Fran Healy - Wreckorder

















Was haben Sigur Rós, Guillemots, Tiger Lou, Bloc Party, The Killers, Travis und Maximo Park gemeinsam? Richtig, ihr jeweiliger Sänger hat dieses Jahr sein erstes Soloalbum veröffentlicht, und dabei überzeugende (Jónsi, Fyfe Dangerfield), mediokre (Rasmus kellerman), diskutable (Kele) bis indiskutable Ergebnisse (Brandon Flowers) vorgelegt.
Wo muss man "Wreckorder", das Solodebüt von Fran Healy, einordnen?





Es muss schön sein, wenn man neben der Wohnung in Berlin noch ein Appartement in New York hat, denn dann kann man seine Platte, wie bei Herrn Healy geschehen, in beiden Städten aufnehmen. Kennt man dann auch noch Neko Case und Paul McCartney, hat man auch gleich ein paar nette Gäste, die Songs mit ihrem Gesang bzw. Bassspiel bereichern können ("Sing Me To Sleep" bzw. "As It Comes").
Heraus gekommen ist ein Album, das stark nach Travis klingt (etwa die Single "Buttercups" oder das leicht-beschwingte "Holiday"), ohne jedoch mit einem wirklich großartigem Song aufzuwarten, aber in dem ein oder anderen Moment auch zu überraschen weiß, wenn zum Beispiel bei der schmachtenden Ballade "Anything" die Streicher groß aufspielen oder wenn uns Healy in "As It Comes" den Leonard Cohen gibt.
Mit 35 Minuten ist "Wreckorder" ein wenig kurz geraten, so dass man sich auf die Suche nach den Bonus-Tracks "Robot (Skit For Comedy Show)" (japanische Ausgabe) und "Sierra Leone" (Special Edition) begeben sollte.

Lead single Buttercups is a sad tale of an on-the-cheap romantic gesture being tossed to one side, and it’s still got that old melancholy magic to it. It does the thing that Fran does best, which is find a light, humble way to make quite an angry point about where our heads are at these days.

Fly in the Ointment even has that Why Does It Always Rain on Me? swagger to it, even if it does display a far more jaundiced, finger-pointing view of humanity. Never mind telling a teenage lie, the protagonist in this song is a grump who is just trying to get everyone out of his face so he can go and get a drink.

It does feel a little strange that the chance to throw in a colliery brass band or dubstep breakdown has been largely ignored. Holiday is so close to being Writing to Reach You in arrangement, you wonder why he didn’t ditch the chiming guitar, in favour of something else. But then, why should he?

Yes, he’s got Paul McCartney playing slurpy bass on As It Comes, and Neko Case pops up on the countrified duet Sing Me to Sleep, but there’s no escaping the sound of his past.
(bbc.co.uk)


"Anything" und "As It Comes" als BBC Radio Scotland Session:






Kommentare:

noplace hat gesagt…

"ein Album, das stark nach Travis klingt"

finde ich gar nicht mal. aber gut finde ich das album.

Dirk hat gesagt…

Gute 7 Punkte für Fran Healy.

Ingo hat gesagt…

Ein paar Momente klingen nicht nach Travis. Aber vor allem klingt das Album nicht mit Gewalt "nicht nach Travis". 7,5 Punkte

noplace hat gesagt…

ich zücke auch die 7,5

Volker hat gesagt…

Wer hier richtig hinhört wird feststellen, dass sich hier verdammt wenig nach Travis anhört. Natürlich ist Frans Stimme Frans Stimme, aber selbst seinen Gesangsstil variiert er hier deutlich mehr, als man es von Travis gewohnt ist. Und für meinen Geschmack weisen auch die Arrangements der Lieder deutliche Unterschiede zur Hauptband auf.
Und plötzlich gefällt mir sogar sowas wie "As It Comes", dass ich nach einer ersten Hörprobe spontan als Nichtigkeit abgetan hatte.
Für mich ist dieses Solo-Album klar besser, als das letzte Travis-Album

8 Punkte