• Anna Ternheim - All The Way To Rio



















    Jacob Felländer ist zwar Jahrgang ’74 und damit 4 Jahre älter als Anna Ternheim, aber beide verbindet ihr Geburtsort Stockholm und nun auch das Album „All The Way To Rio“, denn die Singer/Songwriterin fand Inspiration in den Werken des Künstlers, von denen eines aus der Serie „The Mountain Theory“ das Plattencover ziert. Felländer kombiniert Landschaftsphotographie, Mehrfachbelichtungen sowie Malerei und brachte es dadurch bereits zu zahlreichen Solo-Ausstellungen oder in die Kunstsammlung von Bill Clinton oder der schwedischen Königsfamilie. Nun ist er auch Muse für Ternheim, die gemeinsam mit ihrem Produzenten Andreas Dahlbäck ein in Rio entstandenes musikalisches Projekt, das vor ihrem letzten Album „For The Young“ wieder eingemottet worden war, entrümpelte und vervollständigte. 

    Dazu Anna Ternheim:
    Letzen Herbst traf ich Jacob Felländer in New York. Wir sprachen über seine Bilder und er zeigte mir seine Sammlung bei Sotheby’s. Er plante gerade ein neues Projekt, wo er Bilder vom Himalaya Gebirge machen wollte. Die Bilder die ich schon sehen konnte hatten eine irre Atmosphäre : düster, ruhig aber auch dramatisch. Er fragte mich, ob es Musik gibt die ich ihm zeigen könnte. Ohne weiter nachzudenken, schickte ich ihm den Stand der Dinge von ALL THE WAY TO RIO. Unsere Welten trafen sich, das war uns beiden schnell klar. Wir blieben in Kontakt und schickten uns immer wieder Neuigkeiten aus den jeweiligen Arbeiten. Er beendete sein Projekt mit meiner Musik im Ohr und ich finalisierte die Musik mit seinen Bildern imKopf. Jacobs Bilder waren das fehlende “piece of the puzzle“, um ein Zuhause für ALL THE WAY TO RIO zu finden. Ein düsteres, verträumtes aber auch inbrünstiges Stillleben. Ein musikalisches Gemälde.

    „All The Way To Rio“ bietet nur 8 Songs, von denen „Keep Me In The Dark“ in einem anderen Arrangement bereits auf „For The Young“ zu hören war, die nur 34 Minuten laufen, aber viel Lob erhalten:


    "All the way to Rio" wagt sich mehr hinaus, braucht weniger Struktur und Greifbarkeit und findet seine Balance zwischen Boden und Sphäre. Während ein vielleicht etwas zu entspannt dem Radiopop entgegenschlenderndes "Battered soul" noch auf den Vorgängern kaum aufgefallen wäre und "4 in the morning" seinem Titel entsprechend spärlich instrumentiert den nächtlichen Heimweg antritt, gibt es Songs, die mehr wollen. "Waving his hello" beispielsweise, mit seiner guten Portion Hall, der ganz dezenten Percussion und Ternheims schönstem Falsett-Gesang. "I rise with the wave / I fall with the leaves", singt sie, während die Musik drumherum das Auf und Ab mitträgt. "Maya" verzaubert mit einer fantastisch perlenden Gitarrenlinie und vor allem durch den energischen Refrain als Kontrapunkt zur gelassenen Strophe.(Plattentests)


    Ternheim malt einmal mehr dunkel-romantische Gefühlslandschaften - und die acht neuen Songs gleichen musikalischen Gemälden: düster-verhangen, verträumt, dramatisch, sinnlich und geheimnisvoll. Ein Stilmix aus Folk, Americana, Blues und Soft-Jazz, Moll-Harmonien, samtigen Melodiebögen und dezenten Keyboard-Schlieren als Fundament für Balladen, die in mattschwarz und dunkelblau gehalten sind ("In The Morning", "Keep Me In The Dark"), und betörende Folk-Pastiches ("Dreams Of Blue", "Battered Soul").(Wiener Zeitung)


    Den Höhepunkt hebt sich "All The Way To Rio" jedoch bis zum Ende auf, in dem "Keep Me In The Dark" und dessen Abspann "Dreams Of Blue" Hand in Hand gehen. Augenblicke, in denen das Songwriting dem instrumentalen Teil zunehmend Platz lässt, um in klanggewaltigen Passagen Felländers Bilder und so den Himalaya mit geschlossenen Augen zum Leben zu erwecken. Von seinem intimen Beginn aufbrechend erhebt sich "Keep Me In The Dark" zu einem vor Schönheit und Eleganz funkelnden Finale. Ein wundervoller Moment, in dem sich die Quintessenz eines Albums findet, dessen komplizierte Entstehungsgeschichte man in keiner Sekunde bemerkt.(laut)


    Leider gibt es kein offizielles Video, daher dieses hier:




  • 3 Kommentare:

    Olly Golightly hat gesagt…

    7,5 Punkte

    Ingo hat gesagt…

    6,5 Punkte

    Dirk hat gesagt…

    Nicht mein Weg. 6 Punkte

    Die 10 besten Alben von The Beatles

    10. Beatles For Sale (1964)
    9. Let It Be (1970)
    8. A Hard Day’s Night (1964)
    7. Help! (1965)
    6. The Beatles (The White Album) (1968)
    5. Magical Mystery Tour (1967)
    4. Rubber Soul (1965)
    3. Abbey Road (1969)
    2. Revolver (1966)
    1. Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967)

    (ausgewählt von Dirk)