• Noisettes - Wild Young Heart


    Platten die hier noch nicht stattgefunden und durchaus Chancen auf einen Platz in meiner Jahres-Top 20 haben:
    #4 Noisettes

    Ich hätte schwören können, dass das überaus scheußliche Debut-Album der Noisettes "What's The Time Mr. Wolf" hier im Blog besprochen wurde, vielleicht funktioniert ja nur meine Such-Version nicht richtig. Dieses mit übelsten Blues-Rock gefüllte Machwerk (Ganz weit oben auf der Jack White Skala) hatte ja durchaus seine Fans. Da ich - ist es schon aufgefallen? - mit dieser Musik aber nun gar nichts anfangen konnte, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, Geld für den Nachfolger "Wild Young Hearts" auszugeben. Allerdings gab mir dann ein guter Bekannter, der meine Vorlieben ein wenig einzuschätzen weiß und meine Suche nach perfektem Pop teilt, den Hinweis, es doch mal mit diesem Album zu versuchen, klänge es doch vollkommen anders als der Erstling.
    Gesagt getan. Was beide Alben auf jeden Fall eint, sind die wirklich nicht augenschmeichelnden Cover. Gott sei Dank enden dort aber auch schon die Gemeinsamkeiten. Und überraschender und durchaus auch mutiger könnte der Einstieg mit "Sometimes", einer ganz ruhigen, reduzierten, sich auf die Stimme von Shingai Shoniwa konzentrierenden Ballade, kaum sein. Und auch der Bruch zum nächsten Stück, der Single und nahezu Diskonummer "Don't Upset The Rhythm (Go Baby Go)" (hört hier noch jemand Ähnlichkeiten zu No Doubt's "Hey Baby") ist ein gewaltiger. Und so geht es eigentlich auf dem ganzen Album weiter. Das dies dennoch nicht irgendwie zerfleddert oder zusammengeschustert wirkt, sondern gut funktioniert, liegt vor allem an der Stimme der oben genannten Sängerin, deren gewisses souliges Timbre dann doch immer wieder den entscheidenden Wiedererkennungswert beinhaltet. So ensteht trotz vieler unterschiedlicher Stilrichtungen doch so etwas wie eine Einheit. Fans des Debuts mag das alles zu überproduziert und glatt sein, ich sage: "Zum Glück". Noch ein "What's The Time..." hätte ich nicht ertragen.

    Anspieltipps: Sometimes, 24 Hours





    "Never Forget You" Video

  • 3 Kommentare:

    oliver r. hat gesagt…

    Ich hatte das Debüt der Noisettes vorgestellt, Volker! Ich mag ja Blues-Rock.

    Die Suchmaschinenfunktion bei Blogger ist wirklich verbesserungswürdig, das ist mir schon oft aufgefallen.

    Dirk hat gesagt…

    Ich glaube, das Album hat 2007 bei uns den letzten Platz gemacht.
    ;-)

    Link

    Volker hat gesagt…

    Dieses hier hätte mehr verdient

    8

    Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)