M. Walking On The Water - Dogma 13




















Deutschland-Woche bei Platten vor Gericht, Tag 14

Wer?
Markus Maria Jansen (Gesang, Gitarre), Mike Pelzer (Gesang, Akkordeon, Keyboard, Gitarre), Axel Ruhland (Violine, Mandoline), Konrad Mathieu (Bass) und Martell Beigang (Schlagzeug) sind zusammen in dieser Besetzung seit 1991 M. Walking On The Water.

Woher?
Die Band wurde 1985 in Krefeld gegründet.

Wie viel?
„Dogma 13“ ist, neben acht regulären Studio-Alben, das dritte Mini-Album der  Band und wird über Fuego veröffentlicht. Alle Mini-Alben der Band folgen einem bestimmten Thema: Auf „The Waltz“ (1988) bewegten sich sechs Eigenkompositionen im passenden Dreiviertel-Takt, „Pictures of an Exhibitionist“ (1993) präsentierte sechs Fremdkompositionen aus der Prog-Rock-Zeit (Genesis, King Crimson usw.) und „Dogma 13“ setzt diese Tradition nun mit sechs alten Stücken in neuen Arrangements fort. Hinzu kommen zwei Coverversionen im akustischen Gewand.

Wann?
„Dogma 13“ ist seit Anfang Mai auf Konzerten der Band oder über deren Homepage zu beziehen.

Welche?
„Dogma 13“ ist nur auf Vinyl in einer Auflage von 300 Stück erschienen.

Wie lang?
Die 8 Songs auf „Dogma 13“ laufen… Wenn ich das mal so genau sagen könnte! Leider fehlte meiner Platte der Download-Code, so dass ich es nicht auf die Minute sagen kann.
Nachtrag Dank des perfekten Kundenservices von M. Walking On The Water: 32:17 Minuten. 

Wie hoch?
„Elysian“ (Platz 60) und „La Louisianne“ (Platz 78) standen 1991 bzw. 1995 tatsächlich für mehrere Wochen in den deutschen Charts. Mit einer Vinyl-Auflage von 300 Exemplaren ist dies nicht zu schaffen.

Wie?
„Dogma 13“ klingt wie M. Walking On The Water akustisch oder Depeche Mode als Folk-Band oder Visage im Walzer-Takt. 

Was?
2011 bzw. 2015 veröffentlichten M. Walking On The Water digital zwei Coverversionen, die nun auch auf „Dogma 13“ enthalten sind: „Enjoy The Silence“ von Depeche Mode und „Fade To Grey“ von Visage:




Warum?
Darum soll man „Dogma 13“ kaufen:

Wer die 1988er Platte „The Walz“ mag, wird „Dogma 13“ lieben!
Auch die Eigencover sind toll, die meisten kommen tatsächlich von Pluto. „Anymore“ ist gelungen. „Party in the Cemetry“ wird bis heute in Göttingen bei „Profs at Turntable“ gespielt und verdient eine Folkversion und auch „Pink Pinks“ von der ersten Platte (M. Walking on the Water von 1986) ist einer meiner Lieblingssongs und in dieser lässigen Folk-Version auf den Kern reduziert.
Auch das etwas manische „Poison“ (von „Elysian“ von 1991, einem merkwürdig unterschätzten Werk der M’s) klingt überraschend in neuem Gewande.  Wer die akustische Version von 2010 von der „Unplugged Boat Session @Flensburg“ kennt, sieht hier eine deutliche Weiterentwicklung. Bereits die 2010er Version war eine gute Folkversion, die Dogma 13-Version ist dagegen absolut erstaunlich, zwischen überschwänglichem Irish Folk im Intro (Axel Ruhland auf der Violine) und dem durchlaufenden, nervösen und eher depressiven Basslauf  (Konrad Mathieu am Bass) entsteht eine manisch-getrieben Grundstimmung im Song.
Und zum Schluss die ruhige Ballade „Day to Day„, die bereits 1989 auf Pluto ein Highlight war. In dieser stillen akustischen Version zeigt die Band die Kunst der radikalen Reduktion auf das Wesentlich, den Gesang von Mike Pelzer, der eine beeindruckende gesangliche Leistung zeigt.
Es ist insgesamt eine Freunde, von dieser Band wieder etwas neues zu hören!
(Lakners Feuilleton)

Wann?
Heute schnell zum vorerst letzten Konzert im Hamburger Knust! So war es vor einigen Wochen in Wiesbaden.

1 Kommentar:

Torsten hat gesagt…

Bei meiner Platte war ein download code dabei. Laufzeit: 32.28 Minuten.