LUMP - LUMP




















Der Begriff Lump oder Haderlump wird im südlichen Deutschland und in Österreich als Schimpfwort für einen Habenichts oder Taugenichts verwendet. In Bezug auf kleine Kinder bedeutet es eher Spitzbube oder Schelm. Der Begriff Haderlump wurde ursprünglich für Lumpensammler benutzt, da abgetragene Kleidungsstücke sowie Stoffreste, also „Hadern“ oder „Lumpen“, vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert als Faserrohstoff bei der Herstellung von Papier benutzt wurden.

Ob die sechsjährige Patentochter von Laura Marling dies wusste, als sie von ihr nach einem neuen Bandnamen gefragt wurde und ohne eine Sekunde nachzudenken mit „Lump“ antwortete? Vielleicht war sie auch nur kurz zuvor gestochen worden und haderte über die kleine Erhebung ihrer Haut oder ihr gefiel einfach der Klang dieses Wortes, das im Nachhinein sehr gut zum Yeti-artigen Wesen, das Laura Marling und Mike Lindsay (Tunng, Throws) gemeinsam mit dem Graphic Designer Esteban Diacono entwarfen und das stellvertretend für das Duo Plattencover und Videoclips ziert.

Das gemeinsame Projekt von Marling und Lindsay fand seinen Anfang nach einem Neil Young Konzert, als sich die beiden vorgestellt wurden und herausfanden, dass sie die Musik des jeweils anderen schon seit Längerem bewunderten. Mike Lindsay hatte bereits Monate zuvor mit dem Komponieren neuer Musik begonnen und Laura Marling vervollständigte diese im Studio mit ihren Texten. 

LUMP“ ist als CD und LP (Limited Edition Translucent Green Vinyl) erhältlich und bietet 6 experimentelle, ineinander übergehende Folktronic-Songs in 30 Minuten sowie einen 2-minütigen „Abspann“.

Kommen wir zu den beiden Songs „Curse Of The Contemporary“ und „Late To The Flight“ sowie einigen sehr wohlwollenden Worten:

New song 'Late To The Flight' is online now, with the spacious, folk-inflected arrangement affording plenty of space for Laura Marling's overdubs.
At times seeming like a one-woman choir, the vocal is a beautiful, enormously creative experience.
(Clash Music)





“Late to the Flight” presents the blueprint: a low electronic rumble, a picked acoustic guitar, and Laura Marling’s deadpan melodic multi-tracked voice. Nico of Velvet Underground fame comes to mind. As does folky Bridget St John. But, ultimately, this is arty stuff. If pop or straight folk music is desired, don’t spin this one. (…)
The second song, “May I Be the Light,” bubbles with electronics and keyboard melody. But then the vocals soar over the tune into an extremely pure atmosphere. I love similes, and I should mention Kitty Hawk and the Wright Brothers, but I don’t think they flew this high.
“Rolling Thunder” has a tough vocal. There are typewriter-like clicks, keyboards, and flute sounds. A guitar roughs up the tune. A trombone is added. This one is a pleasant jumble of noises. It’s also a dramatic jumble of noises. Having freed herself from folk forms (as she is wont to do), Laura Marling’s voice roams into weird space while Mike Lindsay's guitar saws its way through the dense melodic framework of the song.
But, oh my, “Curse of the Contemporary” is simply a great cut. The opening bass/guitar bit is quirky and catchy, like a really nice Peter Gabriel single circa “Games Without Frontiers” or “Solsbury Hill.” The vocal again soars. I suppose Joni Mitchell and everything beautiful about Woodstock comes to mind. This song also evokes the equally great Kate Bush and her Hounds of Love with a lovely chanted vocal which suddenly drifts into a dream until it returns, with even more power (and urgent guitar work), to the original melody. I know that’s saying a lot. But I said it and, well, it’s a powerful tune.
(soundblab)




«Late To The Flight» (…) beschäftigt sich mit luzidem Träumen und den Gefahren in einer öffentlichen Person gefangen zu sein. Überweltlich klingt auch die Klangkonstellation unter den gerissenen Lyrics. Mit merkwürdigen Flöten, Synths, Gitarren und sich überlagernden Gesangsechos schaffen die beiden ein Björk-esques Klangbild, das selbst wie ein auditiver Traum wirkt.
(Orange Peel)

Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

5,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Da hatte ich mir deutlich mehr (bei nur 6 Liedern im wahrsten Sinne des Wortes) erhofft. Aber das Band-Maskottchen ist toll!
6 Punkte

Ingo hat gesagt…

Bin ich in der Zeile verrutscht? Ich habe 8,5 Punkte notiert.

Ole Pappert hat gesagt…

8 Punkte