• The Dø - A Mouthful




    Ab Freitag im Plattenladen (V)

    The Dø sind Dan Levy und Olivia Merilahti, aus deren Anfangsbuchstaben sich auch der Bandname zusammensetzt. Dabei schreibt man das „d“ wie eine Musiknote und das „o“ wird mit einem Strich versehen, wie es eigentlich nur im Dänischen, Norwegischen und im Färöischen vorkommt und wie ein „ö“ gesprochen wird. Zudem ist das „Do“ die erste und letzte Note der Tonleiter und versinnbildlicht den Anfang und das Ende. Alles klar, oder noch weitere Kuriositäten?
    Bitteschön: „A Mouthful“ (15 Titel, ca. 52 Minuten) erschien in Frankreich bereits im Januar 2008, erreichte Platz 1 der Charts und brauchte also über 1 Jahr, um auf den deutschen Plattenmarkt zu gelangen. Noch mehr Seltsames?
    Dann hört euch das Album an! Hier wird charmanter Indiepop mit Folk-Elementen gekreuzt und immer wieder ein Ausflug in Blues, Jazz, Folklore, Bebob oder Hip Hop unternommen. So klingt das Ganze wie Beck in seiner Experimentierphase, CocoRosie im Wunderland, Feist auf Drogen oder PJ Harvey im Spielzeugparadies. Ein Album an dem man viel Spaß haben kann - wenn man denn die manchmal etwas kieksig-krächzende Stimme von Olivia vertragen kann.





    „On My Shoulders“ Video


    Viele Franzosen lieben The Dø einfach, 200.000 verkaufte Platten – dass es so was heute überhaupt noch gibt. Liegt wohl am charmanten Mix aus großteilig akustisch instrumentierten Uptempo-Nummern, in denen es ungehobelt rumpelt und an den richtigen Stellen elektronisch fiept. Meliathis gerne noch mädchenhaft genöltes Organ zwischen Lolita und Nachwuchs-Chanteuse trifft auf D.I.Y.-Atmosphäre, zwischen Lagerfeuer und Proberaum. (...)

    So steigert sich die erste Hälfte von schmissig geleierten Ohrwürmern (»On my shoulders«) über lupenreinem Gutenacht-Folk (»Song for Lovers«) hin zum freakig gerappten Ska-Spacerock-Abenteuer »Queen Dot Kong«. Dann nehmen Soundeffekte und Frickeleien zunehmend den Platz tragfähiger Songideen ein, das Ganze läuft aus, wie ein Kater nach einer durchfeierten Nacht. Man könnte auch sagen, The Dø haben die üblichen ungestümen Schwächen eines zweiten Albums gleich an die erste Hälfte ihres Debüts geklatscht, aber ganz nebenbei die Grenzen zwischen skandinavischem, französischen und weirdem US-Pop in ihrer selbstverständlichen Internationalität aufgelöst.
    (spex.de)






    „At Last“ Video


    The Dø live:
    15.05.09 Hamburg, Prinzenbar
    16.05.09 Berlin, Motor FM Club
    17.05.09 Köln, Studio 672
    18.05.09 Frankfurt, Brotfabrik
    19.05.09 München, 59 to 1
  • 11 Kommentare:

    oliver r. hat gesagt…

    Davon habe ich Dir Auszüge in unserem Westerwälder Kaminzimmer vorgespielt, Dirk. Du erinnerst Dich? Du warst nicht gerade auf Anhieb begeistert...

    oliver r. hat gesagt…

    Fotos von der hübschen Olivia:
    http://www.flickr.com/photos/oliverpeel/sets/72157604194557803/

    Konzertbericht:
    http://meinzuhausemeinblog.blogspot.com/2008/03/do-paris-201108.html

    Dirk hat gesagt…

    Eine ganz dunkle Erinnerung... sie wäre deutlicher, wenn du das Album hier vorgestellt hättest!
    ;-)

    Festhalten können wir: Man braucht eine Gewöhnungszeit an Olivias Stimme von rund 4 Monaten!

    Ich hatte extra beim Konzerttagebuch nach einem Bericht über die Leopardenlady (was für ein Outfit!) gesucht, im Archiv aber nichts gefunden...

    oliver r. hat gesagt…

    Haha, ich wußte genau, daß ich von Dirk jetzt für meine Untätigkeit getadelt werde, darauf hätte ich wetten können ;-)

    Christoph ist bei uns für das Archiv zuständig, der Rüffel geht alos an seine Adresse, héhéhé.

    Die Outfits von Olivia immer anders, wandlungsfähig wie die Musik:

    http://www.flickr.com/photos/oliverpeel/2809134475/in/set-72157607017140321/

    http://www.flickr.com/photos/oliverpeel/2627454973/

    http://www.flickr.com/photos/oliverpeel/2627447899/in/set-72157605921818245/

    http://www.flickr.com/photos/oliverpeel/436354120/in/photostream/

    Ingo hat gesagt…

    Schöne Reihe, Dirk. Gibt es die nun jede Woche? ;-)

    Dirk hat gesagt…

    Bei so einer Steilvorlage, Oliver...
    ;-)

    Dirk hat gesagt…

    Die Reihe gibt es nur, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: ein Freitag in den Ferien, mit mindestens 3 erwähnenswerten Veröffentlichungen, die ich alle vorab hören kann.
    Aber dann, dann gibt es immer diese Reihe.
    :-)

    Christoph hat gesagt…

    Ich wurde gerufen?
    Richtig ist, daß ich für Recherche und Archiv zuständig bin, falsch allerdings, daß The Dø darin fehlten. In der Anleitung unseres Archivs steht schon:

    * Und wer The Dø sucht, wird die unter T finden, weil wir nicht sicher sind, ob damit das englische The gemeint ist...
    ** Le Bands dann... nicht unter L, genau!
    Das liegt daran, daß wir die Band am Anfang noch Thedo nannten.

    Das ø gibt es auch im Schwedischen!

    Dirk hat gesagt…

    Dann ist Oliver wohl der erste Detektiv, oder?
    ;-)

    Ursula, die euren Blog in- und Auswendig kennt, hat mir auch schon erklärt, dass es eine Anleitung zum Archiv gibt, die ich besser mal gelesen hätte.
    Als Wiedergutmachung suche ich mir dann die nächste Neuvorstellung aus dem Konzerttagebuch und werde es ordentlich verlinken.

    Im Schwedischen gibt es wirklich kein ø. Ich schwør!
    ;-)

    oliver r. hat gesagt…

    Es gibt ein paar Hits, vor allem natürlich On My Shoulder, aber auf dem Album sind auch ein paar Nieten drauf. Die Band wurde zudem in Frankreich totgenudelt.

    -6- Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Klar, dass bei 15 kunterbunten Songs der ein oder andere dabei ist, der nicht überzeugt.
    Klar auch, dass „On My Shoulders“ alles andere haushoch überragt.

    6,5 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)