Wie gut sind eigentlich Arab Strap 2.0?
Aidan Moffat (Gesang, Texte) und Malcolm Middleton (Gitarre, Musik) gründeten ihre Band 1995, veröffentlichten sechs Alben und lösten diese 2006 auf. 2011 und 2016 spielten sie zusammen vier Konzerte und arbeiteten seit 2019 wieder zusammen an gemeinsamer Musik. Das 2021 und nach 16 Jahren Funkstille veröffentlichte „As Days Get Dark“ erreichte mit 8,071 Punkten Platz 6 bei Platten vor Gericht, „I'm Totally Fine with It 👍 Don't Give A Fuck Anymore 👍“ stand diesem drei Jahre später nahezu nicht nach (Platz 10 mit 8,000 Punkten). Diese Woche erscheint - 30 jahre nach ihrer Debütsingle „The First Big Weekend“ mit „Half-Told Tales“ das neunte Album von Moffat & Middleton, denn die Geschichte von Arab Strap ist noch nicht auserzählt.
Der Opener „I Get Noise“ macht seinem Namen alle Ehre und lässt an lärmende Post-Punks wie Idles denken, nur das gequälte Saxophon stört. Der tanzbare Synth-Pop vom sich anschließenden „You You You“ ist so eingängig, dass man sich statt des sprechsingenden Aidan Moffat eher Bernard Sumner oder Neil Tennant als Sänger erwartet hätte. Auch wenn hier die Gitarre von Malcolm Middleton lauter und dominanter ist als jemals bei New Order oder den Pet Shop Boys. Es folgt mit „Be A Man“ sanft pluckernder Slowcore, bevor für „Fighting For You“ wieder Tempo aufgenommen und die Gitarren als Waffen gezückt werden. Nach diesen ersten vier Songs folgen weitere zehn, so dass das von ihrem Langzeit-Kollaborateur Paul Savage (The Delgados, The Twilight Sad, Mogwai, Franz Ferdinand) produzierte Album 56 Minuten läuft.
„Half-Told Tales“ ist als Doppel-LP (black Vinyl, chick yellow Vinyl) erhältlich und ein sicherer Anwärter auf die Top 20 am Ende des Jahres bei Platten vor Gericht.

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen