• Like Lovers - Everything All The Time Forever


    Weitere Künstler, die wir gut finden: Jeff Buckley, Björk, Radiohead, Sonic Youth, The Paper Chase, Mice Parade, Here We Go Magic, At The Drive-In, Apparat, The Beatles, Juno, Beastie Boys, Blackstreet, Massive Attack.

    So steht es auf der Facebook Seite von Like Lovers geschrieben und nachdem man das Debütalbum „Everything All The Time Forever“ gehört hat, müssen vier Künstler dick unterstrichen werden: 1. Björk: Das versponnene „Infinite“ spiegelt mit seinen Harfenklängen die Schaffensphase von Björk wider, die mir selbst am besten gefällt und so könnte der Song, dann natürlich von der Isländerin selbst gesungen, auch auf ihrem besten Album „Vespertine“ zu finden sein. 2. Radiohead: Die eröffnenden Klavierklänge, dann der einsetzende hohe Gesang und vor dem inneren Auge sitzt Thom Yorke am Klavier und trägt eine für seine Band typische Ballade vor. Dass das folgende „Levitation“ mit vertrackten Rhythmen und unkonventionellen Songstrukturen aufwartet, zeigt auf, dass auch dieser Aspekt von Radiohead Widerhall findet. Der Schritt hin zu Electronic erfolgt nicht so konsequent wie auf Thom Yorks Soloalben, denn da sind die Parallelen doch deutlicher bei 3. Apparat zu sehen. Wie Sascha Ring, so möchte man auch Jan Kerscher, der hinter Like Lovers steckende Produzent, gern in die Kiste der Studiotüftler stecken, die Popmelodien, elektronische Klänge immer weiter aufeinander türmen und analoge und digitale Sounds zu kombinieren versuchen. 4. Massive Attack: Der Trip Hop Beat des fast sechsminütigen, schwermütigen „Fall“ lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass hier jemand sein Herz an „Mezzanine“ verloren hat.

    Everything All The Time Forever“ steht ab dem 6. September in den Plattenläden, und zwar als clear Doppel-Vinyl im Gatefoldcover.




    Mit „Everything All The Time Forever“ erscheint das erste Solo-Album des gebürtigen Stuttgarters, das den Hörer wie ein hypnotischer Sog nach unten zieht und einmal umgekrempelt wieder ausspuckt.
    Nichts auf „Everything All The Time Forever” lässt sich leicht einordnen. Ist das jetzt Elektro, Singer/Songwriter oder sperriger Pop? Wo ist hier der Refrain beziehungsweise gibt es überhaupt einen? Eins ist sicher: Like Lovers macht keine Musik zum Mitsingen.
    Und trotzdem zieht der durchdringende Gesang von Kerscher einen bereits in den ersten Sekunden in seinen Bann. Man braucht ein bisschen Zeit, um sich mit „Everything All The Time Forever“ anzufreunden, aber dafür geht die Freundschaft anschließend umso tiefer.
    (musikblog)




    Zwischen veritablen Kopfnickern wie People Shaped Mirrors, I Float On Your Love und Health, bittersüßen, fast zerbrechlichen Songs wie Infinite und Gone und sphärischen Midtempo-Groove-Monstern wie dem Titeltrack, Am I Still Here und Something Else sitzt als vorletzter Track das akustische Finale: Fall. Langsam, fast schwerelos baut sich da über fast sechs Minuten ein Druck und eine Größe auf, wie man sie aus Angel von Massive Attack oder Love is not enough von Nine Inch Nails kennt.
    Zwischen Industrial, Trip Hop, Indiepop und Disco mäandert und zuckt Everything All The Time Forever mühelos hin und her. Und bei aller elektronischen Klangfärberei ist das Album trotzdem so organisch, so dynamisch, dass man große Lust auf das Live-Erlebnis bekommt. Ohne plump zu kopieren, sind die Referenzen überdeutlich, zaubern aber in ihrer Raffinesse beim Zuhören immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen.
    (Pretty In Noise)


    Like Lovers unterwegs:

    09.10.19 Frankfurt a.M., The Cave
    11.10.19 Luxemburg, De Gude Wellen
    
12.10.19 Nürnberg, Nürnberg Pop Festival

    13.10.19 Mannheim, Peer 23

    14.10.19 München, Heppel & Ettlich

    16.10.19 Jena, Trafo
    
17.10.19 Berlin, Badehaus
    
18.10.19 Hamburg, Hebebühne
    
19.10.19 Moers, Bollwerk 107
    28.01.20 Darmstadt, Schlosskeller
    29.01.20 Stuttgart, Juha-West
    31.01.20 Göttingen, Nörgelbuff
    01.02.20 Celle, MS Loretta
    03.02.20 Würzburg, Cairo
    04.02.20 Mainz, Schon Schön
    05.02.20 Neunkirchen, Stummsche Reithalle


  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    Namedropping finde ich gut. Aber irgendwie fehlt da noch Tobias Siebert, oder?

    Dirk hat gesagt…

    An Tobias Siebert musste ich beim Hören auch teilweise denken, stand aber nicht auf der FB Seite von Like Lovers...

    Dirk hat gesagt…

    Magst du auch Namechanging? Ist dir aufgefallen dass mein Unterbewusstsein oder meine Autokorrektur aus Jan Kerscher Jan Kirchner gemacht habe/hat?

    Dann kann bei der Vorstellung von Kirchner Hochtief in einigen Tagen nicht viel schief laufen...

    Die 10 besten Alben von Nick Cave And The Bad Seeds

    10. Murder Ballads (1996)
    9. Let Love In (1994)
    8. The Boatman's Call (1997)
    7. Skeleton Tree (2016)
    6. Henry's Dream (1992)
    5. Tender Prey (1988)
    4. Push The Sky Away (2013)
    3. Abattoir Blues / The Lyre Of Orpheus (2004)
    2. No More Shall We Part (2001)
    1. The Good Son (1992)

    (ausgewählt von Dirk)