopeful brass lends itself to the clever yet simple arrangement. ‘Beneath The Fog’ brings the baritone vocals to seductive capacity, delivering “Wild flowers don’t deserve to feel the war that’s deep inside of me/ I’m crawling beneath my low lying fog to breathe”. Razor sharp descriptions, self-loathing, hunters, victims, chains, rising keyboards and lonesome brass layer this like a box of Butler’s chocolates.
    (Dublin Concerts)



  • Villagers - Darling arithmetic

    Villagers - Darling arithmetic






















    2010 erschienen die Villagers mit “Becoming a jackal” auf der Bühne. Das Album war nicht ganz so düster wie das Cover, aber trotzdem toll. Diesbezüglich waren sich die PvG-Richter weitgehend einig. Für den Nachfolger setzte Conor J. O'Brien auf vielschichtigere Arrangements, das Bandgefüge und einige elektronische Elemente. In der Wirkung fiel “{Awayland}” bei mir (und auch in der Richtermeinung) gegenüber dem Debüt damit ab. Trotzdem gehörte der Band mein Respekt für diesen Schritt und ich vermutete eine weitere spannende Entwicklung für das kürzlich erschienene “Darling arithmetic”.

    Und die Villagers schaffen es, mit einem unerwartet gewöhnlichen aber keinesfalls schlechten Werk erneut zu überraschen. Wie “Becoming a jackal” spielte O'Brien auch “Darling arithmetic” alleine zu Hause ein. Und dieses mal kommen die schon früher angedeuteten Singer/Songwriter Talente stärker zur Geltung. Daneben tauchen prägnante Folk-Klänge und Indie-Atmosphäre auf. Ich muss “Becoming a jackal” zum Vergleich erneut hören, aber “Darling arithmetic” könnte sich als das bislang beste Villagers Album herausstellen. 

    Diese Behauptung wird von The Line Of Best Fit gestützt:
    No disrespect to the absentees (that being the band with whom he recorded with on the previous two albums) but In Darling Artihmetic Conor O'Brien has put together his best album under the Villagers moniker. The Irishman has turned a sound which invited adjectives like obscure, surreal, and eerie, to one which can be described as simple, clear and ethereal - both sets perfectly fine in their own right, but in the latter there is far more to be gained by the listener. 

    Meine Lieblinge sind aktuell “Dawning on me”, “Little bigot” und “So naïve”. 



    Das Video zu “Courage”:

    Die Villagers auf Tour:
    • 10.05. Heidelberg
    • 12.05. Hamburg
    • 13.05. Köln
    • 14.05. Berlin
  • Sophie Hunger - Supermoon

    Sophie Hunger - Supermoon
























    10 Fakten zum neuen Album von Sophie Hunger:

    1. "Supermoon", so der Titel des vierten Albums von Sophie Hunger, die als Émilie Jeanne-Sophie Welti vor 32 Jahren das Licht der Welt erblickte.

    2. "Supermonn" lautet auch der Titel des Albumopeners und des ersten Videos:



    3. "Supermoon" wurde von Hunger als Titel gewählt, da er wissenschaftlichen Theorien zu Folge nach einem Crash zwischen der Erde und einem Himmelskörper ins All geschleudert wurde, somit besteht der Mond aus alter Erde. "Wir heulen ihn an, weil er für uns so schön die Sehnsucht nach dem Fremden darstellt. Dabei ist er ein Teil von uns", sagt Hunger.

    4. Nach ihrem letzten Album "The Danger Of Light" (2012), einer langen Tournee, einem Live-Doppelalbum ("The Rules Of Fire"), einem Buch und einer fiktiven Tour-Doku begab sich die Künstlerin zunächst nach San Francisco ("Ich ging nach Kalifornien ohne Versprechen, wann ich zurück sein würde"), um die Musik ruhen zu lassen. Doch der gute Vorsatz hielt nur zwei Wochen, denn im Studio von John Vanderslice wurde ein Fingerpicking eingespielt, zur Gitarre kam ein Gesang und fertig war der erste Song. Welcher es war? Natürlich "Supermoon".


    Insgesamt sind die Jazzanklänge früher Alben in den Hintergrund getreten – mit ihren zwölf neuen Songs positioniert sich Sophie Hunger eher zwischen Neo-Folk und zeitgenössischer Psychedelik. Das sind wortmächtige Songperlen, die häufig den Charakter von Klangskulpturen haben, mit viel Liebe zum Detail und immer im Dienst der Textaussage arrangiert - ein weiteres Meisterwerk der Schweizer Songpoetin.
    (BR)


    5. Das Album wurde in San Francisco und Brüssel aufgenommen. Sophie Hunger produzierte es u.a. in Zusammenarbeit mit John Vanderslice (Death Cab for Cutie, Spoon), gemischt wurde es von Mark Lawson (Timber Timbre, Arcade Fire).

    6. Mit "La Chanson D’Hélène" befindet sich eine Coverversion auf dem Album. Der Song war einst mit der Paarung Romy Schneider / Michel Piccoli berühmt geworden und lässt nun den ehemaligen Fußballer Eric Cantona in die Rolle Piccolis schlüpfen.

    7. Neben diesem französischen Chanson sind (neben 9 Lieder mit englischen Texten) auch ein Titel auf hoch- ("Die ganze Welt") und einer auf schweizer-deutsch ("Heicho") zu hören.


    Es ist schwer, Hungers Musik in ein Genre einzuordnen. Pop als Überbegriff ist zu weit, es gibt einige Brüche im Album. Zum Beispiel, wenn nach den sehnsüchtig klingenden Mad Miles und Love Is Not The Answer Lieder wie Superman Woman folgen: an dieser Stelle ist das Album lebhaft, swing-beeinflusst und vor allem tanzbar. Es ist jedoch nur ein kurzes Intermezzo. Das Lied Ganze Welt ist das erste deutschsprachige Lied der Platte. Es nimmt das Tempo wieder völlig raus.
    Ein weiterer Bruch ist das Lied The Age Of Lavender, das durch den Rhythmus fast experimentell wirkt. Gefolgt wird es von Hungers Cover von La Chanson d’Hélène, damals von Romy Schneider und Michel Piccoli gesungen, begleitet nur von zarten Geigen und Klavier. Die Singer-Songwriterin mischt nicht nur die Sprachen, sondern auch die Genres. Gemeinsam ist allen Liedern Sophie Hungers klare Stimme.
    Ohrwurmfaktor hat der Track The Living. Vor allem die Textzeile „When the butterflies burn“, die Hunger so oft wiederholt, bleibt solange im Gedächtnis hängen, dass man sie schließlich tagelang vor sich hin singt. Craze bietet eine Ladung Indie-Gitarren-Begleitung und zeichnet sich gerade durch seine Einfachheit aus. Insgesamt wirkt das ganze Album nicht durch elektronische Stilmittel überladen, sondern schlicht. Keine autogetuneten Sängerinnen, kein Mainstream-Pop, aber doch irgendwie Popmusik.
    (mokant)


    8. Fans sollten zur Deluxe Version von "Supermoon" greifen, denn diese wird auf einer zweiten CD um die Songs "The Capitalist", "Am Radio", "Spaghetti mit Spinat", "Les Plus Grands Cauchemars", "Weltmeister" und "Universum" erweitert. Hier werden alle 18 Titel vorgestellt.

