Japanese Breakfast - Soft Sounds From Another Planet



















Der Musikexpress hat offensichtlich einen Narren an Michelle Zauner und ihrem Soloprojekt Japanese Breakfast gefressen. Ende 2016 wurde ihr 25-minütiges Debüt „Psychopomp“ auf Platz 29 der besten Alben des Jahres gewählt, keine acht Monate später kürt er „Soft Sounds From Another Planet“ zum Album des Monats und begründet dies wie folgt:

Schon im Intro des psychedelisch inszenierten und doch ziemlich stoischen Postpunk-Openers „Diving Woman“ wabert und blubbert es einschlägig. Ein erstes instrumentales Zwischenspiel trägt den eindeutigen Titel „Planetary Ambience“ (das zweite den vermeintlich augenzwinkernden „Here Come The Tubular Bells“). Es klingt nach ins All zurückfliegenden Sternschnuppen, und die Flaming Lips auf ihrem jüngsten Oczy Mlody-Trip hätten daraus wohl gleich ein komplettes, mondphasenlanges Stück Meditations-Rock gezogen. „Jimmy Fallon Big“ erhebt sich wiederum aus einem beinahe „Bladerunner“-verdächtigen Synthesizer-Fundament.
Abgesehen von der hinreißenden Vorabsingle „Machinist“ , die wie Robyn- oder Annie-Hits auf ein Alleintanzrecht in Diskotheken pocht und trotz Auto-Tune-Einsatz und 80s-Saxofonsolo ihre Unschuld bis zum Ende behält, gibt es jedoch keinen Song, der sich auch textlich im Space-/Sci-Fi-Kosmos aufhält. (…)
Auch die sich ganz klassisch bis kurz vor Holly Golightly an die Sixties ranwerfende Ballade „Boyish“, mit wunderschönen Streicher-,  Spinett- und Reverb-Gitarren-Arrangements, die bei Angelo Badalamenti immer irgendetwas Abgründiges zu bedeuten haben (hier aber nicht), tut erst in den Lyrics weh (…).(musikexpress)


Weniger Shoegaze, dafür ein Mehr an Dreampop, Space-Saga, Auto-Tune, Roy Orbison-trifft-Bladerunner, Sound-Experimenten, Discobeats und Musik generell, denn die 12 Titel von „Soft Sounds From Another Planet“ laufen 37 Minuten. 




Ganz allein steht der Musikexpress nicht mit seiner Meinung, denn auch bei Metacritic wird aus 18 Kritiken eine Durchschnittsbewertung von 83/100 Punkten gezogen:


While everything on Japanese Breakfast’s proper sophomore effort isn’t entirely fresh, and its structure is somewhat loose, there’s a confidence and crispness to Soft Sounds that shows just how fully realized Zauner’s formerly homemade experiments have become.(A.V.Club)

Soft vocals percolate through the record, lending it a remarkable emotional profundity. Though at times the record feels a little repetitive, Zauner’s lyrical skill keeps it from being boring.(Pretty Much Amazing)

With Soft Sound From Another Planet, Michelle Zauner has moved beyond mourning to a solace far more celestial, communicating her grief through these poignant musical prayers aimed directly at the heavens and beyond.(The Line Of Best Fit)




Japanese Breakfast in Deutschland:

23.10.17 Köln, Blue Shell
24.10.17 Hamburg, Häkken
25.10.17 Berlin, Badehaus




Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Macht mir mal wieder Lust auf ein japanisches Frühstück. 6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Der Funke springt hier leider nicht über. 5,5 Punkte

Jörg hat gesagt…

6 Punkte