Platten vor Gericht

Neue Platten bewerten

Platten vor Gericht

dient uns als Plattform, um uns über neue Alben auszutauschen, sie vorzustellen und teilweise heftig zu diskutieren. Seit 2002 bewerten wir alle Alben, die uns zu Ohren kommen, mit Noten von 1 bis 10, so dass am Ende eines Jahres das "Album des Jahres" gekürt werden kann. Auch Gäste unseres Blogs sind herzlich dazu eingeladen, ihre Meinung zu äußern und Bewertungen abzugeben.

  • 1. Vorstellen
  • Nahezu täglich öffnen sich die Pforten des Gerichts, um die Fakten eines neuen Falles darzulegen.

  • 2. Diskutieren
  • Gibt es mildernde Umstände zu beachten? Welche Platten gehören noch vor Gericht gestellt?

  • 3. Bewerten
  • Nicht immer kommen die Richter zum gleichen Urteil und benötigen daher den Beistand der Gastrichter.

  • 4. Auswerten
  • Ein faires Urteil wird mit Hilfe der Durchschnittsnote gefunden und am Jahresende verkündet.

Me

Fachgebiete

Dies sind unsere bevorzugten Betätigungsfelder:

Britpop 80%
Dreampop 50%
Folk 70%
Indiepop 75%
Indierock 90%
Pop 85%
Post-Rock 40%
Shoegaze 60%
Singer/Songwriter 80%

Mixtape

Monatlich stellt Oliver ein Mixtape zum Nachhören der Plattenvorstellungen zusammen.

Revision

Zu besonderen Anlässen werfen wir auch einen Blick auf das Gesamtwerk eines geschätzten Künstlers.

Listening Sessions

Gelegentlich treffen wir uns auf Volkers Sofa zu gemeinsamen Listening Sessions.

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  • And You Will Know Us By The Trail Of Dead - So Divided

    And You Will Know Us By The Trail Of Dead - So Divided













    Obwohl das Album schon im November 2006 veröffentlich wurde, fand es bislang in diesem Forum keine Beachtung. Vielleicht finden wir ja heraus, ob etwas versäumt wurde... oder eben gerade nicht.

    So devided ist bereits das fünfte Album der texanischen Band seit Ihrer Gründung im Jahr 1993. Richtig aufmerksam wurde man in Europa zu Zeiten des Albums Source Tags & Codes 2003. Es handelte sich um das erste Major-Album der Band und ein hochgelobtes und auch erfolgreiches Werk. Mit dem Nachfolger Worlds apart haben sie sich 2005 aber wohl Welten von der Erwartungen der Hörer wegebewegt, diesen Schluss lassen zumindest die müden Verkaufszahlen zu. Eine Auflösung lag in der Luft, letztendlich entschied man sich aber für den Versuch eines Befreiungsschlags, der in Form von So divided vorliegt.

    Die Bandbreite der Songs ist in fast jeder Beziehung sehr weit. Langweilig ist die Platte also nicht. Trotz einiger Versuche habe ich einen echten roten Faden noch nicht entdecken können.

    In vielen dieser Art Musik wohl gesonnenen Leserpolls ist das Album seit der Veröffentlichung in den Top 10. Einige Kritiker überschlagen sich mit Lobeshymnen. Dieses Zitat liefert zudem m. E. eine gute Begründung, warum Musiker eher singen oder spielen sollen, statt zu reden:

    "Im Allgemeinen ist dieses Album trotz poppiger und belustigender Songs äußerst düster, auf eine gewisse Art und Weise auch ernüchternd und – man traut es sich kaum zu sagen – ehrlich. Was Sänger, Drummer und Gittarist Conrad Keely selbst hervorhebt: „Wie ich mit dieser Idee der Offenbarung gekämpft habe! Aber ein Songwriter, der sich gegen seine Songs wehrt, begibt sich auf verlorenes Terrain, wie die Chimäre, die ihre überflüssigen Köpfe besiegen will: Sie kann sich nur ins eigene Fleisch schneiden. Also ließ ich mich auf die Ehrlichkeit ein, und das Resultat stellte sich als überraschend düster heraus.“
    [...]
    Sie liefert mit „So Divided“ ein sehr persönliches Indie-Album für die Ewigkeit ab. Die Chimäre hat gelernt, sich mit sich selbst zu arrangieren, zu begreifen und dann zurück zu schlagen."
    www.cdstarts.de
  • Editors - An End Has A Start

    Editors - An End Has A Start













    “The back room” war bei mir, wie auch bei vielen anderen Menschen ein Spätzünder. Eigentlich sollte ich mich ärgern, dass ich so einige Wochen bis Monate meines Lebens ohne die Editors verbracht habe, obwohl die Möglichkeit ja schon bestanden hätte. Obwohl ich das Album sehr häufig gehört habe und nach und nach fast jeder Song ein Hit für mich wurde, war die Gruppe in Ihrem Bild für mich irgendwie ambivalent. Düster aber doch nicht so richtig, poppig aber auch Kanten,… also alles außer langweilig.

