Es gibt ein neues Album von Emil Svanängen, der seine Musik unter dem Pseudonym Loney Dear heraus bringt. Begonnen hat er damit 2003 und einigen Alben, die er selbst in Eigenregie veröffentlichte, anfangs noch als selbst gebrannte CD-Rs. Dann stieg sein Bekanntheitsgrad, er erhielt ein Dauer-Abo beim Haldern Pop Festival, Lob von Peter Gabriel und Verträge bei dessen Real World Records oder Sub Pop.
Mittlerweile ist der Schwede bei seinem zehnten Studioalbum angekommen, das weniger minimalistisch ausgefallen ist als seine beiden Vorgänger „A Lantern And A Bell“ (2021) und „All Things Go“ (2024). Beste Beispiele hierfür sind das pulsierende „Kiddo“, welches das Album eröffnet und dessen Titel liefert, und das an Dramatik und Opulenz zunehmende „Undertow“.
Emil Svanängen berichtet, dass „Making Friends Is Easy“ nach dem Verschwinden wichtiger Menschen aus seinem Leben entstand und ihn an der Schnittstelle zwischen dem Wunsch im Mittelpunkt zu stehen und der Sehnsucht nach Einsamkeit zeigt. Stellvertretend für die melancholischen, intimen Momente des Albums sollen das großartige „Night Cars“ und das falsettige „Flush“ genannt werden. Ein langjähriger Wegbegleiter ist Svanängen nicht abhanden gekommen, denn erneut hat er zusammen mit Emanuel Lundgren von I’m From Barcelona komponiert, arrangiert und produziert.
Ein wenig mehr hätten sich die beiden Schweden gern ersinnen dürfen, denn „Making Friends Is Easy“ ist nach 9 Songs in 27 Minuten bereits auserzählt, wobei die letzten beiden Lieder auch den Gesang missen lassen. Bei mir steht das Album auf clear Vinyl im Plattenregal, wobei Seite 1 deutlich häufiger abgespielt wird.

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