    9. Als erste Single wurde der Song "Love Is Not The Answer" ausgewählt und am 10. April veröffentlicht. Das Album folgte 14 Tage später und steht seit heute in den Plattenläden.


    10. Somit ist an das Album leichter heran zu kommen als an Konzertkarten, denn die ersten vier der genannten Konzerte sind bereits ausverkauft:

    06.05.15 München - Freiheiz
    07.05.15 Köln - Gloria
    13.05.15 Hamburg - Mojo
    14.05.15 Berlin - Heimathafen
    16.05.15 Frankfurt am Main - Women of the World Festival
    20.05.15 Duisburg - Traumzeit Festival
    18.06.15 Berlin - Kesselhaus
    08.08.15 Luhmühlen - A Summer's Tale Festival


  • Darkness Falls - Dance And Cry

    Darkness Falls - Dance And Cry
























    "Hello Darkness (Falls), My Old Friend" - man möchte fast Simon & Garfunkel leicht abgewandelt zitieren, denn das Wiedersehen mit dem dänischen Duo ist sehr erfreulich. Und die Sache mit dem Zitat übernehmen Darkness Falls in dem so betitelten Song dann auch irgendwie einfach selbst.

    "Alive In Us", das Debütalbum von Darkness Falls, verfehlte 2011 - trotz meiner 8 Punkte-Wertung - knapp unsere Top 50 und landete mit 7,250 Punkten auf Rang 53. Fast 4 Jahre ließen sich Josephine Philip und Ina Lindgreen nun Zeit, um den Nachfolger zu präsentieren. Wird "Dance And Cry" nun auch bei den anderen Plattenrichtern hohe Wertungen einfahren können?

    Der Albumtitel ist gut gewählt, denn die 11 Titel pendeln zwischen tanzbarem Synth-Pop mit einer dunklen Note ("My Father Told Me (He Was Wrong)", "Hazy") und melancholisch-verzweifeltem Dreampop ("Liar's Kiss"). Kein Wunder also, dass einem beim Hören von "Dance And Cry" New Wave-Bands in den Sinn kommen, die für ihre eher unterkühlte, düstere Atmosphäre bekannt sind: "The Answer" lässt The Cure-Gitarren ertönen, "Thunder Road" atmet den Geist von "Black Celebration" (Depeche Mode) und der Gesang ist so packend (wenn auch nicht so exaltiert) wie der von Elizabeth Fraser (Cocteau Twins).




    Mal sprühen die Snares etwas angedötscht, immer wieder durchzieht die Songs ein Knistern wie ein Vinyltonträger, der nach dem Flohmarktkauf erst einmal entstaubt werden muss. Doch der Anschein bleibt nur ein solcher, so tangiert etwa das deliriöse „Golden Bells“ über Stimmtaumel und heimliche trapsende Spukmelodie die Wirkung psychedelischer 60er/70er-Eurohorror-Soundtracks, ist aber fern einer tatsächlichen Retro-Replikation. Die Däninnen bevorzugen das modern Panoramische mit Unschärfe-Touch, erstrecken ihren Sound ebensogerne in die Breite wie über verschiedene Klarheitsebenen, wenn die Stimmen in „My Father Told Me (He Was Wrong)“ klar und deutlich erklingen, die vergilbte Orgel und Hälfte der Drums jedoch abgedumpft wie unter einer Eisdecke. Einzig „Thunder Roads“ wälzt sich zum Finale dann gänzlich im Vintage-Synth-Käse, aber an der Stelle können sich Darkness Falls das auch einmal erlauben. Die gemächliche Gangart, die auch vor allem „Night Games“ und „Liar’s Kiss“ mit Echogitarre und analog weicher Drum Machine an den Retro-nicht-retro-Wave von Chromatic erinnern lässt, kommt dem Großteil der subtil evolvierenden Stücke zugute, nur manch geradlinigere wie „Midsummer Wail“ versuppen ohne tragfähige Leitmelodie darin.
    (auftouren)




    Die dunkle Stimme von Josephine Philip schwebt über fragilen, faszinierenden Melodien, die mal mit einem lieblichen Glockenspiel, dann mit pluckernden Synthies oder staubtrockenen Gitarren angereichert wurden. 
    Diesmal legte unter anderem der Raveonettes-Produzent Adrian Aurelius Hand an, was zu einem sowohl ästhetisch als auch inhaltlich ansprechenden Pop-Noir-Ergebnis geführt hat. »Dance And Cry« ist cool und abgründig zugleich. Darkness Falls kommen damit ihrem Ziel, der Atmosphäre des großen Soundtrack-Spezialisten Ennio Morricone eine moderne Entsprechung entgegenzusetzen, ein gutes Stück näher.
    (intro)

  • Nadine Shah - Fast Food

    Nadine Shah - Fast Food
























    Die Tage werden länger, es grünt und blüht, die Nachbarn mähen ihre Rasen, lassen ihre Kinder darauf herumtollen, und holen die Terrassenmöbel aus ihrem Winterquartier. Und wer hat davon wieder nichts mitbekommen? Nadine Shah, englische Singer/Songwriterin mit berührender, leidender, ungewöhnlicher Altstimme, die in ihre tolle, kräftig rote Plattenhülle eine düsterere, verstörende Sammlung von 10 Songs gesteckt hat. Minimalistische, spröde Arrangements unterstützen die depressive, bedrohliche Grundstimmung, die nahezu von jedem Song auf "Fast Food" ausgeht. Ein Album für den Frühling oder nahenden Sommer klingt anders.

    Nadine Shah nahm ihr zweites Album nach "Love Your Dum And Mad" (2013) erneut mit dem Produzenten Ben Hillier (Depeche Mode, Doves, Elbow, The Horrors), der sich auch ans Schlagzeug setzte, auf. Unterstützt wurden sie von Peter Jobson (I Am Kloot) am Bass und Nick Webb an der Gitarre. Das reicht aus für Shahs teils schroffen, teils theatralischen und phasenweise ungewohnt eingängigen ("The Fool") Mix aus Folk, Rock, Gothic, Blues und Kammerpop, der viele die Namen PJ Harvey, Nick Cave, Anna Calvi und Marianne Faithful rufen lässt. 




