Die erste Vorladung (XII-MMXXVI)
Personalien:
Die Berliner Band Roomer ist nach ihrem Debütalbum und dem Ausstieg von Arne Braun zu einem Trio geschrumpft, das aus Ronja Schößler, Ludwig Wandinger und Luka Aron besteht.
Tathergang:
Roomer wurde gegründet, um ihre unterschiedlichen musikalischen Welten in einem klassischeren Rockband-Format zusammenzubringen, denn auch vorher hegte man langjährige Freundschaften und pflegte gemeinsame Kollaborationen in der europäischen Avantgarde-, Free-Improv-, Folk- und Electronic-Szene. Über das Münchner Label Squama Recordings wurde im April 2025 als Quartett das Debütalbum „Leaving It All To Chance“ veröffentlicht, diesen Monat brachte man als Trio „Staircase Of Rope“ (Black Vinyl) heraus. Während das Debüt auf Songs fußte, die sich bereits auf unzähligen Konzerten bewährt hatten, entstand das neue Album genau umgekehrt: Zuerst im Studio, oft aus Improvisationen heraus und meist in Aufnahmen in einem einzigen Durchgang, an denen die Band nichts mehr ändern wollte. Egal, ob diese auf dem Sofa im Elternhaus an einem Sommertag zwischen zwei Spaziergängen aufgenommen wurde oder im Betontreppenhaus neben dem Münchner Squama-Hauptquartier oder in diversen Schlafzimmern.
Plädoyer:
Wenn man „Staircase Made Of Rope“, die Treppe aus Seil, als Strickleiter versteht, dann passt dies gut zur Entstehung des Albums, denn die Songs von Roomer basieren nicht auf fest zementierten Strukturen, so dass man vorher nicht weiß, in welche Richtung sie sich bewegen werden, ob leise, intime Schlafzimmer-Passagen oder abrupte Noise-Wände folgen. Roomer selbst schleppen sich träge und hangeln sich schlingernd auf diese Weise in 10 Songs über die Stufen Dreampop, Shoegaze, Slowcore, Noise-Rock und Post-Rock nach oben.
Zeugen:
“Something New” is as lively as slowcore can be with its scintillating guitars. However, the pacifying Boris-esque coda that seamlessly segues into the crusting, monolithic “Grey” is one of several affecting moments that deserved to breathe, in order to land with greater impact. “Good On My Own” is similar, initially propelled by an askew rhythmic backbone, then tapering off to a low-res guitar lullaby that could feel less tacked on if it were prolonged. But those decisions were driven by impulse, given the improvisatory element.As a result, Roomer occasionally embark on a stranger path, with the surreal guitar licks on “Written By”, the abrupt cyclone of distortion interlude “No Different After All”, the dead-march title track “Staircase Made of Rope”, and the abstruse words throughout similar to shoegaze’s pioneers. Yet if Roomer gave more time to honing their noisy feedback, their second effort wouldn’t sound so uniform.
Indizien und Beweismittel:
Ortstermine:
22.10.26 Berlin, Neue Zukunft
17.11.26 München, Milla Club
Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

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