• Federico Albanese - By The Deep Sea



















    Mir ist nicht bekannt, ob der 1982 in Mailand geborene und seit 2012 in Berlin lebende Federico Albanese am Wochenende eher mit Associazione Calcio Milan oder Internazionale Milano mitfiebert. Vielleicht hat er sogar sein Herz an die alte Dame Hertha verloren. Egal, wem neben dem Piano seine Leidenschaft gehört, Grund zum Jubilieren gab es für einen Mailänder Fußball-Anhänger zuletzt wenig, denn sowohl Inter als auch der AC schnitten in der letzten Saison mit Platz 7 bzw. 6 ungewohnt schwach ab. Da kommt ein Album zum Entspannen und Runterkommen doch gerade richtig.  

    Auf „By The Deep Sea“ verbindet Albanese erneut minimalistische Pianomelodien mit Streicherarrangements und dezenten Electronica-Elementen, um den Hörer auf sanften Wogen zwischen Ambient und Klassik dahin treiben zu lassen. Der Komponist, Pianist und Produzent, der nach „The Blue Hour“ erneut ein Album beim Label „Neue Meister“ veröffentlicht, hat zu seinem aktuellen Werk folgendes zu sagen, vergisst jedoch, uns über seine Fußball-Vorlieben aufzuklären:

    By The Deep Sea is a state of mind in which I find myself quite often. It’s a sort of meditation state, when I try to detach myself from the daily life. In this inner world there is space to get closer to our deepest thoughts, ideas, doubts, close enough to see them clearly, from the right distance, and being able to process them, exorcise them, translate them into something else.




    Stilistisch breitet er die Flügel dieses Mal deutlich weiter aus und öffnet sich noch mehr der Elektronik. Auch Streicher nehmen einen größeren Platz ein, um seine Träumereien zu illustrieren. Das klingt in den stillen Momenten nach Ólafur Arnalds, in den ausladenden gar nach Hans Zimmers »Interstellar«-Soundtrack und ist gewohnt wunderschön und feinfühlig inszeniert. Es gelingt Albanese abermals, die Aussage seiner Musik als für ihn und die Hörer individuell deutbar zu präsentieren: Die tiefe See steht sinnbildlich für die Wünsche und Träume eines jeden, Ängste und Sorgen und Momente inniger Liebe. Kaum jemand bebildert diese Gefühle ergreifender als Federico Albanese.
    (intro)




    Federico Albanese unterwegs:

    03.04.18 Frankfurt
    07.04.18 Köln
    10.04.18 München
    17.04.18 Hamburg
    18.04.18 Berlin
    22.04.18 Leipzig
    23.04.18 Jena
    24.04.18 Dresden
    25.04.18 Nürnberg


  • 2 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    7,5 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Keine große Varianz zum Vorgänger. 7 Punkte

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    7. 1999 (1982)
    6. The Gold Experience (1995)
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    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)