10 Fakten zum neuen Album von Harry Styles:
1. Die Fans von Harry Styles mussten so lang auf ein neues Album von ihm warten, wie nie zuvor. 2 Jahre, 7 Monate und 1 Tag vergingen zwischen seinem Solodebüt „Harry Styles“ (2017) und „Fine Line“ (2019), auf „Harry’s House“ (2022) mussten sie 2 Jahre, 5 Monate und 7 Tage warten, nun waren es 3 Jahre, 10 Monate und 17 Tage.
2. „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ steht seit dem 6. März 2026 in den Plattenläden und bietet 12 Songs in 42:33 Minuten - Standard für Alben von Harry Styles, denn deren Spielzeiten lagen bisher zwischen 40:18 Minuten und 46:37 Minuten.
3. Apropos Plattenläden: Dort steht „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ als CD (auch als Casebook CD), Kassette (Silver Glitter) oder LP in zahlreichen Varianten: Black Vinyl, Tomato Red Vinyl, Pop-Blue Vinyl, Pink Kiss Vinyl, Smoke Machine Silver oder Milky Clear Vinyl.
4. Nennen müssen wir noch das Pomodoro CD Box Set für ca. 65,- €, das mit seltsamen Quatsch daher kommt: Includes an egg timer, mesh grocery bag, keychain, notepad and pencil set, tea towel and a CD.
5. „As It Was“ war der größte Hit von Harry Styles und wird es vermutlich auch bleiben, drei Gründe dafür: 1. Laut der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) war „As It Was“ die erfolgreichste Single des Jahres 2022 weltweit. 2. Auf Spotify war es der meistgestreamte Song des Jahres 2022 weltweit. 3. n den USA (Billboard Hot 100) hielt sich der Song 15 Wochen auf Platz 1 – das war ein Rekord für einen britischen Solokünstler. Da konnte „Aperture“, die erste Single aus „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ natürlich nur schwerlich mithalten. Dennoch wurde es seine dritte Nummer 1 Single im Vereinigten Künigreich und den USA nach „As It Was“ und „Sign Of The Times“ bzw. „Watermelon Sugar“. In Deutschland erreichte nur „As It Was“ Platz 1, die beiden anderen genannten Songs kamen in die Top 20. „Aperture“ schaffte nun Platz 7.
6. Harry Styles arbeitet hauptsächlich mit dem US-Amerikaner Tyler Johnson (Beyoncé, Halsey, Miley Cyrus) und dem Engländer Thomas Hull aka Kid Harpoon (Florence + The Machine, Jessie Ware, Lykke Li) zusammen. So fungieren diese beiden auch, wie bei den Vorgängern, auf „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ als Produzenten und Co-Songwriter.
7. Die Aufnahmen fanden u.a. in den Londoner Abbey Road Studios, in New York oder Los Angeles statt. Ein Großteil des Albums entstand in den legendären Hansa Studios in Berlin. Styles hat dort viel Zeit verbracht und sich von der dortigen Clubkultur inspirieren lassen. Aber auch sportlich war er in unserer Hauptstadt aktiv: Während der Aufnahmen in Berlin lief er 2025 inkognito beim Berlin Marathon mit.
8. Vermutlich fand sich Ellie Rowsell, die Sängerin von Wolf Alice, eher in einem Londoner Studio ein, um ihre Backing Vocals für gleich drei Songs („Aperture“, „Taste Back“ und „Season 2 Weight Loss“) aufzunehmen, gleiches gilt für den Londoner House Gospel Choir, der auf insgesamt vier Liedern („Aperture“, „Are You Listening Yet?“, „Season 2 Weight Loss“ und „Pop“) zu hören ist.
9. Den größten musikalischen Einfluss auf das vierte Album von Harry Styles lieferte LCD Soundsystem, die Styles mehrmals live in Madrid gesehen hatte. So wollte er unbedingt auf trockene, treibende Beats und diese typischen „kratzigen“ Analog-Synthesizer setzen, die man sonst eher von James Murphy kennt. Als visuelle Hommagedarf selbstverständlich die Disckokugel herhalten, die auch das legendäre selbstbetitelte Debütalbum von LCD Soundsystem aus dem Jahr 2005 zierte.
Doch „Kiss All the Time. Disco, Occasionally.“ ist sinnlicher und weniger starorientiert als die Musik, die sie zuvor gemacht haben. Styles‘ Stimme ist manchmal dem Track untergeordnet, gefiltert oder im Mix versenkt. Und obwohl es Hooks gibt – jede Menge davon – treten auch diese manchmal hinter Tieffrequenz-Thumps, Grooves, Shimmies und Shakes zurück, die sowohl klanglich als auch erotisch dirty sind. Das ist Musik, der es mehr ums Sein als ums Bedeuten geht, um Erfahrung statt Ego.„Kiss All the Time. Disco, Occasionally.“ eröffnet mit vier echten Bangern: dem trance-lastigen „Aperture“; „American Girls“ mit einem beißenden Low End, das wie aus einem 8-Bit-Videospiel geklaut klingt; „Ready, Steady, Go!“, das eine Chic-Basslinie mit einem Flugzeug-Whoosh-Effekt verbindet, als würde ein DJ denselben Track auf zwei leicht versetzten Turntables spielen; und „Are You Listening Yet?“, wo schwere 2010er-Vibes sowohl an LCD Soundsystem als auch an Stargate-Synth-Bounce-Productions für Rihanna erinnern. Dazu kommt „Dance No More“, ein Achtzigerjahre-Synth-Fest nach dem No-Parking-on-the-Dance-Floor-Prinzip, mit Chorus-Shouts von „Respect your mother!“, die Drag-Ball-Kultur beschwören.
10. Zum Abschluss kommen wir immer auf Konzerte zu sprechen, da dies aber für die deutschen Fans von Harry Styles kein schönes Thema ist - vor allem, wenn man bedenkt, dass das Album in Berlin entstanden ist. Daher werfen wir einen Blick auf den Metascore seiner vier Alben bei Metacritic: „Harry Styles“ (68/100 Punkten), „Fine Line“ (76/100, „Harry’s House“ (83/100) und „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ (78/100).


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