• The Tallest Man On Earth - I Love You. It’s A Fever Dream.


    Dass man nun vier Jahre auf ein neues Album von Kristian Matsson warten musste, lässt sich vielleicht damit erklären, dass er Amanda Bergman, eine schwedische Singer/Songwriterin heiratete, beide gemeinsam den Film „Once A Year“ musikalisch untermalten, er in den letzten beiden Jahren zwei EPs herausbrachte, darunter eine mit Orchester-Umsetzungen einiger seiner Songs zusammen mit den Musikern von YMusic, und schließlich ein Projekt startete, bei dem er Demo-Versionen neuer Lieder oder Coverversionen im Alleingang aufnahm und die entsprechenden Videos seinen Fans direkt zugänglich machte. 

    Mit „I’m A Stranger Now“ und „All I Can Keep is Now“ haben es auch zwei dieser Lieder auf das fünfte Album von The Tallest Man On Earth geschafft, auf dessen Cover Kristian Matsson erstmals selbst zu sehen ist. „I Love You. It’s A Fever Dream.“ setzt den schlichten Stil der Video-Reihe fort und konzentriert sich größtenteils auf den Musiker, seiner Stimme und Gitarre, die nur gelegentlich von Banjo, Mandoline oder Mundharmonika begleitet wird. Das Auftauchen von Bläsern oder Piano bleibt so dezent, dass Folk-Puristen - falls noch nicht geschehen, denn das Album ist nicht mehr ganz frisch - bei „I Love You. It’s A Fever Dream.“ zugreifen sollten. 




    Im Gesamten besteht das Album aus einer Vielzahl von kleine, aber ganz wunderbaren Folk-Songs wie dem fast akustischen Hotel Bars, dem banjolastigen My Dear, der Mundharmonika-Ballade There’s a Girl oder What I’ve Been Kicking Around, das mit schönem Fingerpicking a la Bob Dylan aufwartet.
    Aber es gibt auch die fulminante Uptempo-Nummer I’m A Stranger Now bevor es mit Waiting for my Ghost wieder akustisch wird. Bei dem Song I’ll be a Sky vermisst man etwas die Richtung aber All I can keep is now ist dann wieder purer Folk mit einigem Herzschmerz und erkennbar fließender Grundmelodie.
    Der finale Song und Titel-Track I love you. It’s a Fever Dream wird mit sanft eingesetzten Bläsern veredelt und ist ein würdiger Abschluss für das insgesamt grundsolide und gelungene Album.
    (Pretty In Noise)




    Verpackt hat Matsson seine zehn neuen Geschichten einmal mehr in melodiöse Indiefolk-Schmachtfetzen, die freilich immer noch vor allem von der grobkörnigen Stimme des Schweden leben. Die Dynamik wurde indes ein wenig reduziert, oft wirken die neuen Stücke getragener und ruhiger, gerade im Vergleich zum Frühwerk des Singer-Songwriters. (…)
    Am besten wird The Tallest Man On Earth jedoch immer, wenn er wieder etwas dynamischer zu Werke geht, so wie im flotten Folkpop von "I'm a stranger now", einer frühlingsfrischen Hymne, die bei jedem guten Radiosender rauf und runter laufen sollte. Natürlich ist die Nummer durchwirkt von einer gewissen Melancholie, doch Aufbruch und Optimismus schimmern hell durch, geben Hoffnung und runden diesen wunderbaren Song letztlich ab.
    (Plattentests)


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    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)