    Wie schon mal hier angedeutet, hat sich der Eindruck durch das Konzert im Mai in London bei mir komplett geändert. Tom Smith ist definitiv für die große Bühne gemacht. Das lies mich auch auf den Verweis zum bevorstehenden Eintritt in die Muse-Liga greifen. Auch das Klavier, welches im Gegensatz zu den früheren Konzerten auf der Bühne auftaucht macht einen Wandel offensichtlich. Um es vorweg zu nehmen: „And end has a start“ ist bei weitem nicht so nah an Muse, wie ich es nach dem Konzert vermutete (oder Christoph an anderer Stelle befürchtete). Ich denke da kann man eher mal den Namen Coldplay in den Raum werfen, und das meine ich als Prädikat. Vor allem beim Vergleich der DVD des Konzertes von Januar 2006 mit den aktuellen Auftritten wird die Entwicklung deutlich. Und erst jetzt, nach Veröffentlichung des neuen Albums geht es richtig los, können sich die Fans doch nun erst wirklich auf die Konzerte „vorbereiten“. Die Zeiten des interessierten Rumstehens und Mitwippens bei den neuen Songs sind vorbei.

    Wer Editors sagt, muss natürlich auch Interpol sagen. Auch deren neues Album erscheint in Kürze und wird sicher von vielen an „An end has a start“ gemessen (oder umgekehrt). In gewohnter britischer Manier hatte ich in einem Konzertbericht zu dem Londoner Konzert eine Aussage gefunden, die mal wieder die „Konkurrenz“ zwischen zwei Bands aufbauscht. Dort hieß es sinngemäß „Auf der definitiv anstehenden Stadien-Tour der Editors darf Interpol als Vorgruppe auftreten“.

    „An end has a start“ lebt natürlich weiter stark von Smith’ Stimme und einer teilweise „bombastischen“ Produktion. Einige Hörer mögen sich am mitschwingenden Pathos stören, aber wenn diese Musik nicht pathetisch sein darf, welche dann? Die Gitarrenriffs erscheinen durchdringender als auf dem Vorgänger. Die Anzahl der Single-Kandidaten ist wieder überwältigend, neben dem Titelsong ist natürlich „The racing rats“ zu nennen. Mein Favorit ist aktuell aber „Escape the nest“. Ich bekomme schon wieder eine Gänsehaut, da ich den Titel hier nur erwähne. Das Album habe ich seit Freitag vor allem auf der Autobahn gehört. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Autofahrern, die ich durch meine teilweise deutlich erkennbaren Reaktionen auf den Song erschreckt habe. Wenn ich mir die Anspieltipps zu dem Album im Web anschaue, wird so gut wie jeder Song genannt.

    Website

    Myspace

    Video: "Smokers outside the hospital doors"

    BBC-Session mit "Bones" und "Smokers outside the hospital doors und einem kurzen Interview

  • Biggi - ID

    Biggi - ID







    Falls mir eine gewisse Affinität zu Musik aus Island nachgesagt wird, möchte ich dieses Urteil hiermit bestätigen und aber auch meine diesbezüglichen Vorstellungen vorerst zum Abschluss bringen. Biggi muss aber wirklich noch sein. Biggi ist nicht Björks Cousine, wie ein Kumpel behauptet hat.

    Biggi war der Sänger und Gitarrist der Band „Maus“. Seit ein paar Jahren lebt er in London und hat sich dort mit dem aggressiven Pop-Virus infiziert. ID verbindet schöne Melodien mit elektronischen Einflüssen. Natürlich ist das nicht neu, aber es hört sich bei ihm relaxt und ungezwungen an. Die Ausgewogenheit zwischen flotteren und ruhigen Songs sorgt für Abwechslung.

