• Bernard Fanning - Tea & Sympathy













    so ganz frisch ist der neueste output des bernard fanning nicht mehr, da "tea & symphathy" in australien bereits 2005 das licht der welt erblickte. europa erreichte es erst heuer. somit läßt es sich leicht unter aktuelle platten subsumieren.dem ersten umlauf schulde ich eine begeisterung, der ich nunmehr etwas hinterherhaste, die mich aber wiederum dazu bringt, dieses werk vorzustellen.bernard fanning wurde bekannt als der frontmann von powderfinger, einer band, die in australien kultstatus hat, der kritiker aber vorwerfen, dass sie mit ihrer dem breiten geschmack angepassten musik bands wie den go-betweens unverdient den rang ablaufen würde. was vermutlich nicht so weit hergeholt sein mag. bernard fannings erstling erlangte aber sicher nicht nur aufgrund dieses bonus platinstatus in australien. es ist ein groovendes, lebendiges etwas, ein unbescheiden rockendes, ungefaltetes blatt papier, auf dem sich ein bierglas abstellen läßt.fanning hat eine stimme, die in ihren besseren momenten (sie überwiegen hier glücklicherweise) an keith caputo gemahnt, die facettenreich ist, den balladen schmelz zu verpassen weiß, den strafferen songs die zügel halten und dennoch forsch galoppieren kann.fanning ist ein formidabler songwriter, der sich bei aller finesse der wirkung seiner lieder durchaus bewußt ist. ich denke auch, dass die songreihenfolge ausgebuffter natur ist. ein ständiges auf und ab macht dieses album lebendig.der sound ist dicht und warm, gitarrenlastig, aber nicht breitbeinig, verwoben mit allerlei geschmackvollem instrumentarium: hier das banjo, dort die mundharmonika. nicht singer/songwriter, nicht americana, nicht rock, immer wieder neu ein substrat aus allem.

    produziert wurde das album übrigens von bernard und tchad blake, die bereits mit gomez, pearl jam oder auch tom waits arbeiteten.

    homepage: http://www.bernardfanning.com/

    myspace: http://www.myspace.com/bernardfanning

    powderfingerhomepage: http://www.powderfinger.com/vs/flash/intro.asp

  • 2 Kommentare:

    E. hat gesagt…

    7,5 punkte

    oliver r. hat gesagt…

    Der Sound ist wirklich dicht und warm und auch die Instumentierung mag zu gefallen. Leider ist mir das Ganze aber eine Spur zu bieder, zu altbacken. Vielleicht fehlt mir aber einfach nur das sentimentale, melancholische Element. Es ist halt kein Alt. Country-bzw Folk, im Stile eines Will Oldham.

    -6- Punkte

    Die 10 besten Alben von Nick Cave And The Bad Seeds

    10. Murder Ballads (1996)
    9. Let Love In (1994)
    8. The Boatman's Call (1997)
    7. Skeleton Tree (2016)
    6. Henry's Dream (1992)
    5. Tender Prey (1988)
    4. Push The Sky Away (2013)
    3. Abattoir Blues / The Lyre Of Orpheus (2004)
    2. No More Shall We Part (2001)
    1. The Good Son (1992)

    (ausgewählt von Dirk)