Isobel Campbell & Mark Lanegan - Sunday at Devil Dirt

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Nach The Kills ein weiteres Album eines anglo-amerikanischen Musikduos und nach "Saturnalia" ein weiteres Album mit Mark Lanegan in diesem Jahr. Diesmal ist Isobel Campbell (ehemals Belle & Sebastian) die Gespielin. Oder eben umgekehrt. In diesem Fall handelt es sich um eine bunte Mischung: Mehr als ein Jahrzehnt Altersunterschied, Isobel Campbell hat einen starken Folk-Hintergrund, Mark Lanegan kann seine Rockwurzeln kaum verleugnen.

Vor allem muss es sich am Vorgänger "Ballad of broken seas" messen lassen. Laut.de meint:

In gewisser Weise handelt es sich tatsächlich um die konsequente Fortführung von "Ballad Of The Broken Seas". Isobel bleibt dezent im Hintergrund und das ist auch gut so. Denn erst das Zusammenspiel mit dem basslastigen Herrn Lanegan verdelt die Kompositionen im rechten Maß. Mehr ist ihrem leidlich ausdrucksfähigen Stimmchen auch kaum zuzumuten.

Ganz anders steht es da schon um ihre kompositorischen Qualitäten. Campbell scheint am allerorten auftauchenden Sinatra/Hazlewood-Vergleich großen Gefallen gefunden zu haben, denn die instrumentelle Ausrichtung der insgesamt zwölf Songs kommen mit einem Flair daher stolziert, der sich ohne weiteres in den 60er oder 70er Jahren verorten ließe.

Während für mich Mark Lanegans Stimme im Vordergrund steht, reicht Uncut die Blumen weiter:

If Lanegan dominates vocally, the bouquets should go to Campbell. She wrote the songs (with the exception of Jim McCulloch’s Salvation), and produced the record, and must take the credit for the album’s mood, which mixes the mystical eroticism of The Raven with the Dr John-inflected rhythms of Back Burner; a sultry tune which – in ways that would take years of therapy to explain - made me think of a dancing Elvis Presley.

"Saturnalia" hat Volker nicht wirklich umgehauen. Ob dieses Werk bessere Chancen bei ihm hat? Für mich ist das Album der Gutter Twins die spannendere Sache. Entsprechend wird der Blumenstrauß ausfallen, den Isobel von mir erwarten kann.

Sowohl Isobel als auch Mark bieten Myspace-Seiten.

Kommentare:

Christoph hat gesagt…

Hmmm... Live habe ich selten Besseres gesehen.

Die Platte habe ich aber trotzdem nicht oft gehört. Weil 6,5.

Und das Cover ist auch hier falsch.

http://flickr.com/photos/-christoph-/2650785352/

Dirk hat gesagt…

Das reißt mich nicht vom Barhocker.

5,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

Lanegans Stimme wurde hier verschwendet. 6 Punkte

Dirk hat gesagt…

Oliver R. sagte: 7,5 Punkte