    Der in London lebende Steinarsson singt mit großer melodischer Geste elektronisch flirrenden Underground-Pop – eingängig genug, um Pop zu sein, aber auch schräg genug, um sich in dieser Musik zu verlieren und zu wissen, dass das Charts-Radio immer achtlos daran vorbei gehen wird.
    http://www.nordische-musik.de
  • Sinéad O’Connor - Theology

    Sinéad O’Connor - Theology



    Wenn die Reaktionen auf die letzten Alben von Björk und Tori Amos von „Stirnrunzeln“ bis zu „ungläubigem Kopfschütteln“ reichten und man sich ernsthaft fragen musste, was in die Damen gefahren sei, dann war dies alles noch nichts im Vergleich zu Sinéad O’Connor. Denn was kam noch nach ihrem zweiten Album „I Do Not Want What I Haven’t Got“ (1990), das sich weltweit zu Recht über 7 Millionen Mal verkaufte? Zweieinhalb durchwachsene Alben, diverse Zusammenstellungen und entsetzliche Ausflüge in die schlimmsten musikalischen Bereiche: Swing- und Big-Band-Sound, traditioneller irischer Folk und Roots-Reggae.
    Nun kommt ein Doppelalbum auf den Markt, das Songs mit spirituellem Inhalt enthalten soll und schon durch den Titel „Theology“ direkt Erinnerungen an diverse andere, nicht musikalische Kapriolen der 40jährigen Sängerin wachruft: Als sie bei einem TV-Auftritt 1992 ein Bild von Papst Johannes Paul II. mit den Worten „fight the real evil“ zerriss oder Jahre später zur Priesterin der palmarianisch-katholischen Kirche geweiht wurde und daraufhin von der römisch-katholischen Kirche exkommuniziert wurde oder als sie sich 2003 aus dem Musikbusiness zurückzog, um Religionslehrerin zu werden und eine Mission zu erfüllen („rescue God from religion“).

    Sinead O'Connor kehrt mit ihrem neuen Album zu ihren Wurzeln zurück! (...) Mit "Theology" lädt Sinead O'Connor den Zuhörer bedächtig und eindringlich dazu ein, sich selbst Gedanken zu machen: "Theology ist mein persönlicher Versuch eine Antwort auf eine Zeit, in der wir alle leben, zu finden". (amazon.de)

    „Theology“ liefert auf beiden Platten die gleichen Stücke, aber in unterschiedlichen Versionen bzw. Instrumentierungen: „The Dublin Sessions“ bietet die Songs zunächst in minimalistischer, akustischer Version an und „The London Sessions“ kleidet sie dann in opulentere Gewänder (inklusive Schlagzeug, Bass, Gitarre, Piano, Streicher und elektronischen Rhythmen). Insgesamt gibt es 8 neue Songs aus der Feder von Sinéad O’Connor und 3 Coverversionen zu hören: „We People Who Are Darker Than Blue“ (Curtis Mayfield), „I Don’t Know How To Love Him“ (Andrew Lloyd Webber & Tim Rice) und das traditionelle „Rivers Of Babylon“ (bei uns bekannt in der Version von Boney M.), das mit einem neuen Text versehen wurde. 20 Jahre nach ihrem Debutalbum „The Lion And The Cobra“ scheint sich die Irin wieder ihrer Anfänge zu erinnern und musikalisch dorthin zurückzukehren.

    „Jeremiah (Something Beautiful)“ (Live Video; Audio)
    „If You Had A Vineyard“ (Live Video; Audio)
  • The Twang - Love It When I Feel Like This

    The Twang - Love It When I Feel Like This



    Hallo, wer bist du denn? Die neue Platte von den Happy Mondays? Oder etwa Northside featuring Mike Skinner? Nein? Ach so, das Debütalbum von The Twang, einem Quartett aus Birmingham, England. Erschienen bist du also diese Woche bei B-Unique, dem Label, das auch deine Verwandten von den Kaiser Chiefs, The Automatic und The Ordinary Boys veröffentlicht. Und gibt es auch schon Singles von dir? Oh, gleich zwei und beide waren Hits im Vereinigten Königreich. Da spricht der Mutterstolz und ich habe gar nicht richtig mitbekommen, dass „Wide Awake“ auf Platz 15 kam und „Either Way“ sogar die Top Ten (#8) knackte. Sorry.
    Ein neues Album der Happy Mondays soll dieses Jahr auch noch erscheinen? Na, wenn du gleich durchgelaufen bist, dann lege ich mal wieder „Pills `n` Thrills And Bellyaches“ auf...