    In diesen Miniaturen geht es durchaus deftig zur Sache. Etwa in "Fool", einer auf nadelnder Gitarre aufsattelnden Verhöhnung eines Verflossenen, der sich wohl für besonders clever hielt, ausgerechnet gegenüber Shah, die als Nachfolgerin von Nick Cave und P.J. Harvey gefeiert wird, mit Einflüssen wie Cave und Kerouac zu prahlen und auf unverstandenes Softie-Schaf im Wolfspelz zu machen: "You, my sweet, are a fool. You, my sweet, are plain and weak", ätzt sie ihm nach. Auch in "Matador" und "Nothing Else to Do" gibt sie, zwar bruised and battered, die am Ende Überlegene. Manchmal ist aber auch sie selbst diejenige, die im Staub zurückbleibt, enttäuscht, benutzt, "washed up", wie es in einem Song heißt. Dann bleiben die Phantasien vom Vamp, der die Männer mit der High Heel zerdrückt, tatsächlich Träume einer Pulp-Heroine: "Oh, it's criminal, I'm stealing cars in my dreams", singt sie in "Stealing Cars", dem zentralen und besten Song des Albums. Trommeln, Gitarren und Gesang, mehr braucht es zumeist nicht, um diese Noir Storys zu illustrieren.
    "Living" ist dann, ganz am Ende, der Cliffhanger, ein erster Ausblick auf Shahs nächstes Album über das Leben als mittelloser junger Mensch im turbokapitalistischen, eigentlich längst lebensfeindlichen London unserer Zeit. Dann wird diese furchterregende, faszinierende private Auto-Exploitation auch noch politisch.
    (Spiegel)




    (...) Aber doch, das funktioniert. Zum einen, weil Depeche-Mode-Dauerproduzent Ben Hillier, der auch auf ihrem zweitem Album FAST FOOD der musikalische Partner der englischen Musikerin ist, nicht nur in „Nothing Else To Do“ die düstere, bedrohliche Stimmung virtuos inszeniert. Vor allem aber, weil Shah mit ihrer vollen, samtenen, wundervollen Stimme auch den Beipackzettel von Kopfschmerztabletten vortragen und damit Menschen zum Innehalten, Durchatmen oder auch Weinen bringen könnte.
    Eine Stimme, die ihr zwar nicht ganz passende, aber trotzdem ständige Vergleiche mit PJ Harvey und Nick Cave eingetragen hat und konsequent auf alle Koloraturen, auf jedes überflüssige Beiwerk verzichten kann, weil sie ein überirdisches Timbre besitzt. Eine Stimme, die immer noch unangefochten im Mittelpunkt der Songs steht, auch wenn die im Vergleich zum noch von Shahs Klavier dominierten Debütalbum LOVE YOUR DUM AND MAD sehr viel ausladender instrumentiert sind mit Gitarren, Bläsern und reichlich Elektronik. Man sollte also, wenn man nichts zu tun hat, außer sich zu verlieben, ruhig erst diese Lieder hören, die meistens von Verlust handeln.
    (Musikexpress)


    Nadine Shah in Deutschland:
    20.05.15 Hamburg, Prinzenbar
    21.05.15 Berlin, Privatclub



  • The Slow Readers Club - Cavalcade

    The Slow Readers Club - Cavalcade























    Den Club der langsamen Leser verlasse ich gewöhnlich erst um 16:00 Uhr nach dem letzten Klingeln. Erst seit einigen Tagen begegne ich ihm direkt danach im Auto wieder, und zwar in Form von "Cavalcade", dem zweiten Album eines Quartetts aus Manchester. 

    The Slow Readers Club nennen sich Aaron (Gesang, Keyboards) und Kurtis Starkie (Gitarre, Gesang), James Ryan (Bass) und David Whitworth (Schlagzeug). Musikalisch bieten sie dem geneigten Zuhörer eine Kombination aus düsterem Indierock und elektronischen, tanzbaren Verweisen. 

    Die aktuelle Single "I Saw A Ghost" könnte genau so gut von den Editors stammen, auch wenn der Sänger leider nicht mit einer solch tiefen und charakteristischen Stimme gesegnet ist wie Tom Smith. "Start Again" setzt vermehrt auf synthetische Klänge und braucht sich daher vor Vergleichen mit The Maccabees nicht zu schämen, "Plant The Seed" geht noch einen Schritt weiter und steht dem Synthie-Pop von Depeche Mode dadurch recht nahe. Dass auch häufig zu Recht The Killers und Interpol als Referenzen herangezogen werden, beweisen Songs wie "Fool For Your Philosophy" bzw. "Grace Of God". Dies sind nur einige Highlights aus einem gelungenen Album mit 12 Titeln in 43 Minuten, bei dem es vollkommen egal ist, wie schnell die vier Jungs lesen können.




    It’s with their own unique, if somewhat dark, pen that The Slow Readers Club has signed their signature boldly to this album. There are twelve tracks in all, crafted to bring together catchy hooks with achingly beautiful poetry to tell a subtle story. Strong vocals hover over and through filtered beats, sometimes built for dancing, sometimes for listening, experiencing the sound as The Slow Readers Club have created it.
    The tracks like the brooding, “Days Like This Will Break Your Heart,” or the ballad-leaning “Don’t Mind,” showcase introspective lyrics set against hypnotic keys and shimmering echoes that pull you into TSRC somewhat sad world. The eerie feeling that some of these tracks have isn’t without reason or design. "I Saw a Ghost" is one of the bolder moments of poetry on the album with lyrics like, "I am empty, I am hollow, I am solemn verse" dark by intention. As explained by singer / lyricist Aaron Starkie, "Ghost" is a song about depression and "...about appearing to have a normal happy life but carrying something with you that can descend at any moment and make everything appear bleak." Much of this album carries a similar heavy feeling, but somehow, you never feel caught in the ennui that exploration of this type can sometimes fall victim to.
    Initially, the album seems to be somewhat front-loaded. Meaning the dark tones seem more predominate toward the end of the album, the more upbeat tracks at the start. Example? Down at track 10 you find "Here in the Hollow." A dark piece that layers the chanting lyrics “I won’t forget, I won’t forget, your voice still echoes in my head...” against the fast paced music to create a manic feel. Add in bleak, dark lyrics and that feeling becomes a full picture: “Here in the hollow you’ll lose your mind. Hopeless. Loveless. Petrified.” Taken together, it's that willingness to go so close to the bone that makes the song almost uncomfortable. And hats off to TSRC for creating such a tangible moment for their listeners and for crafting an album to follow the lines of a journey so subtly that you’ve listened over and over before you even realize just what journey you’ve been on.
    Cavalcade strikes a nearly perfect balance of mood and moment. The album starts with some brilliantly upbeat, danceable tracks like “Forever in Your Debt,” “Start Again,” and ends with “Know the Day Will Come.” These tracks help to lend balance the darkness. The sense of knowing desperation, but seeing the glimmer of promise through the fog.
    (In Your Speakers)




    The lyrics are deeply introspective, can be simplistic and are occasionally clichéd; “Let me count the ways I love you” on opener Start Again. At other points they sound almost Euro-pop, most evident through the rhyming couplets on Days Like These Will Break Your Heart. While on the face of it this may not sound so great, the lyrical simplicity carefully cultivates fantastic imagery that makes their music as accessible as it is brilliant. The vocal performance from Aaron varies little, but this is no bad thing as his dulcet tones are captivating. When it does however, such as on Plant the Seed we hear some higher ranges that come as a pleasant surprise and contrast to the earlier tracks. Keeping this hidden for so long keeps the album fresh, reigniting your interest and drawing you in deeper, enveloping you in their dark little musical universe.
    From Plant the Seed on, the tracks are like a runaway train, flowing from strength to strength and becoming a darkly enjoyable roller-coaster of emotion so thrilling, I simply couldn’t turn it off. Broad strokes, I suspect Cavalcade will be very popular with fans of alternative music old and new. Having already been championed by XFm they’re setting off on the right foot and deservedly so. Very few acts successfully make melancholic yet uplifting music, but Slow Readers Club have succeeded with this effort. All things considered, it looks very much like 2015 will be their year.
    (xs noize)


  • Benjamin Clementine - At Least For Now

    Benjamin Clementine - At Least For Now























    Bereits in seiner Februar-Ausgabe stellte der Musikexpress in der Rubrik "Hot List 2015" Benjamin Clementine vor...

