• Schwarz - White Room


    Mitten im Sommerloch kann man auch einmal einen Blick zurück auf vergessene und übersehene Alben werfen…

    Das zweite und letzte Album der Bonner Band Voltaire ist vor 10 Jahren erschienen. Von Voltaires Indierock, der Vergleiche mit Radiohead, Muse oder Coldplay einbrachte, dem Falsettgesang und den deutschen Texten ist nichts mehr übrig geblieben, denn deren Sänger und Namensgeber Roland Meyer de Voltaire, der zwischenzeitlich u.a. mit Enno Bunger, Tom Gregory oder Schiller zusammen arbeitete und im Bereich Filmmusik tätig war, entschied sich für einen kompletten Neuanfang. Namentlich und musikalisch.  

    Unter dem Namen Schwarz hat er vor einiger Zeit sein Solodebüt veröffentlicht und bietet auf „White Room“ 13 elektronische Pop-Songs mit Club-Affinität aber auch melancholischer Note zwischen Pet Shop Boys, Apparat und Roosevelt.




    Es ist elektronische Musik, die meist eine gewisse Dunkelheit in sich trägt. Die Songs sind ein wenig lose und dennoch kompakt genug, um nicht als skizziert bezeichnet zu werden. Denn manchmal, wie bei „Good Night“, entwickelt sich ein unscheinbarer Hit heraus. Dennoch kann man über Schwarz nicht sagen, dass ein großer kommerzieller Gedanke dahinter steht. Auch wenn er als Support-Act für Schiller unterwegs war, und der setzt ja auch nicht auf Gassenhauier.
    Aber die Kombination beider passt dann doch ganz gut zusammen. Beide arbeiten mit weitläufigen Klängen, bei denen die Beats eher schmeichelnd sind als in den Bauch zu drücken. Dazu ein Gesang, der auch sehr weich ist und sich gut ins Gesamtbild einfügt. In vielen Momenten, wie beim Schlussstück „Leftwing Duckling“, wird es auch richtig bombastisch und hymnisch. Ein Grund dafür ist, dass gerade bei diesem Lied Streicher den Song empor heben.
    Mit „White Room“ ist Roland Meyer de Voltaire ein kompromissloser Neustart gelungen, der mit seinem vorherigen Schaffen nichts mehr gemein hat.
    (Fördeflüsterer)




    Ein wenig Melancholie ist den Tracks durchaus inne, dennoch ist der Sound absolut tanzbar und auch differenziert genug, um nicht im Radio-Einerlei unterzugehen. Dazu trägt auch Rolands prägnante Stimme bei, die mal extrovertiert über Tonhöhen schwebt, dann wieder zurückgenommen, fast wie ein lauteres Flüstern durch die Lieder führt. Als Beispiel sei hier das orchestrale „Change“ genannt, das neben den stets präsenten Synthies auch nicht an Streichern spart. Sehr cool kommt währenddessen die Single „Beneath The Skin“ daher, wohingegen die aktuelle Auskopplung „Dream“ schwerelos aus den Boxen zu wabern scheint.
    (Terrorverlag)





  • Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)