Der mittlerweile 77-jährige Trevor Horn gründete zusammen mit dem englischen Musik-Journalisten Paul Morley das Label ZTT Records und war Mitbegründer von Art Of Noise. Als Produzent war er in den 80er Jahren für einige tolle Alben - wie „The Lexicon Of Love“ (ABC), „Welcome To The Pleasuredome“ (Frankie Goes To Hollywood), „Slave To The Rhythm“ (Grace Jones), „A Secret Wish“ (Propaganda) oder „Street Fighting Years“ (Simple Minds) - mitverantwortlich. Auch in den folgenden Jahrzehnten suchten viele bekannte Musiker*innen , wie beispielsweise Paul McCartney, Rod Stewart, Seal, Pet Shop Boys, Belle & Sebastian oder Robbie Williams, die Unterstützung von Horn.
Offensichtlich ist Kele Okereke Fan von Horns hochpolierter 80s-Pop- und Synth-Ästhetik, denn bei der Suche nach einem Produzenten für das siebte Studioalbum von Bloc Party fiel die Wahl auf diesen.
„Anatomy Of A Brief Romance“ ist als Konzeptwerk angelegt, das chronologisch die autobiografischen Phasen einer kurzen, intensiven Beziehung nachzeichnet und von Okereke zwischen Club, Fitnessstudio und Schlafzimmer verortet wird. Auf 14 Songs hören wir nun druckvolle, präzise Drums, voluminösen Synthesizer-Einsatz und extrem glatte Arrangements, bei denen Keles Stimme weit in den Vordergrund gerückt ist.
Fans von Bloc Party warten seit „Silent Alarm“ (2005) und „A Weekend In The City“ (2007) auf eine weitere Großtat des Quartetts und müssen dies weiterhin tun.
Zum Auftakt gibt es gefälligen, sanft pluckernden 80ies-Synthie-Pop („22.01.22“) und anschließend vier der fünf vorab veröffentlichten Songs, von denen „Coming On Strong“ und „Love Bombs“ gearde noch als medioker durchgehen, während „Pigwig“ komplett durchfällt. Zumindest „Lagoon Blue“, eine Neuaufnahme des bereits 2023 auf der „The High Life“ EP veröffentlichten Songs „Blue“, hält die Hoffnung hoch, dass Bloc Party es noch können. An den folgenden vier Songs lässt sich wenig mäkeln und dass „Not Your Problem“ etwas monoton ist, wird durch die dominanten Gitarren wieder ausgeglichen. Für alle Nörgler haben Bloc Party dann noch den „Now We Can’t Be Friends“ aufgenommen, der Okerekes hornschem Synth-Pop-Traum wohl am nächsten kommt. Letzteres - also in gut - gilt auch für „Rotherhithe“, eine theatralischen, an Ultravox erinnernde Ballade. „Stories“ und „Moving On“ und der abschließende, pure Pop-Song „Eulogy“ sind ebenfalls eher ruhig gehalten, aber auf der Haben-Seite zu verbuchen.
Bloc Party sind aktuell Kele Okereke (Gesang, Gitarre), Russell Lissack (Gitarre), Louise Bartle (Schlagzeug) und Neuzugang Harry Deacon (Bass).
„Anatomy Of A Brief Romance“ ist als CD und LP (Black Vinyl, Recycled Red Vinyl, Lime Green & Red Splatter Vinyl, White and Red Splatter Vinyl, Crystal Clear & Red Yolk Vinyl, Transparent Vinyl (2 LPs)) erhältlich und im November sind Bloc Party zusammen mit Interpol in Deutschland:
11.11.2026 Berlin, Uber Arena
12.11.2026 Hamburg, Barclays Arena
14.11.2026 Düsseldorf, PSD Bank Dome
Unfortunately, some lyrics verge on clichéd, and the final act indulges the self-absorption that heartbreak brings. Yet that’s the album’s most distinctive element, as the author never attempts to disguise his vulnerability as he once did. Instead, Bloc Party embrace the messiness of love and loss on what is undeniably a concept album that is uneven in places but, in that way, reflects the subject it’s covering.It may not be among their finest work, but ‘Anatomy Of A Brief Romance’ is surely a cathartic release for its composer and for listeners who see their own experiences reflected in it.

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