• Neneh Cherry - Broken politics

























    Im Dezember wird mit dem "Remastered Limited Super Deluxe Vinyl Box"-Set eines der erfolgreichsten "Trip Hop"-Alben wiederveröffentlicht. Mit Massive Attacks "Mezzanine" war zu dieser Musikrichtung eigentlich alles gesagt. Doch immer mal wieder kommt mir Musik unter, die mich erinnert, welche Perlen dieses Genre hervorbringen kann.

    Neneh Cherry hatte ich nie richtig auf dem Schirm. Ich entsinne mich, dass sie einen Beitrag zu Wim Wenders "Until the end of the world"-Soundtrack geliefert hatte, ihr Duo "7 seconds" mit Youssou N’Dour lief zu meiner MTV-Zeit hoch und runter und da war natürlich noch ihr Halbbruder Eagle-Eye, dessen "Save tonight" nun auch schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Daher hatte ich keine Idee, was Neneh Cherrys neues Album "Broken politics" so bringen würde. Der Titel machte es auf jeden Fall sympathisch.

    Mit dem zweiten Song "Kong" kam die Erkenntnis: Das ist Trip-Hop. Und siehe da, dieser Track wurde von Four Tet und Massive Attacks Robert "3D" Del Naja produziert.


    Trip Hop und ähnliche Ausprägungen elektronischer Musik haben für mich häufig etwas beiläufiges. Ja, solche Musik kann durchaus auch im Fahrstuhl laufen. Aber Neneh Cherrys Texte und die transportierten Messages verleihen "Broken politics" die Würze, die der Albumtitel vermuten lässt. Obwohl die Songs zwischen Downbeat / Trip Hop, jazzigen Momenten und durchaus flotteren Passagen ein relativ breites Spektrum abdeckt, erscheint es in seiner Gesamtheit erstaunlich homogen. Anscheinend zahlt es sich aus, dass Four Tet das gesamte Album produzierte. Weitere Höhepunkte sind "Synchronised devotion", das durchaus auch anstrengende "Natural skin deep" und "Slow release". Mit diesem fünften Album zeigt Neneh Cherry, dass mit ihr durchaus auch in Zukunft zu rechnen sein wird.

    The Guardian:
    The loose instrumentation lets Cherry lead the way: her lines often sound extemporised, shifting easily between wisdom and soulful desolation. The effect is intimate yet expansive. A couple of more aggressive songs reflect Cherry’s origins in Bristol’s post-punk scene – the clubfoot bass drag of Kong, the fuzzy boom of Faster Than the Truth – and establish an atmosphere for Cherry to make sense of who she was and how to keep that person close.

    Konzerte mir ihr sind für Februar 2019 angekündigt:
    • 19.02. Köln
    • 20.02. Berlin
  • 3 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    7,5 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    8 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Es gibt tatsächlich noch Trip Hop! Ich bin positiv überrascht von dem Album. Das Lied mit dieser nervigen Hupe kostet aber 0,5 Punkte.

    Somit: 6,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)