Agnes Obel - The Meaning Of Flowers


Beim Golden Leaves Festival widmete Agnes Obel ihren damals noch unveröffentlichten neuen Song „Never Been“ einer kleinen Person, die hoffentlich schon schläft. Mit „Laymelli“ oder „Faustian Deal“ fanden noch weitere Lieder ihren neuen Albums den Weg in die Setliste, mittlerweile ist „The Meaning Of Flowers“ auch erschienen.

Bei der von Agnes Obel angesprochenen kleinen Person handelt es sich um deren Tochter, die vermutlich Ende 2021 geboren wurde. Viel mehr Informationen sind der Öffentlichkeit zu der Kleinen aber nicht bekannt, jedoch berichtet Obel nun im Rahmen der Veröffentlichung von „The Meaning Of Flowers“ vom massiven Einfluss ihres Nachwuchses auf die Entstehung ihrer Musik: Das Album wurde vollständig von Agnes Obel selbst in ihrem eigenen Studio in Berlin geschrieben, eingespielt, arrangiert und produziert - den zeitlichen Rahmen gab aber meistens ihre Tochter vor. Zudem beschreibt sie in Interviews eine transformative Wirkung der Schwangerschaft und der Geburt auf ihre Wahrnehmung und Denkprozesse. Zudem suchte sie nach Poesie über das Gebären und Neuanfänge und stieß dabei unter anderem auf die antiken Texte der Dichterin Enheduanna und die philosophischen Ideen von Hannah Arendt und Emanuele Coccia. 
Durch die Wiederentdeckung ihres eigenen „inneren Kindes“ über ihre Tochter ging sie unbefangener an Instrumente und Rhythmen heran: Erstmals baute sie rhythmische Fundamente aus brasilianischer Perkussion in ihre Kompositionen ein, öffnete Synthesizer- und Streicher-Arrangements, um vielschichtige, fast orchestrale Klanglandschaften in ihrem Studio zu erschaffen und stürzte sich in modulierte Gesangsexperimente.

Daher klingt „The Meaning Of Flowers“, das sechseinhalb Jahre nach „Myopia“ veröffentlicht wurde und ihrer Tochter gewidmet ist, anders als seine vier Vorgänger und schwebt zwischen Kammerpop,  Electronica, Artpop, zeitgenössischer Klassik und Dreampop. Das Album ist über Deutsche Grammophon als CD und LP (Black Vinyl, Smokey Silver Vinyl und Purple Marbled Vinyl) erschienen. 

Agnes Obel (mit vermutlich dann schon schlafender Tocher) in Deutschland: 
21.09.2027 Düsseldorf, Tonhalle
09.11.2027 Stuttgart, Liederhalle (Beethovensaal)
10.11.2027 Nürnberg, Meistersingerhalle
12.11.2027 Hamburg, Laeiszhalle (Großer Saal)
13.11.2027 Berlin, Uber Eats Music Hall


 


Ihren schwerelosen Kammerpop erweitert Obel vermehrt um Electronica und rhythmische Experimente. „Laymelli“ etwa steht auf elektronische Texturen und einem sanften Klangteppich. Im einzigen Instrumentalstück „Tangerine“ entfaltet sich ein Wechselspiel zwischen Saxofon-Arpeggien, Celesta und Klavier.
Obel hat arrangiert, produziert und aufgenommen, spielt Klavier, Synthesizer und Keys, arbeitet mit Samples und verfremdeter Stimme. Unterstützt wird sie von einem Ensemble aus Streichern, Bass, Flöte, Saxofon, Lap-Steel-Gitarre und Percussion. Das kann man einfach genießen – oder tiefer eintauchen in Obels Welt (…).


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