    'A three-song demo by an unjustly unheard Birmingham band called The Twang landed on our desk. It was a collection of songs that stirred a fire in the very pit of our souls. The kind of recording that reminded us why rock'n'fucking roll was, is, and always will be, the greatest form of human expression to have ever existed.' (NME)

    „Wide Awake“ (Video; MP3)
    „Either Way“ (Video; MP3)
    „Either Way (Mike Skinner Remix ft. Professor Green)(Video; MP3)
  • The Bravery - The Sun And The Moon

    The Bravery - The Sun And The Moon



    Too sappy for the cool kids, sure, but still a fine pop record. (Entertainment Weekly)

    (Vermutlich) Damit The Bravery auf ihrer Promo-Tour wohl keine zeitlichen Probleme bekommen, erscheint das Album deutlich zeitversetzt in den unterschiedlichen Ländern: In den USA im Mai, in England im Juni und Deutschland muss wieder mal am längsten warten und zwar bis zum 20. Juli.

    The Bravery is a pop-rock band and glad of it. That means plenty of nonsense syllables to invite singalongs, and utter shamelessness about borrowing other bands’ sounds and tricks. (The New York Times)

    Produziert wurde „The Sun And The Moon“ von Brendan O’Brien (Pearl Jam) und soll sich nach Aussage des Sängers Sam Endicott weg vom elektronischen Ansatz hin zu mehr rockigen Klängen á la Rolling Stones und Ramones bewegen. Jedoch kann ich dies nach drei Hördurchläufen nicht wirklich bestätigen, da hier weiterhin glatter, elektronischer New Wave-Sound geboten wird, der nur gelegentlich durch akustische Gitarren oder Streicher aufgelockert wird („Tragedy Bound“ und „The Ocean“).

    They get halfway to a hot neo-New Wave record. (Rolling Stone)

    Vor zwei Jahren pendelten noch diverse Beleidigungen zwischen The Bravery und The Killers hin und her, nun ist dieser Bandstreit beigelegt und die Songs des einen Zweitlingswerkes könnten auch genau so gut vom anderen stammen.
    Einen Hit wie „An Honest Mistake“ sucht man hier vergeblich.


    „Time Won’t Let Me Go“ (Video; MP3)
    „Believe“ (MP3)
    „Above And Below“ (MP3)
  • Seabear - The Ghost That Carried Us Away

    Seabear - The Ghost That Carried Us Away




    Seabears Songs leben von ein wenig akustischer Gitarre, etwas Percussion, einem eingetupften Piano und nicht zuletzt von einer, melancholischen Stimme. Wer sich den Folk-Pop der Turin Brakes oder Kings Of Convenience vorstellt, kommt an die Musik von Seabear schon recht nah heran. Sie ist nur trauriger, wehmütiger! (tonspion.de)

    Eine Neuvorstellung, die sich geographisch gesehen speziell an Ingo wendet, denn Seabear stammen aus Island. Zunächst war Seabear das Soloprojekt des 23jährigen Sindri Sigfoesson aus Reykjavik, der aber aus der Not heraus seine Musik auch live präsentieren zu müssen, seine Freunde Guggy Inga und Örn Ingi in die Band aufnahm. Sindri und seine Freunde spielen ruhigen und entspannten Low-fi Folk Pop, der Volker gefallen könnte, denn neben den eingangs erwähnten Turin Brakes und Kings of Convenience muss hier einmal mehr Sufjan Stevens als Referenz herhalten. Mit Hilfe des weltweiten Netzes habe ich noch ein paar andere Vergleiche an Land gezogen: Beck (zu „Sea Change“ Zeiten), Simon & Garfunkel (ohne Harmoniegesang), Belle & Sebastian (aber weniger pompös) und Pelle Carlberg (exzentrischer).
    Das Debütalbum „The Ghost That Carried Us Away“ ist in Island bereits erschienen und wird uns im Verlauf des Sommers über Morr Music (vermutlich mit anderem Cover) beglücken.

    „Hands Remember“ (Video, MP3)
    „I Sing I Swim“ (MP3)

    „Do You Still Like Scarecrows“ (MP3)
    „I Need A Home For My Hands And Head“ (MP3)
    „Drunk Song“ (MP3)
    und 5 weitere ältere Songs der „Singing Arc“ EP (2006) als legaler Download hier.
  • Evil Madness - Demon Jukebox

    Evil Madness - Demon Jukebox




    Eines der Werke Johann Johannssons hatte ich bereits in Form des Apparat Organ Quartets vorgestellt. Obwohl dieses m. E. unberechtigterweise bislang mit Nichtachtung bestraft wurde versuche ich es mit einem anderen Werk aus dem Umfeld. In den Sinn kam es mir wegen den Kommentaren zu Explosions in the sky. Instrumentalmusik finde ich meist langweilig, ganz einfach weil der Gesang fehlt. Diese ist aber wirklich düster und fesselt mich.

