• My Life Story - World Citizen


    In den letzten Jahren haben sich so viele Wünsche bezüglich der Wiedervereinigung alter „Britpop- und Shoegaze-Helden“ erfüllt (The Stone Roses, Shed Seven, The House Of Love, Ride, Slowdive, My Bloody Valentine, Lush), da fiel es auch nicht weiter ins Gewicht, dass einige neue Alben nicht vollkommen überzeugen konnten (Blur, The Verve, Cast, Sleeper). Hätte ich Anfang des Jahres eine Wunschliste für zukünftige Reunions schreiben dürfen, hätte diese wie folgt ausgesehen:

    10. Mansun
    9. The Field Mice
    8. The Housemartins
    7. The La’s
    6. Gene
    5. Adorable
    4. Pulp
    3. My Life Story
    2. The Boo Radleys
    1. Oasis

    Natürlich sind einerseits einige diese Wünsche vollkommen illusorisch, so dass eigentlich Rialto, The Auteurs, Jack und Geneva hätten nachrücken müssten, aber andererseits reise ich im November unverhofft zu einem Konzert von Adorable (25 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt) und freue mich diese Woche über das Erscheinen eines neuen Album von My Life Story (19 Jahre nach „Joined Up Talking“).

    Das vierte Album von Jake Shillingford & Co. wird von „No Filter“ eröffnet und allein für diesen bombastischen (Streicher! Chorgesang!) Opener, der sich schon in meine My Life Story Top 5-Song-Liste vorgearbeitet hat, hat sich das Warten gelohnt. Danach ziehen „Taking On The World“, das zurecht als erste Single ausgewählt wurde und bei dem das hämmernde Piano den Streichern die Show stiehlt, und „Broken“ (ebenfalls mit eingängigem Single-Potential) das Tempo deutlich an. „World Citizen“ wurde gemeinsam von Jake Shillington und seinem Gitarristen Nick Evans komponiert und produziert, was den etwas gitarrigeren Klang des Albums möglicherweise erklärt. Jedoch müssen sich Baroque Pop-Fans keine Sorgen machen, denn ein 38-köpfiges Orchester setzte in Budapest die opulenten Streicherarrangements um, die „The Rose The Sun“, „A Country With No Borders“ oder „Overwinter“ veredeln.

    Nach weniger als 38 Minuten ist „World Citizen“ leider bereits zu Ende und man bedauert, dass im Vergleich zu den drei Vorgängern, nur 10 statt 12 Songs enthalten sind. Aber man kann eben nicht alles haben, wie ich auch bei meiner Konzertplanung feststellen musste - denn wer spielt am gleichen Abend im November, während ich bei Adorable bin, ebenfalls in London…?




    Nineteen years is a long time. Naturally, so many things have changed. Those coming in expecting a straight copy of ‘The Golden Mile’ or too much obvious easy recycling will have many musical surprises to discover. These songs are bigger – richer even – and some of the best material leans much further towards a solid rock-pop sound than anything My Life Story have offered before. There’s more on offer here than 90s nostalgia and 60s rose-tints and at the time of its release ‘World Citizen’ sounds like something of a modern pop gem. Perhaps most importantly, it’s an album that’s not just for the fans.
    A brave and triumphant return.
    (real gone)


    All in “World Citizen” is made up of ten songs, each one the equal of the one before and the better of most of the other songs you will hear this year.  Pop thrills, shirts with frills, romance and lust, joy and hope, life over death and so much more make this all the evidence you need to present your case for My Life Story being the best new old band in Britain today.
    (the mild mannered army)



  • Die 10 besten Alben von Nick Cave And The Bad Seeds

    10. Murder Ballads (1996)
    9. Let Love In (1994)
    8. The Boatman's Call (1997)
    7. Skeleton Tree (2016)
    6. Henry's Dream (1992)
    5. Tender Prey (1988)
    4. Push The Sky Away (2013)
    3. Abattoir Blues / The Lyre Of Orpheus (2004)
    2. No More Shall We Part (2001)
    1. The Good Son (1992)

    (ausgewählt von Dirk)