Befreiung von der Gerichtsbarkeit? Wo kämen wir denn da hin? Da können sich die Foreign Diplomats , also Élie Raymond (Gitarre, Gesang),...

Foreign Diplomats - Monami


Befreiung von der Gerichtsbarkeit? Wo kämen wir denn da hin? Da können sich die Foreign Diplomats, also Élie Raymond (Gitarre, Gesang), Antoine Lévesque-Roy (Bass), Thomas Bruneau Faubert (Synthesizer) , Charles Primeau (Gitarre) und Emmanuel Vallieres (Schlagzeug), noch so oft auf ihre diplomatische Immunität berufen. Völkergewohnheitsrechtlichen Gepflogenheiten hin, Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen her - für „Monami“ muss sich das Quintett aus Montréal genau so hier vor Gericht verantworten wie für sein Debütalbum „Princess Flash“, das vor zwei Jahren mit 6,125 Punkte bedacht wurde.

Mit Hilfe des Produzenten Jace Lasek (Wolf Parade, Patrick Watson, Sunset Rubdown) entstanden 11 Songs, die zwischen tanzbarem, energetischem Indierock und verschnörkeltem Indiepop pendeln, und, wie die Singles „Road Wage“, „Adopted Hometown“ und „Charger“ belegen, auf ein besseres Gesamturteil hoffen lassen:




Von Laurentians in Quebec aus, der Heimatstadt der fünf Musiker, hatten sie 2017 schon mit ihrem Debüt Princess Flash, die weltweite Indie-Szene überzeugt und unter anderem mit der Hitsingle Queens + Kings ein wahres Glanzstück hervorgebracht. Nicht anders starten sie nun mit dem neuen Opener der Platte, Road Wage, durch. Élie Raymond, der Kopf der Crew, schrieb den Song, als er gerade spät dran war. Genau rechtzeitig aber, um sich über die Nichtigkeit des Seins Gedanken zu machen. Eingehüllt in eine einprägsame Melodie, wirken die Lyrics schon fast hypnotisch. Fazit: Einfach nicht stressen lassen. Nach diesem Prinzip ist auch Charger aufgebaut. Ein Lovesong, der dazu einlädt ihn lauthals in das Gesicht der auserwählten Person zu brüllen. Dabei geht es in erster Linie aber darum, überhaupt zu lieben und sich in der Nähe von Dingen aufzuhalten, die einen inspirieren und glücklich machen. Ein weiteres Highlight ist Adopted Hometown, der erste Song, in den die Band einen Synthesizer einbaute, was geschickt die Ängste vor neuer Liebe, aber auch um die Höhen und das Vertrauen, die damit einhergehen, untermalt.
(Bedroomdisco)




(…) mit Indierock für moderate Leibesübungen.
Das suggeriert nicht nur das grob gezeichnete Cover, sondern auch das Midtempo der meisten Songs. Musikalisch belassen es Foreign Diplomats durch die Bank bei den älteren Argumenten des Indierock, die mit den technischen Möglichkeiten von heute neu verpackt werden.
Das klingt in Songs wie „You Decide (The Return Of)“ mal nach ihren Landsleuten von Arcade Fire, in „Amafula“ zusätzlich nach Future Islands und in „Frilu“ auch mal schwebend vielstimmig.
„Questioning the value of original ideas/ But I’m falling apart/ And I can understand why/ You want the return of the queen“, singt Frontmann Élie Raymond im feierlich überschwänglichen „Tender Night“ – noch so ein Arcade-Fire-Stück.
(Musikblog)




Foreign Diplomats in diplomatischer Mission unterwegs:
12.09.2019 Nürnberg, Club Stereo
15.09.2019 München, Milla
16.09.2019 Frankfurt, Brotfabrik
17.09.2019 Dresden, Ostpol
18.09.2019 Düsseldorf, Zakk
20.09.2019 Berlin, Badehaus
21.09.2019 Osnabrück, Kleine Freiheit




3 Kommentare:

  1. Als hätten die Killers doch noch mal ein gutes Album zu Stande gebracht. 7,5 Punkte

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  2. Gute Werbeidee: Eine Alternative für enttäuschte Killers-Fans. 7 Punkte

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