Madsen - Labyrinth

















Mutig, Madsen! Mit dem Titelsong, der das vierte Album von Madsen eröffnet, ist dem Quartett nämlich das bandeigene, kleine "Bohemian Rhapsody" gelungen.
Danach geht es im gewohnten Stil - der Madsen für Rock am Ring (und eben nicht das Haldern Festival) prädestiniert - weiter, also einer Mischung aus Sportfreunde Stiller ("Sieger"), Tomte ("Zwischen den Zeiten" - oder doch Oasis?) und Die toten Hosen ("Das muss Liebe sein").
Meine persönlichen Highlights sind der Song, der ab sofort auch offizielle Hymne meiner Schul-AG ist ("Mit dem Moped nach Madrid"), und das tolle "Obenunten", ein Duett mit der neuen Keyboarderin Lisa Nicklisch, deren Stimme so ungemein an die wundervolle Judith Holofernes, erinnert, dass man erkennt, wie sehr man diese vermisst und dass wir so etwas Schönes von Wir sind Helden in den letzten 5 Jahren nicht hören konnten.


Madsen haben zwar den chronischen Stampffuß, der sich bisher durch die meisten Lieder zog, abgelegt. Doch während die Melodien leise im Kopf herumsurren, stolpert der Verstand über die Texte: Das Pathos geriet hier zur Überdosis, sodass es schwerfällt, die Musik ernst zu nehmen.
Und man nimmt ihnen Zeilen wie „Weil du liebst / Weil du lebst / Weil du gibst und vergibst / [...] / Wirst du geliebt / Lass es passieren / Lass die Liebe regieren“ einfach nicht ab. Ist das noch die Schule von Virginia Jetzt! oder doch schon Florian Silbereisen? Madsen, das darf man nicht außer acht lassen, funktionieren sicher noch für irgendwen. Aber nicht mehr für die Fans aus den Anfängen, denn die sind erwachsen geworden und genervt von einem weiteren Hauptstadtlied („Berlin, was willst du von mir?“) und Generationshymnen („Denn wir werden wie Sieger sein“).
(intro.de)

Man hört dem Album die Arbeit an, die Madsen zusammen mit Produzent O.l.a.f. O.p.a.l. hineingesteckt haben. Ausgefeilte Arrangements und ein bunter Stilmix zwischen großem Pop und Adrenalin gepeitschtem Rock machen "Labyrinth" zum bislang anspruchsvollsten und vielleicht besten Madsen-Album.
(pop100.com)





"Lass die Liebe regieren" Unplugged Clip

Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Das Album hast Du perfekt beschrieben. Ich musste im Booklet prüfen, ob Judith Holofernes erwähnt wird...
Wäre das Thema nicht so abgedroschen, müsste man noch "Berlin, was willst du von mir?" loben.

Dirk hat gesagt…

Ich konnte auch nicht glauben, dass es nicht Judith Holofernes ist, die da singt!

U. hat gesagt…

Ich schätze, das bedeutet, dass ich diese CD nicht hören muss. ;-)

Volker hat gesagt…

Auf jeden Fall einer der Höhepunkte. Ich dachte trotzdem, es wäre das typische Suzie Kerstgens Duett.
Judith hörte ich eher damals auf dem Zirkus-Album von Mia, aber auch das war dann nur Mieze in Imitation von Judith...

Ingo hat gesagt…

6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Überraschend gut.

7,5 Punkte

Dennis hat gesagt…

8 Punkte

Pages