• Rasmus Kellerman - The 24th

















    Jedes Mal, wenn ich ein Tiger Lou Album vorstelle, verweise ich auf den Sänger und Gründer der Band: Rasmus Kellerman.
    Nun kann ich den Spieß einmal herumdrehen: Rasmus Kellerman, um dessen erstes Soloalbum es sich hier drehen soll, ist der Sänger und kreative Kopf der schwedischen Rockband Tiger Lou.
    Dabei wurde der Begriff "Rockband" erst in den letzten Jahren so richtig passend und Kellerman stellte beim letzten Auftritt in Koblenz überrascht fest, dass er zum ersten Mal auf einem Tiger Lou Konzert Zuschauer beim Headbangen sehen konnte. Das gab ihm wohl zu denken und so verbannte er für "The 24th" nahezu alle elektrischen Gitarren aus dem Studio (mit Ausnahme des abschließenden "Now Hush") und kredenzt uns 11 getragene, größtenteils sparsam instrumentierte Akustiksongs. Bei "The Greatness & Me" gibt er uns den Springsteen oder stibitzt auf "Woodlands" einfach bei sich selbst ("Oh Horatio"), aber das darf er, der Herr Kellerman.

    Das Ergebnis dieser Bestandsaufnahme sind die elf Songs von Rasmus Kellermans erstem richtigen Solo-Album „The 24th“. Die vertrackten Strukturen und elektronischen Spielereien von Tiger Lou sucht man darauf vergebens, stattdessen findet man soliden Songwriterpop mit schönen Melodien und klugen, nachdenklichen Texten. Zwischen Kindheitserinnerungen und Zukunftsvisionen gelingt Rasmus Kellerman genau die richtige Balance zwischen eher minimalistischen Stücken („Five Years From Now“) und fast hymnischen Popsongs („Where Do You Go At Night“).

    „The 24th“ ist ohne Zweifel ein gelungenes, hörenswertes Album für die erste Zeit nach Tiger Lou. In Zukunft darf es dann aber gerne auch wieder etwas anspruchsvoller und herausfordernder sein.
    (roteraupe.de)


    Solo unterwegs, aber nicht in Koblenz:
    02.06.10 Berlin, Magnet
    03.06.10 Hamburg, Prinzenbar
    04.06.10 Köln, Studio 672
  • 3 Kommentare:

    Anonym hat gesagt…

    Dabei hatte er sich doch gefreut, dass meine Haare geflogen sind...und mir ein Lied gewidmet. Hmpf.

    Dirk hat gesagt…

    ;-)

    Die ersten Titel sind prima, leider verflacht es im Verlauf der Zeit.

    6,5 Punkte

    aXel hat gesagt…

    Ich sehr keine Verflachung, daher: 7.5

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)