Am 27.02.1984 habe ich zum ersten Mal den Bandnamen Echo & The Bunnymen gehört. Woher ich das so genau weiß? Weil das Video von „The Killing Moon“ in Folge 35 der von Peter Illmann moderierten Sendung „Formel Eins“ gespielt wurde. Direkt nach dem Videoüberblick der Top Ten in Großbritannien, aus denen sich Echo & The Bunnymen soeben verabschiedet hatten. So richtig Eindruck hat der Song wohl nicht bei mir hinterlassen, denn aus den Top Ten interessierten mich viel mehr „Relax“ (#1), „Radio Ga Ga“ (#2), „Doctor Doctor“ (#3), Girls Just Want To Have Fun“ (#4), „Holiday“ (#6) und „New Moon On Monday“ (#9).
Danach blieben die 80er Jahre für mich ziemlich Echo & The Bunnymen frei, was auch daran lag, dass sowohl Indie-Musik als auch Post-Punk in Deutschland keine große Rolle spielten. So kann man beispielsweise festhalten, dass Echo & The Bunnymen weder mit einer Single noch mit einem Album die deutschen Charts erreichen konnten und auch niemals wieder in der Sendung „Formel Eins“ gezeigt werden sollten. Erst Ende der 80er Jahre tauchte die Band von Ian McCulloch und Will Sergeant noch einmal auf meinem Schirm auf, nämlich über die große Leinwand, als sie mit der Coverversion von „People Are Strange“ (The Doors) im Film „The Lost Boys“ zu hören waren.
Erst im Rahmen der Britpop-Welle tauchen Ian McCulloch und Will Sergeant wieder für mich auf: Zuerst 1995 mit ihrer neuen Band Electrafixion, deren einziges Album „Burned“ (1995) es in mein CD-Regal schaffte, dann mit ihrem Echo & The Bunnymen Comeback-Album „Evergreen“ (1997), das ihnen in Großbritannien mit „Nothing Lasts Forever“ (nach „The Cutter“ und „The Killing Moon“) ihre dritte Top Ten Single einbrachte.
Erst seit einigen Jahren höre ich mich gezielt in das Werk der 1978 in Liverpool gegründeten Band ein. Neulich hörte ich „Porcupine“ (1983), entweder weil es ihr erfolgreichstes Album war (#2 im UK), es von Ian Broudie von den Lightning Seeds produziert wurde oder mich das Cover, das am gefrorenen Gullfoss in Island aufgenommen wurde, so angesprochen hatte, und war überrascht, wie oft ich an The Mission denken musste, die ich - im Gegensatz zu Echo & The Bunnymen - zwischen 1986 und 1992 sehr oft hörte.
Lange Vorrede, kurzer Sinn: Wir sind mitten in unserer beliebten Serie „Comebacks, auf die die Welt gewartet hat, oder?“, denn Ian McCulloch und Will Sergeant sind mit ihrem dreizehnten Studioalbum zurück, das 12 Jahre, 3 Monate und 15 Tage nach „Meteorites“ erschienen ist.
Hier ist das Wichtigste in Kürze zu „Apples For Isaac“: Das Album wurde von Frontmann Ian McCulloch selbst produziert und bietet 11 Songs in 37:27 Minuten, die sich zwischen Post-Punk, New Wave, Psychedelic Rock und Britpop bewegen. Für den Mix zeichnen Alan Moulder (bekannt für seine Arbeit mit My Bloody Valentine, Nine Inch Nails, Smashing Pumpkins) sowie Andrea Wright verantwortlich. Der Titel nimmt Bezug auf Isaac Newton und behandelt Metaphern rund um Schwerkraft, Zeit und menschliches Vergehen. Der verstorbene Clem Burke (legendärer Schlagzeuger von Blondie) spielte das Schlagzeug auf 10 der 11 Tracks ein, kurz bevor er im April 2025 verstarb. Seine Aufnahmen gehören zu seinen letzten Studioarbeiten. Vorab erschienen die Singles „Brussels Is Haunted“, „The Light That Surrounds You“ und „Take Me By The Hand“ und seit dem 18. September ist das Album als CD und LP (Black Vinyl, Picture Disc, Green Splatter Vinyl) käuflich zu erwerben.
The band have long been open about their admiration for David Bowie, and his influence seems apparent on this record with the first two tracks – ‘Take Me By The Hand’ and ‘Can’t Be Sold’ – calling back to the 1975 Bowie record ‘Station To Station’, in particular ‘Golden Years’. As well as this, the vocals all over the record are beautifully reminiscent of the late, great chameleon of rock, with McCulloch finding the space amongst the upbeat chord progressions to offer brilliant crooning runs. ‘Brussels Is Haunted’ continues the record’s positive sound, yet tells the story of a city which bares the skeletons left behind by two world wars, with an ominous final verse which hints at what might be to come. Joyful “sha la la’s” in the background keep the uplifting feel through astounding lyrical dissonance.The first time the tone of the album genuinely shifts, however, is with ‘An Unstoppable Force’, which seems resigned to fate and has a beautiful, emotive string section towards the end of the track, bringing it to a potentially tearful close. Whether or not you can relate to the lyrical content of the song itself, you can appreciate the sentiment. (…)Echo & The Bunnymen’s first album in more than a decade is a resounding success that both band and production team can take great pride in. The Liverpool greats rise to the occasion, expertly balancing darkness and pain with optimism, hope and love.

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