    Das Zeug zum Star hat Benjamin Clementine (26), ein Brite, der viel Zeit in Frankreich verbringt. Dort hat er gelernt, dass die Franzosen den Männern am Klavier sehr genau zuhören. Das Chanson-Publikum ist anspruchsvoll. Es will mehr als nur gute Unterhaltung, es will Drama und Existenzialismus. Und Clementine gibt ihnen das. Er trägt Schwarz, eine Turmfrisur und keine Schuhe, hat sich das Klavierspiel beim Hören von Erik Satie selbst beigebracht. Seine Stimme ist dunkel, und wenn sie stolz nach oben geht, liegt der Geist von Edith Piaf in der Luft. In seinen Liedern vermischt er Klassik mit Chanson, Soul mit Jazz. Seine Texte funktionieren auch als Poesie (...). Aber Clementine bleibt immer auch Pop, weil dieser Kerl weiß, wie eine Hookline funktioniert – und sei sie noch so ungewöhnlich. Seinem Stück „Condolence“, dem zentralen Song der EP GLORIOUS YOU, schenkte er elektronische Beats, jedoch ist Benjamin Clementine kein neuer James Blake. Er begibt sich eher auf die Spur der göttlichen Nina Simone. Für ihn und seine Hörer ist das ein Abenteuer.




    ... und sparte dabei noch zahlreiche erzählenswerte Episoden aus dem Leben Clementines aus: eine schwierige Kindheit als jüngstes von fünf Kindern ghanaischer, streng religiöser  Einwanderer in London, der gemobbte Teenager, der sich in die Bibliothek zu Gedichten von William Blake und T. S. Eliot flüchtet, sich das Klavierspielen als Autodidakt beibrachte und früh die Schule schmiss, die Flucht nach Paris, das Leben als Obdachloser, der seinen Lebensunterhalt damit verdiente, in der Métro Coverversionen vorzutragen, die Chansoniers Brel und Aznavour für sich entdeckte und irgendwann selbst entdeckt wurde. 

    Allein diese Vita wäre berichtenswert - und dann kommen auch noch Clementines ungewöhnliche Stimme, gerne verglichen mit Edith Piaf und Antony Hegarty, sein ausdrucksvolles Pianospiel und sein Händchen für großartige Melodien ("London", "Nemesis", "Condolence") hinzu!
    "At Least For Now" ist sein Debütalbum, das sechs ältere Stücke, die bereits auf zwei frühen EPs zu finden waren, sowie sieben neue Lieder kombiniert und mittlerweile auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Die Musik konzentriert sich dabei konsequenter Weise auf Benjamin Clementines Stimme und das Piano, lässt Gitarre, Bass und Schlagwerk (oder Fußstampfen auf "St-Clementine-on-Tea-and-Croissants") dezent im Hintergrund stehen und Streicher an den richtigen Stellen groß aufspielen. Zu diesem Kammerpop gesellen sich Ausflüge in Richtung Chanson, Jazz, Soul, Klassik und Spoken Word-Beiträge. 




    Benjamin Clementine verarbeitet seine Geschichte in wundervollen Gedichten, setzt sich dann ans Piano und lässt sie raus. Mal schreit er, mal wimmert er, manchmal bricht die Stimme fast weg, er singt jedes Wort so, als ob er selbst nicht glauben kann, dass er den ganzen Mist wirklich durchmachen musste. In "Nemesis" geht es beispielsweise um die wüsten Träume von einer gescheiterten Liebe. Dabei fühlt man sich oft hilflos, ist wütend und niedergeschlagen.
    Auf Dramatik und Melancholie setzt Benjamin Clementine gerne in seinen Videos, wie man schon an dem zu "Condolence" erkennen konnte. Für den ein oder anderen mag es ein bisschen zu viel Gefühl sein, dem Rest hingegen sprießen die Haarfollikel mindestens fünf Millimeter aus der Haut. Das tolle an seiner Musik ist, dass man es ihm abkauf, Benjamin Clementine wirkt kein bisschen aufgesetzt. Seine Gefühle sind authentisch, fungieren wie ein Katalysator für unsere eigenen Emotionen. Man will beim Anhören flennen, lachen, wie wahnsinnig dirigieren und sich in einer Ecke wie ein Embryo zusammenkrümmen und hin und her schaukeln. Benjamin Clementines Musik ruft auf die Art und Weise eine Katharsis hervor, wie es keine andere Tragödie tun könnte.
    Bei "Adios" bringt er das noch auf eine ganz andere Ebene: es wird religiös. Ab Minute 2:06 circa fängt er an, zu den Engeln zu sprechen und stimmt anschließend choral-artigen Gesang ein. (...) Auf At Least for Now experimentiert er generell sehr gerne. "London", zum Beispiel, erinnert irgendwie an eine Disney-Version von "London Calling" - nur halt, dass es umgekehrt ist, Benjamin will seine Heimat ja eigentlich verlassen. "Winston Churchill's Boy" hat durch den Einsatz eines Schlagzeugs ab 2:05 sogar eine leicht elektronische Anmutung. Tolle Überraschung, da er sich bei seiner Musik bislang auf Piano und minimalen Streichereinsatz beschränkt hat.
    At Least for Now birgt wahnsinnig viel Variation und Gefühl und ist definitiv eine Platte, die die Alben-Bestenlisten von 2015 anführen wird. Definitiv.
    (ego fm)




    In wenigen Minuten ein ganzes Leben auf den Punkt zu bringen, das ist die große Aufgabe der Chansonniers. Und das gelingt auch diesem Schlaks, der auf dem Cover ausschaut wie ein bislang unbekannter Sohn der göttlichen Nina Simone – und häufig auch so singt. In „Winston Churchill’s Boy“ geht es um Randolph Churchill, den einzigen Sohn des großen Staatsmannes, einen Dandy, Trinker, Reporter – und tatsächlich später auch Abgeordneten. Den Schatten des Papas wurde er dennoch nie los, und so ist der Song auch eine Fabel, die von allen Söhnen mit starken Vätern handelt: „Don’t you ever judge Winston boy“.
    „London“ ist eine autobiografische Erzählung: Clementine verließ die britische Hauptstadt, um sein Glück in Paris zu suchen. Dort spielte er Gitarre in der Metro – und hörte die Sirenen, die zum Abbruch des Abenteuers riefen: „London is all in you, why are you denying the truth.“ Waren die ersten beiden EPs, mit denen sich der Künstler in die Hoffnungslisten für 2015 spielte, meditative und lichtscheue Platten, lässt er auf dem Album mehr Licht an seine Kompositionen. Mehr Pop, weniger Neo-Klassik. Das macht AT LEAST FOR NOW noch immer nicht zu einer einfachen Platte. Aber zu einer sehr guten.
    (Musikexpress)




  • This Is The Kit - Bashed Out

    This Is The Kit - Bashed Out
























    This Is The Kit nennen wir eigentlich nur This Is The Knit, denn ein Auftritt im Vorprogramm vor The National zeigte uns die offensichtliche Liebe der Band zu Strickwaren. Selbst das Kabel, das die Gitarre von Kate Stables mit dem Verstärker verband, schien umstrickt zu sein.
    Die Verbindung zu The National scheint auch dauerhaft zu sein, denn Aaron Dessner produzierte "Bashed Out", das dritte Album der britischen Folk-Pop Band, veröffentlichte es über sein eigenes Label Brassland und konnte zudem seinen Bruder Bryce für die Mitarbeit gewinnen. 

