An Volkers Ehrentag 10 Fakten zum neuen Album von Måneskin: 1. Nachdem die Laufzeit der ersten beiden Alben von Måneskin rund um die 30-Minu...

Måneskin - Rush!


An Volkers Ehrentag 10 Fakten zum neuen Album von Måneskin:

1. Nachdem die Laufzeit der ersten beiden Alben von Måneskin rund um die 30-Minuten-Marke pendelte („Il ballo della vita“ lief 34:11 Minuten und „Teatro d'ira: Vol. I“ sogar nur 29:03 Minuten), packen sie diesmal stolze 52:42 Minuten Musik auf ihr drittes Album.

2. Im Verlauf der Aufnahmen sollen rund 50 Songs entstandensein, davon bietet „Rush!“ insgesamt 17 Lieder. In Japan gibt es zudem den Bonus Track „Touch Me“.


 


3. Die Arbeiten im Studio fanden mit international erfolgreichen Komponisten- und Produzententeams (Captain Cuts, Mattman & Robin, Rami Yacoub, Sylvester Sivertsen) statt. An erster Stelle ist hier natürlich Max Martin zu nenen, der bereits auf 25 Nummer Eins-Singles in den USA kommt, u.a. für Katy Perry, Pink, Taylor Swift, Justin Timberlake, The Weekend oder Coldplay.  
Auf ihrem ersten „internationalen Album“ rückt auch die englische Sprache weiter in den Fokus: 14 Lieder werden auf englisch und nur noch 3 auf italienisch gesungen. 


 


4. In Italien gingen alle bisherigen Alben von Måneskin auf Platz 1 der Charts. In den übrigen europäischen Ländern ist die Tendenz ansteigend und dürfte auch von „Rush!“ fortgeführt werden: erreichte „Il ballo della vita“ Platz 37 in Deutschland und „Teatro d'ira: Vol. I“ Rang 11. Am 27. Januar dürfte die dritte Nummer 1 in Italien und die erste Tiop Ten PLatzierung in Deutschland sicher sein.

5. „Rush!“ steht seit dem 20. Januar in den Plattenläden. Neben der regulären CD gibt es auch eine Deluxe CD (Digibook (Hardcover) (32 Seiten + 5 Fotokarten)). Bei der Schallplatte hat man die Wahl zwischen black Vinyl, red Vinyl, white Vinyl und einer Picture Disc.

6. Wirkliche Fans greifen selbstverständlich zum Deluxe Box Set für  rund 160 €: 64-seitiges Fotoheft, 7" Vinyl, Silberfolienhülle Vinyl, CD, Kassette, Poster.


 


7. Die schickste Variante hat(te) aber wieder einmal Blood Records zu bieten: ‘Rush!’ gets exclusively pressed to red & black marble vinyl with our first-ever ‘red-goo’ gel sleeve, limited to 2,000 copies. 



8. Dem Album gingen bereits im letzten Jahr drei Singles voraus: „Mammamia“, „Supermodel“ und „The Loneliest“ konnten in Italien an frühere Single-Erfolge anknüpfen (Platz 6, 11 bzw. 1). In Deutschland blieben Måneskin etwas hinter den Erwartungen zurück: Nachdem „Beggin’“, „Zitti e buoni“ und „I Wanna Be Your Slave“ auf die Plätze 1, 9 und 3 kamen, strandeten die aktuellen Singles auf den Rängen 60, 49 und 82.  
Eine Woche vor der Albumveröffentlichung erschien mit „Gossip“ eine weitere Single aus „Rush!“, auf der Tom Morello von Rage Against The Machine zu hören ist.


 


9. Måneskin begeistern die Massen, aber nicht die Plattenkritiker: Bei Metacritic steht „Rush!“ aktuell bei 69/100 Punkten.


Die Band treibt mit dem Album zur Perfektion, was sie seit Jahren fabriziert: Musik, die gefährlich glitzert und doch seicht genug für Colawerbespots bleibt. Rush! klingt zentnerschwer und graziös in der Detailarbeit. Es ist Rockmusik mit ganz großem R, mächtigem Schlagzeug und Gitarren, die in jeden Refrain reinrauschen wie ein besoffener Monstertruckfahrer. Beim Graben in der Vergangenheit fördern Måneskin allerdings auch Klischees zutage, wie man sie aus guten Gründen eigentlich nie mehr hören wollte. The Loneliest etwa ist so ein Song, zu dem sich Männer in Filmen (Liam Hemsworth zum Beispiel, Til Schweiger geht zur Not auch) die Sonnenbrille von der Nase reißen und einem Flugzeug auf dem Rollfeld hinterherspurten, weil ihre große Liebe gerade auf Nimmerwiedersehen verschwinden möchte. An anderer Stelle demonstrieren Måneskin eine Verbissenheit, wegen der man schon Rage Against the Machine nur in geringen Dosen ertrug. Deren Gitarrist Tom Morello, der im Song Gossip vorbeischaut, hält nicht umsonst viel von seinen fleißigen Schülern.
Einige Stücke sind also deutlich zu doof auf Rush!, andere dafür genau richtig doof. Måneskin beherrschen die Muskelspiele des Hardrock, sind sich nicht zu fein dafür, als Sensation aus Italien einen Song namens Mammamia aufzunehmen und finden unter den abgegriffenen Bildern ihres Genres zielsicher die dreistesten: "I'm a lion tamer/ Of indecent behavior/ Making love with danger", singt Damiano David allen Ernstes in Don't Wanna Sleep. Der Raubtierbändiger, der gern Sex mit der Gefahr hat (wie auch immer das aussehen mag), spult seine Show ab zu Gestampfe, Gitarrengeseier und dem berühmten Rhythmus, wo man mit muss. "Ha, ha, ha" reimt sich auf "Bla, bla, bla", und das alles ist in seiner verführerischen Stumpfheit nun auch nicht so viel schlechter als manches von Iggy Pop.


10. Måneskin werden für zwei Konzerte in Deutschland gastieren. Das sind die Termine:
06.03.23 Berlin, Mercedes-Benz-Arena
10.03.23 Köln, LANXESS Arena



3 Kommentare:

  1. 11. Der Band gelingt das Kunststück. einer Song mit einer Spieldauer von < 3 Minuten und mit dem Gast Tom Morello langweilig ausfallen zu lassen. 6 Punkte

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  2. Teilweise ganz schlimm. 5 Punkte

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