• Karen O & Danger Mouse - Lux prima


























    Nicht als "Supergroup", aber zumindest als "Superduo" kann man Karen O und Danger Mouse zweifellos bezeichnen. Karen O heißt eigentlich Karen Lee Orzolek, bekannt ist sie jedoch vor allem als Sängerin der Yeah Yeah Yeahs. In jüngerer Zeit war sie häufig als Gastsängerin geladen und sie trug zu einigen Soundtracks bei.

    Danger Mouse ist Brian Joseph Burton. Als Musikproduzent ist er schon einige Jahre in den obersten Ligen seiner Zunft unterwegs, u. a. vertrauten ihm U2, die Gorillaz und Beck ihre Musik an. Außerdem stand er mit Cee-Lo Green hinter dem Projekt Gnarls Barkley und mit James Mercer bildete er Broken Bells.

    Für ihr gemeinsames Album "Lux prima" kombinierten die beiden ihre musikalische Vielfalt. Die Grundausrichtung ist Pop mit künstlerischem Anspruch, der teilweise in verträumte Sphären abzudriften droht, dann aber durch Rhythmen, Indierock und Trip Hop-Stimmung wieder eingefangen wird.

    Während der Opener "Lux prima" und anschließend "Ministry" auf ein verkopftes Album hindeuten, folgen mit "Turn the light" und "Woman" zwei Höhepunkte, die vor allem durch ihre funkigen bzw. souligen Rhythmen bestechen. Vervollständigt wird dieser stärkste Teil der Platte durch "Redeemer". "Drown" verschleppt das Tempo ein wenig, bevor "Leopard's tongue" den Abschluss der gefälligen Titel bildet. Mit "Reveries" und "Nox lumina" wird zum Ende hin der verkopfte Einstieg gespiegelt.

    Karen O und Danger Mouse haben vielleicht ein paar Ideen zu viel verwurstet, einen roten Faden kann ich nicht erkennen. "Lux prima" hätte ein sehr (zu?) entspanntes Art-Pop-Werk können oder eine Platte mit vielfältigen Songs. So werden alle Möglichkeiten bedient, aber keine wird ausgeschöpft. So werden mir vor allem die o. a. drei Starken Titel in Erinnerung bleiben. Und die Vermutung, dass Danger Mouse der Faktor ist, der spannende Musikprojekte (vergleiche Broken Bells) in seichte Gewässer lenkt.

    Der Musikexpress:
    Karen O und Danger Mouse machen eine große Pop-Welt auf. Zart, ohne schmelzig zu sein ist diese Musik, zeitlos, ohne gestrig zu geraten. Manchmal ist sie ein eckiger Soul für die Gegenwart, bei dem Karen O ihre Drüberness frei schwirren lässt, manchmal ein smooth gleitender Space-Pop-Entwurf. Toll aber ist sie jederzeit: Eine der schönsten Überraschungen des jungen Musikjahres.

    Das Video zum Titelsong:



  • Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)