• Drangsal - Zores



















    Deutschland-Woche bei Platten vor Gericht, Tag 1

    Wer?
    Max Gruber, 25 Jahre alt, steckt als Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist hinter Drangsal. Aber er ist gut vernetzt und so war er letztes Jahr auf Singles von Casper, Leslie Clio oder Die Selektion zu hören und wurden sein aktuelles Album von Markus Ganter (Casper) und Max Rieger (von Die Nerven) produziert.

    Woher?
    Er stammt aus Herxheim bei Landau. Der Lokalpatriotismus geht so weit, dass er sein Debütalbum nach dem alten Namen seines Heimatstädtchens benannte und sich den Namen „Harieschaim“ auch auf seinen rechten Unterarm tätowieren ließ. „Zores“, ursprünglich ein Wort aus dem Jiddischen, wird in der Pfalz gern für „Ärger, Streit, Durcheinander“ genutzt. Auf dem aktuellen Plattencover sieht man den kleinen Max auf einem alten Familienfoto. 

    Wie viel?
    Nach „Harieschaim“ (2016) hat Drangsal mit „Zores“ sein zweites Album über Caroline International veröffentlicht.

    Wann?
    „Zores“ steht seit dem 27. April in den Plattenläden.

    Welche?
    „Zores“ ist in folgenden Formaten erhältlich: Download, CD (Digipack) und LP. Zudem gibt es eine limitierte Sonderausgabe: Transparente Vinyl im Gatefold-Cover, limitiert auf 1.111 Stück, handsigniert und handnummeriert von Max Gruber, inkl. alternativem Cover von Max Müller (Mutter).

    Wie lang?
    Die 12 Songs auf „Zores“ laufen 40:58 Minuten.

    Wie hoch?
    Nachdem „Harieschaim“ vor zwei Jahren bis auf Platz 20 der deutschen Charts kam, verfehlte „Zores“ die Top Ten mit Rang 12 nur knapp.

    Wie?
    „Zores“ klingt wie Die Ärzte trifft The Smiths trifft The Cure.

    Was?
    Als erste Singles wurden „Turmbau zu Babel“ und „Magst du mich (Oder magst du bloß noch dein altes Bild von mir)“ ausgewählt:






    Warum?
    Darum soll man „Zores“ kaufen:

    Im Überschwang gelingen Gruber brillante Pop-Hymnen, die man laut aufdrehen und in den Frühling hinausjubilieren will: "Magst Du mich (Oder magst Du bloß noch Dein altes Bild von mir)" zum Beispiel, "Weiter nicht" oder "Arche Gruber", das er dann doch mal wieder (als eines von drei Liedern) auf Englisch singt. Das wirkt fast schon irritierend, so überzeugend hat sich Gruber ganz selbstverständlich seiner Muttersprache ermächtigt. "Die heutige Musik, ein Parasit für die Hirne der Republik/ Sie ist nicht mehr das, was sie früher war", sinniert er in "Weiter nicht" und formuliert mit "Zores" einen eleganten, mitreißend optimistischen Deutschpop-Entwurf jenseits ausgetretener Schwermut-, Coolness- oder Diskurs-Pfade.
    (Spiegel)


    Denn das ist das Schöne: Die Dichte, die das Debüt ausmachte, wurde von Drangsal und seinen beiden Produzenten aufgebrochen, es wurden stattdessen zusätzliche Ebenen eingezogen, es wird viel nuancierter gearbeitet. Selbst ein auf den ersten Blick sehr stringenter Song wie „Weiter nicht“, der noch am ehesten am Altmaterial andockt, besitzt verschiedene Ebenen, ist ein farbmächtiges Diorama, wo Stimme, Bass, Schlagzeug, viele, viele Strom­gitarren in vorderster Reihe stehen, aber im Hintergrund eben Platz für Satzgesänge und eine Orgel ist.
    (musikexpress)


    Musikalisch ist weiterhin der Einfluss von The Cure, The Smiths und Prefab Sprout spürbar, von leicht schattigem Post-Punk, New Wave und Pop. Dass Gruber seit Veröffentlichung seines Erstwerks, so sagt er, vor allem Metallica und Tool gehört habe, hat hingegen keine erkennbaren Spuren in seinem Schaffen hinterlassen. Bei aller Liebe zum Donnergrollen der Gitarre: Das ist auch gut so.
    Es gibt geniale Bassläufe auf „Zores“, helldunkle Melodien, Zeilen, die dank lyrischer Widerhaken im Gedächtnis bleiben, und mit „-ACME“ ein ungemein starkes, lärmendes Abschlussstück. Dadurch, dass das Album im Gegensatz zum Vorgänger mit deutlich weniger Hall versehen wurde, dass die Stimme in den Vordergrund drängt, erzielt Drangsal eine unmittelbarere Wirkung. Er ist ganz nah dran am großen, leichtfüßigen Pop-Entwurf.
    (Rolling Stone)


    Wann?
    Das sind die Konzerttermine für Drangsal:

    25.05.18 Neustrelitz - Immergut Festival
    02.06.18 Konstanz - Campusfestival
    08.06.18 - 09.06.18 Kaltenberg - PULS Open Air
    22.06.18 - 24.06.18 Scheeßel - Hurricane Festival
    22.06.18 - 24.06.18 Neuhausen ob Eck - Southside Festival
    29.06.18 - 30.06.18 Chemnitz - Kosmonaut Festival
    30.06.18 St. Gallen - Open Air St. Gallen
    08.08.18 - 12.08.18 Eschwege - Open Flair
    09.08.18 - 11.08.18 Püttlingen - Rocco del Schlacko Festival
    09.08.18 - 12.08.18 Rothenburg ob der Tauber - Taubertal Festival
    15.08.18 - 17.08.18 Berlin - Pop-Kultur Berlin Festival
    31.08.18 Köln - C/O Pop
    24.10.18 Karlsruhe - KOHI
    25.10.18 Luzern - Schüür
    26.10.18 Zürich - Mascotte
    27.10.18 München - Ampere
    02.11.18 Dornbirn - Conrad Sohm
    04.11.18 Wien - Flex
    15.11.18 Hannover - Cafe Glocksee
    16.11.18 Berlin - SO36
    17.11.18 Hamburg - Uebel & Gefährlich
    29.11.18 Leipzig - UT Connewitz
    30.11.18 Mannheim - Alte Feuerwache
    01.12.18 Köln - Gebäude 9
    02.12.18 Bochum - Rotunde


  • 4 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    8 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Ich bleibe meiner Wertung des Debütalbums treu: 7 Punkte

    aXel hat gesagt…

    8

    Dennis hat gesagt…


    8,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)