    Glaubt man der einschlägigen Fachpresse, so dürfte der Durchbruch für This Is The Kit anstehen, obwohl sich die Saison für gestrickte Pullover gerade dem Ende nähert:

    Bashed Out is carefully curated. This album, more than anything else she's created, has the potential for true commercial success. But keep this in mind, Kate Stables is more Mark Rothko than Jackson Pollock. Don't even bring up Warhol. This album is about the layers that play out in a minimalist way. Each brush stroke, each note, is purposeful. This album doesn't scream "listen to me", it gently draws you in.
    (The 405)


    "Bashed Out" ist bisher als Download und CD erschienen, eine Vinyl-Veröffentlichung ist für Mai / Juni geplant. Wer Alben von Joni Mitchell, Sandy Denny, Joan Baez (früher) und Sharon van Etten, The National, First Aid Kit, Jessica Pratt (heute) in seinem Plattenschrank stehen hat, der sollte auch über den Kauf von "Bashed Out" ernsthaft nachdenken.


    These new songs don’t sound terribly different from Stables’ first recordings nearly a decade ago, but the music is bolder and more purposeful, with a broader, richer palette of sounds. Dessner works in a minimalist vein, placing a handful of instruments at various levels in the mix but never locking them into place. A barely audible bassline rocks softly against Stables’ plaintive guitar theme on opener "Misunderstanding". "Silver John" blossoms into a swell of synths (courtesy of Thomas Bartlett a.k.a. Doveman) and builds to a chorus of odd siren vocal calls. There’s a parallax quality to the music, an immersive sense of depth that makes the songs sound larger with each listen.
    Even as he expands her range and emphasizes her idiosyncrasies, Dessner wisely stays out of Stables’ way, and she emerges easily as the dominant force on Bashed Out. Her guitar work is nimble but not fussy, and she conjures a sense of nameless menace on closer "Cold and Got Colder". On "Spores All Settling" her banjo playing is almost pointedly rudimentary, emphasizing the present moment rather than the perfect performance. She’s a complex and compelling personality, spiking her folksy whimsy (there’s a song about the smell of mushrooms) with shots of prickly wisdom. "And so the outside, it bashes us in, bashes us about a bit," she sings on the title track, one of the album’s weightiest moments. 
    (Pitchfork)




    Even when Stables returns to territory you’d nominally call “folk”, she’s taking it somewhere new, not hamstrung by any thoughts of Arran jumpers, finger-in-the-ear, and eyes closed musicality. Both “Spores All Settling” and “Nits” are singularly English in their approach; the former highlights Stables’ wonderful banjo playing while singing of some kind of cleansing (again with the water, just like The National) but surrounds it with an ocean of sounds that carry it off and upwards rather than drown it. That is of course tribute to Dessner’s brilliant production; at every turn there’s a moment where the listener can savour a melody or an individual instrument while never losing sight of the bigger picture. The swell of brass during the song about that most quintessentially British school infestations (it may not be about that, I’m willing to admit) is stunning, and once the piano waltzes in it becomes a heartbreaker of stadium-sized proportions.
    It’s hard to find fault with Bashed Out; timeless and completely modern all at once, Stables might have taken a little bit of time to hit her stride with This Is The Kit but this combination of players has helped her realise a vision of sorts: it’s as lucid a record as you’ll hear all year.
    (The Line Of Best Fit)


    This Is The Kit in Deutschland:
    04.06.15 Hamburg, Aalhaus
    05.06.15 Berlin, Antje Oklesund
    06.06.15 Dresden, Discororate Festival


  • I'm From Barcelona - Growing Up Is For Trees

    I'm From Barcelona - Growing Up Is For Trees
























    Die Erwartungen an ein neues Album von I'm From Barcelona sind meinerseits: einige fröhliche Indiepop-Songs, die man bereits beim zweiten Mal mitklatschen, -summen und -singen kann, weil schlichte Handclaps vorgegeben sind, der vielstimmige Chorgesang wieder eingängige La-la-las oder Na-na-na-nas vorträgt und die Texte so simpel gehalten sind, dass man sie beim zweiten oder dritten Hören schon abgespeichert hat. Natürlich wird es den ein oder anderen schwächeren Titel geben und mit ganz viel Glück einen Song, der mit "We're From Barcelona", "Treehouse", "Paper Planes" und "Mingus" mithalten kann. Das letzte Album von I'm From Barcelona, "Forever Today" (2011), krankte ein wenig daran, dass es aus der ersten Kategorie zu viele Songs und aus der zweiten Rubrik keinen einzigen gab.

    Nun also "Growing Up Is For Trees", ein Album, für das sich Emanuel Lundgren und seine Mitstreiter vier Jahre Zeit ließen und das gemeinsam live im Sudio aufgenommen wurde, um alle (auf dem aktuellen Plattencover zählt man 19 Personen) in den Prozess zu integrieren.
    Der tolle Opener "Violins" kann sicherlich mit den zuvor vier genannten älteren Singles mithalten, die nachfolgenden "Helium Heart" und das temporeiche"Lucy" sind ähnlich gut bzw. fast noch besser gelungen, "Growing Up Is For Trees" und "Gotta Came Down" schlagen einen ruhigeren und düstereren Wege ein, ähnlich wie einige Songs auf "Who KIlled Harry Houdini?". Damit wären 17 Minuten und die erste Seite von "Growing Up Is For Trees" beendet. 
    Auch wenn die weiteren 5 Songs (bis auf "Sirens") diese Qualität nicht halten können, dürfte "Growing Up Is For Trees" das bisher zweitbeste Album von I'm From Barcelona sein.




