Blossoms - Cool Like You




















Mit seinem Debütalbum „Blossoms“ konnte das Quintett aus Stockport vor zwei Jahren Platz 1 der UK-Charts erreichen und wurde anschließend als eine von zwölf Platten (neben u.a. Kate Tempest, alt-J, The xx und dem Sieger Sampha) für den Mercury Prize nominiert. Bei Platten vor Gericht reichte es für 7,250 Punkte.

Mittlerweile haben Tom Ogden (Gesang, Gitarre), Charlie Salt (Bass), Josh Dewhurst (Gitarre), Joe Donovan (Schlagzeug) und Myles Kellock (Keyboards, Synthesizer) den Nachfolger „Cool Like You“ fertig gestellt. Im April konnte ich Blossoms zweimal im Vorprogramm von Noel Gallagher in Düsseldorf und Wiesbaden sehen und ihre Songs setzten sich zunehmend im Gehörgang fest. Das war ein wenig so wie The Kooks auf Synthesizer. 

Auf Platte klingen sie jedoch noch deutlich Keyboard-lastiger als live, wie The Killers trifft OMD trifft New Order. Und neben „There’s A Reason Why (I Never Returned Your Calls)“ und „I Can’t Stand It“ gibt es mit dem glam-poppigen „Unfaithful“, „Between The Eyes“, „I Just Imagined You“ oder „Lying Again“ noch reichlich Kandidaten für eine Single-Auskopplung. Wer dem Synth-Pop und Eighties-Touch weniger abgewinnen kann, dem sei die limitierte Auflage des Albums empfohlen, denn dort gibt es die 11 Songs auch in akustischen Versionen.

Blossoms live (ohne Noel Gallagher):

03.10.2018 Hamburg - Terrace Hill
09.10.2018 Berlin - Bi Nuu
11.10.2018 München - Strom




Ungeachtet aller dezenten 1980er-Einflüsse und lyrischen Entwicklungen, entwirft das Quintett aus Stockport auch auf seiner zweiten LP melodieverliebten Indie-Pop.
Folgerichtig wirft »Cool Like You« auch nicht wenige großartige Songs ab, aus denen neben dem melancholischen »Between The Eyes« die mitreißenden »Unfaithful« und »Lying Again« hervorstechen. Da fällt es auch nicht besonders ins Gewicht, dass einzelne Stücke wie die erste Single »I Can’t Stand It« nicht restlos zu überzeugen wissen. Denn insgesamt haben Blossoms mit »Cool Like You« ein mehr als gefälliges Album aufgenommen, das sicherlich ebenfalls die Spitze der britischen Charts erklimmen wird.
(intro)




Zwar verlagert das Quintett seinen recht konsensfähigen Sound hier noch eine Spur mehr Richtung 80s-Künstlichkeit, was für Freunde der Indie-Gitarre mitunter etwas zu cheesy sein dürfte – in Sachen Hooks und Griffigkeit macht diesen Streithanseln trotzdem niemand etwas vor.
(musikexpress)


Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

Nicht schlecht, aber auf Dauer doch etwas zu cheesy.

6 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

(wie der ME ja auch schon sagte]

Dirk hat gesagt…

Etwas präsentere Gitarren wären schon schön gewesen. 7 Punkte