• Kathryn Joseph - From When I Wake The Want Is




















    Langsam aber sicher spricht sich das Talent von Kathryn Joseph herum. In ihrer Heimat haben sie es zuerst erkannt und ihr Debütalbum „Bones You Have Thrown Me and Blood I've Spilled“ mit dem Scottish Album of the Year Award 2015 ausgezeichnet. Mir hat Mark Hamilton (Woodpigeon) nach seinem Konzert in unserem Wohnzimmer begeistert von ihr erzählt und ich habe mein neu erworbenes Wissen hier mit euch geteilt. Leider noch ohne große Resonanz.

    Auch Robert Smith weiß mittlerweile um die Fähigkeiten der 43-jährigen Kathryn Joseph. Zunächst durfte sie bei dem von ihm kuratierten Meltdown Festival in der Londoner Royal Albert Hall auftreten, einige Zeit später auf der Geburtstagsfeier zum 40. Bandjubiläum von The Cure im Hyde Park. Setlisten, Fotos und unsere Eindrücke und Erlebnisse des Festivaltages kann man hier sehen und nachlesen. Leider war der Zeitplan auf insgesamt drei Bühnen so eng getaktet und das musikalische Angebot so toll, dass wir den Auftritt von Kathryn Joseph zwischen den Konzerten von Goldfrapp und Interpol nur teilweise mitbekamen. Im hintersten Eck des Geländes spielte sie in einer Art Pavillion vor nur rund 150 interessierten Zuhörern, obwohl sich dort Massen durch den einzigen schattigen Bereich bei weit über 30° drängten. Es spricht sich wohl wirklich nur langsam herum…

    Auch Mogwai sind mittlerweile auf Kathryn Joseph aufmerksam geworden und veröffentlichen deren zweites Album über ihr eigenes Label Rock Action. Legt man „From When I Wake The Want Is“ auf und hört erstmals die Musik von Joseph, dann fällt zunächst ihre ungewöhnliche Stimme, irgendwo zwischen kratziger Kate Bush und heiserer Joanna Newsom, auf. Auf den 12 getragenen, düsteren Songs, die mit Rock Action reichlich wenig zu tun haben, singt Joseph über ihre Seelenpein, spielt dazu Piano und wird von ihrem musikalischen Partner Marcus Mackay an Bass, Percussion und elektronischen Sounds begleitet, wobei diese Zutaten sehr dezent beigestreut werden.

    So, jetzt versuche ich mit den Videos zu „Tell My Lover“ und „From When I Wake The Want Is“ sowie großartigen Plattenkritiken die Begeisterung für Kathryn Joseph zu entfachen:




    It’s a document of love, that charts its living and breathing, death and resurrection. What it feels like to have. How it feels when it leaves. What it makes, and what it takes. And it’s gut-wrenchingly honest on the price it makes us pay.
    There’s a new sensuality – lyrics littered with tongues licking clean, desire felt down to the marrow – “in my mouth, in my mind, in my back and my spine”. And there’s musical muscularity too, leant through the rolling piano that courses like blood, spiked with electronics. Joseph’s a shapeshifter, moving like waves. The language of symbolism tells us water means emotion, and the record’s awash with metaphor. “Tell my lover it’s not over till we drown,” she intones on its strongest track, as she clings to the edge, resisting the current.
    Yet there’s far more than a love affair at stake. On ‘there is no god but you’ (written in response to a serious illness in her family), there’s a girl in the river, caught in a whirlpool of cascading piano, as life hangs in the balance. But this Ophelia doesn’t drown. And neither does the love at the heart of this storm.
    (Clash)




    Guiding us through her gnarled mind, Joseph’s burdens are eased as they become our own. Brutally candid, almost uncomfortably so, there is no pretence of joy here; every moment of respite is muzzled by darkness. A severe piano melody overwhelms placid drums on ‘Tell My Lover’, as Joseph sings about obsessive love. “Tell my lover it’s not over until we drown,” she declares with a chilling vibrato, her grief hits hard. Haunting the album like a nightmare, her inability to let go wrings its most tragic moments. “How do I let go of all this fucking love,” she asks weakly on the title track – knowing full well she can’t.
    Since writing ‘From When I Wake The Want Is’ Joseph has climbed out of her personal abyss, though the spectre of her pain lingers. The album lays all her wounds bare as she faces down, and eventually casts off, her own despair. Her heart has mended, but the scars are permanent.
    (Loud and Quiet)


  • 6 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    Begeisterung erfolgreich entfacht!

    8,5 Punkte

    Ole Pappert hat gesagt…

    Ganz stark 9 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    Absolut, ohne Highlights ist das Albun ein Highlight an sich. 8 Punkte

    Volker hat gesagt…

    Es ist mir ein Rätsel, wie dieser Blog Joanna Newsom nahezu durchgehend mit Verachtung straft und bei diesem "Geknatsche" dann steil gehen kann...
    Ich bin noch verdammt unschlüssig. Ich mag die Stimme, ich mag vor allem den Sound des Schlagzeugs, manchmal stört mich das enervierend eintönige Klavierspiel. Aber irgendwas hat das Album...

    Volker hat gesagt…

    7,5

    Dirk hat gesagt…

    Wie beim Debüt: 8 Punkte

    Die 10 besten Alben von Prince

    10. Lovesexy (1988)
    9. Diamonds And Pearls (1991)
    8. 3121 (2006)
    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)