• Last Leaves - Other Towns Than Ours



















    Pssst! Bitte nicht Volker verraten, dass „Other Towns Than Ours“ bereits im Oktober 2017 erschienen ist, denn dieser achtet penibelst auf Veröffentlichungstermine und wehe man ist mit einer Plattenvorstellung zu spät dran! Dann kann es schon einmal passieren, dass man bei der nächsten Listening Session vor seiner verschlossenen Wohnungstür stehen und der Platz auf der Couch leer bleibt.

    Da helfen auch keine guten Argumente, wie „Das Album wurde nur in Australien und USA auf kleinen Indie-Labels veröffentlicht“ oder „Das sind doch drei Viertel der schmerzlich vermissten The Lucksmiths mit ihrem Debüt“ oder „Ich habe doch keine Zeit, alle Plattenveröffentlichungen weltweit mitzubekommen“…

    Nun also zur Nachfolgeband von The Lucksmiths, die von 1993 bis 2009 existierten und acht Alben (und zahlreiche Zusammenstellungen) mit wundervollen Liedern wie „Guess How Much I Love You“, „Camera-Shy“ oder „T-Shirt Weather“ veröffentlichten. Ich durfte die Australier zweimal live sehen, 1998 als Vorband von Belle & Sebastian in München und 2003 im Kölner Blue Shell als die Band noch nicht einmal auf die kleine Bühne durfte, sondern vor der Theke spielen musste. Auf das Debütalbum der Last Leaves wurde ich erst aufmerksam, als ich gestern das neue Album der stilistisch ähnlich gelagerten Math And Physis Club vorstellte und dabei sah, dass beide Bands gemeinsam letztes Jahr durch Australien tourten. 

    Marty Donald (Gesang, Gitarre), Mark Monnone (Bass) und Louis Richter (Gitarre) waren zuvor schon bei The Lucksmiths zusammen aktiv, deren Schlagzeuger (und Haupt-Sänger) Tali White wurde durch Noah Symons (Great Earthquake) ersetzt. 2012 traten Last Leaves erstmals gemeinsam auf, bis zum Debütalbum, das auf Lost & Loundsome, dem Label des Bassisten, erschienen ist und von Gareth Parton (The Go! Team, Big Scary, Foals) produziert wurde, sollten aber weitere 5 Jahre vergehen. Offensichtlich Zeit genug, um einen deutlichen Schritt vom Twee-/Indiepop in Richtung Fuzz-/Jangle-Pop oder Indierock zu gehen. Die erste Single „The World We Had“ zeigt diesen Wandel recht deutlich:




    The album’s first single “The World We Had” moves on its fuzzy guitars, offering a mid-tempo slice of romantic retrospection. It’s a world where kisses last only “briefly,” and, upon reflection, happiness peaks. The search for that missing world raises its own questions about its original legitimacy. Donald hints at nostalgia while holding on to the idea that the beautiful past may have been true.
    Memory permeates the album. “The Nights You Drove Me Home” offers a look back at a formative moment. If it’s time to “raise a glass” to the past, the Last Leaves will be the first to pour a round. They sense encroaching loss as well as anyone without despairing of the beauty they find both in experiencing the moment and in remembering the moment. “Other Rivers” sonically, if not lyrically, embraces the discovery of new paths, even at personal cost.
    “Where I Lived and What I Lived For,” titled like a belated personal mission statement, winds down the album, a patient pacing for these past reflections. For the band’s mildly roughed-up sound, that twee sensibility stills comes through in its earnest (if not always immediate on the surface) heart. Donald and the band have entered new waters, but they’re sailing the same sort of vessel. The changes for previous work are a welcome sign of a new era, and the similarities to the past fit a band of this mindset and help chart a proper course. A backward-looking future is something worth looking forward to (and, of course, enjoying now).
    (Dusted Magazine)




  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    7 Punkte

    Volker hat gesagt…

    Dirk, Dirk, das von jemandem, der einem makellosen 2017er Album nur 6,5 Punkte gibt, weil die besten Leider Neuinterpretationen von älteren Songs sind ;-) und man ja das beste Album 2017 sucht.
    Also nicht vergessen, wir suchen das beste Album 2018.

    Mir kommt hier entgegen, dass ich das Gehörte, mal vom Veröffentlichungsdatum abgesehen, eh nur so la la finde.

    5,5

    Dirk hat gesagt…

    Kommt an The Lucksmiths leider nicht heran. 6,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von Stephen Duffy

    10. Stephen Duffy - The Ups And Downs (1985)
    9. The Lilac Time - lilac6 (2001)
    8. The Lilac Time - Paradise Circus (1989)
    7. Stephen Duffy and The Lilac Time - Keep Going (2003)
    6. The Lilac Time - The Lilac Time (1987)
    5. Stephen Duffy - Duffy (1995)
    4. The Lilac Time - And Love For All (1990)
    3. Stephen Duffy featuring Nigel Kennedy - Music In Colours (1993)
    2. The Lilac Time - Astronauts (1991)
    1. Stephen Duffy - I Love My Friends (1998)

    (ausgewählt von Dirk)