• ViVii - ViVii


    Und in Schweden so? (2)

    Wie die gestern vorgestellten Melby kommen auch ViVii aus Stockholm und legten kürzlich ihr Debütalbum vor. Das Trio besteht aus Caroline und Emil Jonsson, die ursprünglich aus Göteborg stammen und sich als Kinder in einem Sommercamp kennen lernten, sowie ihrem Freund und Produzenten Anders Eckeborn. Auf Bandfotos ist jedoch zumeist nur das Ehepaar Jonsson zu sehen, da sich Eckeborn im Hintergrund halten möchte. Im Mai 2018 erschien mit „Savant“ eine erste EP, Im Frühjahr 2019 folgte das Debütalbum über Dumont Dumont (Josin, Charlie Cunningham). 

    „ViVii“ bietet elf melodisch-sphärische Dreampop Songs, bei denen sich Caroline und Emil den oftmals gehauchten Gesang teilen. Könnte Freunden von Beach House, Bon Iver und Club 8 gefallen. Aufgrund der Single „Suckerpunch“ muss auch Lana Del Rey genannt werden:

    Die vielleicht erstaunlichste Erkenntnis an diesem Debütalbum und zugleich ein Beleg für das enorme Selbstbewusstsein von ViVii: In allen anderen Songs der Platte singt Caroline Jonsson mit Kopfstimme, die deutlich weniger nach LDR klingt und insgesamt sogar besser zur Ästhetik passt, die das Trio hier zu bieten hat. So drängt sich schon im Opener Pick Me Up eine ganz andere Parallele auf: Er beginnt wie ein Sirup aus Sounds, darüber legt sich dann Emils Helium-Stimme, bevor das Lied mit dem Refrain eine klarere Form findet, die ziemlich sehr einem Seidenschal ähnelt, der sich auf die Haut legt. „You can come and pick me up / you can come and save the day“, singt Caroline, und man muss zwangsläufig an Stars aus Kanada denken, nicht nur wegen der Sanftheit und Eleganz, sondern auch wegen des herrlichen Zusammenspiels der Stimmen.
    Die Strophe von Love Love Love scheint eine hochmoderne Version von Country zu sein, der Refrain steht hingegen für zeitlose Schönheit. Emils Stimme klingt in Wanna Fly wie eine Glaskugel, die zersplittert ist und dann wieder zusammengesetzt wurde. End Of June ist zunächst akustisch, am Ende gibt es Call and Response. Der Anfang von Siv (You And I) lässt an Supertramps Give A Little Bit denken, dann setzen leichtfüßige Rhythmen à la Vampire Weekend ein, schließlich ein Refrain mit großer Geste, wie er zu Kate Bush oder Lorde passen würde.
    (shitesite)









  • Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)