• Nilüfer Yanya - Miss Universe


    Aufgewachsen zwischen der türkischen Musik ihres Vaters und der Vorliebe ihrer Mutter für klassische Musik, entscheidet sich Nilüfer Yanya irgendwann irgendwo im Londoner Viertel Chelsea für die Gitarre und den Indierock. Ganz so streng möchte sie die Grenzen aber doch nicht gezogen wissen und so erweitert sie das Spektrum ihres Debütalbums „Miss Universe“ um Einflüsse aus Soul und Electronica über Jazz und Pop bis Trip Hop und R’n’B. 

    Mit „Small Crimes/Keep on Calling“ (2016), „Plant Feed“ (2017) und „Do You Like Pain?“ (2018) waren in den letzten drei Jahren bereits 3 EPs dem Album voran gegangen und brachten Nilüfer Yanya viel Beachtung und u.a. einen Platz auf der „Sound of 2018“-Liste der BBC ein. Für „Miss Universe“ verzichtet die Künstlerin komplett auf die bereits auf den EPs veröffentlichte Lieder und präsentiert 12 Songs und 5 Zwischenspiele mit dystopischen Sprachnachrichten in knapp 53 Minuten. Ihr Mut wird aktuell mit stolzen 85/100 Punkten bei Metacritic belohnt.




    „In Your Head“ verbindet Synthie-Rock mit Indie-Euphorie, „Baby Blu“ zieht es elektronisch in eine ganz andere Richtung. „Melt“ schunkelt frühsommerlich zu Bläsern.
    Sowieso ist der laute Indie-Rock in der zweiten Hälfte des Albums nicht mehr zu hören, „Safety Net“ besitzt die Eleganz einer 80er-Hochglanzproduktion, wegen solcher Stücke fällt der Referenzname Sade häufiger.
    (musikexpress)




    Nilüfer Yanyas Debüt schlägt, immer hart am Pop-Appeal orientiert, einen weiten Bogen von Indie-Rock-Gitarren zu Beatbox-R&B, verwirrt mit billigen Synthesizer-Sounds und - in "Indiemusic" jahrelang völlig verpönt - smoothen Saxofon-Phrasen.
    Melodien, die teils merkwürdig schräg, teils zuckersüß interpretiert werden, mithin einer möglicherweise naiven Unausgewogenheit, die alles zulässt: einen Verriss als unausgereiftes Sammelsurium loser musikalischer Ideen - oder Anerkennung für eine Künstlerin, die unbeirrt ihrer musikalischen Vision folgt, die sich nicht aus dem gerade hippen Coolness-Diktat einer musikalischen Szene speist, sondern ihrer subjektiven Definition des notwendigen musikalischen Ausdrucks ihrer selbst.
    (NDR)





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    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)