• Immanu El - Hibernation






















    Auf der Suche nach den besten Shoegaze-Alben 2016 (II)

    Minor Victories, Linda Guilala, Box And The Twins, Flyying Colours - wer kann sich noch in die Riege der besten Shoegaze-Veröffentlichungen 2016 einreihen, vielleicht...

    ... Immanu El.

    Das schwedische Quintett stand früher dem Post-Rock mit seinen klassischen Laut-Leise-Wechseln deutlich näher als aktuell auf "Hibernation". So modern, eingängig und elektronisch waren Immanu El zuvor noch nie, was vielleicht auch am Produzenten Johan Eckeborn liegt. Hier darf man nun auch die Schubladen Shoegaze oder Indiepop öffnen und das Album Freunden von Jenniferever, Tiger Lou und Gregor Samsa empfehlen. Betrachtet man das Plattencover, so überrollt einen die Musik wie eine Lawine, in Superzeitlupe, sanft und aus Pulverschnee. 




    "Voices" zu Beginn könnte dies kaum besser verdeutlichen: Ein vertonter Sonnenaufgang trifft auf eine Kopfstimme, die trotz der Zerbrechlichkeit so dermaßen viel Strahlkraft besitzt, um jeden auch nur erdenklichen eingängigen Song vertonen zu können. Nach Punkt fünf Minuten mündet das in einem absoluten Gefühlschaos, das ohne Aderlass zu feuchten Augen führt. Auch "Mt" und gerade "Hours" erschaffen mit ähnlichen Mitteln einen derartigen Sog, der gleichzeitig aufwühlt und selbst die dunkelsten Gedanken in Euphorie verwandelt. "Dvala" und "Completorium" bilden dabei die entgegengesetzten Punkte, die mit minimalen Mitteln danach den Rausch wieder stoppen.
    (Plattentests


    Jedoch pendeln sich Immanu El bei jedem Song von „Hibernation“ auf einem angenehmen Level ein. Der Melancholie von in die Ferne hallenden Gitarren wird der Minimalismus von lang gezogenen Synthie-Tönen entgegengesetzt. Im Song „Omega“ schaukelt sich beides gegenseitig ganz leicht und übermütig auf. Die Pianoballade „Completorium“ wird mit Ambient-Sprenkeln und einem sich im Entstehen auflösenden Pfeifen aufgelockert. Und das Beinah-Instrumental „Dvala“ bricht die eingängige und rührende Gesamtstimmung von in der Mitte des Albums auf.
    Den Schritt in Richtung Pop-Song meistern Immanu El mit „Hibernation“, ohne von ihren Wurzeln ganz abzulassen.
    (Byte.fm)




    Immanu El in Deutschland:

    19.02.17 Dresden
    20.02.17 Berlin
    21.02.17 Hamburg
    22.02.12 Köln
    23.02.17 München


  • 2 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    "Voices" überstrahlt für mich alles. Aber auch der Rest ist durchaus gelungen.

    7

    Dirk hat gesagt…

    Mehr Songs wie "Voices" wären toll gewesen. 6 Punkte

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    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
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    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)