• Girls - Album
















    Die erste Vorladung (II)

    Personalien:
    Girls sind keine Mädchen, sondern zwei Jungs aus San Francisco: Christopher Owens und Chet „JR" White.

    Tathergang:
    Christopher Owens wuchs bei den Children of God auf, die sich in den 60er Jahren aus der Hippie-Bewegung heraus entwickelten. Aber von Flower-Power keine Spur, denn Musik, die ihren Ursprung außerhalb der Gruppe hatte, war verboten. Kein Wunder, dass Owens später alles von Queen bis Guns 'n' Roses aufsaugte und mit Hilfe von Freunden und Drogen zu musizieren begann.
    Nach einer auf 500 Kopien limitierten Single („Lust For Life"/ „Morning Light") entdeckte das Fantasytrashcan Label die Mädchen, äh Jungs und veröffentlichte 3 Singles und das Album „Album".

    Plädoyer:
    Wolltet ihr schon immer einmal hören, wie Elvis Costello Songs der Beach Boys interpretiert? Dann müsst ihr nicht länger warten, könnt euch „Album" von Girls anhören, denn genau so würde es klingen.
    Was bietet dieses bunte Pop-Potpourri noch? Derzeit angesagte Künstler der Gegenwart (MGMT) und Vergangenheit (My Bloody Valentine) werden zitiert, „Bell Bottomed Tear" von The Beautiful South wird uns als Eigenkomposition verkauft („Ghost Mouth") und mit „Big Bad Mean Motherfucker" gibt es eine stupide Rock 'n' Roll-Nummer, die aber glücklicherweise bereits nach 2 Minuten abgewürgt wird.
    Vielleicht sollte man direkt nach der japanischen Version des Albums suchen, denn diese hat einen Mehrwert von 4 Titeln („Solitude", „Oh Boy!", „Life In San Francisco" und „End Of The World").

    Zeugen:

    Man muss das alles nicht wissen, um die Girls mit größtem Genuss zu hören, schließlich ist Album ein Instant-Klassiker, der an die besten Platten erinnert, die zwischen 1977 und 1980, zur Hochzeit von Punk und New Wave, erschienen sind. Es finden sich darauf zwölf superduperwundervolle Indie-Pop- und Indie-Rock-Kracher, über deren Gefahren und Nebenwirkungen weder Arzt noch Apotheker oder Beipackzettel informieren. Es gibt nämlich keine, nur Glücksmomente sonder Zahl. Wenn man diese Songs als Pillen pressen könnte, man würde Millionen damit scheffeln.
    (now-on.at)



    Indizien und Beweismittel:





    „Lust For Life" Video





    „Morning Light" Video





    „Hellhole Ratrace" Video


    Ortstermine:
    08.03.10 Hamburg, Molotow
    13.03.10 Berlin, bang Bang Club
    14.03.10 Köln, Werkstatt

    Urteile:
    Nun sind die werten Richter gefragt...
  • 3 Kommentare:

    Volker hat gesagt…

    vielfältig und gut

    7,5

    Ingo hat gesagt…

    Vielfältig, ja. Aber es packt mich nicht richtig. 6 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Die Mädels bekommen von mir auch

    7 Punkte

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    6. The Gold Experience (1995)
    5. Dirty Mind (1980)
    4. Sign O' The Times (1987)
    3. Parade (1986)
    2. Purple Rain (1984)
    1. Around The World In A Day (1985)

    (ausgewählt von Volker)