    Doch neben 'Violins' sind wir noch mit neun weiteren, neuen Stücken beglückt. Wir hören uns mal durch das Album: 'Helium Heart' ist durchaus cheesig, aber die leichte Rockreminiszenz à la 'Roadrunner' von den Modern Lovers reißt es wieder raus. Es folgt 'Lucy', ein selbst für ihre Bandverhältnisse äußerst zügiges, kraftvolles Stück. Das Lied macht Spaß, bleibt sofort im Ohr, und ist definitiv eines ihrer besten Werke im gesamten Schaffen. Erkennbar ist dies eindeutig daran, dass das Lied geradezu zwanghaft zur ständigen Schleife nötigt, aus der man sich erstmal mühsam wieder befreien muss.
    'Growing Up Is For Trees', das Titelstück, bleibt recht ruhig, und begeistert mit einem gelungenen Text über die Schwierigkeiten ein Liebeslied zu verfassen. Am Ende ist ein wenig unbeholfenes Klaviergeklimper zu hören – wohl der kompositorische Beginn eines jeden guten Liebesschnulzenklassikers. 'Gotta Come Down' erinnert an das Vorgängeralbum. Sehr glatt, sehr schön vielstimmig. Die Menschenmasse der Band wird zu selten genutzt, aber immerhin an dieser Stelle. Dem schließt sich auch 'Not Just Anything' an, bleibt aber weniger hängen und hat etwas von einer B-Version von 'Violins'.
    Beim flotten 'Sirens' wähnt man sich wieder etwas mehr in der Bandvergangenheit. Live wird das Stück mit Sicherheit sehr überzeugend, um nicht zu sagen gut tanzbar sein. Hier darf sich auch endlich der Bläsersatz mal so richtig in den Vordergrund schieben. 'Benjamin' ist ein mit kleinen Countryanleihen gespicktes, sehr sympathisches Lied über Fernweh. Wieder sorgen die Bläser für die Extraportion Eingängigkeit, welche das Lied eine Weile im Gehör verweilen lässt. Erstaunlich ähnlich ist 'Departure', sowohl inhaltlich als auch musikalisch. Es ist eine winzige Prise unaufgeregter, aber unterm Strich das leicht bessere dieser beiden schönen Fernwehlieder.
    Das gut fünf Minuten lange 'Summer Skies' beschließt das Album. Im Vergleich zum Restalbum erscheint es doch besonders unaufgeregt, und lebt vor allem von einem spärlichen, repetitiven Text. Gegen Ende wird ein wenig gejammt, aber zum Glück in Maßen und nicht eine halbe Stunde lang. Zum Ausklingen genau die richtige Wahl.
    Wir halten fest, das neue Album von I'm From Barcelona geht als gut gelungen durch, auch wenn an der ein oder anderen Stelle das Potential der Band leider nicht ausgeschöpft wurde. Das Album möchte ein paar mal gehört werden, bevor es seine ganze Wirkung entfaltet, und besonders 'Departure', 'Growing Up Is For Trees', und 'Helium Heart' sind gelungene, zukünftige I'm From Barcelona-Klassiker. 'Lucy' ist nicht nur besonders gelungen, sondern ein Hit, und sollte als solcher bitte auch entsprechend gewürdigt werden.
    (Tante Pop)

  • The Soft Moon - Deeper

    The Soft Moon - Deeper
























    Maifeld Derby 2015 (III)

    Beschließen wir unsere kleine Maifeld Trilogie mit The Soft Moon, dem Projekt des amerikanischen Musikers und Produzenten Luis Vasquez, und dem Hinweis darauf, dass ein geeigneter Zeitpunkt für den Auftritt in Mannheim weit nach Mitternacht liegen sollte. Und viel "Trockennebel" sollte bereit stehen!

    Auf "Deeper" folgen düster-bedrohliche Industrial-Klänge, auf malträtierende Noise-Attacken und hypnotisch-tanzbaren Post-Punk. Seine besten Momente hat "Deeper" für mich, wenn sich Vasquez  ganz nahe an einen Synth-Pop-Hit heranwagt und man sich am Ende von "Wasting" fast in einem Depeche Mode-Song wähnt. Größtenteils ist es jedoch eher: EBM trifft Nine Inch Nails trifft The Cure. Das kann wirklich nicht bei Sonnenschein aufgeführt werden! 


    Klar ist: Wenn Vasquez Schwarz meint, dann meint er Schwarz. Die Sonne ein Fremdkörper, das Leben kreischt sich kaputt. Eine ganze Platte lang ist so etwas kaum auszuhalten, deshalb gehen einem die New-Wave-Tanzschritte beim nachfolgenden „Far“ so leichtfüßig von der Sohle.
    Doch man sollte sich an dieser Stelle nicht in Sicherheit wiegen: Mit „Wasting“ winkt Vasquez wieder aus der Gruft und klingt dabei wie die beste deutsche Goth- Band Pink Turns Blue, deren atemberaubend gute LP EREMITE an dieser Stelle beworben werden soll. Es folgt mit „Wrong“ ein pumpendes Stück EBM, das endgültig beweist, wie leidenschaftlich sich der Kalifornier in der düsteren Musikvergangenheit suhlt. Interessant ist, dass die Platte trotzdem spannend bleibt. Vasquez ist nicht nur Musiker und Produzent, sondern versteht sich auch aufs Sequencing: Jede Kurve in dieser Nachtfahrt in Richtung Friedhof bietet neue Nuancen. Diese Schwärze ist bunt.
    (Musikexpress)




    Weniger zugänglich als die Vorgänger scheint “Deeper” beim ersten Hören. Dabei hatte Produzent Maurizio Baggio seine Hände mit im Spiel, in dessen Studio in Venedig Vasquez die Platte aufgenommen hat. Mehr Dark als Minimal Wave ist es diesmal geworden. Technoide und Industrial-Klänge haben ihren Weg auf das Album gefunden, Vasquez paart sie mit eingängigen Melodiefolgen. So zum Beispiel im pulsierenden Track “Feel” oder beim Stück “Far”, in dem eine einprägsame Gitarrenfolge immer wieder zwischen Stakkato-Bass und Störgeräuschen aufleuchtet.
    Vasquez Stimme nimmt eine kleinere Rolle auf “Deeper” ein. Aus der Ferne, durch verschiedene Filter und Verzerrer hindurch, dringen einzelne Gesangsfetzen in die Lieder. Knappe Zeilen wie “What is this place? I don’t know where I am” und “Why are we alive?” schrauben sich zwischen flirrende Beats und heulende Sirenen, so zum Beispiel bei der Singleauskopplung “Desertion”.
    Eine Mannigfaltigkeit an Stimmungen kann man “Deeper” nicht attestieren. The Soft Moon schafft mit seinem dritten Album jedoch eine einzigartige Mischung aus Wave-Einflüssen, elektronischer Vertracktheit und Post-Punk.
    (byte.fm)




    The Soft Moon in Deutschland:
    19.05.15 Berlin - Schwuz
    21.05.15 Hamburg - Übel & Gefährlich
    22.05.15 Köln - Gebäude 9
    23.05.15 Mannheim - Maifeld Derby
    24.05.15 Essen - Zeche Carl

  • East Cameron Folkcore - Kingdom Of Fear

    East Cameron Folkcore - Kingdom Of Fear
























    Maifeld Derby 2015 (II)

    Unser alljährlicher Ausflug zum Maifeld Derby in Mannheim ist mittlerweile fest in unserem Terminkalender vermerkt und Karten werden frühzeitig als Scheuklappentickets bestellt, zu einem Zeitpunkt, an dem noch keine Band bestätigt ist. Bisher haben die Festivalmacher nicht enttäuscht und so wurden dieses Jahr auch Bands wie Mogwai, Fink, Foxygen oder Musée Mécanique verpflichtet, die in den letzten Jahren mit ihren Alben überzeugen konnten.

    Auch East Cameron Folkcore werden dieses Jahr in Mannheim auftreten und dort ihr neues Album "Kingdom Of Fear" vorstellen, das als kritische Bestandsaufnahme unserer Welt verstanden werden soll und sich an Themenfeldern wie Überwachungsstatt, Kapitalismus, Fracking oder Korruption in Wirtschaft und Politik abarbeitet. Kein Wunder also, dass Jesse Moore, der Anführer dieses wilden Folk-Punk-Country-Rock-Orchesters, seine Texte inbrünstig herausschreit. "Kingdom Of Fear" ist ein Moloch von einem Album, der einen mit seiner Opulenz und Wucht, seinem kruden Stilmix und dem eigenen Anspruch sowie der überbordenden Länge von 1 Stunde (bei vierzehn, ineinander übergehenden Titeln) geradezu erschlägt. 