    Evil Madness liefern hier den Soundtrack zu einem imaginären Horrorfilm. Ganz ehrlich, ich finde der Film müsste noch gedreht werden, um den Soundtrack zu vervollständigen.

    Sounding like Aphex Twin shoving Kraftwerk into a blender, Demon Jukebox is a true delight for adventurous ears.
    http://12tonar.is/

    Vom stillen, tiefen Wahnsinn (Summen und Rumpeln und Grummeln) bis zur schreiend grellen Variante sind alle Tönungen des Irrsins vertreten; der Dämon ändert jede Minute seine Fratze. Manchmal tauchen erschreckend tanzbare Beats auf oder Fetzen herzzerreißend schöner Keyboard-Linien. Das hypnotische musikalische Pandämonium scheint sich dann kurz aufzuhellen, bevor es wieder im digitalen Chaos versinkt.
    http://www.nordische-musik.de

    Evil Madness auf 12 Tonar

  • Biffy Clyro - Puzzle

    Biffy Clyro - Puzzle











    Gerne hätte ich dieses Album zusammen mit dem neuen Hell is for heroes-Werk vorgestellt. Nun hat mich meine Ungeduld getrieben…

    Bei „Puzzle“ handelt es sich um das Major-Debüt der Schotten. Und hier hat man investiert: Das Album wurde von GGGarth produziert und in Kanada aufgenommen, das Cover von Storm Thorgerson gestaltet, der u.a. auch schon für Pink Floyd (u. a. mein Lieblingscover "Animals"), Led Zeppelin, Muse, The Mars Volta und Audioslave tätig war.

    Seit dem Jahr 2002 haben Biffy Clyro schon drei Alben veröffentlicht. Diese werden z. T. gerne mit Progrock in Verbindung gebracht. Mit der Zuordnung in diese Schublade habe ich Probleme. Definitiv waren die Songstrukturen aber komplex und experimentell. Anscheinend haben sich die drei Jungs auf den ersten Alben ausgetobt. „Puzzle“ ist wesentlich kompakter. Der Vergleich zu den Foo Fighters drängt sich vielfach auf.

    Biffy Clyro schieben auf „Puzzle” das Experimentelle weitestgehend bei Seite. Auf abgefahrene Sounds und wilde Songstrukturen wird fast gänzlich verzichtet. Vielmehr punktet „Puzzle“ durch eine dichte Atmosphäre und zerbrechliche Melodien zwischen Depression und Hoffnung.
    http://www.cdstarts.de

  • Black Rebel Motorcycle Club - Baby 81

    Black Rebel Motorcycle Club - Baby 81



    „Olle Kamellen“ sind Kamillenblüten, die ihr Aroma und ihre Wirkung verloren haben. Etwa, weil sie zu alt sind und zu lange gelagert wurden. Heute wird der Begriff als Redewendung für „das längst Bekannte“ verwendet.
    Kommen wir nun zu drei ollen Kamellen aus den vergangenen Wochen, für deren Vorstellung sich leider niemand finden konnte:

    Olle Kamellen I

    Band: Black Rebel Motorcycle Club
    Land: USA
    Gründung: 1998
    Mitglieder: Peter Hayes (Gesang, Gitarre), Robert Levon Been (Bass, Gesang), Nick Jago (Schlagzeug)
    Genre: Alternative, Indie-Rock
    Musikalische Einflüsse: Spaceman 3, The Jesus & Mary Chain, The Stooges, The Ramones, The Doors
    Referenzbands: The Strokes, Kings of Leon
    Bisherige Alben: B.R.M.C. (2001), Take Them On, On Your Own (2003), Howl (2005)
    Größter Single-Hit: „Stop“ (UK #19)
    Aktuelles Album: Baby 81
    VÖ: 27. April 2007
    Produzent: Black Rebel Motorcycle Club
    Prominente Gastmusiker: keine
    Presse: 6,9 von 10 Punkten (bei 26 Bewertungen)

    Revolutionary? Not really. But another strong turn. (Los Angeles Times)

