• Sven van Thom - Phantomschmerz




    Sven van Thom trat mit „Jacqueline (ich hab Berlin gekauft)“ für Brandenburg beim Bundesvision Song Contest 2009 an und belegte den 9. Platz.

    Sven van Thom heißt eigentlich Sven Rathke und hat für seine jungen Jahre (Jahrgang '77) schon so einiges auf dem Kerbholz. Ich nenne nur die Namen Sofaplanet und Beatplanet.
    Zum einfallsreichen Wortspiel im Albumtitel sage ich nichts, merke aber an, dass es in Deutschland, ebenso wie die Singles „Trauriges Mädchen“ und „Schatz halt’s Maul“ (beide Top 30), die Charts erreichen konnte.





    „Trauriges Mädchen“ Video


    Phantomschmerz“ bietet in seinen guten Momenten eine Mischung aus Countrypop und Singer/Songwriter, bei der man mit viel Wohlwollen an Funny van Dannen oder Bela B. denken muss („Jeanette“), in schlechten an Schlager („Terroristen aus Liebe“), bei dem man sich wünscht der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein.
    Warnung: Nach dem Durchhören der 14 Titel mag der ein oder andere mehr als nur Phantomschmerzen empfinden!





    „Schatz halt’s Maul“ Video


    Plattentests sieht es so:

    Wir haben es hier nämlich mit einem äußerst sympathischen, hornbebrillten Anzugträger zu tun - kurz gesagt: Kurt Krömer in musikalisch, niveauvoll, eloquent und adrett - der sich einem eher unterrepräsentierten Genre widmet, das er ganz unkompliziert als "Alternative-Schlager" bezeichnet (Einer geht noch: Zum Schlager brachte van Thom der Opa - echt wahr!). Trotzdem gehört der Berliner keineswegs in den Mutantenstadl, sondern in die Herzen der Menschen.

    Und intro sagt das:

    Der Himmel über Berlin ist für Sven voller Geigen, die ohnehin bereits zuckrigen Refrains werden gerne noch mal eine Oktave höher wiederholt. Wenn dazu noch detailverliebte Ideen kommen - wie eine Strophe, die ihren Refrain im eigenen letzten Wort abholt ("Trauriges Mädchen") - und mit den oben genannten Textschwächen bereits die gröbsten Ausreißer genannt sind, bleibt "Phantomschmerz" nicht nur ein Beispiel für eine sehr gelungene, harmoniensüchtige Produktion, sondern wird darüber hinaus zur süß-klebrigen Empfehlung für den mutigen Intro-Leser ohne verräterischen Last.fm-Anschluss.

    Termine:
    17.04.09 Erfurt, Club Central
    28.04.09 Wuppertal, Forum Rex
    29.04.09 Leipzig, Theaterfabrik Sachsen
  • 1 Kommentare:

    Dirk hat gesagt…

    Fürch - ter - lich.

    2 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)