    Auch „Kingdom of Fear“ sollte man dabei als „großes Ganzes“ sehen. Im Vordergrund stehen nicht die einzelnen Songs, die nicht selten nahtlos ineinander übergehen, sondern die wesentliche Aussage, die hinter den 14 Tracks steht. Entsprechend funktioniert das Intro „What The Thunder Said“ als eine Art Ausblick auf das, was in den Hörer in der kommenden Stunde erwarten soll. Dabei sind die Lieder in vier Kapitel gegliedert, was besonders in der Doppel-Vinyl-Version seine volle Wirkung entfaltet. Den Anfang macht der „The Grand Illusion“-Part mit der eröffnenden Titel-Nummer „Kingdom of Fear“, die als heimeliger Folksong startet, zum rotzigen Gitarren-Rocker wird, um schließlich sphärisch-besinnlich zu enden. „The Joke“ übernimmt mit warmen, fast souligen Gesangsharmonien, die immer mehr Richtung Punk-Attitüde changieren, bevor das positiv-stimmungsvolle „969“ mit viel Drive in die Vollen geht. Der Blick „Through The Looking Glass“ wird vom aufrüttelnden „The Greater Fool“ eingeläutet, bevor sich das temporeiche „Fracking Boomtown“ mit der höchst umstrittenen Fördermethode beschäftigt, mit der man Erdgas aus tiefen Erdschichten gewinnt. In Texas ist das Fracking bereits allgegenwärtig. Es gibt Erschütterungen und Erdbeben, das Grundwasser wird durch Chemikalien verseucht und Wasserknappheit entsteht, die sich zu extremen Dürren ausweitet. Der „Modern Man“ schließt sich dem mit reduzierten Melodien an, die es bei aller Bescheidenheit jedoch nicht am nötigen Tiefgang fehlen lassen, ehe „When We Get Home“ den musikalischen roten Faden mit hymnischen Melodiefolgen fortführt. Kommen wir zum dritten Kapitel „The People Speak“, mit dem das Volk seine Stimme erhebt: „Protest Hero“ tut dies mit dezenten Frickeleien in einer folkigen Gemengelage, bevor „Our City“ unvermittelt und mit zunächst leisen Klängen an die Reihe kommt. Keine Frage, dass es bei dieser akustischen Bescheidenheit nicht bleibt und so erheben EAST CAMERON FOLKCORE auch an dieser Stelle ihre streitbaren Stimmen, die bei „Blackheart For A Beating Drum“ von jaulenden Sirenen begleitet werden. „Newspeak“ verlegt sich am Ende tatsächlich noch einmal auf vergleichsweise versöhnliche Töne, während das letzte Kapitel „Ship of Fools“ „Into Hells Sea“ ablegt. Einige Untiefen gilt es noch zu umschiffen, bis es schließlich „Goodbye To Fear“ heißt.
    (Terrorverlag)




    Trompete, Mundharmonika, Banjo, Cello, Schellenkranz... Fast jedes in der modernen westlichen Musik gebräuchliche Instrument taucht zumindest einmal in irgendeinem Song auf. Entsprechend vielseitig ist auch der sich daraus ergebende Genre-Mix. Das titelgebende 'Kingdom Of Fear' könnte locker auch in einem Irish Pub aufgelegt werden. 'The Greater Fool' wiederum hat aufgrund der durchgehenden Präsenz der Blechbläser eine südstaatliche Bluesatmosphäre und 'Blackheart For A Beating Drum' verströmt einen Hauch von Achtziger-Jahre-Rock.
    Alles in allem ein vielversprechendes Konzept, wenn das große 'Aber' nicht wäre. 'Kingdom Of Fear' kommt mit ganzen vierzehn Songs daher, einem Dutzend verschiedenen Instrumenten, mehrstimmigem Gesang und ganz viel Anspruch. Am Ende wird dem Album aber genau das zum Verhängnis. Viele Köche verderben den Brei und East Cameron Folkcore scheitern hier an ihren eigenen Ambitionen. Durch die schiere Masse unterschiedlicher Töne steigert sich die Band in ein regelrechtes Klangchaos hinein. Zuweilen entsteht der Eindruck, dass mehrere Tonspuren parallel nebeneinander laufen, was stellenweise zu Dissonanzen führt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen, zumal die Idee des Stilmix, einhergehend mit den aufwühlenden Texten durchaus eine gute ist. Wer offen für musikalische Experimente ist und ehrlichen, leidenschaftlichen Gesang mag, sollte trotzdem einmal reinhören.
    (whiskey-soda)


    East Cameron Folkcore in Deutschland:
    24.05. Mannheim - Maifeld Derby
    26.05. Saarbrücken - Garage
    27.05. Bielefeld - Forum
    28.05. Hamburg - Hafenklang
    29.05. Husum - Speicher
    30.05. Berlin - Magnet Club
    01.06. Jena - Rosenkeller
    02.06. Dresden - Groove Station
    03.06. Leipzig - Werk 2
    04.06. Erlangen - E-Werk
    07.06. München - Ampere
    16.06. Köln - Underground
    17.06. Trier - Ex-Haus
    18.06. Wiesbaden - Schlachthof

  • Waxahatchee - Ivy Tripp

    Waxahatchee - Ivy Tripp























    Maifeld Derby 2015 (I)

    Bei der diesjährigen Ausgabe des Maifeld Derby Festivals stehen einige Bands im Lineup, deren Album wir hier bereits vorgestellt haben: Archive, José González, And The Golden Choir, Motorama, Love ASizarr oder Ball Park Music. Heute reiht sich auch Waxahatchee in diese Riege ein.

    Waxahatchee ist das Bandprojekt der Singer/Songwriterin Katie Crutchfield, benannt nach dem Waxahatchee Creek, einem 34 km langen Zufluss des Coosa River in Alabama, dem Bundesstaat, in dem Crutchfield aufwuchs.

    "Ivy Tripp" wurde Anfang des Monats über Wichita Recordings / Merge Records als drittes Album von Waxahatchee veröffentlicht und versammelt auf 13 Songs / 38 Minuten eingängigen Power-Pop ("Under A Rock"), schrammeligen Alternative Rock mit Grunge-Beigeschmack ("Poison"), munter vor sich hin pluckernden Lofi-Casio-Pop ("La Loose"), Piano-Ballade ("Half Moon") bis hin zu intimen, auf Gesang und Gitarre reduzierten Folk ("Blue", "Sommer Of Love"). Damit wird "Ivy Tripp" zum bisher vielfältigsten Album von Waxahatchee.