    BRMC seem invincible; or back to their searing best, at any rate. (Uncut)

    [BRMC] have never sounded more self-assured. (Spin)

    On tracks such as single Weapon Of Choice, Berlin, 666 Conductor and Need Some Air, BRMC can show anyone a clean set of scuffed heels. (Q Magazine)

    They have clawed their way back with an album encapsulating much of what initially made them such an exciting group. (NME)

    While this is BRMC at their best, consistency is still their biggest enemy. (The Guardian)

    BRMC is a big, dumb band who writes big, dumb songs. (Pitchfork)

    Video/MP3:
    „Weapon Of Choice“ (Video; MP3)
    „Take Out A Loan“ (MP3)
    „Not What You Wanted“ (MP3)
  • Manic Street Preachers - Send Away The Tigers

    Manic Street Preachers - Send Away The Tigers




    Olle Kamellen II

    Band: Manic Street Preachers
    Land: Wales
    Gründung: 1985
    Mitglieder: James Dean Bradfield (Gesang, Gitarre), Nicky Wire (Bass), Sean Moore (Schlagzeug)
    Genre: Brit-Pop, Rock
    Musikalische Einflüsse: The Clash, The Who, Sex Pistols, Queen, Guns n’ Roses
    Referenzbands: Stereophonics, Idlewild, Ash
    Bisherige Alben: Generation Terrorists (1992), Gold Against The Soul (1993), The Holy Bible (1994), Everything Must Go (1996), This Is My Truth Tell Me Yours (1998), Know Your Enemy (2001), Lifeblood (2004)
    Größter Single-Hit: „If You Tolerate This Your Children Will Be Next“ und „The Masses Against The Classes“ (UK #1)
    Aktuelles Album: Send Away The Tigers
    VÖ: 4. Mai 2007
    Produzent: Dave Eringa, Greg Haver
    Prominente Gastmusiker: Nina Persson
    Presse: 6,4 von 10 Punkten (bei 8 Bewertungen)

    If it doesn't quite scale the dizzy heights of 'The Holy Bible' or 'Everything Must Go', it certainly comes close and is, in many ways, the quintessential Manics album - the cathartic regeneration that the band really needed in order to become relevant again. (NME)

    "Send Away The Tigers" is not only the most enjoyable Manics record in years, it's the most consistent. (Dot Music)

    „Send Away The Tigers“ is the bloated swansong from a band that should have called it quits three albums ago. (Drowned in Sound)


    Video/MP3:
    „Underdogs“ (Video)
    „Your Love Alone Is Not Enough“ (Video; MP3)
  • Travis - The Boy With No Name

    Travis - The Boy With No Name



    Olle Kamellen III

    Band: Travis
    Land: Schottland
    Gründung: 1990
    Mitglieder: Fran Healey (Gesang, Gitarre), Andy Dunlop (Gitarre, Gesang), Dougie Payne (Bass), Neil Primrose (Schlagzeug)
    Genre: Brit-Pop, Indie-Pop
    Musikalische Einflüsse: The Beatles, Joni Mitchell, Jeff Buckley, Oasis
    Referenzbands: Starsailor, Coldplay, Turin Brakes
    Bisherige Alben: Good Feeling (1997), The Man Who (1999), The Invisible Band (2001), 12 Memories (2003)
    Größter Single-Hit: „Sing“ (UK #3)
    Aktuelles Album: The Boy With No Name
    VÖ: 4. Mai 2007
    Produzent: Travis, Mike Hedges, Nigel Godrich
    Prominente Gastmusiker: KT Tunstall
    Presse: 5,4 von 10 Punkten (bei 15 Bewertungen)

    The Boy With No Name has a handful of absolute crackers, proving that Travis are still capable of penning a tune that wraps its tendrils around your ears and won’t let go until at least four minutes have passed. (Hot Press)

    There are no surprises or unexpected turns and the overall dearth of spontaneity ensures an empty and shallow experience. (Dot Music)

    Occasionally they attempt to rise above their signature light Brit-pop sound with slightly heavier tunes like "My Eyes Wide Open," but it comes off as forced. (Rolling Stone)

    For a band with such a legacy, and a pre-millennium back catalogue to die for, this record feels hollow and uninspiring. (Drowned in Sound)

    'The Boy With No Name' is everything you'd expect from a new Travis album and less. (NME)

    Video/MP3:
    „Closer“ (Video; MP3)
    „Selfish Jean“ (Video; MP3)
  • Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)