• Circa Waves - What’s It Like Over There?


    Nachdem die ersten beiden Alben des Liverpooler Quartetts im Vereinigten Königreich auf Platz 10 („Young Chasers“, 2015) und 11 („Different Creatures“, 2017) kamen, soll nun ein noch größerer Wurf gelingen. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Alan Moulder (Suede, Foals, Nine Inch Nails) greifen sie zu den ganz großen Gesten, reichern ihren Gitarrenrock mit Elementen des modernen Pop an und setzen nun auch auf Klavier, Synthesizer und wummernde Beats. Da wundert es nur wenig, dass „Sorry I’m Yours“ oder „Be Somebody Good“ nach Muse klingen.   

    In weniger bombastischen Momenten könnte man Circa Waves auch mit We Are Scientists („The Way we Say Goodbye“) oder Two Door Cinema Club („Motorcade“) verwechseln. Der Piano-Pop von „Passport“ könnte gut von Tom Odell stammen und im englischen Radio rauf und runter laufen.




    Dabei passt das neue Gewand weitaus besser zu ihren schon immer auf Ohrwurm bedachten Stücken. Wer sich gefragt hat, wie es geklungen hätte, hätten die Briten Adeles „Rolling in the Deep“ geschrieben, bekommt mit „Times Won’t Change Me Now“ die Antwort. Aber wer wollte das ernsthaft wissen? Dazu gibt es Einflüsse von Phoenix, Coldplay und in „Passport“ sogar etwas Beatles.
    Der Neustart ändert nichts daran, dass Circa Waves weiterhin ohne eigene Identität bleiben. Jeden Kniff im ebenso vorhersehbaren wie beliebigen Songwriting erahnt man bereits von Weitem. Wie sie dies dann verpacken, spielt letztlich keine Rolle.
    (musikexpress)




    Auf dem neuen, vom Szene-Veteranen Alan Moulder produzierten Werk mischen die Jungs nun ihren schnieken New Wave-Rock mit Brit-Pop-Elementen, knackigen Hooklines, elektronischen Elementen, Beats, Loops und sogar einer Prise R'n'B-Ästhetik. Eine Prise typisch britischen Größenwahns inklusive entsprechend hymnischer Grandezza, zu der man sich die korrespondierenden Stadiengesten gar nicht mal hinzuzudenken braucht und einer Prise mystischer Verquastheit runden das Ganze ab. In Sachen runderneuerter, aktualisierter BritPop-Ästhetik machen die Jungs also ganz ordentlich was her.
    (Gästeliste)




  • Die 10 besten Alben von Nick Cave And The Bad Seeds

    10. Murder Ballads (1996)
    9. Let Love In (1994)
    8. The Boatman's Call (1997)
    7. Skeleton Tree (2016)
    6. Henry's Dream (1992)
    5. Tender Prey (1988)
    4. Push The Sky Away (2013)
    3. Abattoir Blues / The Lyre Of Orpheus (2004)
    2. No More Shall We Part (2001)
    1. The Good Son (1992)

    (ausgewählt von Dirk)