• St. Vincent - MassEducation



















    Coverversionen zum Dritten…

    Während sich Cults dem Album einer anderen Band in seiner Gänze widmeten, knüpft sich St. Vincent einfach ihre eigene letzte Platte vor. Dass es sich bei „MassEducation“ um eher nackte Versionen ihrer aus dem letzten Jahr bekannten Lieder handelt, legt das Plattencover bereits nahe, der Albumtitel zeugt von Annie Clarks Humor, denn „Masseduction“ wurde in Besprechungen häufig falsch geschrieben. 

    „MassEducation“ wurde innerhalb von zwei Tagen von St. Vincent (Gesang) und Thomas Bartlett (Piano) in einem Studio in Manhattan aufgenommen, verzichtet auf das Intro zu „Slow Disco“ namens „Dancing With A Ghost“, wirft die Reihenfolge der 12 Lieder etwas durcheinander.und ist als CD oder LP erhältlich.

    Hier sind zum Dirketvergleich die beiden Versionen von „New York“ und „Slow Disco“ sowie eine Live-Darbietung von „Saviour“ in der Piano-Fassung:






    Auf der Piano Version von "Mass Education" nähert sich die selbstbewusste Stil-Ikone des modernen Pop dem gewissermaßen "klassischen" Songschreiber-Genre. Dass diese Aufnahmen nicht bloß aus einer Laune heraus entstanden sind, sondern dass es sich hier um vollgültige Statements handelt, hat auch mit dem Spiel des Pianisten Thomas Bartlett zu tun. Er ergeht sich in der Rolle des Begleiters nicht nur in romantischem Tastenzauber.
    Bartlett, der mit den Wainwright-Geschwistern Rufus und Martha gearbeitet hat, mit Norah Jones und The National, dämpft die Saiten des Flügels mit dem Arm, verwendet Mehrspurverfahren und sorgt für eine überraschend zeitgenössische, kammermusikalische Inszenierung der Musik. Hinzu kommt der makellose Gesang von St. Vincent. Nein, dies ist kein billiges Second-Hand-Produkt, sondern eine überaus verblüffende Interpretation der Songs von St. Vincent. Bestens geeignet, um sich mit dem Werk dieser Pop-Künstlerin vertraut zu machen …
    (BR)






    Zumindest die Neu-Interpretationen der etwas ruhigeren Songs überzeugen. "Slow Disco" und "Smoking Section" klingen aufgrund der unverfälschten und brüchigen Stimme um Einiges emotionaler als das Ausgangsmaterial. "New York" und "Happy Birthday, Johnny" lebten ohnehin schon im Original von dominanten Klavier-Tönen, berühren aber dennoch aufgrund ihres intimen und sensiblen Charakters. Sonst bietet diese Veröffentlichung kaum Mehrwert.
    Das liegt überwiegend daran, dass Bartlett die Akkordfolgen der einzelnem Nummern nahezu lustlos abspult. Wenn er, wie am Ende von "Savior", doch ein wenig Variationsreichtum an seinem Instrument offenbart und dadurch der Nummer eine völlig andere Richtung gibt, gleicht das auf dem Werk beinahe einem Weltwunder. Improvisationsfreude zählt anscheinend nicht zu seinen Stärken. (…)
    Schlussendlich stellt sich nach mehreren Durchläufen der Platte ein Übersättigungs-Effekt ein, zumal die Vorlagen unter der sperrigen Oberfläche melodisch überaus einfach gestrickt sind. Immerhin präsentiert sich Annie Clark auf dem Werk so nahbar wie noch nie. Als Hörer zieht man trotzdem immer wieder das ursprüngliche Album aus dem Regal, da es den Neueinspielungen zum größten Teil an Einfallsreichtum und an Fantasie mangelt.
    (laut)




  • Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)