• The Big Pink - A Brief History Of Love
















    #9 The Big Pink

    Wäre doch nur jede musikalische Wiederkehr so schön wie das diesjährige Shoegaze/Noisepop- Revival! Nach 10 bis 15 Jahren macht es wieder richtig Spaß Musik zu hören, wie zu Beginn der 90er, als sich My Bloody Valentine, The Jesus & Mary Chain, The Stone Roses, Ride und Co. im wahrsten Sinne des Wortes einer heavy Rotation auf meinem Plattenspieler erfreuen durften.





    „Dominos" Video


    Jetzt beschert uns das fast schon vergessene 4AD Label mit „A Brief History Of Love" ein wahres Wunderwerk dieser Renaissance. Rick Costey (Muse, Interpol, Glasvegas) und Alan Moulder saßen an den Reglern und sorgten dafür, dass der Sound der beiden Multi-Instrumentalisten Robbie Furze und Mio Cordell auch exakt nach den oben genannten Vorbildern klang.
    Bei „Crystal Visions" werden die Soundwände von herrlichen Melodien durchbrochen, so dass man (an) „loveless" denkt, aber „loving" rufen möchte. „Dominos" geht, einmal gehört, nicht mehr aus dem Ohr und würde sich auf dem „Madchester" Sampler wunderbar irgendwo zwischen „Elephant Stone", „Indian Rope" und „Shall We Take A Trip" machen. Für "Love In Vain" würde der Black Rebel Motorcycle Club töten und „Velvet" wäre die absolute Krönung für „Achtung Baby" und würde diesem traumhaften Album noch die Noisekrone aufsetzen. Die letzte Drittel der Platte ist aber nicht mehr so herausragend? Egal! Fangen wir einfach wieder bei „Crystal Visions" an...





    „Too Young To Love" Video


    Schon die ersten Sekunden sind so neblig, dass man Mühe hat, hindurchzukommen. "Crystal visions" heißt der Song, der diese Platte eröffnet und vorerst auch ihr bester bleiben wird. Ein stoischer Beat zerschneidet die angespannte Atmosphäre in bester Shoegaze-Manier, bis die Melodie ins Spiel kommt, Cordell und Furze sich hingebungsvoll in süße Beach-Boys-Harmonien legen und dabei klingen wie Ian Brown, der Marvin Gaye imitiert. Auch wenn der Rest diese Perfektion nicht aufrechterhalten kann, bleiben The Big Pink immer außergewöhnlich experimentell und treffsicher in ihrer Interpretation von Popmusik.

    Da dürfen selbst bei der überrollenden Single "Dominos" gemeine Feedbackschwaden in die Hookline rauschen und beim behutsamen "Love in vain" klebrige Streicher-Samples in die Endlosschleife geschickt werden. Der getragene Titelsong ist mit einbrennender Melodie und dezenter Theatralik ein weiterer Höhepunkt dieser spannenungsgeladenen Platte. Wer es aushält, wenn klamme Düsternis auf leichte Melodien trifft und sich undifferenzierbare Soundschichten mit minimalistischen Arrangements paaren, wird mit "A brief history of love" lang anhaltenden Spaß haben. Das nächste Suchtmittel.
    (plattentests.de)





    „Velvet" Video


    Tourdaten:
    29.10.09 Hamburg, Knust
    30.10.09 Berlin, Lido
    31.10.09 Köln, Gebäude 9
  • 6 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    Nicht so klasse wie "Primary Colours" von The Horrors, aber auch nicht so schamlos überbewertet wie The XX. Das mach sie sympathisch und die singles sind toll.

    7 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    Auch für mich besser als The xx. 8 Punkte.

    Ingo hat gesagt…

    Besser als die The Horrors und The XX. 8 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Von mir gibt es - auch aufgrund der herausragenden Singles - für „A Brief History Of Love“

    8,5 Punkte

    U. hat gesagt…

    8 Punkte.

    Anonym hat gesagt…

    Meine Lieblingslieder auf diesem Album sind Dominoes, At war with the sun, A brief history of love und Shes no sense! :)

    Mit Crystallised kann ich mich allerdings nicht anfreunden.

    Deswegen " nur" 8 Punkte.

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)