• Wolf Alice - Visions Of A Life




















    Was war das für ein spannendes Rennen. Ich konnte nachts kein Auge zutun, weil mich der Wettstreit zwischen Shania Twain und Wolf Alice um den Schlaf brachte: Würde der Country Star nach rund 20 Jahren wieder ein Nummer Eins Album im Vereinigten Königreich haben oder sollten die Londoner Rocker erstmals den Sprung an die Spitze der Charts schaffen?

    Zur Hälfte der Woche führte „Visions Of A Life“ mit rund 1.000 Einheiten vor „Now“ und er war bereits ziemlich klar, dass namhafte Konkurrez wie David Gilmour, Miley Cyrus und Michael Jackson auf die Plätze verwiesen werden würde. 

    Joel Amy, der Schlagzeuger von Wolf Alice, berichtete von einem traumatisierenden Erlebnis mit einem Shania Twain-Song:
    "When I was in year 4, one of our teachers (Mrs Bond) used to take us for compulsory line dancing lessons every week. My poor, fat 9 year old self had to break dance back and forth to an endless loop of 'Man, I Feel Like A Woman' while cursing the name Shania Twain.“ 
    Und auch andere Prominente ergriffen Partei in diesem Wettrennen um die Chartspitze: Das ehemalige One Direction-Mitglied Niall Horan unterstützte öffentlich Twain, der Politiker Jeremy Corbyn die heimische Band. 

    Jetzt müchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen, denn vermutlich seid ihr auch schon ganz aufgeregt und gespannt… Letztendlich wurde es äußerst knapp: Wolf Alice konnten 19.333 Einheiten ihres Albums innerhalb der ersten Woche verkaufen, Shania Twain 764 mehr.

    Wie das erste Album von Shania Twain nach 15 Jahren ist, wollen wir gar nicht wissen, denn unser Sieger der Herzen sind Wolf Alice, die bereits mit ihrem Debütalbum „My Love Is Cool“ auf Platz 29 bei Platten vor Gericht landen konnten. Daher nun die drei Videos zu den Singles „Yuk Foo“, „Don't Delete the Kisses“ und „Beautifully Unconventional“ sowie die Pressestimmen:




    Ein vielseitiges Werk, dessen Songs oft pendeln zwischen Alternative Rock und synthetischen Klangflächen.So tragen zum Beispiel Songs wie „Don’t Delete The Kisses“, ein softer Synthie-Pop-Track, oder auch das sphärische „Sky Musings“ zu einer verträumten, aber gleichsam treibenden Grundstimmung bei. Produziert wurde das Zweitwerk von Justin Meldel-Johnsen, der auch schon für das Meisterwerk HURRY UP, WE’RE DREAMING von M83 die Finger am Mischpult hatte.Ähnlich wie dieses Album spielt VISIONS OF A LIFE mit der Melancholie des Hörers – ein Paradebeispiel ist der Opener „Heavenward“. Doch zu viel vergleichen sollte man Wolf Alice auch nicht, dafür ist Rowsells Gesang zu charismatisch, sind die Songs zu ureigen: So sehr Riot-Grrl sind heutzutage nur wenige, man höre nur „Formidable Cool“.Das Album endet mit dem acht Minuten langen, mehrteiligen „Visions Of A Life“, das die Ambitioniertheit der Platte noch einmal herausstellt – eine Ambition, die locker erfüllt wurde. VISIONS OF A LIFE – wahrhaft visionär zeigt die Platte, was weiblicher Indie im Jahr 2017 kann. Nämlich sehr, sehr viel.(musikexpress)




    Die Referenzen aus dem bunten Pool der Indie- und Shoegaze-Hysterie (PJ Harvey, Slowdive, Elastica) der 1990er gelten weiterhin, aber Wolf Alice offenbaren mit Songs wie der ersten Single »Yuk Foo« oder »Sadboy« nun auch eine durchaus bissige Seite, in der peitschende Gitarren und fuzzige Moshparts ihren Platz finden. 
    Die Shoegaze-Momente sind intensiver, insgesamt dominiert ein angespanntes Unwohlsein, das auch in den ruhigeren Momenten von schwelgerischen Songs wie »Planet Hunter« nie ganz verschwindet. Mag mit der insgesamt angespannten politischen Weltlage zusammenhängen, in der auch Wolf Alice sich zunehmend gezwungen sehen, sich zu positionieren. Musikalisch fungieren sie als Generationen-Kitt, der Indie-Eltern und rockigen Nachwuchs gemeinsam zu Konzerten lockt, während »Vision Of A Life« dafür nicht nur mitreißendes, sondern durchaus auch tiefgehendes Songmaterial bereithält.(intro)




    Wolf Alice live in Deutschland:

    30.10.17 Berlin, Festsaal Kreuzberg
    01.11.17 Hamburg, Mojo
    02.11.17 Köln, Luxor
    09.01.18 Frankfurt, Zoom
    10.01.18 München, Ampere




  • 4 Kommentare:

    Ingo hat gesagt…

    8 Punkte

    Olly Golightly hat gesagt…

    7 Punkte

    Volker hat gesagt…

    Kommt für mich an den Vorgänger nicht annähernd ran. Schade

    5

    Dirk hat gesagt…

    Ich mag am liebsten die poppigen Songs wie "Don't delete...". 7 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)