• Ólafur Arnalds - re:member




















    Ich bin schon sehr auf das Konzert von Ólafur Arnalds am 07. Oktober im Wiesbadener Kurhaus gespannt, für das wir schon seit Monaten Tickets in einer der vorderen Reihen besitzen. Denn gemeinsam mit dem Tontechniker Halldór Eldjárn entwickelte Arnalds eine Software namens Stratus, die es dem 31-jährigen Isländer ermöglicht, drei Pianos gleichzeitig (eines von Hand angeschlagen, die anderen via Midi-Technologie angesteuert) zu spielen. Wenn ich es denn richtig verstanden habe… Ob er dies auf dem Konzert auch nutzen wird?

    Auf „re:member“ entführt uns Ólafur Arnalds in seinen, von Piano, Streichern, Synthesizern und dezenten elektronischen Beats erschaffenen, ihm so eigenen Klangkosmos zwischen Ambient und Neo-Klassik. Anders als zuletzt auf „For Now I Am Winter“ (2013) und „Island Songs“ (2016), verzichtet er jedoch größtenteils (bis auf ein paar gehauchte „Ooooh“s in „unfold“)  auf den Einsatz menschlicher Stimmen und komplett auf die Sprache als Träger von Informationen. 

    So ganz allein und ohne Mitstreiter arbeitete er aber auch nicht an seinem aktuellen Album: auf „unfold“ hören wir den Musiker Christopher Michael Taylor (SOHN) und Marteinn Hjartarson (BNGRBOY) sorgte gemeinsam mit Arnalds für die Produktion und bastelte mit ihm an den Beats.




    Ólafur Arnalds lässt und in "Remember" an die rein instrumentale musikalische Erzählung einer Geschichte denken; die geht in ein "Lied ohne Worte" über, das dann tänzerische Bewegung erfährt, mit elektronischer Klang-Auftürmung und schließlich Schlagzeug. In der Coda entschwindet alles in ätherische Höhen, schließlich ins Nichts. Viele Elemente der "klassischen" Harmonielehre und der Minimal Music mit ihren Patterns werden hier originell und neu zusammengesetzt und in eine plausible, aber auch überraschende Dramaturgie gebracht.
    (radioeins)




    Den Filmkomponisten Arnalds hört man auf „re:member“ ab der ersten Sekunde, das fast didaktisch daherkommende Musikvideo, das hippe Teenager am Strand, auf der Party oder in Slow-Mo beim Rummachen zeigt, wäre gar nicht nötig gewesen. Dank einer selbstentwickelten Software singt der Klangtüftler mit seinen Fingern auf drei Klavieren gleichzeitig, während er mit Streichquartett, Synthesizern und Drum Machines weite Landschaften hinter die Augenlider seiner Hörer malt.
    Keine Angst, das klingt mitnichten nach der verrückten One-Man-Performance, die Sie jetzt vielleicht im Kopf haben! In angenehm meditativen Wellen zieht „re:member“ am inneren Auge vorbei – stellenweise vielleicht etwas zu kontemplativ, brauchen doch die oft eher simplen musikalischen Motive nicht alle fünf ganze Minuten zur Entfaltung.
    (musikexpress)




    Ólafur Arnalds in Deutschland:
    05.10.18 Hamburg, Elbphilharmonie
    07.10.18 Wiesbaden, Kurhaus
    08.10.18 Ludwigsburg, Forum
    10.10.18 Leipzig, Gewandhaus
    11.10.18 Berlin, Tempodrom

  • 5 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Aber beim nächsten Album bitte wieder mit etwas Gesang! 8 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    8 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    7,5 Punkte

    Gudrun hat gesagt…

    Auch von mir 8 Punkte (der Wunsch nach mehr Gesang spricht mir aber aus dem Herzen)

    aXel hat gesagt…

    8

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)