    IVY TRIPP ist kantiger, wahrhaftiger, unprätentiös. Und etwas, das Zeit braucht, um beim Hörer anzukommen. Wenn man so will, braucht diese Platte einen Beipackzettel. Mit den Worten: „Falls nicht anders verordnet, dreimal am Tag zu Gemüte führen.“ Lässt man sich auf den Trip ein, offenbart sich Crutchfield als talentierte Songwriterin. Mit dem Herz auf der Zunge und ohne Scheu, die Dinge beim Namen zu nennen, ist IVY TRIPP wie der Liebesbrief eines Teenagers, der die „Bravo“ nie gelesen und Liebesbriefe zu schreiben stets abgelehnt hat. Schade nur, dass der Sound von Waxahatchee ab und an in Ideenlosigkeit abdriftet.
    (Musikexpress)




    »Ivy Tripp« markiert nun gewiss nicht Waxahatchees Entdeckung der Opulenz, doch es vermittelt erstmals innerhalb eines Albums einen Eindruck von ihrer ganzen Bandbreite. Bislang klangen ihre Veröffentlichungen in sich immer recht homogen, dagegen ist die dritte Soloplatte der Musikerin auf wohltuende Art weniger rund. Der Opener »Breathless« ist verzerrte Orgel und Gesang, monoton und feierlich. Doch schon das folgende Stück »Under A Rock« wird in Live-Manier angezählt, um nach wenigen Takten in eine gitarrendeftige Melodieseligkeit auszubrechen, die an den angepunkten Power-Pop von Bands wie den Weakerthans anknüpft. So wechselt das zum Großteil bei der Künstlerin zu Hause aufgenommene Album von Lied zu Lied zwischen Introvertiertheit und lauten Ausbrüchen. Drinnen ist es aber wie draußen: nämlich ganz außerordentlich.
    (intro)


    Waxahatchee in Deutschland:
    23.05.15 Beatpol, Dresden
    24.05.15 Maifeld Derby, Mannheim
    25.05.15 K4, Nürnberg
    01.06.15 Gleis 22, Münster
    03.06.15 Molotow, Hamburg
    07.06.15 Grüner Salon, Berlin
    08.06.15 Blue Shell, Köln

  • Rah Rah - Vessels

    Rah Rah - Vessels
























    Beim letztjährigen Maifeld Derby lieferten sich Feurd von The Elwins und Jeff Romanyk von Rah Rah ein Kopf an Kopf Rennen um den auffälligsten Schnurrbart. Feurd siegte um Haareslänge. Wie passend, dass die beiden Bands nun an 6 Terminen gemeinsam durch Deutschland touren und nacheinander die Bühnen betreten (Termine siehe unten), da kann der Wettstreit in eine neue Runde gehen oder es können Bartpflegetipps ausgetauscht werden.

    Sowohl The Elwins ("Play For Keeps") als auch Rah Rah präsentieren dabei ihre neue Alben und diesmal dürfte das kanadische Quintett den Sieger stellen, denn "Vessels" kann mit folgenden Pfunden wuchern: mit Marshall Burns und Erin Passmore sowie Kristina Hedluna gibt es gleich drei unterschiedliche Sänger(innen), die die Leadvocals übernehmen, feiner, von Gitarre, Bass und Schlagzeug getriebener Power-Pop, der mit "Be Your Man" oder "Good Winter" zwei potentielle Hits bereit hat, einprägsame, mehrstimmige Refrains sowie Boy/Girl-Gesang, dezent eingesetzte Synthesizer, wie bei "In Space" oder dem an Blondie erinnernden und in Richtung New Wave tendierenden "Chip Off The Heart" (noch so ein Single-Kandidat).

    "Vessels" ist das mittlerweile vierte Album der 5-köpfigen Band, von denen ich bisher Joel Passmore, Erins Bruder, unterschlagen hatte. Produziert wurde es, wie auch schon sein Vorgänger von Gus Van Go und Werner F. "Breaking Hearts" (2010) und "The Poet's Dead" (2012) kamen bei Platten vor Gericht bisher auf einen Punktedurchschnitt von 7,333 bzw. 7,250 - das dürfte "Vessels" auch gelingen.


    „Good Winter“ hieß die erste Vorabsingle des neuen Rah Rah Albums. Doch der luftig-leichte Indie-Pop funktioniert keinesfalls nur in der dunklen Jahreszeit. Gemeinsam mit dem ebenfalls im Vorwege veröffentlichten „Chip Off The Heart“ sind auch die Eckpfeiler in die Grundatmosphäre des Albums der Kanadier eingerammt. Die Songs der Band leben von ihrer Dynamik, die manchmal in überbordende Spielfreude ausufert und oft zum Tanzen auffordert. Die wechselnd weiblichen und männlichen Leadvocals sorgen für ein zusätzliches interessantes, weil geschickt eingesetztes Stilmittel. Auch in den schwelgerisch-melancholischen Momenten bleibt die Stimmungslage lebensbejahend, so wie  im Fall von „All I Got Is Today“, das die Band musikalisch in die Nähe der Landsleute von Arcade Fire rückt. Ansonsten bedient man sich musikalischer Einflüsse von New Wave über Neo Folk bis zu Power Pop, die man als Versatzstücke in den Kompositionen findet.
    (Plattenladen Tipps)




    Live sind Rah Rah ein echtes Abenteuer. Wilde Wechselspiele durch's Instrumentarium und am Mikrofon, jede Menge Herzblut und der ein oder andere Spezialeffekt führen dazu, dass auch jeder noch so ignorante Festivalgänger montags seinen Arbeitskollegen von dieser Band berichten kann. Und doch scheint der Mainstream nicht das Ziel der Kanadier sein, dafür sind sie viel zu abwechslungsreich und ein Quäntchen zu komplex.
    "Vessels" ist ziemlich nah am 2012er Vorgänger "The Poet's Dead" – ein bisschen poppiger vielleicht, was sich an Songs wie "Chip Off The Heart" oder "Wolf Eyes" äußert. Die Band behält ansonsten aber ihren Stil bei, bleibt schwer zu vergleichen, hat etwas ganz Eigenes und liefert immer wieder kleine Hymnen zu klassischen popkulturellen Themen. Gutes Pop-Songwriting trifft auf raffinierte und temporeiche Arrangements. "Was will man mehr?", könnte man fragen. Nun ja, leider springt der Funke nicht immer über. Wer "Rah Rah" live gesehen hat, weiß, wie viel Energie diese Band hat. Bei den Aufnahmen ist vieles davon auf der Strecke geblieben: Die Produktion ist dick, doch es fehlt an Dynamik, sodass "Vessels" leider nur halb so mitreißend ist, wie es das Potential dieser Band vermuten lässt.
    (éclat)

    Rah Rah in Deutschland:
    16.04.15 Frankfurt, Das Bett
    17.04.15 Essen, Weststadthalle
    18.04.15 Freiburg, Räng TengTeng
    21.04.15 München, Milla*
    22.04.15 Erlangen, E-Werk*
    23.04.15 Leipzig, Moritzbastei*
    24.04.15 Dresden, Beatpol*
    25.04.15 Berlin, Privatclub*
    26.04.15 Hamburg, Knust*

    * gemeinsam mit The Elwins


  • Die 10 besten Songs bei Dirks Wohnzimmerkonzerten

    10. Missingcat – Don’t let her (19.03.2016)
    9. Woodpigeon – Canada (14.06.2015)
    8. The Indelicates – I am Koresh (12.07.2014)
    7. Enno Bunger – Regen (20.10.2014)
    6. The Lake Poets – North view (08.04.2017)
    5. Jonah Matranga – Bitte ein Kuss (08.10.2015)
    4. Dirk Darmstaedter – Pop guitars (14.05.2016)
    3. Pelle Carlberg – Pamplona (24.03.2014)
    2. Loch Lomond – Violins and tea (17.03.2018)
    1. Jonah Matranga - Deafening (19.06.2014)

    (ausgewählt von Ingo)