• Glen Hansard - This Wild Willing


    Da wagt sich aber jemand aus seiner Komfortzone! Mit 48 Jahren und nach zahlreichen Alben mit The Frames (7), The Swell Season (2) und als Solo-Künstler (3) überrascht Glen Hansard plötzlich mit mäandernden Liedern in Überlänge und fern jeder klassischer Songstruktur („Weight Of The World“), einem flüsternden bis raunenden Sprechgesang („Who’s Gonna Be Your Baby Now“), Ausflügen in arabische Klangwelten („Race To The Bottom“), abrupten Post-Rock-Anwandlungen („Fool’s Gold“), dezenter Elektronik neben orchestralen Arrangements („I’ll Be You, Be Mine“) und nur vereinzelt gesetzten Folk-Songs („Brother’s Keeper“).

    This Wild Willing“ bietet 12 Songs in über 64 Minuten  und wurde im Spannungsfeld zwischen Improvisationen und gegenseitiger Inspiration in in Paris mit einer Gruppe von mehr als 20 Musikern aufgenommen (u.a. die klassisch ausgebildete iranischen Brüder Khoshravesh, die Dubliner Elektronikmusiker Deasy und Dunk Murphy (Sunken Foal) und die langjährigen Hansard-Mitstreiter Joe Doyle und Romy). 
    Das Album erscheint als Doppel-LP mit Klappcover und in der limitierten Auflage auf farbigem Vinyl.




    Hansard gibt seinen Songs Zeit, sich zu entwickeln. Streicher, Pianos, Gitarre, die persischen Instrumente steigern sich immer wieder und lassen gleichzeitig auch stillen Momenten Platz. Man hört das Umgreifen auf den Gitarrenseiten, das Atmen vor einem Gesangseinsatz, den Raum, in dem das Album entstanden ist. Doch da ist noch mehr, was auf diesem Album passiert: Das Zusammenspiel zwischen den Menschen im Studio. (…)
    „This Wild Willing“ mag das Rad introspektiver Folkmusik nicht neu erfinden – aber es ist ein intimes Dokument des Zusammenspiels eines Songwriters mit seinen Mitmusikerinnen und Musikern, mit so viel Liebe und Sorgfalt eingespielt, wie man ihnen heute nur selten begegnet.
    (Deutschlandfunk)




    "Brother's keeper" bietet ein wunderschönes Zusammenspiel aus Gitarre und Piano und gefühlvolle Zeilen wie "I'm going deeper / My brother's keeper / I'm looking out for him / The best I can." In "Leave a light", einem schläfrig-schönen, melancholischen Stück heißt es "You're the one / I'll come back to find". Solche Zeilen meint man in Folk-Stücken schon oft gehört zu haben, aber Hansard kann ihnen eine ganz eigene Bedeutung einhauchen. In all seinen Ausdehnungen und sphärischen Kompositionen ist "This wild willing" ein ambitioniertes Werk, das geduldige Hörer erfordert. Während die erste Hälfte abwechslungsreiche Experimente liefert, die nicht immer aufgehen, belohnt die zweite mit neuen Schmeicheleinheiten.
    (Plattentests)




    Glen Hansard unterwegs:
    08.05.19 Köln, Philharmonie
    09.05.19 Frankfurt, Alte Oper
    16.05.19 Berlin, Admiralspalast
    17.05.19 Berlin, Admiralspalast
    19.05.19 Berlin, Admiralspalast



  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    Ich bin positiv überrascht.

    7,5 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Ich auch. 7 Punkte

    Volker hat gesagt…

    Puh, schnell "Between Two Shores" auflegen.

    6

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    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)