Teitur - I want to be kind

























Dass Teitur nett ist, hätte er gar nicht mehr beweisen müssen. Mit seinen Alben hat er Musikfreunden sehr schöne Momente beschert und neben vielen anderen musikalischen Kollaboration hat er Judith Holofernes' jüngstes Werk "Ich bin das Chaos" bereichert, wenn nicht gar gerettet.

Allein durch seine Herkunft von den Färöer-Inseln hat Teitur schon so einen gewissen Sympathie-Bonus. Wahrscheinlich strahlt da Island aus. Doch bei aller Sympathie ist mir sein ca. neuntes Solo-Album "I want to be kind" zu nett geraten. Viele der Songs stören einfach nicht weiter. In der zweiten Albumhälfte erzeugt Teitur auch über mehrere Songs eine intime Stimmung, aber einen nachhaltigen Eindruck konnte er bei mir auch über mehrere Durchläufe nicht aufbauen. Da habe ich den Vorgänger "Story music" besser in Erinnerung.

"Looking for a place", "Your heart's not in it" und "Playing house" sind die relativen Höhepunkte der Platte. "Businessmen in aeroplanes" konnte bei mir Punkten, da es den Grundstock einer Playlist für Geschäftsreisen bilden könnte.

Gerne verweise ich auf ein posiveres Urteil von Sounds & Books:
Im Prinzip ist I Want To Be Kind das vorweggenommene Winteralbum, bei dem man sich unter die Decke kuscheln möchte und dessen wohltemperierte Songs die Seele wärmen. Als Anspieltipps empfehlen sich neben den erwähnten Tracks der traumhaft schöne Opener „Looking For A Place“, das herzzerreißende „If You Heart’s Not In It“, das liebevolle „Bird Calls“ und der melancholische und doch auch vergleichsweise fröhliche Abschluss mit „I Have Found My Happiness“. Sanfte Musik, die unendlich gut tut.
Das wirklich nette Video zum Titelsong:

1 Kommentar:

Olly Golightly hat gesagt…

6,5 Punkte.

Kann mich bitte jemand im Winter daran erinnern, das Album nochmal zu hören? Das will gerade nicht zum Wetter passen.