"Anything besides classical or rap.“ Rob Gordon, der Plattenladenbesitzer aus „High Fidelity“, und seine Mitstreiter verachten kommerziellen Pop, seichten Mainstream-AOR der 80er/90er oder "weichgespülte" Konsensmusik. Deshalb hören wir Iim Soundtrack zur Verfilmung mit John Cusack The Velvet Underground, Love, Bob Dylan, Stereolab, The KInks und selbstverständlich an prominenter Stelle The Beta Band. Gordon richtet sich im Film direkt in die Kamera an den Zuschauer, um seine Lebens- und vor allem Liebesgeschichte zu erzählen. Damit durchbricht er die so genannte vierte Wand. Dieser Begriff bezieht sich auf die offene Seite einer Zimmerdekoration auf einer Theaterbühne, also eine nur imaginäre Wand.
Damit kommen wir zu The Fourth Wall, einem aus Stephen Agustin (Gesang, Gitarre, Piano, Synthesizer, Produktion), Kendall Sallay (Synthesizer, Gesang), Kasey Campbell-Shun (Gitarre, Gesang), Jason Taylor (Bass) und Andrew White (Schlagzeug) bestehenden Band.
Selbstverständlich würde auch die Schallplatte (black Vinyl) ihres fünften Albums, das über DevilDuck Records veröffentlichte „Memories Of The Future“, in Rob Gordons „Championship Vinyl“ stehen. Die düstere und bombastische Mischung aus Indierock, Noisepop und Shoegaze mit ihren atmosphärischen Soundscapes, starkem Hall und prägnanten Gitarren dürfte ihm ebenfalls gefallen. Was man vom Rolling Stone nicht behaupten kann:
Bei dem Quintett aus Portland geht es um alles: um Dystopie versus Utopie, um Rollbacks und das Gefangensein in Retroschleifen, um die Flucht in eskapistische Mätzchen und ums Augenverschließen vor Kriegen und der ökologischen Katastrophe. In ihrem adäquat weltumspannenden Sound bedienen sich The Fourth Wall bei Bright Eyes, Muse und Tame Impala.Die bombastisch gesteigerten Gen‑Z-Indie-Pop-Pastoralen („Entropy“) überwältigen mehr, als dass sie zum Nachdenken anregen. The Fourth Wall versammeln Zutaten aus Folk, Glam und Space Rock zu einem durchaus progressiven Gemisch. Nur werden daraus selten gute Songs.

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